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Feinheit vs. Reißfestigkeit: Was hat es mit Denier, Tex und Co. auf sich?

11. Juli 2019
Ausrüstung

„Schreib doch mal was über Denier“, haben sie gesagt. „Das ist sicher informativ und spannend“, haben sie gesagt. Und ich stehe nur so da und denke: „WTF. Denier Alter, echt. Was ist das denn? Oh Mann, nie gehört, da muss mir was entgangen sein.“ Und die weiter so: „Kennste nicht. Ist ja auch kein Wunder, kennen nämlich viele nicht und deshalb brauchen wir da mal einen Blogbeitrag.“ Und bei mir so: Plop, klatsch, Stein vom Herzen, doch nicht so hinterm Mond.

Ich dann so zu Google, erstmal nachschauen. Aha hat was mit Feinheit von Textilien zu tun. Klar doch, drum kenne ich das nicht, hab ich mich noch nie mit befasst. Warte mal, Moment: Textilfeinheit!?! Nicht wirklich. Also mal nachfragen: „Ey, is nicht euer Ernst, oder? Ist sicherlich irgendein Kletterhotspot in Frankreich oder so. (Bitte?!?).“ Und dann bäääm die Antwort: „Nix Kletterhotspot, Textilfeinheit rulez. Bezeichnungen wie ‚70D‘ sind dir im Shop doch sicherlich auch schon aufgefallen. Darum geht’s.“

Alles klar, check, das große D also. So langsam verstehe ich, wo die reise hingeht. Das ließt man ja tatsächlich immer mal wieder, gerade bei Outdoorbekleidung ist Bezeichnung D=Denier gut vertreten. Eine genauere Einordnung kann da sicherlich nicht schaden… Und dann die weiter: „Kannst ja auch gleich noch dazu schreiben, was das so über die Robustheit und Langlebigkeit aussagt. Passt ja irgendwie zum Thema.“ Okay, ich also so: „Geht klar, mach ich dir passend, easy.“

Wer sich einmal ein wenig in das Thema einliest, der merkt schnell: So easy ist das nicht. Wir sollten daher vorab mal reden (so ganz unter uns, versteht sich). Ich hab im Mathe-Abi 5 Punkte und auch in Chemie und Physik sieht’s da nicht besser aus. Ich habe für dieses Thema so einiges recherchiert und bereits nach der Lektüre des ersten Wikipedia-Artikels schwirrt mir der Kopf. Ich will aber, dass ihr es einmal besser habt als ich. Darum gilt für diesen Blogbeitrag ab sofort die Abmachung: Es wird verallgemeinert und vereinfacht, wo es nur geht.

Also stürzen wir uns ins Thema und fragen:

Was bedeutet denn eigentlich robust bzw. langlebig?

Tja, und damit machen wir schon ganz am Anfang ein riesengroßes Fass auf. Robust oder langlebig ist etwas, das nicht so schnell kaputt geht, lange hält und auch mit härteren Bedingungen klar kommt. Wichtig ist es dabei erst einmal zu klären, wogegen ein Material oder Kleidungsstück robust ist.

Ein Kleidungsstück könnte beispielsweise gegen Abrieb, äußere Einwirkung (Risse, Schnitte) oder auch Feuer (z.B. Funkenflug) robust sein. Gegen knautschen, drücken, knüllen oder Weichspüler, Senf und 4711, große Luftfeuchtigkeit oder extrem niedrige Temperaturen und und und. Diese unterschiedlichen Anforderungen haben jedoch nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.

Da wir uns aber bereits darauf geeinigt haben, im Sinne der Verständlichkeit stark zu vereinfachen, schlage ich an dieser Stelle vor, ääh lege ich fest, dass wir nur über die Aspekte Abrieb und äußere Einwirkung sprechen. Denn nicht selten werden in diesem Kontext auch Angaben zur Feinheit der verarbeiteten Materialien gemacht. Und was uns das bringt, klärt die folgende Frage:

Feinheit von Textilien – was ist das denn?

Bei der Feinheit von Textilien geht es zunächst einmal um die Feinheit einzelner Fasern und die Feinheit von Garnen, Zwirnen und dergleichen. Die Feinheit definiert sich dabei in erster Linie über den jeweiligen Durchmesser. Je kleiner also der Durchmesser einer Faser oder eines Garns ist, desto größer ist seine Feinheit. Bis dahin, check, kein Problem. Das Problem ist allerdings, dass es sich bei textilen Fasern nicht selten auch um natürliche Materialien handelt, die keinen exakt runden Querschnitt haben. Auch können Fasern leicht zusammengedrückt werden und verändern so ihren Querschnitt teilweise auch dauerhaft. Hierzu ein Beispiel:

Stellt euch einmal einen Gartenschlauch vor. Jetzt nehmen wir einfach an, dass dieser Gartenschlauch im Normalzustand einen exakt runden Querschnitt hat. Wird dieser Schlauch nun zusammengedrückt, wird er in die eine Richtung breiter, aber gleichzeitig auch flacher. In diesem Zustand ließe sich also ein mit anderen „Fasern“ vergleichbarer Durchmesser nur schlecht berechnen.

Um aber eine Vergleichbarkeit der Feinheit zu gewährleisten und auch bei der industriellen Fertigung verlässliche Richtgrößen gebraucht werden, ist es heute weitestgehend üblich eine Feinheitsdefinition zu verwenden, die durch die Beziehung von Masse (Gewicht) und Länge beschrieben wird. Es muss also mindestens eine Maßeinheit her. Wir bieten hier aber beste Servicequalität und schicken in den Ring:

Tex vs Denier

In Deutschland sowie der restlichen EU inklusive der Schweiz ist die Einheit Tex die offizielle Maßeinheit, wenn es um die Feinheit von „linienförmigen textilen Gebilden“ geht. Also Fasern, Garne und dergleichen. Dies ist auch so in der ISO 1144 und DIN 60905 festgehalten. Wer an Schlafstörungen leidet, kann es ja mal nachlesen.

Beim Tex-System gibt es ebenso wie bei den Maßeinheiten Gramm und Meter zahlreiche Untereinheiten. Wir merken uns hier aber zur Vereinfachung lediglich:

1 tex = 1 g pro 1000 m

Noch einfacher: je höher die Zahl, desto grober (weniger fein) die Faser.

Das Denier-System (den) funktioniert gleich wie das Tex-System. Das Problem ist dabei nur, dass andere Einheiten bzw. Ausgangswerte verwendet werden. Daher merken wir uns an dieser Stelle:

1 den = 1 g pro 9000 m

Somit gilt auch automatisch: 1 tex = 9 den

Jetzt wird sich so manch einer fragen, wer sich denn den Quatsch ausgedacht hat. Und da kann man nur sagen: „Vielen Dank, Frankreich, für diese schöne Maßeinheit.“ Dazu muss man aber folgendes wissen: Die Einheit Denier wurde ursprünglich als Maßeinheit in der französischen Seidenindustrie verwendet. Sie bezieht sich auf die alte französische Gewichtseinheit Denier, die mit unserem heutigen metrischen System nicht sonderlich viel zu tun hat. Somit erklärt sich auch die halbwegs „krumme“ Einheit. Heute ist Denier als Wert für die Feinheit von Textilien vor allem in den USA und Asien gebräuchlich und taucht somit nicht ganz selten auch mal im Outdoorbereich auf.

Jetzt könnte man sich denken: je höher der Tex- oder Denier-Wert desto robuster auch das Material. Klingt im ersten Moment ja auch logisch, eine Jeans hält beispielsweise mehr aus, als eine Seidenbluse. Aber so einfach ist das nicht. Denn die Reißfestigkeit von Textilien hängt nicht nur von der Feinheit des Stoffes bzw. der Garne ab, sondern vielmehr auch von der Verarbeitung und dem generellen Ausgangsmaterial. Und daher sind auch nur Materialien über den Tex- oder Denier-Wert vergleichbar, die abgesehen von der Feinheit, exakt identisch aufgebaut sind.

Die Reißfestigkeit von Textilien

Hierzu ein kleines Beispiel: Bei der industriellen Herstellung gibt es den Wert der Zug- oder Reißfestigkeit. Hierbei handelt es sich um die mechanische Zugspannung, die ein Material maximal aushält. Die Zugfestigkeit zu errechnen ist nicht ganz einfach, es brächte uns aber auch keinen Vorteil. Wir müssen an dieser Stelle nur wissen, sie wird unter anderem in Megapascal (MPa) gemessen. Auch hier gilt: je höher der Wert, desto reißfester das Material. Dieser Wert kann schon einmal eine gute Orientierung bieten. Hierzu ein paar Beispiele:

  • Wolle: 130 -210 MPa
  • Baumwolle: 287 – 800 MPa
  • Polyethylen (Dyneema): 3510 MPa
  • Aramid (Kevlar): 3620 MPa

Die Reißfestigkeit sagt schon recht viel über die eigentliche Robustheit eines Materials aus. Kennt man ja auch: Eine Bandschlinge aus Dyneema, ist in der Regel deutlich filigraner als ihre Kollegin aus Polyamid. Ist ja auch klar, Dyneema hält (die Alterung mal außer Acht gelassen) deutlich mehr Belastung aus.

Aber Moment: Muttis alte Nylonstrümpfe sind doch auch aus Polyamid und halten dennoch deutlich weniger aus, als beispielsweise eine Bandschlinge!? Zumindest habe ich noch niemanden gesehen, der sich am Standplatz mit einer Feinstrumpfhose sichert. Wie also kann das sein?

Na ja, so schwer ist das gar nicht. Wer sich einmal die beiden Produkte genauer anschaut, der wird schnell feststellen, das Ausgangsmaterial wurde ganz anders verarbeitet. Und somit kommen wir zu unserem letzten Punkt des heiligen Dreigestirns und sagen Vorhang auf für:

Die Verarbeitung von Textilien

Fasern und Garne können auf ganz unterschiedliche Arten verarbeitet werden. So ist beispielsweise ein Jeansstoff ein Gewebe, besteht also aus zwei Fadensystemen, die miteinander verwoben sind. Eine Fleecejacke hingegen ist in der Regel aus einem Veloursstoff gefertigt. Dieser ist kein Gewebe, sondern Maschenware. Hier werden mittels Faden gebildete Schleifen ineinander verschlungen und bilden so ein „textiles Flächengebilde“ (zu deutsch: ein Stück Stoff).

Dies sind aber nur zwei von unzähligen Möglichkeiten, wie Stoffe hergestellt werden können. Und selbst in den einzelnen Bereichen gibt es dann wieder unterschiedliche Verarbeitungsmöglichkeiten. Kurz und gut, ein weiteres Fass ohne Boden. Und somit stehen wir eigentlich wieder ganz am Anfang unseres kleinen Textilexkurses und wissen noch immer nicht so recht, was wir mit der Info anfangen sollen. Dennoch habe ich auch hier eine kleine Faustregel, die vielleicht weiter helfen kann:

Kommen bei der Verarbeitung feine Garne zum Einsatz, liegen diese nach dem Weben oder Stricken oft enger beieinander und bilden so eine glattere Oberfläche. Auch liegen die Einzelfäden je nach Webart enger zusammen oder weiter von einander weg. Je glatter dabei die Oberfläche des Stoffes ist, desto weniger anfällig ist sie zumeist gegenüber Pilling. Das heißt, dass sie beispielsweise bei der dauerhaften Belastung durch einen Rucksack nicht so schnell Abrieberscheinungen zeigt wie bei gröberen Stoffen.

Ein schönes Beispiel, wie die Verarbeitung die Robustheit von Textilien beeinflussen kann, liefern auch beispielsweise Materialien mit der Beta-Spun-Technologie. Diese kommen beispielsweise bei Ortovox zum Einsatz und sehen wie folgt aus: Das Garn dieses Materials besteht aus zwei Komponenten. Der Kern wird dabei aus feiner Merinowolle gebildet und bringt alle guten Eigenschaften des Naturprodukts mit. Um diesen aber besser zu schützen wurden zusätzlich Polyamidfilamente um den Kern gesponnen. So entsteht ein Material, das laut Herstellerangaben bis zu 70 % reißfester und abriebfester als herkömmliches Merinogarn sein soll.

Was aber sagt uns das?

