Gear of the Week: Elephant Slacklines blueWing

17. Juni 2013

Kategorie

Sportart

blueWing Slackline von Elephant
blueWing Slackline von Elephant

Slacklines gibt es viele auf der Markt – Sebastian aus dem Bergfreunde.de-Marketing hat eine nennenswerte Zahl davon bereits ausgetestet.

Warum die blueWing von Elephant Slacklines eines seiner drei liebsten Slacklines-Sets ist, verrät er in diesem Gear of the Week.

Die Slackline als vergnügliches Trainingsgerät

Auf der Slackline findet man mich, wenn die Finger vom Klettertag noch arg geschunden sind, kein Kletterpartner greifbar ist oder wenn ich auf das nächste Würstchen vom Grill warte. Glück dabei: Slacken ist eine gute Ergänzung zum Klettern. Schließlich schult man die koordinativen Fähigkeiten des eigenen Körpers und trainiert weite Teile der Stabilisationsmuskulatur. Das ständige Balancieren fordert insbesondere die Tiefenmuskulatur in Beinen und Rumpf. Aber auch Arme, Schultern und der obere Rücken werden gefordert und damit gekräftigt. All das kann ein Kletterer ja irgendwie brauchen.

Und das er seine Balancefertigkeiten schult ja ohnehin. Ganz subjektiv habe ich das Gefühl, dass ich auf schmalen Leisten noch relaxter stehe, wenn ich in der Saison schon ein paar Tage auf der Slackline tanzte. Ach ja, und die ganze Sache mit den wippenden Bändern macht halt einfach auch Laune!

 

Elephant Slacklines BlueWing – eine der drei liebsten

Auf der Suche nach einer passenden Slackline hat sich bei mir schon eine ganze Reihe von Bändern angesammelt. Zu meinen drei liebsten zählen die Mountain Equipment Passion (guter Allrounder mit kleine Packmaß – immer im Kofferraum), die kürzeren SlackTivity Sets von Slackline Tools (Dynamik ohne Ende auch bei kürzeren Lines) und seit vergangenem Jahr definitiv auch die blueWing von Elephant Slacklines. Überzeugt haben mich das Band und das man die blueWing auch bei über 20 Metern noch einfach aufbauen kann…

Das Spannsystem der BlueWing: da geht was!

Lieferumfang

Lieferumfang

Das Spannsystem der BlueWing basiert auf einer Langhebelratsche, die Ihren Namen wahrlich verdient hat. Mit kräftigen Zähnen in Doppelreihen und einer laaaangen Ratsche wird das Band gestrafft und nach der Slackline-Runde auch wieder entspannt. Auch bei Bandlängen von über 20 Metern funktioniert das noch gut und mit vertretbarem Kraftaufwand. Der Aufbau gelingt so auch alleine in nur wenigen Minuten und ohne aufwändige Flaschenzug-Konstruktionen.

Für das 25 Meter Set gibt es damit 10 von 10 Punkten für das Spannsystem – es ist alles einfach und einfach alles so wie es sein soll.

Einfache Anschlagpunkte

Die Anschlagpunkte hat Elephant Slackline recht einfach umgesetzt: zwei aus dem Industrieumfeld bekannte Schlingen werden um Bäume geschlungen. Verbunden wird das ganze Set dann über jeweils einen Stahlschäkel, der vor dem ersten Einsatz kurz auf scharfe Kanten untersucht werden sollte.

Hilfreiches Detail: die im Lieferumfang beiliegenden Baumschoner haben lange Klettschlaufen. Mit diesen können die Anschlagschlingen zunächst in der richtigen Höhe fixiert werden, was den Aufbau deutlich erleichtert.

In Summe ergibt sich ein funktionales und stabiles Fixpunkt-System. Allerdings: so ausgepufft wie beispielsweise das von Mountain Equipment ist es nicht und wenn der Baum einen ungünstigen Umfang hat, dann kann die Ratsche schon mal ein paar Zentimeter mehr vom Baum entfernt umherwackeln.

Alles in allem also ein brauchbares System, das allerdings noch Luft nach oben hat: 5 von 10 Punkte.

Der Slackline-Band: traumhaftes Herzstück

Tolles Band!

Tolles Band!

Elephant Slacklines ist ein Tochterunternehmen einer schwäbischen Bandweberei. Dementsprechend darf man hier auch einiges erwarten. Noch viel Besser: man wird nicht enttäuscht!

Das 25 Meter lange Band ist 25mm breit und hat eine Dehnung von 3,6% (bei 7kN) bzw. 7,2% (bei 15kN). Soweit die technischen Daten. In der Praxis ergibt ein Band, das sich weicher als das ME-Passion-Band aber nicht ganz so weich wie die Slackline-Tools-Bänder anfühlt. Für mich auf dieser Länge ein sehr angenehmer Flex wenn man darauf gehen, surfen und nicht wirklich spektakulär springen will.

Extrapunkte gibt es für das „Wippverhalten“ der blueWing: auch wenn man die Slackline weiter durchdrückt gibt es keinen Punkt an dem sie schlagartig „hart“ wird – also nicht mehr so dynamsich nachgibt wie zuvor.

Weitere Extrapunkte: die Schlaufe für den Fixpunkt wurde ordentlich verstärkt und das Band hat einen schwarzen, weichen Rand. Dass es keine Gummierung gibt ist ziemlich egal – ich bin sowohl barfuß als auch mit Schuhen nie wirklich gerutscht.

Das ergibt gibt: die volle Punktzahl für ein Band, das fortgeschrittenen Slacklinern richtig Freude macht!

Das Slackline-Set als Ganzes

Set-Beschreibung

Set-Beschreibung

Eines vorneweg: das Set wiegt solide 5 Kilo wenn man es im mitgelieferten, einfachen Tragebeutel umherträgt. An der ein oder anderen Stelle hätten die Macher noch auf kleine Details und Schönheiten achten können – funktional ist aber alles.

In Summe ist das Set seine 114,95€ wert und für fortgeschrittene Slackliner die sich bei Slacklines von über 20 Metern nicht mit komplizierten Flaschenzügen befasse wollen eine wirklich gute Wahl. Ich habe es nun seit über einem Jahr regelmäßig im Einsatz und habe mit der blueWing eine langlebige Slackline die fast immer mit dabei ist!

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