Gear-Tipp: Lowe Alpine TFX Annapurna 65:80 – Trekkingrucksack

8. September 2014

Kategorie

Sportart

Auf einer Tour gibt es Ausrüstungsgegenstände, bei denen ist es schön, wenn sie gut sitzen (Mütze, Halstuch, Hose …), bei manchen ist es sehr wünschenswert (Jacke, Funktionsunterwäsche …) und bei manchen ist es ein Muss. Hierzu zählen: Schuhe, Socken und definitiv der Rucksack.

Denn wenn der Rucksack nicht richtig sitzt, dann wird eine Tour ganz schnell zur Qual. Deshalb sollte man sich bei der Auswahl des Rucksacks sehr viel Zeit lassen. Aber manchmal ist es auch gut, den Dingen eine zweite Chance zu geben, denn manchmal braucht man einen Moment um sich daran zu gewöhnen.

So war es bei Bergfreundin Anke und ihrem Rucksack  Annapurna 65:80 von Lowe Alpine und jetzt ist es ihr Gear-Tipp.

Mit Startschwierigkeiten zu einer wunderbaren Freundschaft

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft ...

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft …

Zugegeben, am Anfang war ich ein wenig skeptisch… ein Rucksack speziell für Frauen. Ob das wirklich etwas für mich ist? Schließlich hatten mir diverse Experimente mit entsprechenden Hosen gezeigt, dass ich anscheinend keine typisch weibliche Figur habe.

Doch schließlich siegte meine sehr wohl typisch weibliche Impulsivität und ich entschied mich allein schon auf Grund der schicken Optik, den Lowe Alpine Annapurna 65:80 zu bestellen und auszuprobieren.

Auf den ersten Touren hatten wir beide noch miteinander zu kämpfen. Nachdem ich den Rucksack dann aber schlussendlich perfekt für mich eingestellt habe, möchte ich ihn nicht mehr hergeben.

Passt sich an alles an

Diese Einstellungen lassen sich dank des genialen Verstellsystems für jeden Moment auch während Tour ganz spontan anpassen, je nachdem, wo sich die Hauptlast des Gewichts gerade am angenehmsten anfühlt. Das erlaubt zum Beispiel wechselnde Entlastung der Schultern, des Rückens oder der Hüfte, ohne den Rucksack jedes Mal absetzen zu müssen.

Die Rückenlänge des Tragesystems lässt sich ebenfalls problemlos, einfach und flexibel individualisieren. Und so trägt sich der Rucksack selbst mit 16 Kilo leicht und äußerst angenehm. Wahrscheinlich auch noch mit mehr Gewicht, das musste ich bisher aber nicht ausprobieren.

Viel Stauraum …

Ganz besonders toll finde ich, dass man mit den zahlreichen Taschen viele Möglichkeiten hat, wichtigen Kleinkram und sonstiges Geraffel übersichtlich und geordnet dort zu verstauen, wo man schnell rankommt. Dafür sorgen die vielen kleinen und mittelgroßen Täschchen, die sich an den Seiten des Rucksacks befinden. Eine kleine Tasche am Hüftgurt  eignet sich perfekt, um den kleinen Snack für zwischendurch oder auch mal einen Fotoapparat oder die Sonnenbrille zu verstauen.

Da passt so einiges rein

Da passt so einiges rein

Das große Deckelfach bietet genug Platz für Mütze, Handschuhe, Regenjacke, oder was man sonst gerne schnell zur Hand hat. Verlängert man die Befestigungsriemchen des Deckelfachs, lässt sich das Volumen des Hauptfaches außerdem beträchtlich vergrößern.

Das Hauptfach lässt sich klassisch von oben, aber auch durch eine Öffnung an der Front des Rucksacks erreichen und ist ebenfalls geräumig genug für all den Kram, den man bei einer Mehrtagestour so mit sich rumträgt. Durch die große Frontöffnung kann man selbst die nach unten gepackten Dinge erreichen, ohne direkt alles ausräumen zu müssen.

Schließlich ist da noch das Bodenfach, das mit einem Reißverschluss vom Hauptfach getrennt ist. Es nimmt meinen Schlafsack problemlos auf und bietet auch noch Platz für Inlet bzw. Schlafkleidung.

… und noch mehr Funktionen

Viele Details, die überzeugen

Viele Details, die überzeugen

Abgesehen vom geräumigen Innenleben bietet der Annapurna zahlreiche Möglichkeiten, außen noch weitere Ausrüstung anzubringen. Zum einen durch die an jeder sinnvollen Stelle angebrachten Kompressionsriemen, die sowohl das Gepäck in den Innenfächern an Ort und Stelle halten aber auch ermöglichen, weitere Dinge außen sicher und fest zu verstauen.

Zum anderen verfügt der Rucksack über ein sehr cleveres Halterungssystem für Trekkingstöcke. Durch die kleinen „Tellerchen“, durch die man die Stockspitzen stecken kann, gehört das Gefummel mit Riemchen oder ähnlichem, was man bei vielen anderen Rucksäcken oft hat, endlich der Vergangenheit an. Stöcke durchpieksen, festzurren, fertig.

Fazit

All diese durchdachten kleinen Details, von der Aufteilung der Taschen bis hin zu den großen, handlichen Reißverschlussverlängerungen, verbunden mit einer soliden Verarbeitung, machen den Annapurna zu einem tollen Wegbegleiter für Mehrtagestouren.

Funktional ausgereift und gut durchdacht und noch dazu optisch ein Hingucker.

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