Gerade im Bereich der Textilien gibt es zahlreiche unterschiedliche Materialien. Manche unterscheiden sich dabei in ihrer Zusammensetzung und Verarbeitung kaum, andere erheblich. Von einzelnen Werten pauschal auf spezifische Eigenschaften zu schließen ist daher zunächst einmal kaum möglich. Schaut man allerdings ein wenig genauer hin, kann man aus der Beschaffenheit von Textilien so einiges ableiten. Die Denier-Angabe bietet aber zumindest eine grobe Orientierung, wie robust ein Gewebe oder ein Stoff ist, denn wie wir ja jetzt wissen, gilt: Je höher die Denier-Zahl umso ’schwerer‘ und ‚robuster‘ ist der Faden. Und leider finden wir in der Regel keine bzw. nur wenige Informationen zur genauen Verarbeitung oder MPa-Werte, die uns etwas über die Reißfestigkeit eines Gewebes verraten.

Außerdem ist unser Basislager eine gute Anlaufstelle für Infos zu unterschiedlichsten Material wie z.B. Aramid/Kevlar, Polyester oder die gute alte Gore-Pro-Shell!

GORE Garantie Header

Die GORE-TEX® Garantie

7. November 2017
Ausrüstung

GUARANTEED TO KEEP YOU DRY™ – so prangert es am Hängeschild von jedem Produkt, in dem ein GORE-TEX® Laminat verbaut ist. Liest man auf der Firmen-Webseite nach so steht dort wörtlich:

„Falls Sie mit der Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit oder Atmungsaktivität Ihres GORE-TEX® Produkts nicht zufrieden sind, werden wir das Produkt reparieren, ersetzen oder den Kaufpreis zurückerstatten.“

Große Worte, die gerne mal für Verwirrung sorgen, bevorzugt bei Endkunden. Deshalb wollen wir das Ganze mal aufdröseln und schauen, wie das Versprechen ganz genau aussieht.

Woher stammt das GORE-TEX® Versprechen?

Es mutet zunächst tatsächlich erstmal komisch an, wenn ein Unternehmen pauschal verspricht, das Produkt zu reparieren, zu ersetzen oder den Kaufpreis zurück zu erstatten. Vor allem, wenn das Unternehmen das Laminat und das Verarbeitungswissen liefert, nicht aber das eigentliche Endprodukt produziert und das alles unabhängig von der gesetzlichen Gewährleistung

Der Hintergrund aber ist relativ simpel: Weil GORE Anfang der 1990er-Jahre mit der Qualität nicht zufrieden war, ging man einen radikalen Schritt: Um das Vertrauen der Kunden zurück zu gewinnen, gab man das hier thematisierte Versprechen ab – natürlich nicht ohne auch den Herstellungsprozess auf Vordermann zu bringen. So dürfen die finalen Produkte nur in speziell lizenzierten Produktionsstätten hergestellt werden.

Heute wissen wir: Die Maßnahme war ein voller Erfolg. GORE-TEX® ist nach wie vor in aller Munde, respektive Jacke, und kaum mehr aus der Outdoor-Welt wegzudenken. Wie genau sieht aber die hauseigene Garantie aus und wann greift sie?

Was fällt unter die GORE-TEX® Garantie?

Zunächst mal alle Produkte: Bekleidung, Schuhe  Handschuhe, in denen die GORE-TEX® Membran verbaut wurde. Die Garantie gilt nicht nur für die Wind- und Wasserdichtigkeit, sondern auch, wenn die Atmungsaktivität nicht das einhält, was sie verspricht. GORE garantiert wörtlich:

„Wenn ein Bekleidungsstück den GORE-TEX® Markennamen trägt, ist seine Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit und Atmungsaktivität für den vorgesehenen Einsatzbereich garantiert.“

Klingt doch super. Ich kann also jederzeit meine Jacke an GORE schicken und bekomme Ersatz, Reparatur oder mein Geld zurück. Da muss ich doch gleich mal schauen, ob meine zehn Jahre alte, stark durchlöcherte Hardshell noch irgendwo rumfliegt… Nun, ganz so einfach ist es dann auch nicht.

Wann greift die GORE-TEX® Garantie nicht?

Wie aus der zitierten Formulierung deutlich wird, greift das Garantieversprechen nicht, wenn ich das Ausrüstungsteil außerhalb seines vorgesehenen Einsatzbereichs nutze. Man könnte auch von unsachgemäßem Gebrauch sprechen. Wenn ich also meine leichte Active-Shell, die nicht rucksacktauglich ist, regelmäßig mit einem schweren Trekkingrucksack belaste, dann ist es nicht verwunderlich, wenn das Produkt schneller nachgibt als erwartet.

Ebenfalls legt GORE Wert darauf, dass das Produkt stets gut gepflegt und gewartet wird, Tipps dazu gibt’s natürlich bei uns, einfach mal in den Pflegeanleitungen stöbern. Auch hier noch ein konkretes Beispiel: Wasche ich meine Hardshell mit Weichspülern kann die Membran verstopfen und die Atmungsaktivität ist beeinträchtigt. Wasche ich meine Jacke gar nicht, kann die Funktionsweise der Membran beeinträchtigt sein, weil kleine Schmutzpartikel die feinen Poren verstopfen. Die richtige Pflege umfasst hier auch ausdrücklich die Imprägnierung der Außenseite und nicht nur das Waschen.

Zu guter letzt: Leider, leider sind auch Beschädigungen der Laminate von der Garantie ausgeschlossen. Wer sich also seine Jacke an einer scharfen Kante aufreißt, für den greift das GORE Versprechen ebenfalls nicht. Damit ist auch meine durchlöcherte Hardshell aus dem Spiel. Aber natürlich bedeutet ein Loch nicht gleich, dass die Jacke aussortiert werden muss, denn es gibt Reparaturstellen für GORE-TEX® Produkte.

Was bedeutet das in der Praxis und wie lange greift die Garantie jetzt eigentlich?

Nehmen wir mal an, ihr seid mit eurem GORE-TEX® Produkt unzufrieden. Was natürlich nie passiert… ;) Nur rein hypothetisch: Welche Schritte müsst ihr gehen, um einen Anspruch geltend zu machen?

Was jedenfalls schon mal ziemlich cool ist: GORE gibt das freiwillige (sic!) Versprechen über die gesetzliche Gewährleistung hinaus. Heißt konkret: Ist die zweijährige gesetzliche Gewährleistungsfrist verstrichen, ist der Händler, bei dem das Produkt gekauft wurde sehr weit weg oder gibt es ihn gar nicht mehr, könnt ihr euch immer noch an GORE wenden.

Das heißt aber auch, dass ihr euch während der gesetzlichen Gewährleistungsfrist nach wie vor erstmal an den Händler (z.B. uns) wenden solltet, bei dem ihr eure GORE Jacke gekauft habt. Die Reklamation wird dann einfach wie jede andere behandelt.

Wenn es um den Zeitraum der freiwilligen Gewährleistung geht, steht geschrieben:

„Sie (die Garantie, Anm. d. Red.) gilt für Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit und Atmungsaktivität über die gesamte Nutzungsdauer des Produkts.“

Und jetzt die große Preisfrage: Was meint der Begriff „Nutzungsdauer“? Unter Nutzungsdauer versteht GORE die Lebenszeit der Produkte bei sachgemäßem Gebrauch und richtiger Pflege. Wenn also meiner robusten Pro-Shell nach zehn Jahren am Berg mit schwerem Gepäck langsam der Saft ausgeht, kann sie am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt sein. Hatte ich sie in den zehn Jahren aber nur drei mal an, habe sie gut gepflegt und immer wieder imprägniert, könnte die Garantie noch greifen, da die Laminate von GORE-TEX® prinzipiell kein Verfallsdatum haben.

Die Frage, wann ein GORE Produkt am Ende seiner Nutzungsdauer angelangt ist, ist dementsprechend schwer zu beantworten. GORE appelliert hier an den gesunden Menschenverstand. Im Zweifel kann es aber immer gut sein, mit den Kollegen Kontakt aufzunehmen.

Gecheckt?

Falls nicht, könnt ihr eure Fragen natürlich gerne hier oder bei unserem Kundenservice loswerden. Ihr erreicht die Kollegen unter der Woche täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail. Außerdem gibt es auf der GORE Website noch ausführliche FAQs zum Thema.

Wie funktioniert eine Membran?

Wie funktioniert eigentlich eine Membran?

24. Oktober 2017
Ausrüstung

„Insane in the membrane, Insane in the brain!“

Ob sich die Rapper Sen Dog und B-Real der Gruppe Cypress Hill ihrem 1993er Hit „Insane in the Brain“ auf Membrantechnologien in Outdoorklamotten beziehen ist fraglich. Mit einem haben die beiden aber zweifellos recht, das Thema Membrane kann den geneigten Outdoorenthusiasten durchaus verrückt machen.

Zahllose futuristisch anmutende Namen geistern durch die Produktbeschreibungen der gängigen Hersteller, unzählige Technologien buhlen um die Gunst schwitzender Freiluftfans. Klar, wir, die sich mit dem Sporteln in der freien Natur beschäftigen, wissen ungefähr was eine Membran ist. Die hält die Klamotte von außen dicht und lässt den Schweiß trotzdem raus. Was aber verbirgt sich hinter dem Begriff? Unsere Membranen-Kunde bringt Licht ins Dunkel, startet bei den Membranen-Basics, um dann richtig tief in die Materie vorzudringen und hilft hoffentlich auch den zwei verzweifelten Rappern weiter.

Was ist eine Membran?

Okay, für viele von euch dürfte dieser Abschnitt eine olle Kamelle sein, aber es schadet nie, nochmal auf Grundlegendes einzugehen: Was ist eine Membran überhaupt? Im einfachsten Wortsinne ist eine Membran eine dünne Trennschicht. So weit, so simpel aber längst nicht alles. Diese Trennschicht beeinflusst den Stofftransport durch selbige, was bedeutet, dass entweder nichts oder nur das was soll durchkommt.

In jeder Zelle eines jeden Lebewesens gibt es welche, Lautsprecher und Mikros kommen nicht ohne aus und auch unsere Funktionskleidung profitiert von den Membranen. Immer mit einem ähnlichen Prinzip, aber auch immer mit einem anderen Nutzen. Während die Zellmembran das Zellinnere schützt und für den Flüssigkeitshaushalt essentiell ist, sorgt die Textilmembran in unserer Kleidung für Nässeschutz, Atmungsaktivität und eine natürliche Temperaturregulierung des Körpers. Eine Membran ermöglicht also zum einen die Passage von Stoffen, Flüssigkeiten oder Gasen, zum anderen hindert sie andere am Eindringen. Aber wie funktioniert das?

Welche Membranarten gibt es und wie funktionieren sie?

In unseren wetterfesten Outdoorklamotten kommen in der Regel zwei unterschiedliche Membranarten zum Einsatz. Zum einen die mikroporöse und zum anderen die geschlossenzellige Membran. In ihrer Wirkungsweise ähneln sie sich – beide halten Nässe draußen und verhindern, dass innen saunaartige Verhältnisse herrschen – jedoch sind sie in ihrem Aufbau und ihrem Wirkungsprinzip grundverschieden.

Die mikroporöse Membran besteht meist aus dem kompliziert klingenden Polytetrafluorethylen (kurz PTFE), was den allermeisten unter dem Namen Teflon bekannt sein dürfte. Was in der Pfanne dafür sorgt, dass das Spiegelei nicht anpappt, kommt in veränderter Form auch in unserer Kleidung vor.

Inwiefern verändert? PTFE ist ein aus Fluor und Kohlenstoff bestehendes Polymer. Für alle, die die Begrifflichkeiten aus dem Chemieunterricht aufgefrischt haben möchten, anbei die Übersetzung: ein Polymer beschreibt einen aus sich wiederholenden gleichen Einheiten aufgebauten Stoff. Das trifft auf unser Polytetrafluorethylen ebenfalls zu.

Unter dem Elektronenmikroskop betrachtet besteht das PTFE nämlich aus fast parallel laufenden, über Molekülketten miteinander verwobenen Knäulen. Diese Struktureinheit wird in einem speziellen Verfahren in einer bestimmten Anordnung formiert und bei einer bestimmten Temperatur auseinander gezogen. Dabei entsteht aus dem Antirutschmaterial in der Bratpfanne eben jene feste, aber mit feinen mikroporösen Öffnungen versehene Membran, wie wir sie aus unseren Klamotten kennen.

