Peak Performance Brandexperience Hintertux

Die Skisaison ist eröffnet – mit Peak Performance im Zillertal

25. Oktober 2016

Sportart

Peak Performance Brandexperience Hintertux

Foto: Matthias Fend

Auf über 3000 m erstreckt sich der Tuxer Ferner als mächtiges Eisfeld, das an seiner tiefsten Stelle bis zu 120 Meter misst. Zwischen Großem Kaserer (3263 m), Olperer (3476 m) und der Gefrorenen Wand gelegen, eignet sich der Gletscher bei entsprechender Schneelage beinahe ganzjährig als Skigebiet. Durch Bahnen und Lifte erschlossen, bieten sich hier somit schon ganz zu Beginn der Wintersaison beste Voraussetzungen, um ein wenig Powderluft zu schnuppern und das Eis zu küssen. Gründe genug also für die Jungs und Mädels von Peak Performance, die zweiten offiziellen Brand Experience Days erneut in Hintertux im Zillertal zu veranstalten.
Was Bergfreund Jan dort mit den insgesamt 26 Teilnehmern so alles erlebt hat, warum er vom Snowboardfahrer zum Skifahrer konvertiert ist und was sonst noch so alles auf dem Programm stand, berichtet er euch jedoch am besten selbst.

Lawine am Olperer: ein Toter, ein Verletzter

Kurz nach meiner Ankunft am Sonntag den 16.10., höre und sehe ich bereits die ersten Helikopter über dem Hintertuxer Gletscher kreisen. Ich bin direkt vom Parkplatz zur Gondel, mit meinem Snowboard unter dem Arm, und habe die ersten zwei Abfahrten des Jahres mehr oder weniger heile überstanden. Dass jedoch gerade einmal wenige hundert Meter Luftlinie entfernt gegen 14 Uhr am Nordgrat des Olperer eine Lawine abgegangen ist, davon habe ich zunächst nichts mitbekommen. Leider Gottes sieht man die Helis der Bergrettung in den Alpen ja mittlerweile beinahe täglich. Dass dabei letztendlich einer der beiden Alpinisten, die von dem Schneebrett rund 130 Meter in die Tiefe gerissen wurden, erst nach mehreren Stunden von den Rettungskräften geborgen werden konnte, ist umso tragischer, da keiner ein LVS-Gerät bei sich trug. Wieder einmal wird somit auf traurige Art und Weise deutlich, dass auch bei vermeintlich guten Bedingungen, gerade in den höheren Lagen am Berg, bereits jetzt die Lawinengefahr allgegenwärtig ist.

Der erste Skitag der Saison …

… geht also mit einem nur allzu aktuellen Eindruck von den Risiken im Bergsport einher und ist selbstverständlich auch ein Thema, als sich am Abend die Teilnehmer der Peak Performance Brand Experience Days an der Bar des Hotels Alpenhof treffen. Die Stimmung ist gleichwohl gut, bevor uns Freeski Profi Matthias Mayr bei dem einen oder anderen Weißbier eindrucksvoll seinen neusten Film „The White Maze“ auf der Leinwand im Jagdstüberl präsentiert.

Powder, Ski und LVS-Geräte

Peak Performance Brandexperience Hintertux

Endlich Powder! Foto: Matthias Fend

Der Montag beginnt nach einem reichhaltigen Frühstück bei bestem Wetter. Zunächst teilen uns die Bergführer in kleinere Gruppen von sechs bis sieben Leuten ein, bevor es mit der Gondel direkt auf den Tuxer Ferner geht. Jetzt war mir natürlich schon im Vorfeld irgendwie klar, dass ich als einziger Snowboardfahrer unter allen Teilnehmern zwangsläufig der Depp sein werde. Nicht nur dass mein fahrerisches Können teils deutlich unter dem durchweg hohen Niveau der anderen liegt, ich bin in der Regel auch schlichtweg langsamer. Nicht, dass das jetzt großartig schlimm wäre, aber es nervt mich selbst schon ein bisschen. Relativ schnell kommt also die Idee auf, dass ich mich im Rahmen des Events doch eigentlich auch gleich erstmalig in meinem Leben auf Skier stellen könnte. Doch dazu später mehr.
Nach einem sonnigen Vormittag sowohl auf, als auch neben der Piste, geht es schließlich weiter zur planmäßig angesetzten Lawinenübung. In einem präparierten Suchbereich mit Schüttkegeln bekommen wir zunächst eine Einweisung in unsere LVS-Geräte und erhalten Infos zur Funktionsweise der Recco-Sensoren, die sich in einem Großteil unserer Skibekleidung befinden. Anschließend gilt es im Zuge der Feinsuche selbst Hand anzulegen, eine Suchkette zu bilden und mit den Sonden nach zuvor vergrabender Ausrüstung zu suchen. Jedes Mal, wenn also einer von uns meint, auf etwas anderes als Schnee oder Eis gestoßen zu sein, heißt es für den Schaufeltrupp Gas geben. So kommen hier schließlich auch die Letzten ins Schwitzen.

