Gear of the Week: Deuter ACT Trail

23. Februar 2016

Kategorie

Sportart

Vielseitig und zäh wie Juchtenleder

Vielseitig und zäh – der Deuter ATC Trail

Der Rucksack gehört zu den Teilen der Ausrüstung, die mit darüber entscheiden ob man sich stundenlang quält oder die sprichwörtliche Last sich leicht schultern lässt. Entsprechend bedacht sollte man seine Wahl treffen.

Mit dem Tagestourenrucksack Deuter ACT Trail 24 habe ich mein Schweizer Taschenmesser unter den Daypacks gefunden und bin seit Jahren zufrieden damit unterwegs.

Meine Anforderungen an den Rucksack

Typisch: Rucksack runter, Kamera raus...

Typisch: Rucksack runter, Kamera raus…

Als ich mich auf der Suche nach einem Tagesrucksack macht, überlegte ich mir eine Reihe von Dingen und vor allem was mein Rucksack können sollte. Schnell war klar, dass es kein Ultralight-Modell werden könnte: mein Hobby in den Bergen zu fotografieren führt dazu, dass ich „gerne“ mal alleine eine Fotoausrüstung mit mehreren Kilo Gewicht schultere. Ein Fotorucksack sollte es dennoch nicht werden, da diese i.d.R. nicht die gewünschte Funktionalität mitbringen. Außerdem gehe ich ja in die Berge…

Außerdem wollte ich vor alle, dass möglichst viele der folgenden Punkte erfüllt sind:

  • Ein Rücken- / Belüftungssystem, dass den Rucksack nahe am Körper platziert.
  • Der Zugriff auf den Rucksackinhalt sollte nicht zu umständlich sein.
  • Ein Volumen von etwa 22 bis 28 Litern.
  • Einige kleine Taschen in denen Krimskrams Platz findet.
  • Möglichst ein Vorrichtung für ein Trinksystem, das ich bisweilen gerne verwende.
  • Gute Einstellmöglichkeiten für eine möglichst individuelle Lastenverteilung.

Deuter ACT Trail – der Allrounder für den Berg und mehr

Deuter Air Contact

Deuter Air Contact

Seit über drei Jahren begleitet mich nun mein „Deuter ACT Trail 24“ bei zahlreichen Touren verschiedener Art. Er hatte mich zunächst durch sein Aircontact Rückensystem überzeugt. Dieses hält den Rucksack nahe am Körper. So wird verhindert, dass dieser bei ruckartigen Bewegungen umschlägt und mich zusätzlich aus dem Gleichgewicht bringt. Typischerweise kommt das System bei Touren- und Kletterrucksäcken zum Einsatz.

Einsatzbereich und Einstellmöglichkeiten

Leichtes Klettern ist kein Problem

Leichtes Klettern ist kein Problem

Wandern und Bergtouren sind laut Deuter der angestammte Einsatzbereich des ACT Trail. Ich war mit meinem jedoch auch schon in anspruchsvollen Klettersteigen unterwegs und habe mit vollgepackt Rucksack Kletterpassagen in den unteren Schwierigkeitsgraden gemeistert. Braucht man im Rumpf mal mehr Beweglichkeit, z.B. beim Klettern, lockere ich einfach den Hüftgurt ein wenig.

Überhaupt sind die Einstellmöglichkeiten des Rucksacks üppig. Üblich ist die Längeneinstellung der Schulterträger und des Hüftgurtes. Weiter gibt es daran jeweils noch Riemen (1), die es erlauben den Rucksack eher locker oder richtig fest an den Buckel zu „knallen“. So kann man die Lasten optimal verteilen und hat auch Einfluss wie steif der Rucksack ist.

Platzangebot und Aufteilung

Features des Deuter ACT Trail

Features des Deuter ACT Trail

Die zwei Taschen im Rucksackdeckel (eine oben auf, eine innen) und die Seitentasche links (3) nehmen gerne wichtige Kleinigkeiten wie Müsliriegel oder die Stirnlampe auf. Im seitlichen Netz kann der Apfel frische Luft schnuppern oder eine Wasserflasche das Bergpanorama genießen. In der keinen Tasche am Hüftgurt finden sich bei mir i.d.R. eine weitere Speicherkarte und ein Ersatzakku für die Kamera. Muss ein Helm mit, dann passt dieser in das große Netzfach auf der Front (5) – sieht dann zwar aus als würde der Rucksack Nachwuchs bekommen – dafür baumelt der Helm nicht nervig umher. Unnötig zu sagen, dass auch Eispickel oder Wanderstöcke am Rucksack befestigt werden können, oder?