Genannt wird das ganze ePTFE, wobei das „e“ für das englische Wort expanded – ausgedehnt steht. Das Verfahren ist dabei so flexibel und das Ausgangsmaterial so individuell verarbeitbar, dass der Funktionalitätsgrad der Membran nach Bedarf festgelegt werden kann.

Aber Moment, die Membran ist mikroporös, also von lauter winzigen Löchern übersät. Wie soll das bitte trocken halten? Polytetrafluorethylen ist in seiner Grundform stark hydrophob, also wassermeidend oder wasserabstoßend.

Das bleibt auch in seiner gestreckten, mikroporösen Form so. Die Oberflächenspannung von PTFE ist extrem gering – geringer noch als die von Wasser. Kommt das kühle Nass in Kontakt mit der Membranoberfläche, rafft sich das Element förmlich zusammen. Es erfolgt eine Tropfenbildung und die Nässe perlt von der Oberfläche ab.

Gleichzeitig sind die Poren in der Membran so winzig, dass die Wassertropfen nicht durchpassen, obwohl die feinen Öffnungen einen Großteil der Membranoberfläche ausfüllen. Die Tropfen sind schlicht zu groß. Der Schweiß, der in Form von Wasserdampf von der Innenseite anklopft, ist in seinem gasförmigen Aggregatszustand (nicht zu verwechseln mit Wassergas einem Gasgemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid) allerdings so schlank, dass es problemlos passieren kann.  

Zum Schutz der ePTFE-Membran wird sie meist durch eine hauchdünne Polyurethanbeschichtung vor Hautfetten, Schweiß und anderen Verschmutzungen, die die Trennschicht angreifen könnten, geschützt und fertig ist die Laube.

Bei der porenlosen Membran wird es etwas komplizierter. Die geschlossenzellige oder porenlose Membran kommt – wie der Name es vermuten lässt – ohne Poren aus. Beinahe zumindest. Aber der Reihe nach.

Eine solche Membran besteht aus einem hydrophoben Polyester- und einem hydrophilen Polyetheranteil. Soll heißen: sie ist aus einem wasserabweisenden und einem wasseranziehenden Bestandteil. Die Wasser- und Winddichtheit der Membran ergibt sich aus eben jenen wassermeidenden Bestandteilen und der porenlosen Beschaffenheit.

Doch ganz geschlossen ist die Oberfläche nicht. Die unterschiedlichen Stofftypen, aus denen sich die Membran zusammensetzt, bilden ein dichtes Geflecht aus unregelmäßig angeordneten Molekülketten. Innerhalb dieses Wirrwars entstehen winzig kleine Öffnungen, die noch um einiges kleiner als die Poren der mikroporösen Membran sind.

Eine perfekte Fluchtmöglichkeit, die der triefende Schweiß in Form von Wasserdampf zu nutzen weiß. Die Feuchtigkeit lagert sich von innen an den hydrophilen Bestandteilen der Membran an und wird durch einen Diffusionsprozess per Kapillarkraft durch die hydrophoben Ketten nach außen getrieben.

Was bedeuten die Lagen bei Membranen?

Eine lose Membran kann man noch nicht anziehen. Erstens hält das nicht warm und zweitens würde es ziemlich merkwürdig aussehen. Also muss die wasserdichte und funktionelle Wundertrennschicht in einem Laminat verarbeitet werden. Diese Laminate kommen in unserer Kleidung – je nach Einsatzzweck und Leistungsanforderung – als zwei, zweieinhalb, oder dreilagige Ausführung zum Einsatz.

Was haben diese „Lagen“ zu bedeuten? Ganz einfach! Damit die Membran nicht lose unter der Jacke oder der Hose herumbollert, wird sie durch Hitzeeinfluss dauerhaft auf einen Oberstoff laminiert. Das wären schon mal zwei Lagen. Und der Rest? Das 3-lagige Laminat bekommt neben Oberstoff und Membran ein zusätzliches Innenfutter spendiert. Die 2,5-Lagen Variante kommt ohne richtiges Innenfutter aus. Stattdessen ist eine dünne Schutzschicht unter der Membran verarbeitet.

Und was können die? Die Zweilagen-Laminate sind die in freier Wildbahn am häufigsten verbreiteten Vertreter der Membranenzunft. Das Innenfutter ist hier losgelöst vom Oberstoff mit der laminierten Membran. Zweilagige Hardshells sind in der Regel relativ preisgünstig zu haben. Wenn ihr auf leichten bis anspruchsvollen Wandertouren unterwegs seid und nicht unbedingt extremer Dauerregen auf dem Programm steht, sind diese Gesellen eine gute Wahl.

Textilien mit einem 2,5-Lagen Laminat sind schön leicht und lassen sich prima auf ein geringes Packmaß schrumpfen. Der Nachteil ist hier ganz klar in ihrer Belastbarkeit zu suchen. Da anstatt Innenfutter nur eine dünne Schicht zum Einsatz kommt, sind 2,5-lagige Jacken nicht unbedingt rucksacktauglich. Die Schutzschicht kann sich unter dauernder Belastung durchrubbeln, was mit der Zeit der Membran schadet. Seid ihr allerdings auf Touren mit leichtem Last unterwegs oder habt die Regenjacke als Notfallhelfer im Gepäck, sind sie eine gute Alternative.

Die dreilagigen Vertreter sind ebenfalls schön leicht, aber vor allem mächtig robust, jedoch meist auch teurer in der Anschaffung. Geht es für euch auf richtig anspruchsvolle Touren mit viel Gepäck, folglich schwerem Rucksack und zu erwartendem miesen Wetter, sind die dreilagigen Kraftpakete der richtige Ansprechpartner.

Temperaturgradient und Osmose

Ob offen oder geschlossen, damit der Feuchtigkeitstransport so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, spielt ein Faktor eine entscheidende Rolle: der sogenannte Temperaturgradient. Dafür muss etwas ausgeholt werden.

Damit die Wassermoleküle von innen nach außen durch die Membran wandern, lässt ein alter Bekannter aus dem Biologieunterricht seinen Einfluss spielen, der osmotische Druck. Wie wir uns alle noch aus unserer Schulbankdrückzeit erinnern können, beschreibt die Osmose den gerichteten Fluss von Teilchen durch eine semipermeable Membran. Zumindest mir hat sich dieser Satz komischerweise eingebrannt, was mir mein damaliger Biologielehrer allerdings aus unerfindlichen Gründen nicht abnehmen wollte, quittierte er doch meine stolze und durchaus seltene Antwort im Unterricht seinerzeit mit einem spöttischen „Aus dem Buch ablesen kann ja jeder!“.

Aber zurück zum Thema. Semipermeabel bedeutet selektiv durchlässig. Im Falle unserer Textilmembran meint die Osmose also einen einseitig gerichteten Feuchtigkeitsfluss durch eine Trennschicht, die nur die winzigen Wassermoleküle durchlässt und nichts anderes. Die Kraft, mit der dies geschieht nennt sich naheliegenderweise der osmotische Druck oder auch Diffusionsdruck.

Die Voraussetzung, dass dieser Druck entsteht, ist ein ausreichendes Temperaturgefälle zwischen Temperatur innerhalb der Jacke und der Außentemperatur, namentlich der Temperaturgradient. Je größer das Gefälle zwischen der Temperatur innerhalb der Jacke (oder der Hose) und dem Klima draußen ist, desto besser funktioniert der Durchmarsch der Feuchtigkeit. Durch den Temperaturunterschied – innen warm, außen kühl – entsteht ein Druckgefälle, dass den Wasserdampf förmlich nach außen zieht.

Der Vorteil daran: wird viel geschwitzt wird es innen richtig warm und der Schweißtransport funktioniert besser. Der Nachteil liegt ebenso auf der Hand. Ist es draußen tropisch warm, wird die Membran zur Schwitzfalle.

Und die Umweltbedenken?

Bei all ihren Vorzügen schwingt bei dem Gedanken an Membran-Bekleidung das ungute Gefühl an, sie wären schädlich für die Umwelt. Ist da was dran?

Bei der Herstellung von PTFE kann ein umwelt- und gesundheitsschädliches Nebenprodukt entstehen, die sogenannte Perfluoroctansäure. Dieser Stoff baut sich extrem langsam ab. Zudem hat er die unangenehme Eigenschaft sich in Organismen anzureichern, gilt als krebserregend und ist nach der EU-Chemiekalienverordnung als besonders besorgniserregend eingestuft.

Klingt unkommod, aber die meisten Markenhersteller haben mittlerweile Herstellungsverfahren entwickelt, bei denen jener schädliche Stoff nicht entsteht. Wollt ihr wirklich sicher sein, checkt beim Kauf, ob bei dem entsprechenden Produkt der Hinweis „PFOA-frei“ oder „PFC-frei“ vermerkt ist. Einige Hersteller bauen zudem auf Membrane aus anderen unbedenklichen Kunststoffen.

Unterschiedliche Membransysteme

Abschließend noch ein kleiner Blick auf die unterschiedlichen Membransysteme, die sich auf dem hart umkämpften Outdoor-Markt tummeln.

Gore-Tex

Beginnen wir mit den mikroporösen Membrantechnologien. Den Anfang macht schlicht DER Platzhirsch in Sachen Bekanntheit und für den Laien fast ein Synonym für Wasserdichtheit: die Gore-Tex-MembranDas Unternehmen Gore setzt in der Regel auf dreilagige und zweilagige Laminate, bietet spezielle Technologien für unterschiedliche Einsatzgebiete wie Gore Windstopper, Gore Active, Gore Pro oder Gore Thermium und ist nebenbei noch der Erfinder der ePTFE Membran an sich. Mit ihren ca. 1,4 Milliarden Poren pro Quadratzentimeter ist die Membran extrem wasserdampfdurchlässig bei gleichzeitig gnadenloser Wind- und Wasserdichtheit.

Die eVent-Membran

Ein weiterer, unbekannterer Kandidat aus der mikroporösen Zunft ist die eVent-Membran. Die eVent-Membran ist ebenfalls aus gestrecktem Polytetrafluorethylen gefertigt. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenzprodukten ist die Membran hier aber nicht durch eine dünne PU-Schicht vor Verschmutzung geschützt. Stattdessen kommt eine Schutzschicht aus Polyester, die jede einzelne Faser umhüllt, zum Einsatz. So kann der Wasserdampf direkt hindurch diffundieren ohne sich vorher an einer zusätzlichen PU-Schicht kondensieren zu müssen, was der Atmungsaktivität durchaus zu Gute kommt.  

Sympatex

Die bekannteste geschlossene Membrantechnologie ist Sympatex. Diesen atmungsaktive Nässestopper gibt’s in allen Laminatvarianten, sogar bis hin zur vierlagigen Version mit einer zusätzlichen Textilschicht zwischen Membran und Futterstoff. Die Membran ist absolut wasser- und winddicht, ist dehnbar und läuft bei gesteigerter körperlicher Aktivität zur Höchstform auf. Sympatex gilt als besonders umweltfreundlich, da das Polyetherester, aus dem die Membran besteht voll recycelbar und gesundheitlich unbedenklich ist. Gleichzeitig sind die Sympatex Systeme pflegeleicht, da sie porenlos sind. Die Membran wird also nicht durch etwaige Waschmittel oder Weichspülerrückstände beeinträchtigt.

Dermizax

Dermizax ist wie Sympatex porenlos, allerdings aus Polyurethan gefertigt. In ihrer Funktionsweise und auch in ihrem Aufbau ähnelt sie aber ihrem bekannteren Membran-Verwandten. Obwohl die Dermizax-Membran extrem weich und dehnbar ist, kann sie mit einer ähnlichen Leistungsfähigkeit punkten.

NeoShell

Softshell trifft Hardshell – mit der NeoShell verbindet Polartec die Vorteile beider Welten. Es wird zu den mikroporösen Membranystemen gezählt. Es punktet durch eine deutlich höhere Atmungsaktivität und natürlich ihre Dehnbarkeit, die NeoShell von seinem soften Elternteil erhalten hat. Es ist dreilagig aufgebaut und punktet auch durch seine robuste Außenseite. Mit einer 10.000 mm Wassersäule bietet sie einen ausreichenden Schutz vor allen Widrigkeiten des Outdoor-Alltags.

