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Gear-Tipp: Saucony Kinvara 7 Runningschuhe

1. Oktober 2016

Kategorie

Sportart

Gear-TippBergfreund Johannes ist ein begeisterter Läufer und vertraut das Wohl seiner Füße dabei gerne den Kinvara Laufschuhen von Saucony an. Jetzt hat er sich das neuste Modell der Serie angenommen, die sich inzwischen in der siebten Generation befindet. Der Kinvara 7 verspricht durch seine neue Everun-Technologie, die bisher schon erfolgreiche Schuhreihe, noch weiter zu perfektionieren. Ob das der Wahrheit entspricht, hat Johannes sich zur Aufgabe gemacht herauszufinden.

Johannes und seine Saucony Kinvara 7

Johannes und seine Saucony Kinvara 7

Der Saucony Kinvara ist ein Dauerbrenner des US-Laufschuhherstellers. Er ist inzwischen bereits in der siebten Generation erhältlich und hat sich längst als beliebter Trainingsschuh in Läuferkreisen etabliert. Das liegt primär an seiner überragenden Verbindung von Komfort und Schnelligkeit. Das bekommt Saucony immer wieder hin, von Generation zu Generation. Beim Saucony Kinvara 7 wurde erstmals die neue Everun Technologie eingesetzt.

Everun Technologie: Die neue Everun Technologie befindet sich beim Saucony Kinvara 7 im Fersenbereich, also da, wo es in der Regel am meisten gebraucht wird. Das Dämpfungsmaterial wird noch näher an den Fuß gebracht, Kleber und Zwischensohlenschicht zwischen Einlegesohle und Dämpfungsschicht wurden eliminiert. Dadurch soll sich laut Saucony der Kinvara 7 noch lebendiger und reaktiver anfühlen, ohne dabei auf den Kinvara typischen Komfort zu verzichten. Denn Everun bietet dreimal besseren Dämpfungskomfort als das Standard EVA-Material. 83% der beim Aufprall eingebrachten Energie wird zurückgegeben.

Der erste Eindruck

Der Saucony Kinvara 7

Der Saucony Kinvara 7

Der Saucony Kinvara 7 sieht erstmal schnell aus – sehr schnell. 473 g (nachgewogen) bringt das Paar in Größe US 11 auf die Waage. Leicht ist er also immer noch. Die Sprengung liegt unverändert bei 4 mm und damit immer noch im niedrigen Bereich. 22 mm misst die Sohle im Fersenbereich und 18mm am Vorderfuß. Es wurde wieder auf schön luftiges Meshmaterial in Kombination mit dem bewährten Flexfilm als Obermaterial zurückgegriffen.

Beim Blick auf die Sohle fällt auf, dass sich diese im Gegensatz zum Vorgänger verändert hat. Die für Kinvara typischen Dreiecke sind der Tri-Flex Außensohle gewichen. Diese soll zusammen mit dem IBR+ (Bezeichnung für die farbig abgesetzte Gummimischung) für noch mehr Halt und Absorption bei gleichzeitig besserer Traktionskontrolle und Flexibilität sorgen. Sprich, noch schneller und noch komfortabler.

Damit genug der Theorie. Der Saucony Kinvara 7 will raus und spielen. Also spielen wir mit ihm.

Der Lauftest

Die Dreiecke sind von der Sohle verschwunden

Die Dreiecke sind von der Sohle verschwunden

Getestet habe ich den Saucony Kinvara 7  auf insgesamt 73,3 Kilometer auf Asphalt und Forstwegen. Die längste Strecke am Stück betrug ca. 30 Kilometer. Schon beim Anziehen schmiegt sich der Schuh perfekt an den Fuß. Grund dafür ist neben dem Flexfilm Obermaterial das altbewährte  Pro Lock Lacing System, das schon bei den Vorgängern zum Einsatz kam und den Mittelfuß im Schuh fixiert ohne einzuengen. Es stellt sich gleich das üblich wohlige „Kinvara-Gefühl“ ein. Aus meiner Sicht ist auch der neue Kinvara 7 nicht für schmale Füße geeignet, sondern eher für normale bis breite Füße. Die Zehenbox bietet mir ausreichend Platz und Komfort, dennoch genug Halt bei schnellem Tempotraining. Man merkt sofort, dass der Schuh genau dafür gemacht wurde.

Beim Laufen spielt er seine volle Stärke aus. Saucony hat hier nicht zuviel versprochen. Der Kinvara 7 vermittelt in der Tat einen sehr direkten Bodenabdruck, man spürt seine Flexibilität und Dynamik. Hier wird Tempo vom Läufer eingefordert. Die Tri-Flex Außensohle bringt das Tempo für ein perfektes Laufgefühl auf den Asphalt und bietet hervorragenden Halt, auch auf nassem Untergrund. Dabei kommt in der Tat der Komfort nicht zu kurz. Auch bei meiner langen Runde empfinde ich den Schuh als super bequem und mein Bewegungsapparat freut sich über die ausreichende Dämpfung.

Beim Laufen merkt man die Stärken des Saucony Kinvara

Beim Laufen merkt man die Stärken des Saucony Kinvara

Ich habe nicht den Eindruck, dass die neue Everun Technologie das Dämpfungsverhalten positiv beeinflusst. Ich fand bereits die vierte und fünfte Generation des Kinvara unheimlich komfortabel. Allerdings habe ich den Eindruck, dass der Saucony Kinvara 7 im Vergleich zu seinen Vorgängern noch ein wenig dynamischer, direkter und gefühlt leichter geworden ist. Also scheint die Everun Technologie eine gute Weiterentwicklung zu sein. Das macht ihn für mich zum perfekten Schuh für meine Marathonpremiere in Frankfurt Ende Oktober. Für Leute, die im Winter zu kalten Füßen neigen, ist der Saucony Kinvara 7 hingegen keine gute Wahl, denn das Meshmaterial ist schon ziemlich luftig. Besonders von Frühling bis Herbst mag ich das allerdings sehr gerne. So habe ich persönlich auch im Winter keine Probleme damit und ziehe einfach dickere Socken an.

Mein Fazit

Toller Schuhe, der Saucony Kinvara 7

Toller Schuhe, der Saucony Kinvara 7

Der Saucony Kinvara 7 ist ein nahezu perfekter Schuh, der Komfort, Dynamik, Schnelligkeit und Laufspaß in sich vereint. Egal, ob beim Tempotraining oder im Wettkampf ab Halbmarathondistanz, er macht ein blendende Figur – und das nicht nur wegen seiner auffälligen, vermutlich auch ein wenig polarisierenden Farbe – sondern schlichtweg, weil Saucony hier mal wieder der Spagat zwischen einem rassigen Sportwagen und einer komfortablen Oberklasselimousine gelungen ist.

 

 

 

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