Gear-Tipp: Five Ten – Moccasym – Slipper

28. Mai 2015

Kategorie

Sportart

Five Ten - Moccasym - Slipper

Five Ten – Moccasym – Slipper

Bergfreund Sebastian ist vor einiger Zeit auf den Five Ten – Moccasym – Slipper umgestiegen und mittlerweile vollkommen überzeugt von dem Kletterschuh. Nicht umsonst sind die vielseitigen Kletterschuhe seit fast 20 Jahren ein Klassiker im Sortiment von Five Ten. Egal ob beim Klettern in der Halle, als Begleiter für Mehrseilenlängentouren oder als Geheimwaffe zum Bouldern, der Moccasym lässt sich für so ziemlich alle Kletterarten einsetzen.

Im Gear-Tipp von Sebastian erfährst Du, welche Erfahrungen er mit dem Moccasym im beliebten Bouldergebiet Passo San Giovanni gemacht hat.

Five Ten – Moccasym – Slipper

Wenn man sich alte Videoaufnahmen unter anderem von Chris Sharma anschaut, wie zum Beispiel den Filmanfang von „Dreamcatcher“ (9a), dann sieht man, dass er da ab und zu diesen ohne besondere Features ausgestatteten Schuh klettert. Grund genug ihn mal auszuprobieren! Gesagt, getan. Wie hat sich dieser Schuh also bewährt?

Zuerst einmal zum Aufbau: Keine bzw. kaum Vorspannung, kein Downturn und auch eher gerade als asymmetrisch geschnitten. Einfache Materialien: Leder ohne Fütterung, recht viel Gummi und eine klassische C4 Sohle. Hmm, nichts besonderes eigentlich.

Was macht diesen Schuh besonders?

Sebastian beim Bouldern am Passo San Giovanni bei Arco

Sebastian beim Bouldern am Passo San Giovanni bei Arco

Zuerst einmal: Er ist sehr bequem. Das Leder passt sich so gut an die Fußform an, da kann man beispielsweise beim Bouldern auch mal den Schuh anlassen. Wenn man Komfort hört, denkt man auch an Mehrseillängen und hier kommt ein weiterer Pluspunkt ins Spiel: Man kann den Moccasym wirklich für alles hernehmen: lange Touren, Sportklettern, Bouldern und auch in jedem Terrain sieht man ihn: Klem Loskot bouldert in diesem Schuh „Bügeleisen“, in Amerika schwören Risskletterer auf ihn und ich persönlich verwende ihn auch für fast jedes Terrain, für Platten aufgrund der guten Reibungseigenschaften, zum Bouldern und für Überhängendes aufgrund der Sensibilität und Flexibilität. Die Slipper haben zwar keinen Toe-Hook-Patch, aber Toe-Hooks funktionieren trotzdem sehr gut, da man gut „klammern“ kann.

Für die Halle eignen sich die Moccasym ebenfalls, da man sie einfach ohne Schmerzen tragen kann (nein, ich sichere nicht mit Kletterschuhen ;)). Zu all dem muss vielleicht gesagt werden, dass die Größenwahl hier sicher nicht immer die gleiche sein wird – ein Boulderer wird sich den Schuh wohl enger als ein Risskletterer kaufen. Nur bei Leistentouren greift man dann vielleicht eher zu einem anderen Kletterschuh, wie z.B. dem Five Ten Anasazi oder dem La Sportiva Miura.

Verarbeitung und Qualität

Es fragt vielleicht der Skeptiker: Ich weiß immer noch nicht, was diesen Schuh nun so besonders macht? Nun, natürlich würde ich nicht sagen, dass der Moccasym besser als alle anderen Kletterschuhe ist, gibt es ja mittlerweile eine riesige Auswahl an etlichen hervorragenden Schuhen, aber er ist trotz seines Alters sicher auch nicht viel schlechter und fühlt sich wirklich in fast jedem Terrain wohl. Desweiteren ist er ein langlebiger Schuh: Keine dünnen Klettverschlüsse, die reißen können, keine ultradünne Sohle, er ist robust und aus hochwertigen Materialien zusammengeschustert. Und zu guter Letzt schaut er einfach cool aus: schlicht, klassisch und wer hat schon rote Kletterschuhe ;)

Wer also einen „Hang zum Nostalgischen“ hat, einen bequemen, weichen und langlebigen Allrounder sucht und gleichzeitig eine starke Performance wünscht, kann diesen Kletterschuh getrost ausprobieren!

Enjoy!

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