Weitere herstellereigene Membran-Systeme

Powertex aus dem Hause Salewa ist auch als geschlossene Membran einzuordnen und besteht ebenfalls aus Polyurethan. Das Besondere an diesem Produkt ist, dass durch eine effizientere Feuchtigkeitsverteilung auf der Innenseite die Kondensierung verringert wird, was für einen direkteren Feuchtigkeitstransport sorgt. Ein weitere geschlossene PU-Membran ist Drytech der Firma Mammut. Auch hier gibt’s wieder eine guten Stretch für vollen Bewegungsspielraum bei ähnlicher Leistung wie bei ihren Membrangeschwistern.

Puh! Es gibt also jede Menge zum Thema Membran zu sagen. Ich hoffe ihr habt es bis hier hin ausgehalten und konntet euch einen Einblick in die Welt der Klimatrennschichten verschaffen, obwohl das gesamte Feld im Prinzip nur angerissen wurde. Wer weiß, vielleicht hilft’s ja auch den Jung von Cypress Hill weiter!

Gore Thermium

Gore® Thermium® – Warm und winddicht

23. Oktober 2018
Ausrüstung

Warme Funktionsbekleidung für Wintersportler ist in den meisten Fällen mit einer Füllung aus Daunen oder einer Schicht aus wattierten Kunstfasern isoliert. Damit die funktionelle Winterbekleidung optimal wärmt, muss sie allerdings auch vor Wind und Schneefall gut schützen. So bleibt die Isolierung trocken und der kalte Wind führt nicht zu unangenehmer Auskühlung.

GORE‘s Antwort auf diese Herausforderung ist die GORE® THERMIUM® Technologie. Der spezielle Aufbau des Laminats garantiert absoluten Windschutz und eine hohe Atmungsaktivität. Gleichzeitig hält er das wärmende Futter im Inneren trocken und sorgt für einen guten Wetterschutz vor leichtem Regen, Nässe und Schneefall. Das macht die Outdoorbekleidung mit der GORE® THERMIUM® Technologie ideal für den winterlichen Einsatz beim Skifahren, Snowboarden, Winterwandern und Schneeschuhlaufen.

Das warme Futter ist fest integriert

Bei den Winterjacken mit GORE® THERMIUM® steht keine komplett wasserdichte Außenhülle wie bei anderen GORE-TEX® Produkten im Fokus. Vielmehr geht es darum, zuverlässig vor Wind zu schützen und die isolierende Einlage trocken zu halten, damit diese optimal wärmt. Die Membran des GORE® THERMIUM® Laminats befindet sich zwischen dem wetterbeständigen Obermaterial und der isolierenden Schicht. Von innen kommt noch ein weiches Futter zu dieser Konstruktion dazu. Dadurch trägt sich die sportliche Winterbekleidung mit GORE® THERMIUM® Technologie ausgesprochen angenehm.

Auf der Oberfläche schützt GORE seine Winterbekleidung mit einer wasserabweisenden DWR Imprägnierung (Durable Water Repellent). Dadurch perlen kleine Tropfen, Schneeflocken und auch Schmutzpartikel einfach an der Oberfläche des Materials ab. Durch diese Bauweise bleiben Synthetikisolierung und Daune im Inneren jederzeit bestens vor Schnee und Nässe geschützt.

Die richtige Mischung aus Atmungsaktivität und Wärmeleistung

Phasen aus hoher körperlicher Belastung und Ruhephasen wechseln sich beim Skifahren und Snowboarden immer wieder ab. Dabei darf es weder in den Belastungsphasen zur Überhitzung kommen, noch zur Auskühlung in den ruhigeren Abschnitten und Pausen.  Deshalb sorgt die GORE® THERMIUM® Technologie für eine hervorragende Dampfdurchlässigkeit. Die Feuchtigkeit, die beim Sport am Körper entsteht, wird durch die Funktionsunterwäsche und die über sämtliche Schichten der Jacke oder Hose nach außen abgegeben.

Je nach Einsatz der GORE® THERMIUM® Technologie verwenden die Hersteller der Outdoorbekleidung unterschiedliche Materialien zur Isolation. Daher wärmen auch nicht alle Funktionstextilien mit GORE® THERMIUM® im gleichen Maß und sind teilweise mit Daunen gefüllt und teilweise mit Isolationsschichten aus Kunstfaser ausgestattet. Die Abstimmung der Wärmeleistung zielt jedoch bei allen Isolierungen auf den sportlichen Einsatz im Winter und in kalten Regionen und gewährleistet dabei eine optimale Bewegungsfreiheit und einen tollen Tragekomfort.

Idealer Schutz vor kaltem Wind

Bei einer Außentemperatur von etwa -12°C und einem eher schwachen Wind von 16 km/h fühlt sich durch den Windchill die Temperatur bereits wie eisige -20°C an. Sowohl der Wind im Gebirge, als auch der Fahrtwind beim Skifahren und Snowboarden führen so schnell zu unangenehmer Auskühlung. Da GORE® THERMIUM® vollkommen winddicht ist, müssen Skifahrer und Snowboarder sich um die Folgen des Windchills zum Glück keine Gedanken machen.

Ähnlich wie auch die Textilien mit GORE® WINDSTOPPER® hält GORE® THERMIUM® den Wind dauerhaft und zuverlässig ab und sorgt dafür, dass die Isolationsschicht ihre volle Wärmeleistung entfalten kann. So bleiben Wintersportler jederzeit angenehm warm und trocken auf der Piste, im Backcountry und beim Freeriding.

Gore-Tex Surround: Die Membran für Schuhe

Keine Chance für nasse Füße: Schuhe mit GORE-TEX® Membran

4. Juli 2019
Ausrüstung

Nasse Schuhe und nasse Füße gehören zu den unangenehmsten Umständen, mit denen beim Sport, in der Freizeit und im Alltag zu kämpfen hat. In nassen Schuhen wird es kalt und die Füße fangen an zu frieren. Die Haut wird durchweicht und es bilden sich viel schneller Blasen in nassen Schuhen. Durchweichte Schuhe werden durch das Gewicht des aufgenommenen Wassers viel schwerer und es können mehrere Tage vergehen, bis die Schuhe von innen wieder komplett getrocknet sind.

Für Outdoorsportler, die auf jede Witterung vorbereitet sein müssen gilt es daher die Füße zuverlässig trocken zu halten. Bei regnerischem und matschigem Wetter sind wasserdichte Schuhe mit GORE-TEX® Membran aber auch für gewöhnliche Freizeit- und Alltagsschuhe ein deutlicher Gewinn an Komfort, denn die trockenen und atmungsaktiven Schuhe garantieren ein super Tragegefühl. Bei Wanderschuhen, Trekkingstiefeln und Bergschuhen möchte kaum ein Outdoor-Enthusiast auf die hilfreiche Membran verzichten.

Extended, Performance, Insulated und Surround – die Unterschiede der GORE-TEX® Schuhe

Alle Schuhe mit GORE-TEX® Membran sind wasserdicht und atmungsaktiv. Durch die mikroporöse Struktur der GORE-TEX® Schicht gelangt kein Wasser ins Innere der Schuhe. Die Poren sind zwar so klein, dass Wasser nicht eindringen kann, aber gleichzeitig sind sie so groß, dass Wasserdampf durch sie entweicht. Dank über 1,4 Milliarden solcher winzigen Öffnungen pro Quadratzentimeter kann auch bei hoher körperlicher Aktivität die Feuchtigkeit aus den Schuhen optimal nach außen transportiert werden.

Je nach Einsatzgebiet, Temperaturen und Witterungsverhältnissen werden unterschiedlichste Arten von Schuhen mit GORE-TEX® Membranen ausgerüstet. Vom knöchelhohen Wanderschuh, über den gefütterten Winterstiefel, bis hin zu leichten Running- und Multisportschuhen. Daher hat GORE seine Technologie für Schuhe mit wasserdichter Membran auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Outdoor- und Freizeitsportlern angepasst, um in jedem einzelnen Einsatzbereich bestmögliche Performance beim Laufen, Wandern und Bergsteigen zu ermöglichen.

Wasserdichte Schuhe mit GORE-TEX® Extended Comfort

GORE-TEX® Extended Comfort ist speziell für sehr hohe Atmungsaktivität entwickelt. Die Schuhe sind in der Regel niedrig geschnitten und bestehen teilweise aus Mesh-Gewebe und teilweise aus Leder oder Kunstleder. Dank der hohen Dampfdurchlässigkeit von Membran und Obermaterialien sind sie auch bei mittleren bis höheren Temperaturen sehr effizient im Abtransport der Feuchtigkeit und dadurch auch für intensive körperliche Anstrengung optimiert. Die GORE-TEX® Extended Comfort Membran wird daher sehr gerne zur wasserdichten Ausstattung von Runningschuhen, Trairunningschuhen, Joggingschuhen und Sportschuhen eingesetzt. Auch leichte Wanderschuhe, Freizeitschuhe, Reiseschuhe und sogar Golfschuhe gewährleisten trockene Füße mit GORE-TEX® Extended Comfort.

Wanderschuhe mit GORE-TEX® Performance Comfort

Die robuste GORE-TEX® Variante garantiert optimalen Klimakomfort in Wanderschuhen, Trekkingstiefeln und widerstandsfähigen Approach- und Outdoorschuhen. Auch bei intensiver körperlicher Belastung und dauerhaft nasser Witterung sorgen die meist knöchelhohen Stiefel mit ihrer wasserdichten Membran für trockene Füße. Selbst tiefere Pfützen, Altschneefelder und nasses Gras sind dank GORE-TEX® Performance Comfort kein Problem. Das Obermaterial aus Leder, Kunstleder oder Synthetik wird dabei zwar nass, aber es dringt kein Nässe in die Schuhe ein. Die Atmungsaktivität ist für die körperliche Anstrengung beim Wandern und Trekking optimiert.

Die wasserdichte Membran mit extra Isolierung: GORE-TEX® Insulated Comfort Schuhe

So wie auch die Wander- und Trekkingschuhe mit  GORE-TEX® Performance Comfort, so sind auch die Outdoorschuhe mit GORE-TEX® Insulated Comfort ideal für aktive Wanderer. Neben ihrem zuverlässigen Schutz vor Wasser und der hohen Atmungsaktivität ist diese GORE-TEX® Variante mit einer zusätzlichen isolierenden Schicht ausgestattet. Dadurch eignen sie sich besonders gut für niedrige Temperaturen im Winter, im Gebirge, oder in kühlen Reiseregionen. Ob beim Bergsteigen, Winterwandern oder als wasserfester und warmer Winterstiefel – mit GORE-TEX® Insulated Comfort bleiben die Füße nicht nur trocken, sondern auch warm.

Wanderschuhe und Freizeitschuhe mit GORE-TEX® Surround®

Um bei Schuhen, die vor allem für anstrengende Sportarten und bei mittleren bis höheren Temperaturen getragen werden, eine noch bessere Atmungsaktivität zu ermöglichen, hat GORE die GORE-TEX® SURROUND® Produkttechnologie entwickelt. GORE-TEX® SURROUND® ist in gleichem Maße wasserdicht wie alle GORE-TEX® Schuhe. Der Unterschied von GORE-TEX® SURROUND® liegt in der innovativen Bauweise der Sohle, so dass auch durch die Sohle oder speziellen seitlichen Belüftungsöffnungen verstärkt Wasserdampf nach außen entweichen kann. Dadurch ist es selbst bei höheren Temperaturen und intensiver körperlicher Beanspruchung möglich, den Schweiß zügig vom Fuß abzuleiten und so für ein ideales Mikroklima und hervorragenden Tragekomfort zu sorgen. GORE-TEX® SURROUND® wird in drei verschiedenen Konstruktionsweisen in Outdoor-, Sport- und Freizeitschuhen integriert. Die Konstruktion von GORE-TEX® SURROUND® ist von außen an den Schuhen sichtbar und in das jeweilige Design eingearbeitet.

Offene Sohle, seitliche Öffnungen, oder seitliche Belüftung

GORE-TEX® SURROUND® für Freizeitschuhe sind mit einer offenen Sohlenkonstruktion erhältlich. In der Lauffläche der Sohle sind Öffnungen integriert, durch die überschüssige Hitze und Feuchtigkeit abgegeben werden können. Der Fuß ist dabei komplett vom wasserdichten GORE-TEX® Laminat geschützt. Damit das Laminat an den Aussparungen in der Sohle nicht durch spitze Steine oder Wurzeln verletzt wird, schützt ein widerstandsfähiges Spezialvlies die Membran an den Öffnungen.

