Gear of the Week Team-Tipp: Ultraleicht-Ausrüstung

8. Juli 2013

Kategorie

Sportart

Unser Team-Tipp in Ultra Leicht

Unser Team-Tipp in Ultra Leicht

Leichte Ausrüstung ist nicht nur gut für die Gesundheit (weniger Gewicht bedeutet auch weniger Belastung für Rücken und Gelenke), sondern fördert auch den Spaß bei so gut wie allen Outdoor-Aktivitäten.

Statt sich mit der schweren Ausrüstung abzumühen, kann man sich mehr auf seine Umgebung konzentrieren und erlebt ein viel intensiveres Gefühl des Draußenseins.

Dies lässt sich am einfachsten bewerkstelligen, wenn man sein Ausrüstungskonzept komplett überdenkt.

 

Die großen Drei

Als die „großen Drei“ werden in der Regel die drei schwersten und wichtigsten Gegenstände genannt, die man bei einer Mehrtagswanderung mit sich herumträgt. Diese bestehen aus Schlafsack, Zelt (bzw. Tarp) und einem Rucksack.

schön leicht aber trotzdem bequem

schön leicht aber trotzdem bequem

Beim Schlafsack kommt man in den meisten Fällen nicht an einem hochwertigen Daunenschlafsack vorbei. Die Daune vereint gute Isolationswerte mit einem sehr geringen Gewicht. Hochwertige Modelle, wieder Mountain Hardwear Mtn Speed 32 wiegen weniger als 500g und bieten noch genug Isolation, um auch mal eine Nacht nahe dem Gefrierpunkt zu verbringen. Als Unterlage empfiehlt sich eine leichte und nahezu unkaputtbare Schaumstoff-Isomatte, wie die Therm-a-Rest Z-Lite.

Bei der Unterkunft stellt sich oft die Frage, ob man zu einem leichten Tarp greift oder doch lieber ein geschlossenes Zelt bevorzugt. Das Tarp bietet einen klaren Gewichtsvorteil, wobei ein leichtes Zelt, wie das Vaude Power Lizard UL bei nur 1kg mehr Schutz bieten kann.

Der Rucksack sollte eigentlich das letzte Ausrüstungsstück sein, das man anpasst. Dieser muss gerade noch groß genug sein, dass die gesamte Ausrüstung, sowie Nahrung hinein passt und sich dabei noch Komfortabel packen lassen. Auf ein ausgefeiltes Tragesystem kann man dank des geringen Gewichtes verzichten. Für den Einstieg eignet sich hervorragend ein günstiges Modell wie der Outdoor Research – DryComp Summit Sack, der noch genügend Befestigungsmöglichkeiten für weitere Ausrüstung bietet und auch sonst alles hat, was ein Rucksack braucht.

Weniger ist mehr!

Eine der schwierigsten Disziplinen im Ultraleicht Trekking ist das Weglassen von Ausrüstung. Oft schleppen wir eine Menge Zeug durch die Berge, das wir nie brauchen oder unnötig schwer ist. Hier empfiehlt es sich zu reflektieren, ob man für die geplante Tour wirklich ein GPS, einen Campingsessel oder Unmengen an Wechselbekleidung braucht. Hat man erst mal alles Unnötige aussortiert, kann man damit anfangen Ausrüstungsgegenstände so zu wählen, dass ein Gegenstand mehrere Zwecke erfüllt. Das bekannteste Beispiel ist hier wohl ein Poncho, den man sowohl als Regenjacke, als auch wie ein Tarp verwenden kann. Et voila: Wieder einen Gegenstand eingespart!

Die Gewichtsspirale

klein, leicht und trotzdem gut geschützt

klein, leicht und trotzdem gut geschützt

Spinnt man diesen Faden weiter, erkennt man recht schnell, dass man in eine Gewichtsspirale gerät. Die Verwendung leichterer Ausrüstung ermöglicht es uns nun auch an vollkommen anderen Stellen Gewicht zu sparen. Zum Beispiel beim Schuhwerk.

Nun bringt es niemandem etwas, wenn man mit einem 25kg Rucksack anfängt Sandalen zu tragen. Viel eher muss man damit anfangen sein Rucksackgewicht zu verringern. Je weniger das Gepäck wiegt, desto leichter kann der Rucksack selbst sein und umso weniger Stabilität muss das Schuhwerk ausgleichen. Ergo wird auch das Schuhwerk leichter. Diesen Effekt nennt man die Gewichtsspirale.

Leichtes Schuhwerk

UL ist auch für die Stadt nicht zu unterschätzen

UL ist auch für die Stadt nicht zu unterschätzen

Wenn man an Wanderschuhe denkt, schwirren häufig Bilder schwerer Wanderschuhen von Hanwag, Lowa oder ähnlichen Marken durch den Kopf. Das dem nicht zwangsläufig so sein muss, zeigen uns die Ultraleicht-Wanderer, welche sich gerne auch mal in dem Schuhsegment der Trailrunner bedienen.

Ein besonders leichtes Paar dieser Gattung ist der Inov-8 X-Talon 212, welcher sich durch sein aggressives Profil und den luftig, leichten, jedoch durchaus robusten Oberstoff auszeichnet. Dadurch ist der Schuh nicht nur für Trailrunner auf Wettkampfniveau interessant, sondern auch für Wanderer, die mit leichtem Gepäck unterwegs sind.

Persönliches Komfortgewicht finden

Wer einmal mit der Gewichtsoptimierung angefangen hat, kann oft nicht mehr damit aufhören. Doch letzten Endes findet jeder seine persönliche Komfortgrenze, bei der er sich wohl fühlt und ohne große Anstrengung die Natur genießen kann. Wer dennoch Spaß daran hat an sein Limit zu gehen und über den eigenen Horizont hinauszuschauen, sollte mal einen Blick in das Forum auf Ultraleicht-Trekking.com werfen.

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