Fjällräven Bergtagen im Test

Fjällräven: Der neuen Bergtagen-Kollektion auf den Zahn gefühlt

24. Oktober 2017

Kategorie

Sportart

Bergtagen ist ein alter schwedischer Ausdruck der Menschen beschreibt, die von den Bergen „genommen“ und von ihnen in besonderem Maße verändert wurden. Verzaubert, wenn man es so will. Das hat wohl jeder von uns schon mal so oder so ähnlich erlebt. Fjällräven hat diesen alten Begriff nun wieder herausgekramt und seine neue Bergsteiger-Kollektion danach benannt. Treffender geht es wohl nicht.

Fjällräven Bergtagen im Test

Bombi testet im hohen Norden die Bergtagen-Kollektion.

Bergfreund Benedikt Bombeiter – intern nur „Bombi“ genannt – hatte die einmalige Gelegenheit, die neuen Sachen zu testen und durfte ein verlängertes Wochenende in der schwedischen Wildnis verbringen. Wir haben ihn zum Interview gebeten und wollten wissen, wie es war und was er zur Bergtagen-Serie zu sagen hat.

Bombi, du hattest das Vergnügen, bereits im Mai zusammen mit zwölf anderen Outdoor-Enthusiasten die neue Bergtagen-Kollektion von Fjällräven testen zu dürfen. Wie genau lief das ab?

Nachdem die Einladung bei mir im Postfach landete, war relativ schnell klar, dass ich da hin muss. Ein verlängertes Wochenende in der Abisko-Region in Schweden mit Skitouren, gutem Essen und einem exklusiven Vorabblick auf die neue Fjällräven-Kollektion konnte ich mir schwer verkneifen.

Fjällräven Bergtagen im Test

So lässt es sich aushalten.

Von der Abisko Mountain Lodge ging es per Hubschrauber zur Nallo-Hütte am Kebnekaise. Die Hütte ist eine klassische Wanderhütte mit Winterraum und liegt am bekannten Fernwanderweg Kungsleden. Dort mussten wir erstmal Schnee schmelzen, damit wir die Truppe mit Wasser versorgen konnten. Wir haben den Hubschrauber ausgeladen und uns dann für die erste Tour in Schale geschmissen.

Und wohin ging es?

Da nicht mehr all zu viel Zeit war, sind wir mit Skiern zum nächstgelegenen Gipfel aufgestiegen und abgefahren. Am zweiten Tag waren wir von morgens früh bis spät abends draußen. Wobei das sehr relativ ist, da es um diese Zeit ja nicht wirklich dunkel wird. Wir haben zwei Besteigungen gemacht und dabei eine geniale Abfahrt über 700 Höhenmeter unter die Skier genommen. Am dritten Tag gab es eine weitere kurze Skitour, bevor uns der Helikopter wieder abgeholt hat.

Fjällräven Bergtagen im TestWas ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Beeindruckend war vor allem die pure Einsamkeit. Das kennt man in unseren Breitengerade einfach nicht. In den Alpen trifft man ja doch irgendwann mal jemanden. Hier allerdings ist man ganz für sich alleine – wenn man nicht gerade mit einer großen Gruppe unterwegs ist.

Kurios war außerdem das Wegeschild an der Hütte. Dort war doch tatsächlich Tübingen (Anm. d. Red.: Unser Firmensitz ist quasi direkt bei Tübingen) ausgeschildert. Leider konnte mir niemand sagen, wie es die schwäbische „Metropole“ da rauf geschafft hat.

Jetzt aber zum Eingemachten: Wie hat sich die Bergtagen-Kollektion geschlagen? Welche Produkte durftest du testen?

Sowohl die Hardshell-Produkte (Hose und Jacke), die G-1000-Jacke als auch die Unterwäsche haben den Weg an meinen Körper gefunden und sich in der freien Natur auch ziemlich gut gemacht. Vor allem die Funktionsunterwäsche, die zusammen mit Aclima entwickelt wurde, hat mich ziemlich überzeugt. Aber auch die G-1000-Jacke war eine schöne Abwechslung zu klassischen Softshell-Materialien.