Eine weitere Konstruktionsweise von Freizeitschuhen mit GORE-TEX® SURROUND® sind die seitlichen Öffnungen in der Sohle. Diese Schuhe haben ein Belüftungsgitter mit seitlichen Öffnungen am Sohlenrand. Feuchtigkeit und Wärme aus dem Inneren der Schuhe wird so an den Seiten der Sohlen nach außen geleitet. Dadurch bleiben die Füße auch bei höheren Temperaturen angenehm gekühlt und das ausgewogene Mikroklima in den wasserdichten GORE-TEX® SURROUND® Schuhen garantiert ein angenehmes Tragegefühl.

Bei Wanderschuhen verzichtet GORE auf seitliche Belüftungsöffnungen im Sohlenrand oder in der Lauffläche. Stattdessen sind die seitlichen Belüftungen etwas höher angebracht. Durch spezielle „Spacer“(Abstandshalter) im GORE-TEX® Schuh werden Hitze und Dampf seitlich zu den Ventilationsöffnungen über dem Sohlenrand geleitet. Die ausgeklügelte Bauweise ermöglicht es, Wanderschuhe und Outdoorschuhe mit robusten und griffigen Sohlen mit einer hervorragend Belüftung, bester Atmungsaktivität und 100%iger Wasserdichtigkeit anzubieten.

Gore-Tex Handschuhe

GORE-TEX® Technologie für Handschuhe

4. Juli 2019
Ausrüstung

Wenn das wärmende Futter in Handschuhen feucht wird, fangen die Hände an in den Handschuhen zu frieren. Die Feuchtigkeit kann entweder durch Schnee oder Regen von außen in die Handschuhe eindringen, oder sie bildet sich von innen, weil der Schweiß von den Händen nicht nach außen abtransportiert werden kann, sondern vom Futter aufgesaugt wird. Kalte Hände sind beim Wintersport, beim Bergsteigen, auf Expeditionen und vielen anderen Outdoorsportarten und Winteraktivitäten sehr unangenehm. Bei zu starker Unterkühlung besteht zudem die Gefahr das Feingefühl in den Fingern zu verlieren und eine verschlechterte Durchblutung zu riskieren. Im schlimmsten Fall können dabei Erfrierungen auftreten, die sich nicht mehr heilen lassen.

Gute Handschuhe für Skifahrer, Snowboarder und Bergsportler müssen deshalb die Hände nicht nur dauerhaft warm halten, sondern auch dauerhaft trocken. Deshalb haben alle GORE-TEX® Handschuhe eine klare Aufgabe: sie verhindern, dass Nässe von außen in die Handschuhe eindringen kann und lassen die Feuchtigkeit von innen entweichen, ohne dass sie sich im Handschuh sammelt. In Kombination mit einer optimal abgestimmten Isolierung dürfen sich Outdoorsportler auch bei intensiven sportlichen Aktivitäten und anspruchsvollen Wetterbedingungen jederzeit über trockene und warme Hände freuen.

Wasserdichte und atmungsaktive GORE-TEX® Handschuhe

Handschuhe mit der GORE-TEX® Technologie arbeiten ähnlich, wie Hardshelljacken und Regenhosen mit einer wasserdichten ePTFE Membran. Diese dünne Schicht weist durch ihre spezielle Konstruktion eine mikroporöse Struktur auf. Das bedeutet, dass die Membran mit winzigen Poren durchsetzt ist, die so klein sind, dass kein Wasser durch sie dringen kann, aber dennoch Wasserdampf entweicht. Pro Quadratzentimeter einer GORE-TEX® Membran befinden sich über 1,4 Milliarden solcher Öffnungen. Jede einzelne Pore ist 700 Mal größer als ein Dampfmolekül und 20.000 Mal kleiner als ein Wassertropfen.

Die GORE-TEX® Membran ist ausgesprochen dünn und muss zur Herstellung von Outdoorjacken und Handschuhen zu einem Laminat verarbeitet werden. Dabei wird die Membran fest mit einem widerstandsfähigen Trägermaterial verbunden. Je nach Art und Bauweise des wasserdichten Produkts kommen auf der Innenseite eine wärmende Isolierung und ein hautfreundliches und angenehmes Innenfutter dazu. GORE stellt nicht nur wasserdichte Handschuhe her, sondern liefert mit Handschuhe mit GORE® WINDSTOPPER® eine Variante, die warm und winddicht vor Kälte schützt. Im Bereich der wasserdichten und windundurchlässigen GORE-TEX® Handschuhe unterscheidet GORE vier verschiedene Produkttechnologien, die mit unterschiedlichen Eigenschaften für verschieden Einsatzbereiche optimiert wurden.

Vier Technologien: Gore warm, Gore active, Gore grip und Gore 2in1

Um Outdoorsportlen und Wintersportlern die Suche und Auswahl der optimalen GORE-TEX® Handschuhe zu erleichtern, hat GORE seine Outdoorhandschuhe in vier Gruppen eingeteilt. Handschuhe mit der Gore warm Technologie sind auf maximale Wärmeleistung optimiert. Selbstverständlich sind sie wasserdicht, windundurchlässig und atmungsaktiv. Ihre herausragende Eigenschaft ist aber die besonders warme Isolierung. Damit gehören sie zur ersten Wahl, wenn auf der Expedition oder Bergtour eisigste Temperaturen zu erwarten sind. GORE-TEX® Handschuhe mit Gore warm Technologie sind nicht für milde Temperaturen entwickelt, sondern für klirrende Kälte.

Gore active Technologie spricht dagegen alle Wintersportler besonders an, die durch intensive körperliche Anstrengung beim Skifahren, Snowboarden und auf Skitour verstärkt ins Schwitzen kommen. Die Gore active Technologie in den GORE-TEX® Handschuhen sorgt dafür, dass der Schweiß sich nicht im isolierenden Futter sammeln kann und schnell nach außen abgegeben wird. Bei kühlen und kalten Bedingungen sind die GORE-TEX® Handschuhe mit der Gore active Technologie optimal geeignet.

Um auch mit warmen Handschuhen ein sehr gutes Feingefühl in den Fingern zu gewährleisten, hat GORE die Gore grip Technologie für GORE-TEX® Handschuhe entwickelt. Ein spezieller Lagenaufbau im Laminat und in der Konstruktionsweise der Handschuhe garantiert höchste Taktilität. Dadurch haben Winter- und Outdoorsportler stets einen sicheren Griff und das nötige Fingerspitzengefühl zur sicheren Bedienung von Reißverschlüssen, Knöpfen, Skistöcken und Trekkingstöcken. Auch Fahrradfahrer sind begeistert von einer verbesserten und präzisen Bedienbarkeit vom Bremshebel, Schaltung und Lenker.

Der Aufbau der Gore-2in1-Technologie ist wasserdicht und atmungsaktiv wie alle GORE-TEX® Handschuhe. Seine Besonderheit liegt in einer Kombination aus sehr gutem Griffgefühl bei enormer Wärmeleistung. Um das zu ermöglichen, hat GORE die Handschuhe mit der Gore-2in1-Technologie in mehrere Kammern aufgeteilt. Die Innenflächen der Finger sind dabei auf maximales Feingefühl optimiert, während die seitlichen Fingerpartien und die gesamte Rückseite der Handschuhe sehr warm gefüttert sind. Bei sehr niedrigen Temperaturen, geringerer körperlicher Aktivität oder Menschen, die einfach schneller kalte Finger bekommen, garantiert Gore-2in1 Technologie kuschelige Wärme. Trotzdem lassen sich Skistöcke, Reißverschlüsse und Fahrradlenker mit großem Feingefühl greifen.

Warme und trockene Hände beim Skifahren und Snowboarden

Zu welcher Variante von GORE-TEX® Handschuhen Wintersportler greifen, hängt stark vom persönlichen Einsatzbereich und individuellen Kälte empfinden ab. Dank der grundlegenden Eigenschaften der GORE-TEX® Handschuhe, die absolut wasserdicht sind, keinen Wind durchlassen und gleichzeitig den Schweiß nach außen abgeben, sind alle Handschuhe mit GORE-TEX® Membran eine zuverlässige Garantie für warme und trockene Hände und ein super Tragegefühl.

Gore-Tex C-Knit: Die komfortable Membran

GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie: Weich und geschmeidig

4. Juli 2019
Ausrüstung

Die GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie verbessert den Tragekomfort der GORE-TEX® Funktionsbekleidung. Period! Bei der Bekleidung mit GORE-TEX® C-KNIT™ Futtertechnologie handelt es sich um eine spezielle Art einer dreilagigen GORE-TEX® Konstruktion. Sie ist im Vergleich zu anderen Laminaten aus 3 Lagen bis zu 10% leichter und sogar um bis zu 15% atmungsaktiver. Natürlich sind die Funktionstextilien mit GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie absolut wasserdicht und windundurchlässig, so wie auch alle anderen GORE-TEX® Laminate.

Durch die besonders weiche Futtertechnologie im Inneren der Hardshelljacken garantieren sie ein exzellentes Tragegefühl und einen hervorragenden Komfort beim Wandern, Bergsteigen, Skifahren und Snowboarden. Dank des geringen Gewichts und des verkleinerten Packmaßes sind die Produkte mit GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie Textilien auch perfekt für den Transport im Rucksack oder im Reisegepäck geeignet.

Das Futter macht den Unterschied

In der grundlegenden Konstruktion ähnelt das Laminat mit dem GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie den anderen 3-Lagen GORE-TEX® Laminaten. Die hauchdünne Schicht aus gerecktem PTFE wird mit dem widerstandsfähigen Obermaterial aus robustem Nylon verklebt. So ist die mikroporöse Membran, die Wasserdichtigkeit, Windundurchlässigkeit und Atmungsaktivität garantiert, optimal von außen geschützt.

Bei der Anwendung der GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie wird die Innenseite mit einer extrem dünnen, kompakten und leichten Rundstrickabseite verbunden. Dadurch sinken im Gegensatz zu den robusteren und voluminöseren Innenlagen von anderen Laminaten, sowohl Gewicht, als auch das Volumen insgesamt. Ein toller Nebeneffekt des leistungsfähigen Innenfutters ist, dass er sich sehr einfach über anderen Bekleidungsschichten an- und ausziehen lässt. Das weiche Innenfutter gleitet wie von selbst über Funktionsunterwäsche und wärmende Zwischenschichten.

Atmungsaktiv und vielseitig

GORE-TEX® Outdoorbekleidung mit der GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie zeichnet sich durch ihre hohe Atmungsaktivität bei sportlichen Outdooraktivitäten aus. Im Vergleich zu anderen GORE-TEX® Laminaten ist sie eine ideale Kombination aus hoher Widerstandsfähigkeit und hervorragender Dampfdurchlässigikeit. Hardshellbekleidung mit GORE-TEX® Active Laminaten erzielen zwar noch höhere Atmungsaktivität, sind aber nicht im gleichen Maß robust. Die extrem stabilen GORE-TEX® Pro Jacken und Hosen sind dagegen noch stabiler, aber dafür nicht ganz so weich. Das leichte GORE-TEX® Laminat mit GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie kombiniert die Eigenschaften aus beiden Einsatzbereichen und bietet hohe Stabilität und ein angenehmen Tragekomfort.

Beim Einsatz im Gelände und im Gebirge überzeugt die GORE-TEX® Variante mit dem weichen Innenfutter durch die sehr gute Funktionsweise in Kombination mit mehreren Bekleidungsschichten. Die GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie fühlt sich auf der Haut wunderbar angenehm an. Daher können die GORE-TEX® Jacken mit GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie bequem mit kurzärmeliger Funktionsunterwäsche getragen werden. Aber auch mit langer Funktionsunterwäsche und wärmenden Zwischenschichten aus Fleece garantiert die GORE-TEX® Hülle eine ideale Ableitung der Feuchtigkeit vom Körper nach außen.

Für Wanderungen und Hüttentouren überzeugen die GORE-TEX® Textilien mit GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie durch ihr rucksackfreundliches Packmaß und das äußerst geringe Gewicht. So sind die wasserdichten Funktionstextilien auf jeder Tour mit von der Partie und bei einem Wetterumschwung stets einsatzbereit. Bei dem geringen Gewicht gilt „lieber einmal öfter dabei, als einmal zu wenig“.

