Gear of the Week – Camelbak Octane XCT Trinkrucksack

8. April 2013

Kategorie

Sportart

Camelbak Octane XCT Trinkrucksack

Camelbak Octane XCT Trinkrucksack

Ich glaube es war ein mir bekannter Blogger, der mal schrieb: „Da gab es jemanden, der ist gerne gelaufen und ist dann, während seiner Laufrunde, einfach mal nach links abgebogen und hat den befestigten Weg verlassen.“ Mir scheint, das passiert immer häufiger und inzwischen haben die Trailrunner sogar ihre festen unbefestigten Wege.

Das Gear of the Week kommt diese Woche auch von einem Trailrunner. Bergfreund Jörn beschreibt darin, warum ein Rucksack für einen Trailrunner wie ein Rad für einen Biker ist.

Was gehört zu einem Trailrunner, wie das Fahrrad zum Biker? Wer jetzt an Schuhe denkt, liegt falsch. Dafür habe ich schon genug Verrückte Barfuß über die Berge flitzen sehen. Es ist vielmehr der Laufrucksack. Es dauert ein bisschen, bis man den Richtigen für sich entdeckt hat. Auf meinen Touren begleitet mich seit letztem Frühjahr der Octane XCT aus dem Hause Camelbak. Wie und warum der Rucksack mich noch immer begeistert erfahrt ihr hier…

Was muss ein Laufrucksack können?

Schnee ist keine Ausrede

Schnee ist keine Ausrede

Der Reiz beim Trailrunnning ist sicher, die unberührte Natur und malerische Landschaften zu erkunden und zu genießen. Dieser Reiz ist aber auch gleichzeitig das Dilemma. Gerade in Hochgebirgsregionen, kommt es gerne mal zu Wetterumschwüngen, aber auch Touren durch die heimischen Wälder sind nicht gerade ungefährlich. Einmal richtig umknicken auf den Trampelpfaden und der Lauf ist dahin. Gut wenn man dann zusätzliches Equipment dabei hat.

Hier kommt der Laufrucksack ins Spiel. Er sollte natürlich in erster Linie leicht sein und gut sitzen. Mit 20 kg Gepäck wird es relativ ungemütlich. Trotzdem sollte der Rucksack genügend Stauraum für das nötigste bieten – Erste-Hilfe-Set, genügend Flüssigkeit, eventuell zusätzliche Kleidung und natürlich Essen.

Was kann der Octane?

Die nackten Daten sehen wie folgt aus: Drei Liter Packvolumen und eine drei Liter Trinkblase. Genug Flüssigkeit ist also in jedem Fall vorhanden. Mit seinen knapp 320g (ungefüllt) ist er ein echtes Leichtgewicht und zudem noch wasserabweisend (PU-Beschichtung mit 1000mm Wassersäule). Der Rest der Ausrüstung wird am gesamten Rucksack angebracht, denn die drei Liter Packmaß sind auf verschiedene Taschen verteilt.

Über der Trinkblase, sowie an den Seitenflossen finden sich Fächer, in denen Erste-Hilfe-Set, Kamera und sonstiger Kleinkram Platz finden. Außerdem befindet sich am Rucksack ein System aus elastischen Schnüren, das zum Befestigen von Wechselbekleidung gedacht ist. Bei nicht prall gefüllter Trinkblase, kann man Jacke oder Hose aber auch in das Hauptfach des Rucksacks stecken. Der Trinkschlauch kann sowohl über die Schulter gelegt, als auch unter dem Arm hindurch geführt werden.

Wie sitzt der Octane und wie ist die Verarbeitung?

Sitzt, passt und hat Luft

Sitzt, passt und hat Luft

Ganz klassisch wird der Trinkrucksack mit einem Brust- und einem Hüftgurt fixiert. An mir sitzt er gut und er stört mich in der Regel nicht. Nur wenn er wenig gefüllt ist neigt er dazu etwas hin und her zu rutschen, was allerdings keinen Komfortverlust zur Folge hat. Die Flossen legen sich gut um die Taille, sodass man keine Probleme hat, an die dort verstauten Sachen zu kommen. Wenn das Gurtzeug aber richtig festgezurrt ist, merkt man, dass die Druckverteilung doch recht stark auf dem Bauch erfolgt, weshalb ich den Hüftgurt meist locker sitzen habe.

Der Rucksack sieht auch nach fast einem Jahr noch aus wie neu und ich habe bisher keine Mängel feststellen können. Die Reinigung der Trinkblase ist etwas umständlich, aber damit muss man rechnen. Das Reservoir mit heißem Wasser und Backpulver etwa 30 Minuten einweichen lassen und danach wieder mit heißem Wasser auswaschen. Dann kann man mit einer alten Zahnbürste noch die Ecke reinigen. Anschließend sollte die Trinkblase über Nacht trocknen.

Kleine Details und alternative Verwendung

Am linken Schultergurt ist eine Notfallpfeife angebracht, mit der man in Notsituationen auf sich aufmerksam machen kann. Ein Stück darunter befindet sich eine kleine Tasche, in der man Verpflegung wie Kohlenhydrat-Gels oder –Riegel verstauen kann, die schnell zugänglich sein sollen. Der Bite-and-Sip-Verschluss (dt. „beißen und trinken“) des Trinkschlauchs kann mit einem kleinen Schalter verschlossen werden, so dass beim versehentlichen Quetschen keine Flüssigkeit austritt.

Aufgrund seines geringen Gewichts habe ich den Octane auch oft auf Rennrad- oder Mountainbike-Touren dabei. Zum Wandern eignet er sich natürlich gleichermaßen, allerdings nur, wenn man nicht unbedingt ein Pausenbrot einpacken möchte.

Fazit

Ein großes Trinkreservoir und ausreichender Stauraum machen den Octane XTC zu einem verlässlichen Begleiter auf Tagestouren. Für Mehrtagestouren würde ich persönlich ein Modell wählen, dass mehr zusätzlichen Stauraum bietet. Die Verarbeitung ist Top und die zahlreichen Extras haben einen mehr als positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Kleine Abzüge gibt es lediglich beim Bauchgurt, der, wenn er zu stark festgezogen wird, etwas unangenehm auf die Bauchdecke drückt. Das ist allerdings nur nötig, wenn der Rucksack mit wenig Gewicht gefüllt ist, was aber selten vorkommt.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. […] Der Rucksack gehört zum Trailrunner wie der Wanderschuh zum Wanderer. Ohne geht eigentlich gar nichts. Vor allem nicht auf längeren Distanzen. Warum mich der Camelbak Octane begeistert erfahrt ihr beim Gear-of-the-Week-Artikel auf Bergfreunde.de. […]

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