Gear of the Week: Silva Sprint

7. Januar 2013

Kategorie

Sportart

Die Silva Sprint - Flutlicht für unterwegs

Die Silva Sprint - Flutlicht für unterwegs

Die dunkle Jahreszeit steht ins Haus. Für alle die ihrer Leidenschaft auch im Dunklen weiter frönen möchten gibt es nun Unterstützung aus Skandinavien: die Sprint Stirnlampe von Silva.

Mit 1030 Lumen sowie satten 140 Metern Leuchtweite dürfte die Silva Sprint eine der hellsten (wenn nicht die Hellste) Stirnlampen am Markt sein und Bouldern, Mountainbiken, Trailrunning, usw. auch ohne Tageslicht möglich machen. Für das Gear of the Week haben wir die Lampe während der letzten Tage mit einigen Praxistest malträtiert und sind uns sicher: die Lampe hat die Auszeichnung verdient!

Zum Beispiel: Klettern im Dunklen

Ausleuchtung am Fels

Ausleuchtung am Fels

Zeitumstellung mal anders: mit einem Knopfdruck lässt sich die Uhr um einige Stunden zurück stellen und es wird wieder Taghell – so jedenfalls stelle ich mir 1030 Lumen  in der Theorie vor. Da lag die Idee zur „Zweckentfremdung“ relativ nah: ist das Projekt bei Einbruch der Dunkelheit noch nicht geschafft oder die Motivation grade zu hoch, um schon Heimzukehren, so ließe sich der Ausflug an den Fels/Boulder noch etwas verlängern. Warme Bekleidung natürlich vorausgesetzt. Wir waren am Wochenende am Fels unterwegs und haben die 1030 Lumen in der Praxis getestet.

Bouldern mit zusätzlicher Stirnlampe (in diesem Fall ebenfalls Silva Sprint)

Bouldern mit zusätzlicher Stirnlampe (in diesem Fall ebenfalls Silva Sprint)

Das Schöne an der Sprint ist, dass die 5 LEDs keinen schmalen, sehr hellen Leuchtkegel erzeugen, sondern die Wand weiträumig ausleuchten. So lassen sich auch Felswände bis zu einer gewissen Höhe (geschätzt 25m) weiträumig und gut ausleuchten (Lampe dazu einfach an einem Baum oder ähnlichem befestigen). So kann mit einer zusätzlichen kleinen Stirnlampe geklettert werden und man hat trotzdem immer den gesamten Routenverlauf im Auge. Übertragen auf das Bouldern lassen sich meiner Einschätzung nach auch relativ große Boulder mit der Silva Sprint gut im Dunklen ziehen.

Dieses kleine Beispiel lässt schnell klar werden: die Silva kann überall dort punkten wo es nicht auf punktuelle Helligkeit ankommt sondern auf möglichst breite Ausleuchtung. So kommen viele weitere Anwendungsgebiete, wie z.B. Mountainbiken, Skitouren, Trailrunning oder ähnlich Sportarten in Betracht, bei denen es auf eine breite Ausleuchtung der Umgebung ankommt.

Die Eckdaten

Die Stirnlampe wirkt durchweg gut verarbeitet und macht direkt beim Anblick des Verpackungskartons einen hochwertigen Eindruck. Der Leuchtwinkel lässt sich einfach verstellen, wobei die Stirnlampe nach dem Einstellen die Position zuverlässig hält. Das Kopfteil der Silva ist gut gepolstert, sitzt stabil und ist mit 198g inklusive Lampe nicht zu schwer. Befestigt man jedoch den Akku mit seinen knapp 300g zusätzlich am Kopfteil spürt man die Lampe eindeutig, so dass ich nach Möglichkeit den Akku immer im Rucksack oder ähnlichem verstauen würde.

Blumen gießen mit der Silva

Blumen gießen mit der Silva

Die Lampe ist nach DIN IPX6 – Norm gegen starkes Strahlwasser (Überflutung geschützt). Zum Testen haben wir die Lampe mit zum Blumengießen genommen und einige Liter Wasser bei eingeschalteter Lampe drüber laufen lassen (siehe Bild): die Silva Sprint „schluckt“ das Wasser ohne Probleme.

Was die Akkulaufzeit betrifft wird diese bei voller Leistung mit 2,5 Stunden angeben. Ich habe heute den Schreibtisch-Test gemacht und sie frisch geladen, bei 22°C Umgebungstemperatur auf voller Leistung im Dauerbetrieb laufen lassen. Mittlerweile läuft die Silva seit über 7 Stunden. Da die Lampe mit einem Li-Ionen Akku betrieben wird dürfte sich die Leistung bei niedrigen Temperaturen verringern. Mit 2,5 Stunden sollte Silva aber auf keinen Fall zu hoch gestapelt haben. Die Leuchtweite ist mit 140 Metern beeindruckend.

Die Silva Sprint gibt es in der Basisversion mit Akku, Ladegerät und Kopfteil. Bei der Silva Sprint Plus Variante liegt zudem noch eine Bike- und Helmbefestigung mit bei.

Fazit

Die Silva Sprint setzt neue Maßstäbe und erleichtert das Ausüben vieler Bergsportarten auch bei Dunkelheit. So lassen sich genau wie beim Klettern/Bouldern sicherlich auch für andere Sportarten wie Mountainbiken, Trailrunning, Hochtouren, Skitouren oder Langlauf verschiedene Möglichkeiten erdenken. Mit knapp 400 Euro stellt sich dann nur noch die Frage ob es einem der Spaß wert ist – ein Kandidat für das Gear of the Week ist sie allemal.

Du hast auch einen Vorschlag? Dann her damit!

 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Jörn sagte am 29. November 2013 um 15:05 Uhr

    Könnte die deutlich längere Laufzeit daran liegen, dass die Lampe automatisch runterregelt, da sie sonst überhitzen würde?
    Die meisten dieser hellen high end Lampen machen dies – und ohne Fahrtwind bei Zimmertemeperatur dürfte der Punkt recht schnell erreicht sein.
    Als Laufzeittest taugt diese Versuchsanordnung daher eher nicht. Vielleicht probiert Ihr das ganze nochmal aus mit Ventilator, im Kühlschrank oder am Fahrrad?

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