Richtige Pflege erhält die Funktion

Damit die GORE-TEX® Funktionsbekleidung mit GORE® C-KNIT™ Futtertechnologie auch nach unzähligen Einsätzen noch immer zuverlässig wasserdicht und atmungsaktiv ist, sollte sie in regelmäßigen Abständen mit speziellen Waschmitteln, die für das Waschen von GORE-TEX® Textilien geeignet sind, gereinigt werden. Eine anschließende Imprägnierung der Oberfläche verbessert den Abperleffekt. So behält die Regenbekleidung mit GORE-TEX® ihre volle Funktionalität für eine kleine Ewigkeit.

Gore-Tex Paclite Die leichte Membran

GORE-TEX® PACLITE®: Produkttechnologie für jeden Tag

4. Juli 2019
Ausrüstung

Geringes Gewicht und minimales Packmaß sind die entscheidenden Kriterien für die Verwendung der GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie. Sie garantiert die volle Funktionalität der mikroporösen ePTFE Membran und schützt hervorragend vor Regen und Wind. Gleichzeitig lassen die winzigen Poren den Wasserdampf entweichen und die Funktionstextilien überzeugen mit ihrer legendären Atmungsaktivität.

Hardshelljacken und Regenhosen mit GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie sind ideal als Wetterschutz für einen breiten Einsatzbereich bei zahlreichen Outdoorsportarten, auf Reisen, in der Freizeit und auch im regnerischen und windigen Alltag. Gerade bei unsicheren Wetterverhältnissen beim Wandern, Fahrradfahren oder Skifahren nimmt die Bekleidung im Gepäck nur minimalen Platz in Anspruch und bietet bei Bedarf mit ihrer zuverlässigen Wasserdichtigkeit und Windundurchlässigkeit, maximalen Schutz.

Die Konstruktion von der GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie

Im Mittelpunkt des speziellen 2-Lagen Laminats steht die gereckte PTFE Membran. Diese hauchdünne Schicht ist das Herzstück der GORE-TEX® Outdoorbekleidung und für Atmungsaktivität, Wasserdichtigkeit und Windundurchlässigkeit verantwortlich. Diese Membran ist mit einem robusten Obermaterial aus Nylon oder widerstandsfähigem Polyester verklebt.

Bei anderen GORE-TEX® Laminaten, wie zum Beispiel GORE-TEX® Pro oder GORE-TEX® Active kommt als Innenseite ein Futterstoff zum Einsatz, der die Membran von innen schützt und für ein angenehmes Tragegefühl sorgt.

Produkte mit GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie verzichten jedoch auf einen extra Futterstoff und sparen so zusätzliches Gewicht bei der Herstellung der wasserdichten Funktionsbekleidung. Um die Innenseite und die Membrane trotzdem gut vor Verschmutzungen und Beschädigungen zu schützen, sorgt eine spezielle Schutzschicht aus Carbon und einer ölabweisenden Substanz für langlebige Haltbarkeit.

Bei der Herstellung der Regenjacken und Regenhosen mit GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie werden sämtliche Nähte von innen mit der GORE-SEAM® Tape Technologie versiegelt. So garantiert GORE, dass die Bekleidung mit GORE-TEX® Ausstattung auch bei intensiver Nutzung und anhaltenden Regenfällen jederzeit der Witterung standhält und im Inneren stets trocken bleibt.

Gore-Tex® Active oder Gore-Tex® Paclite® Produkttechnologie?

Beide  GORE-TEX® Laminate begeistern durch ihr geringes Gewicht und das kleine Packmaß. Dennoch ist GORE-TEX® Active noch etwas spezieller für anstrengende Ausdauersportarten ausgelegt. GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie dagegen, weiß auch im Alltag zu überzeugen und ist für Wanderungen und Reisen optimal geeignet. Während sich Gore-Tex Active von innen mit seinem Next-To-Skin-Komfort eher weich und wie eine textile Oberfläche anfühlt, ist die GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie von innen eher glatt. In Sachen Atmungsaktivität liefern allerdings beide Laminate hervorragende Werte. Die GORE-TEX® Active Membran für hoch aerobe Aktivitäten ist dabei sogar etwas effizienter. Dafür sind die meisten Jacken und Hosen mit GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie etwas stabiler und widerstandsfähiger.

Funktionelle Unterwäsche und richtige Pflege

Damit die Atmungsaktivität unter der Bekleidung mit GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie optimal funktioniert, sollten auch die Bekleidungsschichten darunter über eine gute Dampfdurchlässigkeit verfügen. Ideal ist Funktionsunterwäsche aus Kunstfaser oder Merinowolle. Baumwolle ist dagegen nicht sehr effizient für die Ableitung der Feuchtigkeit vom Körper. Auch bei wärmenden Zwischenschichten aus Fleece oder elastischen Kunstfasern sollte auf eine gute Dampfdurchlässigkeit und schnelle Trocknung geachtet werden. So entfaltet die Wirkung der Membran ihre uneingeschränkte Stärke.

Um die mikroporöse Struktur der Membran zu erhalten, gehört regelmäßige Pflege und Reinigung zu jeder GORE-TEX® Jacke und Hose dazu. Ansonsten können die kleinen Poren im Lauf der Zeit verstopfen. Die Funktionstextilien sind dann zwar immer noch wasserdicht und windundurchlässig, aber die Atmungsaktivität könnte bei starker Verschmutzung nachlassen. Mit etwas Pflege garantiert GORE-TEX® PACLITE® Produkttechnologie dagegen eine sehr lange Haltbarkeit und eine andauernde Atmungsaktivität.

Gore-Tex Pro: Die robuste Membran

Gore-Tex® Pro: Für den extremen Einsatz

4. Juli 2019
Ausrüstung

Für den Einsatz unter extremen Bedingungen bietet GORE-TEX® Pro maximalen Wetterschutz und höchste Strapazierfähigkeit. Ob scharfe Felsen beim Bergsteigen, dichter Schneefall beim Skifahren oder anhaltender Starkregen beim Trekking – die robusteste Variante aller GORE-TEX® Konstruktionen ist für die Aktivitäten und Wetterbedingungen gemacht, bei denen die meisten anderen Materialien irgendwann versagen.

Durch eine Kombination aus Hardshelljacke und Hardshellhose mit GORE-TEX® Pro sind ein angenehmes Tragegefühl und ein idealer Schutz vor Wind und Nässe garantiert. Der hohe Tragekomfort ist gerade für lange Touren perfekt, die teilweise über Tage oder gar Wochen dauern. Auf Funktionsbekleidung mit GORE-TEX® Pro ist auch unter den schwierigsten Bedingungen jederzeit Verlass.

Extrem stabil und optimal versiegelt

Die mikroporöse GORE-TEX® Membran der GORE-TEX® Pro Ausrüstung ist in einem besonders widerstandsfähigen Laminat verarbeitet. Sowohl das Innenfutter, als auch das Obermaterial sind bei GORE-TEX® Pro extrem haltbar, strapazierfähig und langlebig. Dadurch können mechanische Einwirkungen durch das Tragen schwerer Rucksäcke beim Trekking oder Zustieg, das Material und die Membrane genauso wenig beschädigen, wie intensiver Kontakt mit Fels und Eis.

Damit die Funktionstextilien für den Einsatz unter extremen Wetterbedingungen auch keine Schwachstellen in Hinsicht auf ihre Wasserdichtigkeit aufweisen, werden bei GORE-TEX® Teile alle Nähte mit Gore-Seam Tape versiegelt. So kann selbst bei intensiven und anhaltenden Niederschlägen keine Nässe durch die Nähte eindringen. Das patentierte Verfahren zur Nahtversiegelung ist eine grundlegende Technologie von GORE, die ausnahmslos bei jedem Produkt mit GORE-TEX® Pro zum Einsatz kommt.

Atmungsaktiv und sportlich

GORE-TEX® Pro ist nicht nur für maximale Beanspruchung und extreme Witterungsverhältnisse konstruiert, sondern ermöglicht Outdoor- und Bergsportlern sportliche Höchstleistungen unter extremen Bedingungen zu erbringen. Auf Expeditionen, mehrtägigen Berg- und Skitouren, sowie auf wochenlangen Trekkingtouren ist neben Stabilität und Wetterschutz auch eine exzellente Atmungsaktivität gefragt.

Das Laminat mit der mikroporösen Membran bietet eine sehr gute Dampfdurchlässigkeit. Im Vergleich zu den GORE-TEX® Membranen für hoch aerobe Aktivitäten, wie zum Beispiel Trailrunning, weist GORE-TEX® Pro bewusst eine etwas geringere Atmungsaktivität auf. Dabei orientiert sich GORE klar an den Bedürfnissen der Sportler und ermöglichen eine optimale Kombination aus Dampfdurchlässigkeit und Stabilität des Laminats. Durch die minimale Schweißansammlung sorgt GORE-TEX® Pro für maximalen Komfort bei sportlichen Aktivitäten. Beim Wechsel zwischen hoher körperlicher Anstrengung und anschließender Erholungsphase ermöglicht die effiziente Konstruktion ein gleichbleibend angenehmes Tragegefühl.

Für extreme Bedingungen getestet

Um den Anforderungen im Gelände und im Gebirge gerecht zu werden, hat GORE extreme Testverfahren entwickelt, um die wetterfesten Hardshellhosen und Hardshelljacken auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen. Dabei werden lange Starkregen mit kräftigen Winden simuliert, denen die Funktionstextilien widerstehen müssen. Erst wenn die Funktionsbekleidung mit GORE-TEX® Pro der senkrechten und waagrechten Dusche standhält, wird das Design der Bekleidung auch für die Sportler übernommen, die die GORE-TEX® Bekleidung anschließend in den Bergen unter alltäglichen Extrembedingungen testen.

Optimale Atmungsaktivität ist nur durch eine Kombination von Funktionsunterwäsche und Zwischenschichten  gewährleistet, die die Dampfdurchlässigkeit unterstützen. Für die perfekte Funktionalität der GORE-TEX® Pro Bekleidung ist es daher wichtig, dass alle Bekleidungsschichten die Feuchtigkeit vom Körper ableiten. Auch die richtige Pflege der GORE-TEX® Bekleidung ist für den Erhalt der Atmungsaktivität und die lange Haltbarkeit entscheidend.

GORE-TEX-Active

GORE-TEX® Active: Schnell und leicht unterwegs

4. Juli 2019
Ausrüstung

Für anstrengende Ausdauersportarten bei kühlen und wechselhaften Wetterbedingungen ist ein effizienter Wetterschutz mit GORE-TEX® Active Laminat die ideale Wahl. Es ist speziell für die Verwendung bei bewegungsintensiven Outdooraktivitäten entwickelt. Das Laminat zeichnet sich besonders durch seine hohe Atmungsaktivität, sein geringes Gewicht und sein kompaktes Packmaß aus.

Dadurch ist GORE-TEX® Active das perfekte Material für die Herstellung von wasserdichter, windundurchlässiger und atmungsaktiver Outdoorbekleidung für alle Sportler, die sich im Gelände und im Gebirge möglichst leicht und schnell bewegen möchten. Vor allem bei schweißtreibenden Sportarten wie Trailrunning, Laufen, Skitouren und Skilanglauf und natürlich beim sportlichen Fahrradfahren mit dem Rennrad oder Mountainbike spielt das hoch atmungsaktive GORE-TEX® Active Material seine ganze Effizienz aus.

Wasserdichtes Laminat mit Next-To-Skin-Komfort

Die hauchdünne Membran im GORE-TEX® Active Laminat ermöglicht mit ihrer mikroporösen Struktur, dass die winzigen Wasserdampfmoleküle durch die Poren nach außen entweichen können. Gleichzeitig sind Wassertropfen viel zu groß, um die GORE-TEX® Membran zu überwinden und in die wasserdichte Funktionsbekleidung einzudringen. So bleibt es unter den Funktionstextilien auch bei andauernden Regenschauern angenehm trocken.

Beim GORE-TEX® Active Laminat werden Futterstoff und Membran direkt miteinander verbunden. So gewährleistet GORE ein angenehmes Tragegefühl auf der Haut und eine optimale Atmungsaktivität und Dampfdurchlässigkeit. GORE bezeichnet diese Technologie als Next-To-Skin. Dabei sammelt sich auf der Innenseite weniger Schweiß an.