Meet the Pros

Der Nachmittag steht demgegenüber ganz im Zeichen diverser Produktschulungen ausgewählter Partner. Von Allied Feathers, dem Daunenlieferant von Peak Performance, über Gore-Tex, bis hin zu Pinneco, erfahren wir sowohl Altbekanntes, als auch neuste Infos von der Entwicklungsfront leistungsfähiger Funktionstextilien.

Nach einem reichhaltigen Menü am Abend, das tatsächlich seinesgleichen sucht, heißt es schließlich erneut: großes Kino in der Jagdstube. Hier präsentiert uns Freeriderin Sandra Lahnsteiner ihr neustes Filmprojekt „Between“ und steht anschließend, wie schon Matthias tags zuvor, für Fragen und Gespräche bei dem einen oder anderen Bierchen in ungezwungener Atmosphäre zur Verfügung.

Im Whiteout auf die Piste

Peak Performance Brandexperience Hintertux

Die Bedingungen am zweiten Tag könnten besser sein. Foto: Matthias Fend

Der zweite Tag beginnt zumindest wettertechnisch eher verhalten. Bei wenig Sicht und leichtem Nieselregen, der schon bald in Schneefall übergeht, habe ich beschlossen, mich mit zwei Mitstreitern erstmals in meinem Leben auf Skier zu stellen. Und wie unser nachsichtiger Skilehrer schon im Vorfeld vermutet hatte, läuft die ganze Nummer gar nicht mal so schlecht. Das Gefühl für den Schnee ist schnell da (und mir vom Hochtourengehen und Snowboarden auch gar nicht weiter unbekannt). Einzig die frontale Ausrichtung im Vergleich zum sonst seitlichen Stehen auf dem Board erfordert anfangs etwas Umgewöhnung, klappt nach zwei Stunden aber auch schon ganz ordentlich. So ziehen wir am Übungshang unsere Spuren und die Zeit fliegt dahin …

Gletscher-Workshop und a bisserl Eisklettern zum Ausklang

Als wäre das Programm nicht schon fetzig genug, folgt zum Abschluss des Ganzen sozusagen die Krönung. Während ich mich noch an meinen neu errungenen Fähigkeiten auf den Skiern erfreue, geht ein Teil der Gruppe unter Anleitung der Bergführer von Alpsclimbing Eisklettern. Wie verdammt viel Spaß das macht, sollte jeder am besten mal für sich ausprobieren. Aber seht selbst …

Als wir uns zum Abschied schließlich alle bei einer zünftigen Portion Kässpatzen und Kaiserschmarrn auf der Hütt’n treffen, fällt nicht nur das Gesamtfazit der Veranstaltung überaus positiv aus. Alle Teilnehmer hatten riesig viel Spaß, es wurde gescherzt und gelacht und trotzdem kamen die lehrreichen Momente zu keinem Zeitpunkt zu kurz.

Peak Performance Brandexperience Hintertux

Würde ich jetzt auch nehmen. Foto: Matthias Fend

Und auch mein persönliches Fazit schließt sich dem vorbehaltlos an. Oder um es mit den Worten der Bergführer zu sagen: „Skifoan is a Menschenrecht“. Heißt: Ich werde nicht das letzte Mal auf Skiern gestanden haben – so viel kann ich jetzt schon sagen. Aber auch darüber hinaus hat uns Peak Performance hier ein astrein durchorganisiertes Event mit hohem Spaßfaktor beschert – dafür ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Guides und Fotografen! Dass die Schweden nun natürlich noch viel mehr auf den Kasten haben, als ich das hier in wenigen Worten zusammenfassen könnte, davon überzeugt ihr euch am besten selbst in unserem Peak Performance Markenshop!

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