Bergfreunde

Gear of the Week: Totem Cams

7. Januar 2013

Sportart

Unser Steffen empfiehlt: die neuen Totem Cams

Unser Steffen empfiehlt: die neuen Totem Cams

Nachdem wir Euch in den letzen Wochen mit den Camp Tricams und dem Mammut Smart zwei alte und nicht ganz so alte Klassiker vorgestellt haben gibt’s diese Woche etwas ganz neues: die baskische Hardwareschmiede Totem hat ihre lange angekündigten Totem Cams auf den Markt gebracht.

Steffen aus  unserem Einkauf hat für Euch einen genaueren Blick auf die Totems geworfen, warum sein Daumen steil nach oben zeigt erfahrt Ihr hier.

Info’s zu den Totem Cams

Von unten nach oben: BD Camalot C4 , Totem Cam, BD Camalot C3

Von unten nach oben: BD Camalot C4 , Totem Cam, BD Camalot C3

Die Totem Cams kommen in 5 Größen von 14-52mm. Obwohl es sich um einachsige Cams handelt, decken sie pro Größe eine ähnlich große Breite ab wie die Doppelachser Black Diamond Camalot und DMM Dragon Cam, auch das Gewicht bewegt sich in dieser Klasse: etwas leichter als Camalots, etwas schwerer als Dragon Cams.
Mein „Gear oft he Week“ werden die Totem Cams durch einige geniale Features, die es in dieser Kombination noch bei keinem anderen Klemmgerät gibt:

Bewegungskünstler (Bild: Totem Mt Koop. E.)

Bewegungskünstler (Bild: Totem Mt Koop. E.)

Extrem schmaler Kopf: die Totem Cams sind die schmalsten Klemmgeräte mit 4 Klemmbacken auf dem Markt – super in engen Placements wo sonst nur Spezialisten wie die Black Diamond Camalot C3‘s passen.

Stabile Plazierungen:

durch die relativ starken Federn und den sehr flexiblen Schaft sind die totem Cams weniger anfällig für Seilbewegungen und neigen weniger zum „Wandern“ im Riss.

Für die technische Fortbewegung (Bild: Totem Mt Koop. E.)

Für die technische Fortbewegung (Bild: Totem Mt Koop. E.)

•  Belastung mit nur 2 Klemmbacken:

in sehr flachen Placements können die Totem Cams auch mit nur 2 Klemmbacken gelegt werden. Hierzu wird der Karabiner einfach in eine der beiden seitlichen Schlaufen geklippt und belastet dann automatisch nur ein Paar Klemmbacken. Natürlich reduziert dies die Haltekraft und ist daher mit Vorsicht zu genießen – diese Möglichkeit ist eher für die Fortbewegung beim technischen Klettern gedacht und nicht als solide Zwischensicherung. Aber wie wir alle wissen:

Platzierung in offenen Rissen (Bild: Totem Mt Koop. E.)

Platzierung in offenen Rissen (Bild: Totem Mt Koop. E.)

fünf mal Schrott ist auch ein Bohrhaken…

• Platzierung in offenen Rissen:

Alle Klemmgeräte halten am besten in mehr oder weniger parallelen Rissen. Je offener ein Riss ist, desto geringer wird die Haltekraft. Durch die hohe Federkraft und die spezielle Form der Klemmbacken sitzt ein Totem Cam auch da noch, wo andere Klemmgeräte längs herausfallen.

Fazit (oder: und wer braucht die Dinger jetzt?)

Ich werde meine BD Camalots und DMM Dragon Cams nicht in Rente schicken und komplett auf Totem Cams umsteigen – aber für alle, die sich ein neues Set zulegen oder in den am häufigsten benutzten Größen einen zweiten Cam kaufen wollen, sind sie eine tolle Alternative.

Steffen nach dem Helmtest auf Steinschlag

Steffen ausserhalb des Büros

Für den etwas höheren Preis bekommt man ein stabiles, top verarbeitetes Klemmgerät, das aktuell die vielseitigsten Plazierungsmöglichkeiten auf dem Markt bietet.

Stichwort Set: „zufällig“ passen Farbcodierung & Größen ungefähr zu Camalots / Dragon Cams, man kann sie also problemlos in bestehende Sets integrieren.

Wer mehr wissen will: viele weitere Bilder, Videos und Hintergrundinformationen gibt’s auf der Totem Homepage

Duch hast einen guten Vorschlag für das Gear of the Week? Dann her damit!

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