Leichte Funktionsbekleidung für aerobe Aktivitäten

GORE-TEX® Active Produkte sind die perfekte Wahl für anstrengende Ausdauersportarten und wechselhafte Wetterbedingungen. Durch die hohe Atmungsaktivität (RET<3) und den zuverlässigen Wetterschutz können Sportler ihre Hardshelljacken mit GORE-TEX® Active ohne Einbußen in Sachen Komfort durchgängig anbehalten. Auch wenn über weite Teile mit sonnigem und mildem Wetter zu rechnen ist, bleibt das Tragegefühl dank der Next-To-Skin Technologie stets trocken und angenehm. Auf das allseits bekannte und nicht besonders beliebte „Jacken an – Jacke aus“ können Outdoorsportler dank GORE-TEX® Active getrost verzichten.

Um das geringe Gewicht und die hohe Atmungsaktivität der GORE-TEX® Active Funktionstextilien zu realisieren, setzt GORE bei den Obermaterialien auf leichtes Gewebe. Die feinfaserigen Hochleistungsgewebe zeichnen sich durch ein exzellentes Verhältnis von geringem Gewicht zu hoher Widerstandsfähigkeit aus. Die extrem hohe Strapazierfähigkeit, wie bei den Textilien, die für die GORE-TEX® Pro Laminate verarbeitet werden, ist bei GORE-TEX® Active allerdings nicht gegeben. Daher ist auch das Tragen schwerer Trekkingrucksäcke mit einer Hardshelljacke mit GORE-TEX® Active Laminat nicht zu empfehlen. Bei einem leichten Daypack oder einem Trinkrucksack ist das Funktionsmaterial auch bei intensiven Einsätzen absolut robust und haltbar.

Noch besser mit der richtigen Funktionsunterwäsche und passender Pflege

Mit seiner Next-To-Skin Technologie trägt sich GORE-TEX® Active auch direkt auf der Haut sehr angenehm und fühlt sich dabei trocken an. Daher eignet sich sowohl Funktionsunterwäsche mit kurzen Ärmeln, als auch mit langen Ärmeln hervorragend als Baselayer unter der atmungsaktiven Hardshell. Hochwertige Funktionsunterwäsche aus Kunstfaser leitet die Feuchtigkeit vom Körper besonders zügig ab, aber auch mit T-Shirts und Longsleeves aus Merinowolle funktioniert der Feuchtigkeitaustausch sehr gut. Je nach Außentemperatur lässt sich die mehrschichtige Outdoorbekleidung noch um eine wärmende und atmungsaktive Zwischenschicht ergänzen.

Da durch das starke und beständige Schwitzen bei aeroben Sportarten, die Funktionstextilien schneller durch den Körperschweiß verschmutzen, ist regelmäßiges Waschen, Pflegen und Imprägnieren der GORE-TEX® Active Bekleidung besonders wichtig. So bleiben die mikroporösen Strukturen im vollen Umfang erhalten und die hohe Atmungsaktivität nimmt nicht im Laufe der Zeit ab.

Die Bergfreunde zu Gast bei Gore

Die Bergfreunde zu Besuch bei GORE

23. November 2017
Ausrüstung

Was waren das für schöne Zeiten damals im Studium, als wir unseren Professor beim Chemie-Praktikum fast zur Weißglut getrieben haben, weil partout keiner der Versuche klappen wollte. Ob es nun an unserer allgemeinen Unfähigkeit lag oder an einer mangelhaften Versuchsbeschreibung, lasse ich an dieser Stelle einmal unkommentiert. Warum ich überhaupt auf das Thema komme? Nun, weil wir vor kurzem zu Gast bei GORE waren und im dortigen Testlabor bestaunen konnten, was man dem Material alles antut, um das „Guaranteed to keep you dry“-Versprechen einhalten zu können. Und eines ist mal klar: Regenjacke will man im hier wirklich nicht sein…

Zurück im Labor

Im Gegensatz zu unserem damaligen Professor ist Sander, der uns heute durch die heiligen Hallen von GORE führt, sehr viel geduldiger. Er nimmt sich Zeit uns jede Station im Detail zu erklären und versichert uns, dass jeder Stoff (egal ob GORE-TEX® Pro, Active, Paclite®, WINDSTOPPER® oder welches Membran-System auch immer), der für kooperierende Marken gefertigt wird, diese Tests durchläuft, bevor daraus Jacken, Hosen oder sonstige GORE-TEX® Textilien hergestellt werden. Doch was muss ein Stoff Im Labor eigentlich alles aushalten? Das wollen wir uns mal näher ansehen:

Flächengewicht, Fadenzähler und Schrumpf-Test

Mit einem genormten Stempel wird ein kreisrundes Stück aus dem Textil herausgelöst und gewogen. Dabei darf die Abweichung maximal 3% betragen. Danach werden mit Hilfe einer speziellen Maschine die Fäden pro Quadratzentimeter gezählt – dies haben Menschen früher noch per Hand und mit Nadel gemacht. Beim Schrumpftest – der Name sagt es auch hier schon – wird überprüft, in wie weit sich das Material verkleinert, wenn es gewaschen, gedämpft oder chemisch gereinigt wird.

Reib- und Farbechtheit

Das Textil wird beim Reibechtheitstest in eine spezielle Maschine eingespannt, die Reibung in Quer-, Längs- oder Diagonalrichtung simuliert. Danach wird anhand einer Grauskala verglichen, ob und in wie weit das Material abgefärbt hat. Ähnlich verhält es sich beim Farbechtheitstest, nur dass die Stoffproben hier verschiedene Waschverfahren durchlaufen und simuliert wird, welche Auswirkungen unterschiedliche Schweißzusammensetzungen haben.

MVTR- und RET-Test

Der „Moisture Vapour Transmission Rate“-Test dient zur Bestimmung der Atmungsaktivität eines Textils. Dabei wird das Material direkt an einer Wasseroberfläche platziert. Darüber wird ein Becher mit Salz und einer Membran gestellt. Durch die feuchtigkeitsanziehende Wirkung von Salz, wird das Wasser quasi langsam durch die – in dem Fall – GORE-Membran gezogen. Mit Hilfe von Formeln und der Gewichtsdifferenz des Bechers vor und nach dem Test wird dann der MVTR-Wert bestimmt und zwar in g/m²/24h. Da diese Tests allerdings nicht ISO genormt sind, hat GORE zusammen mit dem Institut Hohenstein in Köln den RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) entwickelt. Hier wird der Widerstand gemessen, den ein Stoff dem Wasserdampf entgegen setzt. Je niedriger der Wert, umso besser die Atmungsaktivität. In diesem Basislager-Artikel gibt es noch weitere Infos zu RET und MVTR.

Suter-Test

Wahrscheinlich haben die meisten von euch schon von der berühmten Wassersäule gehört. Sie gilt als Maß dafür, ab wann ein Stoff als wasserdicht angesehen werden kann. Zur Messung dieser Wassersäule wird heute der sogenannte Suter-Test genutzt. Dabei wird der Stoff in einen Rahmen eingespannt und steigendem Wasserdruck ausgesetzt. Sobald drei Tropfen durch das Material hindurchdringen, ist der Test beendet und die Wassersäule bestimmt. Wir mussten allerdings lange darauf warten, bis endlich Wasser durch die GORE-Membran kam. Genauer gesagt solange, bis Sander mit einer Nadel ein kleines Loch in den Teststoff stach.

Kenmore-Test

Hier wird es ganz ungemütlich für die liebe Outdoor-Klamotte. Beim Kenmore-Test werden Produkt-Samples in einem sogenannten Top-Loader, einer von oben zu beladenden Waschmaschine gewaschen. Die werden hauptsächlich in den USA verwendet und haben eine Art Schraube in der Mitte, die die Wäsche immer wieder durchwühlt. Man kann sich vorstellen, dass die Belastung auf das Material enorm ist. Also der ideale Härtetest für Robustheit und Langlebigkeit. Und tatsächlich, die zahlreichen malträtierten Kleidungsstück, die Sander aus der Waschmaschine zieht, haben schon deutlich bessere Tage gesehen. Mindestens 500 Stunden müssen GORE-Klamotten in dem Teil aushalten und danach immer noch wasserdicht sein!

Der Crumple-Test

Auch hier geht es vor allem um die Robustheit des Materials. Im Crumpler wird simuliert, wie sich Stoffe verhalten, wenn sie immer wieder gestreckt, gedreht und gequetscht werden – also z.B. während der Arm- oder Beinbewegung. Das sieht bisweilen ziemlich lustig aus, zeigt aber gleichzeitig, wie nah man versucht, die Realität mit den Tests abzubilden.

Spray-Test

Und es wird wieder nass. Anders wie beim Suter-Test wird beim Spraytest jedoch nicht die Wasserdichtigkeit des Materials geprüft, sondern die wasserabweisende Imprägnierung des Obermaterials ab Werk. Dazu wird einfach eine genormte Menge Wasser aus einer genormten Höhe auf einen Materialträger laufen gelassen. Im besten Fall ist das Material danach trocken. Im schlechtesten Fall saugt es sich mit Wasser voll, was die Atmungsaktivität beeinträchtigt.

Wind-Test

Man könnte natürlich davon ausgehen, dass ein wasserdichtes Material auch winddicht ist – klar. Aber auch die Windstopper-Membran, die selbst nicht wasser- aber winddicht ist, muss natürlich getestet werden. Ähnlich wie beim Suter-Test wird der Stoff auf einen Träger gespannt. Nur wird beim Wind-Test natürlich kein Wasserdruck, sondern ein Luftdruck simuliert. Die tolerierbare Grenze liegt hier unter dem Bereich, den ein Mensch noch wahrnehmen kann. Wir empfinden das Kleidungsstück demnach also als winddicht.

Eines ist uns nach dem Rundgang jedenfalls ziemlich klar: Hier wird mit ziemlich harten Bandagen getestet! Außerdem wissen wir jetzt, dass hinter den zahlreichen Versprechungen, die die Firma GORE zu ihren Membranen geben, viel Aufwand steht. Dennoch – und das erwähnt auch Sander ausdrücklich – kann es natürlich immer sein, dass Wasser durch eine defekte Naht oder einen zwar wasserabweisenden, aber nicht komplett dichten Reißverschluss dringen kann. Darauf kann im Labor natürlich nicht getestet werden und es obliegt zudem den Herstellern bei der Konstruktion keine Mängel in das Produkt zu bauen. Dennoch bietet GORE seinen Kooperationspartner auch hier eine Lösung: Den Regenturm!

Drei Bergfreunde werden nass

Den mussten wir uns natürlich auch uuuuunbedingt anschauen. In dem sechs Meter hohen Turm aus Glas herrscht an diesem Tag eine eher saunaartige Atmosphäre. Die Temperaturen liegen weit über der 30°C-Marke und wir sind eigentlich gar nicht so heiß drauf, uns jetzt in Regenjacke, Regenhose und wasserdichte Schuhe zu schälen.

Erstmal dürfen wir uns das Spektakel aber von außen ansehen. Die Düsen an der Decke und an der Seite springen auf Knopfdruck an und befeuern die Test-Jacke an der sich drehenden Puppe mit Wasser. In wenigen Sekunden ist das Teil nass – und zwar richtig.  Man kann gut erkennen, dass die Imprägnierung schon lange runter ist, denn die Außenseite ist komplett mit Wasser vollgesogen. Nach einigen Minuten stellt Sander die Düsen wieder ab und wir schauen uns näher an, was unter der Jacke passiert ist.

Die Puppe trägt hellblaue Unterwäsche, die bei Feuchtigkeit dunkler wird. So kann man direkt erkennen, ob es Schwachstellen gibt. Aber wie wir einstimmig feststellen durften, gab es diese nicht. Alles ist trocken. Die kleinen Flecken auf dem Bild sind nachträglich beim Öffnen der Jacke entstanden.

Jetzt sind wir dran. Mit ProShell, ActiveShell und der neuen Shake-Dry-Technologie am Leib dürfte ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Wir packen uns so gut es eben geht ein, stürzen uns in die Fluten und tanzen im Regen – im wahrsten Sinne des Wortes. Schließlich müssen wir die Kleidungsstücke ja ausgiebig testen! Und was soll ich euch sagen – wenn nicht gerade etwas über die Ärmel oder die Gesichtsöffnung durchgedrungen ist, kam kein Tröpfchen Wasser an unsere Körper.

Quasi zum Trockenblasen ging es danach in die Windkammer, in der wir uns dann noch hautnah von der Wirkung des Windchill-Effekts überzeugen durften. Immer wieder erstaunlich, wie schnell man auskühlt, wenn man eben keine winddichte Bekleidung trägt. Da helfen auch keine warmen Außentemperaturen. Wir konnten unsere Windstopper-Jacken gar nicht schnell genug wieder zu bekommen. Hier findet ihr übrigens weitere wichtige Informationen zum Windchill-Faktor und welche Auswirkungen er auf die gefühlte Temperatur hat.

