Die Bergfreunde Klimabilanz 2020

23. September 2021

Sportart

So, Freunde. Es ist mal wieder an der Zeit, die Karten offen auf den Tisch zu legen: Unsere Klimabilanz 2020 ist da und wir wollen zusammen mit euch ganz transparent einen Blick hinein werfen, euch erklären, was die vielen, vielen Zahlen bedeuten und natürlich, was wir bisher erreicht haben. Also, hüpfen wir rein:

Bergfreunde Klimabilanz – Grundlagen schaffen

Unser Ziel war es im Jahr 2020 die Grundlagen für ein nachhaltigeres, klimafreundlicheres Wirtschaften zu schaffen. Dazu müssen wir natürlich genau verstehen, wo welche Emissionen entstehen, welche Hebel wir alleine Umlegen können und bei welchen Hebeln wir auf Mitarbeit anderer Akteure angewiesen sind.

Als Beispiel nehmen wir mal unsere Versandprozess: Wir können natürlich an unserem Ende der Versandkette, also in unseren Logistikprozessen Emissionen reduzieren. Aktuell arbeiten wir zum Beispiel daran, auf Kartons mit einem höherem Recycling-Anteil umzustellen. Darüber hinaus sind wir aber auf die Mithilfe unserer Versanddienstleister angewiesen. Das ist übrigens der sogenannte Scope 3 – aber dazu kommen wir später noch.

Kurzum: 2020 war für uns noch nicht das Jahr, in dem wir die ganz großen Schritte gegangen sind. Dennoch konnten wir einige kleine Optimierungen vornehmen und haben natürlich von einigen „Sondereffekten“ profitiert. Jetzt aber erstmal zu den blanken Zahlen und die fallen auf den ersten Blick erstmal ernüchternd aus. Doch erstmal:

Das Klimabilanz 1×1: Was sind „Scopes“

Grundsätzlich unterteilen wir unsere Bilanz in drei Bereiche, die wir zum Teil selbst, zum Teil nicht selbst beeinflussen können. Diese werden als Scope bezeichnet oder auch einfach als „Bereich“. Diese unterteilen sich wie folgt:

  • Scope 1: Hierrunter fallen alle Emissionen, die wir direkt verursachen, also z.B. durch unsere Heizung oder unseren Car-Pool.
  • Scope 2: Hier finden sich indirekte Emissionen, die durch die Anfahrt der Mitarbeiter, Geschäftsreisen oder unseren Webshop verursacht werden
  • Scope 3: Auch hier geht es um indirekte Emissionen, nämlich solche die durch den Transport unsere Pakete, durch Retouren oder die Entsorgung der Kartons entstehen.

Naturgemäß entfallen die meisten Emissionen in die dritte Kategorie und unglücklicherweise ist Scope 3 auch der Bereich, der am aufwendigsten zu beeinflussen ist.

Die Klimabilanz 2020 – die Bergfreunde wachsen

Tja, was soll man sagen. Auf der einen Seite ist es natürlich schön, dass die Bergfreunde als Unternehmen florieren, dass wir gut wachsen und das auch noch gewinnbringend. Das Wachstum bringt allerdings unter dem Klimaaspekt ein ganz plakatives Problem mit sich: Wenn wir mehr Pakete verschicken, steigen auch unsere Emissionen. Genau genommen haben wir im Vergleich zu 2019 eine Steigerung von 28,8% CO2-Äquivavlent auf 2997 Tonnen zu verbuchen. Das ist in etwa so viel wie der jährliche CO2-Fußabdruck von 357 EU-Bürgern.

Da brauchen wir nichts schön reden: Schön ist das nicht. Aber wie wir im vorherigen Absatz schon erklärt haben, wollten wir nicht blind in alle Richtungen losschlagen sondern uns explizit ein sehr genaues Bild der Lage verschaffen, um gezielt an Problempunkten zu arbeiten und so deutlich effizienter zu sein. Aber natürlich konnten wir 2020 durchaus ein paar kleine Hebel umlegen, einige Sparmaßnahmen anstoßen und hatten eine unerwartete, helfende Hand, auf die wir eigentlich gerne verzichtet hätten.

Bergfreunde Klimabilanz 2020 – was wir optimieren konnten

Corona. Da ist es wieder. Es ist vermutlich keine große Überraschung wenn wir  euch erzählen, dass wir durch Homeoffice alleine gegenüber 2019 ungefähr 20% weniger Emissionen für die Anfahrt der Mitarbeiter verbuchen konnten. Die wenigen Flüge die wir im Jahr unternommen haben, sind fast komplett weg gefallen, genauso wie die Emissionen unseres Fuhrparks. Die größte Einsparung gab es im Bereich Wärme, denn durch die relativ simple Umstellung auf Ökostrom und Biogas, sind wir hier bei einer Reduktion von annähernd 100%.

In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das: Gegenüber 2019 konnten wir immerhin um die 230 Tonnen CO2 sparen.

Was sonst so ging: Nachhaltigkeit 2020

Wir setzen beim Thema Nachhaltigkeit stark auf die Optimierung unserer Klimabilanz, denn der Klimawandel ist ein dringliches Problem, das angegangen werden muss. Und zwar schnell. Das soll allerdings nicht heißen, dass wir nicht auch andere Bereiche im Blick haben. So gibt es seit letztem Jahr z.B. eine große Anzahl an Nachhaltigkeits-Filtern im Shop, die euch dabei helfen direkt zu erkennen, welches Produkt wie zertifiziert ist oder ob zum Beispiel  recycelte Materialien darin enthalten sind.

Außerdem veranstalten wir seit letztem Jahr regelmäßig Nachhaltigkeitswochen, um die Bergfreunde-Mitarbeiter zu schulen und zu einer nachhaltigeren Lebensweise zu inspirieren. Wir setzen uns mit den spannenden Themen Green Hosting und Green Coding auseinander und haben zudem eine Maschine eingeführt, mit denen wir einen Teil unserer Retouren nicht mehr in Plastik, sondern einfach mit zwei Papierbanderolen verpacken können.

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