Was genau fandest du gut?

Fjällräven Bergtagen im Test

Schicke Abfahrten. Ein echter Skitourentraum.

Bei der Bergtagen Jacket kommt G-1000-Lite zum Einsatz. Das ist etwas luftiger als das klassische G-1000 und synthetische Softshells, die ich bisher testen durfte. Dadurch hat man einfach mehr Möglichkeiten mit verschiedenen Layern zu arbeiten und kann sich meiner Ansicht nach besser auf die äußeren Gegebeneinheiten einstellen. Das ist aber natürlich nur meine subjektive Wahrnehmung. Weiterer Pluspunkt: Wenn es doch mal zu luftig wird oder mit schlechtem Wetter zu rechnen ist, kann man die Jacke immer noch mit Wachs bearbeiten, was die Jacke stark wasser- und windabweisend macht.

Bei der Unterwäsche merkt man das große Knowhow von Aclima. Die Mesh-Einsätze sind optimal gesetzt und sowohl Atmungsaktivität als auch Tragekomfort haben für mich perfekt gestimmt.

Du bist ja voll des Lobes. Gibt es auch Kritik?

Tatsächlich sind die Sachen ziemlich gut durchdacht. Allerdings fehlt mir zum Beispiel an der Hose ein Riemen am Beinsaum, um die Weite anzupassen. Das sind aber freilich nur Details. Wem das nicht so wichtig ist, kann getrost zugreifen.

Für wen ist die Bergtagen-Kollektion eigentlich genau gedacht?

Fjällräven Bergtagen im Test

Schwedische Hüttenromantik – oder so ähnlich.

Fjällräven richtet sich hier ganz klar an Ski- und Hochtourengeher. Durchdachte Materialauswahl, gute Konstruktion und natürlich auch die Passform sprechen eine deutliche Sprache. Wen es in den Schnee und ins Hochgebirge zieht und wer dazu noch riesen Fan von Fjällräven ist, der ist mit der Bergtagen-Kollektion bestens ausgestattet.

Apropos Material: Wie steht es bei Bergtagen ins Sachen Nachhaltigkeit

Guter und natürlich berechtiger Einwand: Fjällräven ist ja schon seit Jahren als einer der Musterknaben in Sachen Nachhaltigkeit, was unter anderem auch schon von Greenpeace gewürdigt wurde. Bei der Bergtagen-Kollektion setzt sich dieses Thema natürlich nahtlos fort. Verwendet werden Eco-Shell, Re-Wool und das auf Baumwolle basierende G-1000. Allesamt aus recycelten oder ökologisch angebauten Materialien. Das Down-Promise – also das Daunen-Versprechen -von Fjällräven garantiert, dass auch die Federn aus ethisch vertretbaren Quellen stammt und ist zudem zu 100% zurückverfolgbar.

Jetzt aber zur Frage, die mir schon die ganze Zeit unter den Nägeln brennt. Was gab es zu essen?

Fjällräven Bergtagen im Test

Die mehr oder weniger bunte Truppe.

(Lacht) Puh, gute Frage. Das kann ich so ad hoc nicht beantworten. Wir hatten einen Koch dabei, mit dem wir zusammen ziemlich geniale Sachen gezaubert haben. Ich kann mich noch an eine leckere Fischsuppe erinnern und die großartigen Bratwürste sind mir auch im Gedächtnis geblieben.

Wir wollen mal hoffen, dass die Erinnerungslücken nicht auf den ausufernden Konsum von Bier zurückzuführen sind. An dieser Stelle jedenfalls vielen Dank, dass Du uns Rede und Antwort gestanden hast. Man sieht sich an der Kaffeemaschine!

Und wenn Du jetzt richtig Bock auf die neuen Bergtagen-Klamotten bekommen hast, schaust Du am besten gleich mal im Shop vorbei!

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