Fertig für die Foto- und Hüttentour

Fertig für die Foto- und Hüttentour

Wie das nebenstehende Bild beweisen soll: ich habe es geschafft alles für eine viertägige Hüttentour in den 24-Liter Rucksack zu packen – neben einer Spiegelreflexkamera und zwei Objektiven sowie einem Gorillapod-Stativ. Hat man mal weniger Gepäck, kann man das Volumen des Rucksacks mit den Kompressionsriemen (2) reduzieren.

Der Clou des Rucksacks: ein zweiter Reißverschluss

Wirklich überzeugt hat mich der zweite Reißverschluss, den Deuter auf der Frontseite des ACT Trail Rucksacks verbaut (4). Dieser ermöglicht es, das man auch unten an das Hauptfach kommen kann. Vorbei ist damit die Zeit in der man von oben kommend alles durchwühlen muss, weil man die Last optimal verteilt hat. In der Praxis kann man beispielsweise endlich die vermutlich nicht benötigte Regenkleidung unten reinpacken…kommt aber im Bedarfsfall dennoch schnell dran.

Doch nicht nur der Zugriff auf den Inhalt wird bedeutend verbessert und schneller – auch beim packen tut man sich damit leichter.

Viele zufriedene Anwender der Deuter ACT Trail Rucksack-Familie…

Unterwegs im Lechtal

Unterwegs im Lechtal

In den vergangenen Jahren habe ich den ACT Trail wiederholt an Bekannte und Freunde weiterempfohlen. Diese verwenden teilweise eine andere der zahlreichen Varianten, beispielsweise höhere Volumen oder auch die kürzere SL-Version.

Auch die Bewertungen bei uns im Shop sind durchwegs positiv. Aktuell werden durchgehend alle fünf möglichen Sterne vergeben. Auch in der Zeitschrift „Alpin“ wurde der Rucksack bereits mit dem „Alpin Tipp“ ausgezeichnet. Das Feedback ist also durchwegs gleich: zufriedene Berggänger und anerkennende Worte für den Daypack von Deuter.

…ich bin einer davon

Unterwegs mit dem ACT Trail 24

Unterwegs mit dem ACT Trail 24

Und ich kann mich nur in die Reihe der Gratulanten einreihen – die vielen funktionalen Details überzeugen einfach. Der Rucksack meiner Wahl für fast alles ist damit der Deuter ACT Trail. Er wurde quasi zu meinem Standardbegleiter. Das im übrigen macht ihm wenig aus: die drei Jahre sind ihm nur wenig anzusehen…obwohl ich nicht für übertrieben pfleglichen Umgang mit Ausrüstung bekannt bin.

Fotos: Siggi & Sebastian

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Nicole sagte am 13. November 2011 um 15:57 Uhr

    stimmt! Nutze seit 2 Jahren die 20 Liter SL Version und bin rundum zufrieden. Wetterschutz, Trinksystem, Klettersteigset und vieles mehr auch in der kleineren Version kein Problem unter zu bringen. Helm lässt sich super und v.a. schnell greifbar vorne verstauen, wofür ich schon dankbar war. Wer sich etwas beschränkt und gut packt, schafft damit auch ne kleine Mehrtagestour. Vor allem das AC System ist immer wieder super. Leider fehlt bei der kleineren Version die praktische Hüfttasche, da der Hüftgurt über keine Polsterung verfügt (netzartig). Wegen letzterem habe ich vor dem Kauf gezögert. Ist aber in der Praxis kein Problem, wegen der insgesamt guten tragfähigkeit. So begleitet mich mein Act 20 auch im Alltag auf dem Rad und zum Sport.

  2. Haifisch sagte am 18. Februar 2015 um 20:09 Uhr

    moin moin,
    genau so etwas in der Richtung hab ich gesucht! touren mit Fotoausrüstung! jetzt würde mich interessieren welche Kamera und objektive verstaut wurden!?
    ich brauch platz für eine canon 5d mit akkugriff, dem 24-105mm4L und dem 70-200mm2.8L!!

    z.b. der richtig als fotowanderucksack von jack wolfskin ist für mein equipment leider zu klein :/

    mfg
    m

  3. Wiebke sagte am 19. Februar 2015 um 10:00 Uhr

    Hallo Mike,

    hm, bin jetzt nicht so die Foto-Spezialistin, aber schau doch am besten selber mal auf unsere Seite mit den Fotorucksäckenhttp://www.bergfreunde.de/fotorucksaecke/, vielleicht wirst Du fündig? Oder melde Dich einfach bei unserem Kundenservice, die können Dir noch mehr zu den einzelnen Modellen sagen. Lieben Gruß, Wiebke

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