Daunenprodukte waschen. Foto: Haglöfs

Daunenprodukte richtig waschen und trocknen

26. Oktober 2015

Daunen richtig pflegen

Daunen richtig pflegen

Es ist Winter. Draußen ist es kalt und ungemütlich und immer häufiger geht der Griff Richtung Daunenjacke. Gleichzeitig bringen die langen Tage auch die Zeit, sich mal eingehender mit der eigenen Ausrüstung zu beschäftigen. Dabei fällt einem nicht selten auf, dass die geliebten und gehegten Daunenprodukte eine Wäsche gebrauchen könnten. Doch wie? Jeder kennt die Horrorgeschichten von verklumpten Daunen, Modergeruch und der ersten und letzten Wäsche.

Also lieber gleich die Finger davon lassen und alles neu kaufen? Das wäre zwar in unserem Sinn, aber doch ziemlich kostspielig (zugegeben, auch das wäre in unserem Sinn aber nicht unsere Art). Viel mehr unsere Art ist es, Euch hier ein paar gute Tipps zu geben, wie Ihr Eure Daunenjacken und –Schlafsäcke erfolgreich pflegen und somit länger Freude daran haben könnt.

Und damit die Tipps auch Hand und Fuß haben, habe ich mich mit dem Daunenspezialisten von Yeti in Verbindung gesetzt und deren umfangreichen Erfahrungsschatz angezapft.

Vor der Wäsche – Vorbereitung ist alles

Bitte lest Euch die Waschanleitung in Eurem Produkt ausführlich durch. Manche Daunenschlafsäcke wäscht man tatsächlich nur im äußersten Notfall. Zum Beispiel wird bei wasserdichten Schlafsäcken von einer Wäsche stark abgeraten, da die Imprägnierung schweren Schaden nehmen könnte. Also gut durchlesen, ob eine Wäsche des Produktes durch den Hersteller empfohlen wird.

Bevor es in die Trommel geht, bitte alle Reißverschlüsse schließen. Hingegen sollten ausnahmslos alle Knöpfe, Klettverschlüsse und Schnurzüge geöffnet bzw. gelockert werden. Und bitte dreht die Produkte vor der Wäsche auf links, damit besonders die verschmutzte Innenseite in den Genuss der Wäsche kommt. Wer besonderen Flecken an den Kragen muss, kann diese vor der Wäsche mit Gallseife behandeln.

In der Waschmaschine

Pflegeanleitung Daunenprodukte - Schön groß sollte die Waschmaschine sein

Schön groß sollte sie sein

Ein großes Problem bei der Wäsche von Daunen sind Rückstände von Waschmitteln, die nach der Wäsche die Daunen verkleben und so die Bauschkraft und damit die Wärmeleistung der Daune mindern. Deshalb ist es besonders wichtig eine ausreichende Spülung zu gewährleisten. Daher sollte eine Waschmaschine mindestens 6 kg (manche sagen auch 7 kg) Fassungsvermögen haben. Bei sehr volumigen Produkten wie Winterschlafsäcken muss man auf jeden Fall eine größere Maschine nehmen. Aus dem selben Grunde sollte man auch immer nur ein Produkt aufs Mal waschen.

Das Waschprogramm der Wahl ist ein Fein- oder Wollwaschprogramm, da hier besonders hohe Wasserstände erreicht werden. Bitte verwendet nicht das Seidenwaschprogramm, hier wird nicht zwischengeschleudert, was wir bei der Daune aber sehr gut gebrauchen können.

Beim Waschmittel unbedingt extra Daunenwaschmittel verwenden und an die Mengenangaben des Herstellers halten. Niemals sollte man auf die Idee kommen Reinigungsmittel oder Weichspüler zu verwenden. Wer seinem Schlafsack oder seiner Jacke etwas besonders Gutes tun möchte, hängt noch einen reinen Wasserwaschgang hinten dran. So wird auch der letzte Waschmittelrest ausgespült. Und wenn es die Waschmaschine hergibt, kannst Du vor dem Rausnehmen noch mal kurz mit 1000-1200 Umdrehungen leicht anschleudern.

Mit der Hand (was für die Mutigen unter Euch)

Auf jeden Fall in der Badewanne, denn alles andere führt entweder zu einem Haftpflichtfall gegenüber den Nachbarn in der Wohnung unten drunter oder zu sehr sehr viel Arbeit. Das Wasser in der Badewanne sollte handwarm sein (ca. 40°C). Auch hier das Waschmittel wieder nach Herstellerangabe dosieren. Den Schlafsack oder die Jacke eine gute Stunde einweichen lassen und dann durch mehrfaches Spülen (je häufiger desto besser) das Waschmittel wieder rausholen. Dabei bitte nicht zu stark wringen. Leichtes Drücken mögen die zarten Daunen wesentlich lieber. Die Handwäsche braucht äußerst viel Geduld. Wer die nicht hat, sollte sich lieber eine große Waschmaschine organisieren.

Das Trocken (fast noch wichtiger als das Waschen)

Pflegeanleitung Daunenprodukte - So lieber nicht die Schlacksäcke trocknen

So lieber nicht trocknen

Gleich vorweg, ohne Trockner sollte man es lieber gleich sein lassen. Man kann es versuchen, aber dann sollte man sich ganz ganz ganz sicher sein, dass man dem Schlafsack oder der Jacke bist zu zehn Tage absolute Trockenheit und regelmäßiges Wenden garantieren kann. Andernfalls läuft man Gefahr gammlige und schimmlige Daunen zu behalten und die riechen gar nicht gut.