Geheimniskrämerei im Schuhlabor

Schon vor der Tür des GORE-Schuhlabors stehen zahlreiche Warnzeichen mit durchgestrichenen Fotoapparaten und Handys. Es wird deutlich: Hier darf ich heute leider nicht knipsen. Schade, allerdings auch verständlich. Teilweise wurden die Testverfahren exklusiv für GORE entwickelt und es stehen hier Prototypen verschiedener Schuhhersteller herum, die (noch) nicht für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt sind.

Dennoch nimmt man sich ausgiebig Zeit für und präsentiert uns die zahlreichen, ebenfalls sehr ausführlichen Testverfahren. Außerdem gibt’s einen Crash-Kurs zum Thema „Wie konstruiert man überhaupt einen Schuh“.

Imposante Maschinen stehen hier herum: Eine Zentrifuge, in der die Membran auf Wasserdichtigkeit getestet wird und natürlich der Laufsimulator, in dem Schuhe je nach Einsatzzweck auch mal ein ganzes Wochenende lang im Wasser immer wieder geflext werden. Das entspricht dann am Ende bis zu 500.000 Schritten. Zum Vergleich: Wer im Büro arbeitet, kommt auf maximal 3000 bis 4000 Schritte am Tag.

Die Qualitätssicherungsmaßnahmen beschränken sich aber nicht nur auf die Tests im hiesigen Labor. Die GORE-Mitarbeiter besuchen selbst mehrmals jährlich die auf der ganzen Welt verteilten Schuhfabriken, um die Verarbeitung der Membran zu überwachen und sicher zu stellen, dass die hohen Qualitätsansprüche eingehalten werden.

Ein abschließender Dank

Es kommt auch bei uns nicht so häufig vor, dass wir solch tiefe Einblicke in die Welt eines derart großen Outdoor-Unternehmens bekommen. Deshalb wollen wir an dieser Stelle auf jeden Fall einmal Danke sagen, dass wir uns im Regenturm austoben durften. Im Bergfreunde-Basislager findet ihr übrigens weitere Informationen zur Geschichte von GORE und der Funktion der Membran, sowie detaillierte Artikel zu den einzelnen Technologien. Viel Spaß beim Herumstöbern!

Gore-Tex Funktionsweise Titel

Wie funktionieren GORE-TEX® Membranen?

4. Juni 2018
Ausrüstung

GORE-TEX® gilt heute als Sinnbild für wasserdichte und atmungsaktive Bekleidung. Ob beim Skifahren, Bergsteigen oder Fahrradfahren – ob beim Outdoorsport, bei der Arbeit oder im Alltag – auf die qualitativ hochwertigen Produkte mit GORE-TEX® Membran ist jederzeit Verlass – so zumindest das Versprechen der amerikanischen Firma. Wir wollen uns an dieser Stelle einmal genau anschauen, was die Membran ausmacht und warum sie so besonders ist.

Bill Gore erkennt das Potenzial von PTFE

Die Entwicklung der GORE-TEX® Membran ist für den US amerikanischen Chemiker Bill Gore ein mehr als  glücklicher Zufall gewesen, von dem bis heute Outdoorsportler auf der ganzen Welt profitieren. Bill Gore arbeitete in den 1950er Jahren als Forscher beim Chemiekonzern Dupont, der im Outdoorbereich mit bahnbrechenden Erfindungen und innovativen Fasern wie Nylon, Lycra, Kevlar oder Neopren nicht mehr wegzudenken ist. An der Weiterführung von Bill Gore‘s Forschungen mit Polytetrafluorethylen (kurz: PTFE) sah Dupont allerdings keinen großen Nutzen, Bill Gore selbst jedoch sehr wohl.

So kam es, dass Bill Gore 1958 seinen Traum verwirklichte und seine eigene Firma mit dem Namen W.L. Gore & Associates, Inc gründete, die als klassisches amerikanisches Start-Up vom heimischen Keller zu einem weltweit agierenden Konzern mit über 10.000 Mitarbeitern heranwuchs. Zunächst konzentrierte sich Bill Gore darauf neue Anwendungsmöglichkeiten für die Elektroindustrie zu erforschen, bis sein Sohn Bob durch Zufall ePTFE entdeckte, das Material, aus dem die wasserdichte & atmungsaktive Outdoorträume hergestellt werden.

Nebenbei bemerkt, findet die ePTFE-Membran nicht nur im Bereich wasserfester Ausrüstung ihren Einsatz – GORE produziert auch im Bereich der Elektronik, Industrie und Medizintechnik Produkte (z.B. künstliche Arterien), die auf der Basis ihrer Forschungen und Entwicklungen mit PTFE und ePTFE möglich geworden sind.

Vom PTFE zum ePTFE – vom ePTFE zur GORE-TEX® Membran

Für Laien mit begrenztem Wissen über chemische Vorgänge lässt sich die Entdeckung von ePTFE am besten so erklären: Bob Gore stellte bei seinen Experimenten mit dem Grundstoff PTFE fest, dass dieser durch eine schnelle Reckung zwar gedehnt, jedoch nicht zerstört wird. Das so expandierte (also „e“ PTFE) Material blieb nach der Reckung nicht nur stabil, sondern auch im hohen Maße porös.

Diese mikroporöse Struktur des expandierten Polytetrafluorethylen ist natürlich winzig klein und mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Unter dem Elektronenmikroskop werden allerdings die großen Öffnungen im Material sichtbar. Rund 1,4 Milliarden solcher winzigen Poren befinden sich auf einem einzigen Quadratzentimeter der wasserdichten Membran. Und durch eine glückliche Fügung der Natur ist diese Porengröße ideal, um sowohl Wasserdichtigkeit, als auch Atmungsaktivität für Funktionsbekleidung zu gewährleisten.

Viel kleiner, als ein Wassertropfen und groß genug für Wasserdampf

Wasserdampfmoleküle sind sehr klein. Viel kleiner, als die Poren in der GORE-TEX® Membran. Die Poren sind sogar 700 Mal größer, als die Dampfmoleküle, die dadurch ungehindert von der einen Seite der Membran zur anderen gelangen. Das bedeutet für den Outdoorsportler, dass der Dampf, der durch das Schwitzen entsteht, durch die Membran nach außen dampft.

Gleichzeitig sind Wassertropfen aber viel größer,  als die Poren in der GORE-TEX® Membran. Etwa 20.000 Mal kleiner, als der kleinste Wassertropfen ist die Pore in der mikroporösen Membran. Da hat der Wassertropfen einfach keine Möglichkeit, denn er ist viel zu riesig für die feinen Poren. Dementsprechend haben auch viele Wassertropfen oder ein ganzer Regenschauer nicht den Hauch einer Chance die Membran zu überwinden.

Die GORE-TEX® Membran wird zum widerstandsfähigen Laminat

Eine expandierte PTFE-Membran sieht aus wie ein dünne und flexible Folie aus Kunststoff. In dieser rohen Form ist sie zwar schon wasserdicht, winddicht und dampfdurchlässig, ihre Stabilität ist allerdings noch nicht optimal, denn mechanischer Abrieb oder Beschädigungen durch spitze Gegenstände führen zu Löchern, durch die Wasser eindringen kann.

Deshalb muss die GORE-TEX® Membran, die für die Herstellung von Funktionsbekleidung, Handschuhen und Outdoorschuhen verwendet wird, vorher zu Laminaten verarbeitet werden. Das bedeutet, dass die GORE-TEX® Membran mit einem Trägermaterial zu einer Einheit verklebt wird. Das Obermaterial bei Outdoortextilien ist in den meisten Fällen ein strapazierfähiges Kunstfasergewebe aus Nylon oder Polyester. Beim Verkleben verbinden sich Obermaterial und Membran zu einem festen Laminat. Die wasserdichten und atmungsaktiven Eigenschaften werden durch die spezielle Auswahl des Obermaterials und der dementsprechenden Verarbeitung jedoch nicht eingeschränkt.

Je nachdem, wie das Innenfutter des Laminats konstruiert ist, spricht man von einem 2-Lagen GORE-TEX® Laminat oder einem 3-Lagen GORE-TEX® Laminat. Bei der dreilagigen Konstruktionsweise wird das Innenfutter direkt von innen mit der Membran verklebt. Das bedeutet, die GORE-TEX® Membran ist fest zwischen dem robusten Obermaterial und dem komfortablen Innenfutter verarbeitet und dadurch von beiden Seiten optimal vor Beschädigungen und Verschmutzungen geschützt. Im Unterschied dazu ist das Innenfutter bei einer zweilagigen Konstruktion nicht fest verklebt sondern lose verarbeitet.

Die genauen Unterschiede und Eigenschaften der einzelnen GORE-TEX® Produkte wie GORE-TEX® Active, GORE-TEX® Pro, GORE-TEX® Paclite®, GORE-TEX® C-KNIT®  oder GORE-TEX® 2-Lagen Produkte werden alle noch einzeln und ausführlich erklärt. Zur ganz groben Einordnung unterscheiden sich 2-Lagen und 3-Lagen Laminate durch ihr Gewicht und ihre Stabilität. Während ultraleichte GORE-TEX® Jacken für Trailrunner eher aus leichten Laminaten angefertigt werden, besteht die extrem robuste Expeditionsjacke für Bergsteiger eher aus den stabilen Laminaten.

Voraussetzungen für eine optimale Funktion von GORE-TEX® Membranen

Die fertigen Laminate mit der integrierten  GORE-TEX® Membran sind der Grundstoff für die Herstellung von wasserdichten, windundurchlässigen und atmungsaktiven Hardshelljacken, Skihandschuhen und Wanderstiefeln. Damit die mikroporöse Membran beim Einsatz im Gelände, beim Sport oder bei der Arbeit ihre maximale Performance liefern kann, sollten ein paar Rahmenbedingungen erfüllt sein:

Damit die Membran die volle Atmungsaktivität gewährleistet, der für den Transport der Wasserdampfmoleküle durch die  GORE-TEX® Membran verantwortlich ist, sollte ein Temperaturgefälle der Innenseite der Membran und der Außentemperatur vorherrschen. Das bedeutet konkret, dass die Atmungsaktivität einer Jacke mit  GORE-TEX® Membran ideal bei niedrigen bis mittleren Temperaturen funktioniert.

Um langfristig die optimale Funktion der  GORE-TEX® Produkte zu garantieren, ist regelmäßige und richtige Pflege sehr wichtig. Durch das häufige Tragen werden Funktionstextilien im Laufe der Zeit mit Schweiß, Schmutz und Sonnencreme von innen verunreinigt, was zu einer eingeschränkten Funktion der Dampfdurchlässigkeit führt. Regelmäßiges Waschen von GORE-TEX® Produkten sorgt für eine lange Haltbarkeit und eine deutlich verbesserte Atmungsaktivität. Hier haben wir euch aufgeschrieben, wie genau ein GORE-TEX® Produkt am besten gepflegt wird!

In der Regel bildet die Hardshellbekleidung die wetterfeste Außenhülle, die wirkungsvoll vor Regen und Wind schützt. Damit aber nicht nur die Wasserdichtigkeit von Außen gewährleistet ist, sondern auch die Atmungsaktivität perfekt funktioniert, muss die restliche Bekleidung den Wasserdampf ebenso gut vom Körper ableiten. Bereits eine „Dampfsperre“ unter der Außenschicht verhindert die komplette Funktionsweise der GORE-TEX® Membran. Deswegen greifen Outdoorsportler gerne zu Funktionsunterwäsche und wärmenden Zwischenschichten aus atmungsaktiven Kunstfasern, damit der Dampf ungehindert und zügig nach außen entweichen kann – das ist gemeinhin auch als Zwiebelprinzip bekannt.

Wie man es nun auch dreht und wendet – GORE-TEX®  ist aus dem Outdoor-Bereich einfach nicht mehr weg zu denken. Das birgt Chancen und Risiken, denn zumindest gänzlich unbedenklich ist ePTFE nicht. Aber das Thema werden in einem weiteren Artikel noch einmal gesondert behandeln. Für generelle Fragen zum Thema GORE-TEX® stehen wir euch selbstverständlich gerne zur Verfügung.

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