Bergfreunde

Für Bergfreund Johannes geht’s zum Gore-Tex Transalpine Run

12. März 2014

Sportart

test 3

Darf ich vorstellen, Johannes

Die Bergfreunde Johannes und Markus wollen es dieses Jahr wirklich wissen. Sie tun sich die Quälerei an und laufen beim Gore-Tex Transalpine Run mit.

Du willst wissen, wer die beiden sind und was sie dazu bringt innerhalb von 8 Tagen

  • 3 Länder
  • 13.370 Hm im Aufstieg
  • und 293 km Horizontaldistanz

hinter sich zu bringen? Wir haben mal nachgefragt um genau diese Fragen beantwortet zu bekommen:

Johannes, magst Du Dich selber kurz mit drei Sätzen vorstellen?

Moin, ich bin der Johannes. Ich arbeite hier bei den Bergfreunden im Kundenservice und bin mit meinen Kollegen erster Ansprechpartner für die Wehwehchen unserer Kunden. Ich bin knackig junge 32.

Wie lange läufst Du schon?

Sport mach ich eigentlich schon immer. Früher waren das eher Ballsportarten wie Fussball, Tischtennis und Volleyball.

Um bei meinen Bergtouren fit zu sein, hab ich das Laufen angefangen. Zunächst aber nur sporadisch. Seit ca. zweieinhalb Jahren versuche ich das Laufen nun ambitionierter zu betreiben.

Eigentlich hatte ich mal gesagt, ich mache das, bis ich das erste Mal aktiv an einer Siegerehrung teilnehme. Blöd, hab ich nun mit Podiumsplätzen in meiner Alterklasse schon geschafft. Aber seitdem macht’s umso mehr Spaß.

Seit letztem Jahr hab ich das Trailrunning dann für mich entdeckt, das nochmal anders fordert als das Laufen auf festen Wegen und Asphalt und so ein bisschen einen Spagat darstellt zwischen meinem Bergsport und der Lauferei. Und ich habe vage gehört, dass beim TAR vornehmlich Trails (neuhochdeutsch für Pfad) zu bewältigen sind.

Bergfreund Johannes im Teide Natinalpark auf Teneriffa

Bergfreund Johannes im Teide Natinalpark auf Teneriffa.
Um 05:20 h ging’s los…

Wie oft trainierst Du in der Regel?

Ich laufe in der Regel fünf bis sechsmal in der Woche mit Wochenkilometern zwischen 70 und 110. Wenn am Wochenende ein Wettkampf ansteht fahr ich das ein wenig runter, um frisch und ausgeruht, dennoch bestens vorbereitet, an den Start zu gehen.

Und ja, meine Frau bekommt mich auch noch zu Gesicht – daher erledige ich lange Läufe schon mal vor der Arbeit – 4:45 Uhr geht’s los, zweieinhalb Stunden und 30 Kilomter später komme ich dann entspannt bei der Arbeit an.

Wichtig ist, dass es Spaß macht – und das macht es defintiv!!

Und jetzt in der Vorbereitung?

In der direkten Vorbereitung für den TAR werden die kurzen Tempoeinheiten, die ich normalerweise zweimal in der Woche für 10 Kilometer Wettkämpfe absolviere, zurück geschraubt.
Dafür laufe ich eher längere Umfänge zwischen 30 und 40 Kilometer.

So kann es dann schon mal vorkommen, dass in manchen Wochen die Wochenkilometerzahl doch nochmal nach oben korrigiert werden muss.

Ich müsste dafür mal noch beantragen, dass meine Mittagspause auf drei Stunden ausgedehnt wird ;-)

Es sind auch Trainingslager in der Allgäuer Alpen geplant. Wir haben zwar die Schwäbische Alb und der Schwarzwald mit herrlichen Trails vor der Haustür aber in den Alpen zu rennen ist schon nochmal ne andere Hausnummer. Daher wird das ein zentraler Punkt in der Vorbereitung.

Was sind Deine Lieblingsdisziplinen?

Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich fühle mich eigentlich in jedem Terrain wohl.

