Gear of the Week – Crux II Crashpad

22. April 2013

Kategorie

Sportart

Das Crux II von Edelrid

Das Crux II von Edelrid

Es gibt sie in klein, groß, dünn und etwas dicker. Aber egal in welcher Größe, getragen sehen sie von hinten meistens ziemlich lustig aus. Die Rede ist von Crashpads, der Knöchelversicherung für Boulderer.

Bergfreund Gernot erklärt diese Woche in seinem Gear of the Week, warum das Crux II von Edelrid für ihn das einzig Wahre ist.

Runter kommen sie alle.

Die Landebahn in Aktion

Die Landebahn in Aktion

„Gleich geschafft… nur noch die zweite Schlüsselstelle, eine schlechte Leiste… kein Tritt weit und breit… das heißt dann wohl dynamisch hin schnappen… 3 Meter über der Erde… das ist weit… vor allem weil ich nicht sicher bin ob das Pad richtig liegt… die Finger machen langsam auf… los jetzt… oder doch beim nächsten Versuch… kommt schon, hör auf zu denken… mach es… oder besser doch nicht…„

… und ehe man sich versieht, sitzt man schon wieder am Boden und ärgert sich, dass man den Kopf nicht frei machen konnte.

Zwar lässt sich mentale Stärke leider nicht kaufen, doch kann man seinen Geist durchaus beruhigen, wenn man die richtige Hardware in Form einer „Landebahn“ unter sich liegen hat, die man auf Grund der Größe kaum verfehlen kann.

Was ist ALT, was ist NEU?

Das CRUX II unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum vom Vorgänger, doch wenn man genauer hin sieht erkannt man die Liebe im Detail.

Die Familie

Die Familie "geöffnet"

Alt und bewährt sind zuerst einmal die enormen Maße. 210cm x 115cm x 10cm bringt diese Bouldermatte auf das Maßband, somit ist es das größte Pad weit und breit. Für die Zahlenfreaks unter Euch, das sind 2,415m² Landefläche. Ein ähnlich teures Crashpad schafft es beispielsweise gerade mal auf ~1,2m² – 1,7m². Ein klarer Sieg für das CRUX II.

Vertretbare 8,4kg wiegt die Matte und sie kommt im geschlossenen Zustand auf ca. 75cm x 115cm x 30cm.

Ebenfalls nicht geändert wurde das Design. Es strahlt im gewohnten EDELRID-Neongrün und hat den bewährten „e“- Fußabstreifer in der Mitte platziert.

Die robuste Außenhülle besteht aus Ballistic Nylon, was die Matte extrem widerstandsfähig und wasserabweisend macht.

Das nenn ich mal ein Tragesystem

Das nenn ich mal ein Tragesystem

Auch die Füllung schmeckt noch immer lecker, denn es kommen 4 Lagen Schaumstoff mit 3 unterschiedlichen Härtegraden zum Einsatz. Eine bewährte Mischung, die selbst hohe Stürze optimal abfängt und die dabei auftretende Energie sehr gut in das gesamte Pad überträgt.

Zu den Erneuerungen gehört das Tragesystem, welches total überarbeitet wurde. So kann man jetzt wie bei einem teuren Alpinrucksack die Schulterschlaufen, sowie die Beckenschlaufe individuell in der Höhe anpassen. Eine feine Sache!

Ebenfalls überarbeitet wurden die Aluschnallen. Diese waren zwar schon bei den anderen Modellen nahezu unzerstörbar, die Neuauflage wirkt allerdings noch robuster und stabiler. Und auch ein bisschen hübscher.

Klappe zu, Affe tot.

Die Familie im geschlossenen Zustand

Die Familie im geschlossenen Zustand

Das Öffnen und Schließen funktioniert problemlos und sehr leichtgängig. Die Gurte lassen sich sehr leicht stramm ziehen bzw. wieder lösen, die Aluschnallen sind angenehm abgerundet und passen perfekt in die dafür vorgesehenen Ösen. Da gibt es kein ärgern oder hängen bleiben. Lediglich der Reißverschluss am unteren Teil der Matte (welcher zwar perfekt verarbeitet ist und auch nach unzähligem öffnen/schließen noch immer einwandfrei funktioniert) kann hin und wieder ein bisschen für Frust sorgen, wenn man das Pad vorher mit Zeugs voll stopft und dann erst den Reißverschluss schließen will. Mein Tipp: Zuerst Reißverschluss schließen, dann Schuhe, Chalk Bag, Bürste, Tape etc. rein geben.

Die kleinen Brüder ganz groß.

Nicht nur das CRUX wurde auf das zweite Level gehoben, auch die „kleinen“ Brüder DEADPOINT und MANTLE gibt es nun mit der hübschen Zwei hinten dran. Gleiche Schaumstoffmischung, Gleiches Tragesystem, Gleiche Qualität, nur eben ein bisschen kleiner.

Das DEADPOINT II kommt auf 140cm x 115cm x 10cm, das MANTLE II auf 120cm x 115cm x 10cm. Der Unterschied zwischen den zw

ei Brüdern liegt auch hier im Detail.

Das DEADPOINT II vertraut wie das CRUX II auf die Taco-Konstruktion, das heißt es hat keine Falz in der Mitte des Pads, die zu einem Umknicken des Knöchels führen könnte.

Das MANTLE II hingegen hat die klassische Faltkonstruktion. Die zwei Hälften lassen sich auseinander zippen, wodurch man das Pad auf ein Maß von 230cm x 60cm x 10cm umbauen kann. Ideal für Traversen oder als gemütliche Isomatte.

Als kleine Überraschung bekommt man beim Kauf eines Deadpoint oder Mantle das EDELRID SIT-START als Geschenk dazu. Dieser kleine Flitzer ist 100cm x 55cm x 5cm groß, 1,6kg schwer und perfekt für knifflige Sitzstarts. Die zwei unterschiedlich harten Schaumstofflagen federn überraschend gut und bieten somit zuverlässigen Schutz für den Allerwertesten, wenn der Einstieg wiedereinmal schwieriger ist als erwartet. Natürlich findet auch bei diesem Pad der altgewohnte Fußabstreifer seinen Platz, alleine deswegen schon fast ein „Must-Have“.

Fazit

EDELRID hat es geschafft ein bereits perfektes Crashpad noch perfekter zu machen. Kein anderes Pad auf dem Markt bietet solch ein Preis/Leistungsverhältnis und so eine gute Verarbeitung.

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