Gear of the Week: Omega Pacific – Link Cam – Klemmgerät

7. Januar 2013

Kategorie

Sportart

Ein Stück Ingenieurskunst

Ein Stück Ingenieurskunst

Klettern mit mobilen Sicherungsmitteln gehört zu den puristischsten Spielformen die dieser Sport zu bieten hat. Der Bedarf an vernünftigen Möglichkeiten zur mobilen Absicherung hat die verschiedensten Formen an Gerätschaften hervorgebracht.

Eines der raffiniertesten mobilen Sicherungsmittel möchten wir Euch in diesem Gear of the Week vorstellen: die Link Cams von Omega Pacific.

Die Omega Pacific Link Cams bieten jede Menge Spielraum

Das Besondere am Link Cam im Vergleich zu seinen Artverwandten ist der große Abdeckungsbereich der sich mit einem einzelnen Link Cam abdecken lässt. Dieser wird durch die Aufteilung des Cams in drei Segmente erreicht, die beim Öffnen „aufgezogen“ werden (siehe Abbildung). Diese drei Segmente stellen im Prinzip für sich je eine einzelne Camgröße dar.

Verschiedene

Verschiedene "Öffnungsstufen" beim Link Cam

So deckt der 1.0er Link Cam beispielswiese eine Rissbreite von 21,1-53,3mm ab – für die Abdeckung bräuchte es drei verschiedene Black Diamond Camalots C4 (in den Größen 0,5 + 0,75 + 1). Dies bedeutet leider nicht, dass Ihr mit einer deutlich geringeren Anzahl an Friends auskommt, schließlich wollt Ihr ja alle paar Meter eine Zwischensicherung legen. Dennoch bietet das System einige Vorteile:

  • Der Crux Cam: Wenn es mal schnell gehen muss, wird der Link Cam gegriffen. Durch die hohe Spannweitenabdeckung ist ein „Fehlgriff“ unwahrscheinlich(er). Legen – weiter geht’s.
  • Der Notfall Cam: Auch hier spielt der Zeitfaktor eine große Rolle. Läuft die Nähmaschine bereits auf vollen Touren muss der richtige Cam her, sofort.
  • Der „Ich weiß nicht was auf mich zukommt Cam“: Meist werden die benötigten Cam-Größen im Topo angegeben. Sind keine Informationen vorhanden oder macht man sich in unbekanntem Gelände auf den Weg, wird man oft nicht drum herum kommen auch Material mitzunehmen, von dem man nicht sicher weiß, ob man es benötigt. Mit den Link Cams kann man hier etwas einsparen.
  • Der Zusatzjoker Cam: In Gebieten die mehr schlecht als recht abgesichert sind, hat man mit wenigen der Link Cams eine gute Reserve.

Die Kehrseite der Medaille

Drei Segmente bedeuten natürlich auch einiges mehr an Gewicht, was bedeutet, dass ein Link Cam um die 30% (je nach Vergleichsmodell) schwerer ist als andere Friends & Camalots. Zudem erlauben sie mehr Spielraum für falsche Placements.

Fazit

Vier für alle Fälle

Vier für alle Fälle

Die Link Cams ersetzen kein herkömmliches Friend-Set, erleichtern aber im entscheidenden Moment die Auswahl der richtigen Größe. Zudem bieten sie mehr Spielraum bei der Zusammenstellung des Racks vor dem Einstieg und können so für bessere Übersicht und weniger Gewicht am Gurt sorgen.

Ob man ihn nun wirklich jeder braucht sei dahin gestellt, klar ist – man bekommt ein schönes Stück Ingenieurskunst aus feinstem Stahl und Aluminium.

Größenübersicht

LinkCamSpannweite in mmBruchwert in kNGewichtLänge in mmFarbe
0.513,5 – 35895 g– –Lila
0.7517,8 -44,510113 g– –Grün
1.021,1 – 53,314182 g171Rot
2.025,4 – 6414212 g191Gold

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hermann Buhl sagte am 25. Oktober 2016 um 12:30 Uhr

    Habe den Jocker schon seit einigen Jaheren und er hat mir sehr gute Dienste geleistet. Er war immer sehr hilfreich beim Standplatzbau.
    Doch vor eineigen Tagen habe ich festgestellt dass die Kabelzüge vom Trigger ausfranseln und abreißen. Die Sicherheitsfunktion wird aufgrund dieser Verschleißteile nicht beeinträchtigt (also gut konstruiert). Dennoch wäre es super wenn es hierfür Ersatzteile gäbe.

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