Zu jedem Downhill gehört dazu, sich vorher den Berg hochgequält zu haben. Die Strecke soll sich nicht an den Läufer anpassen, sondern der Läufer muss so gut vorbereitet sein, dass er sich an das Terrain anpassen kann. Das fiel mir schon beim Bergsport recht leicht. Genauso finde ich beim Trailrunning die Vielfalt einfach toll. Aber auf Schotter könnte ich gerne verzichten!!

Wenn Du an den TAR denkst, denkst Du da mehr so „Wow, coole Sache, wann geht es endlich los.“ Oder mehr so. „Ui, Himmel, auf was habe ich mich da eigentlich eingelassen?

Ganz ehrlich: Beides. Ich freue mich wie die Sau auf diese Quälerei. Aber genauso habe ich einen gehörigen Respekt.

Mit Verlaub wird das wohl die größte Herausforderung in meinem Leben. Daher ist es enorm wichtig, sich darauf bestmöglich vorzubereiten und vor allem verletzungsfrei durch zu kommen. Denn es soll ja nicht nur eine Quälerei werden, sondern auch ein Genuss.

Nichtsdestotrotz werden Markus und ich wohl erst merken, worauf wir uns da eingelassen haben, wenn wir mitten drin stecken.

Das gute daran ist ja aber, dass wir dieses Schicksal glaube ich mit 50 % der anderen Teilnehmer teilen – gemeinsam quält es sich halt doch am besten!!

...und um 07:10h genießt aufm Gipfel den Sonnenaufgang!

…um 07:10h genießt er aufm Gipfel den Sonnenaufgang!

Was glaubst Du ist am TAR die größte Herausforderung?

Ich glaube das wichtigste ist, sich die Kräfte gut einzuteilen. Wenn du schon am ersten Tag alle Körner verbrauchst, kommst du die acht Tage nicht durch. Und verletzungsfrei zu bleiben ist auch nicht ganz schlecht.
Momentan ist aber die größte Herausforderung Unterkünfte zu finden – das stellt sich sehr schwer dar. Und Arbeit, Familie und Training unter einen Hut zu bringen ist auch nicht ganz einfach.

Soweit ich weiß, bist Du schon einmal eine Tagesetappe beim TAR mitgelaufen. Wann war das und welche?

Ja, das stimmt. Ich hatte das große Glück, letztes Jahr im Rahmen einer sehr gelungenen Schulung bei GoreTex die zweite Etappe des letztjährigen TAR mitzulaufen. Das war am 1. September, die Etappe führte von Lech am Arlberg nach St. Anton am Arlberg. Ich war sofort angefixt vom Flair um das Rennen. Und die Etappe hat trotz Regen, Blitz, Donner und Hagel enormen Spaß gemacht – für mich war klar, dass ich mal am gesamten Rennen über die acht Etappen mitmachen will. Das musste auch meine Frau einsehen.

Wenn Du schon Deine Frau erwähnst – was hält sie davon?

Sie musste wohl einsehen, dass es kein Halten gibt, nachdem wir die Zusage von Gore über einen Start erhalten haben. Aber ich glaube ganz wohl ist ihr nicht dabei – was ich um ehrlich zu sein auch irgendwie sehr schön finde.

Momentan ist es eher schwierig sie neben dem Training nicht zu vernachlässigen. Wenn dann irgendwann mal „Yvonne“ im Kalender steht sollte ich mir wohl Gedanken machen ;-)

Jetzt mal ganz ehrlich, so ein Rennen kann doch keinen Spaß machen, oder?

Doch. Aber frag mich das am 07. September noch mal ;-)

Vielen Dank Johannes! Ich geh‘ mal los und schau, ob ich Markus finde. Ich bin gespannt, was ihn antreibt beim Gore-Tex Transalpine Rum mitzumachen.

In ein paar Tagen schreib ich Euch, was er mir erzählt hat!

Aber auch danach werden wir unsere beiden Kollegen Johannes und Markus mit einer Serie hier im Blog begleiten und regelmäßig über die Vorbereitungen berichten. Falls Du Fragen an die beiden hast => Ab damit ins Kommentarfeld!

 

 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Dennis sagte am 12. März 2014 um 14:07 Uhr

    Tolles Interview! Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen!

Andere Bergfreunde freuen sich auf deinen Kommentar