Beim Transport zum Trockner empfiehlt Yeti den Schlafsack oder die Jacke möglichst wagerecht zu tragen, um zu verhindern, dass die schweren Daunen verrutschen und die empfindlichen Kammerwände verletzen können.

Beim Trocknen sollte man ein paar Dinge beachten: Nicht zu heiß trocknen (max. 30°C), da sonst Außenstoffe im Trockner kleben bleiben können. Ein paar (saubere!) Tennisbälle mit in die Trommel geben, die wirbeln alles richtig schön durch. Nach einer Stunde im Trockner herausnehmen, gründlich abkühlen lassen und dabei mehrfach kräftig durchschütteln. Dann beginnt das ganze wieder von vorne – und das mehrmals. Ein Schlafsack mit 1000 g Füllung braucht laut Yeti etwa 4-6 Stunden zum Trocknen. Da Restfeuchtigkeit die Daunen zum Stinken bringt, lautet hier wieder die Devise: lieber einmal zu oft in den Trockner, als ein mal zu wenig, denn sonst geht das ganze Spiel wieder von vorne los.

Also nur Mut und ran an die Daunen. Wem das alles zu viel ist, der hat aber auch die Möglichkeit seinen Schlafsack in professionelle Hände zu geben. Das kann die Reinigung um die Ecke sein, oder gleich ganz zum Spezialisten. Yeti bietet z.B. einen Wasch- und Reparaturservice für Daunenprodukte an.

Wenn Du noch Fragen hast, hilft Dir unser Kundenservice gerne weiter. Hannes ist hier unser Fachmann in Sachen Textil und Bekleidung. Du erreichst ihn unter der Woche täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail.

Im Bereich Klettern und Outdoor tut sich viel. Neue Produkte werden erfunden, bestehende überarbeitet oder verbessert und auch wir lernen täglich viel dazu. Und natürlich wollen wir unser Wissen an unsere Kunden weitergeben. Daher überarbeiten wir regelmäßig unsere Artikel im Basislager. Wunder Dich also nicht, wenn nach ein paar Monaten ein paar Dinge anders sind. Dieser Artikel wurde zuletzt am 26.10.2015 überarbeitet.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sven sagte am 31. Dezember 2012 um 13:25 Uhr

    Danke für die Anleitung – besonders das mehrmals Trocknen war mir neu!

  2. Chris sagte am 4. Januar 2013 um 08:51 Uhr

    Mir war auch das mehrmaligem Trocknen neu. Allerdings interessant! Habt ihr auch ein Tipp wie man eine gerissene Daunenjacke flicken können?

  3. Wiebke sagte am 9. Januar 2013 um 15:44 Uhr

    Hallo Chris,

    ich habe mich schlau gemacht, was Deine Frage, bezüglich der Reparatur angeht. Es gibt drei Möglichkeiten, die unterschiedlich teuer, aber auch unterschiedlich „schön“ sind.

    Einfach/schnell/billig aber nicht sehr schön:
    Es gibt so Flicken auf Gore-Tex Material. Die kann man von außen auf der Loch oder den Riss kleben. Hält, ist aber nicht gerade schön. Also eher was für ältere, nicht mehr so schöne Jacken.

    Einfach/nicht ganz so schnell, aber dafür schöner:
    Yeti bietet einen Reparaturservice an. Hier werden die Flicken durch die Fachleute von innen auf das Loch geklebt. Kostet (ohne Versand) so um die 15€. Bei hellen Jacken können die Flicken u.U. etwas durchscheinen.

    Nicht mehr einfach/ nur was für größere Schäden und die Lieblingsjacke:
    Yeti bietet in seinem Reparaturservice die Möglichkeit ganze Kammern auszutauschen. Hier richtet sich der Preis nach dem Schaden und dem Reparaturaufwand. ca. 60-70€ (ohne Versand).

    Gruß, Wiebke

  4. Michael sagte am 10. Januar 2013 um 09:03 Uhr

    Hallo!

    Danke für diesen sehr wertvollen Beitrag. Gilt diese Prozedur auch für Kunstdaune / Primaloft Füllung?

    lg
    michael

  5. Chris sagte am 11. Januar 2013 um 11:59 Uhr

    Hallo Wiebke,
    danke für’s recherchieren und die tolle Tipps! Ich hab die Variante „Flicken mit Gore-Tex“ gewählt, und hoffe es hält. Wenn nicht dann muss dann doch ne neue Jacke her ;p. LG

  6. Hannes sagte am 27. Februar 2013 um 09:14 Uhr

    Danke für diese ausführliche Anleitung. Trotzdem habe ich nach wie vor Angst, wenn ich meinen Daunenschlafsack in die Waschmaschine stopfe. Irgendwie habe ich sorge, dass ich etwas falsch machen könnte und „meinem treuen Gefährten“ etwas zustößt. Sind meine Bedenken unbegründet oder ist der bessere Weg nach wie vor die Handwäsche in der Badewanne?

  7. Wiebke sagte am 4. März 2013 um 09:17 Uhr

    Hallo Hannes, ich denke Deine Sorge ist unbegründet. Solange Du den Schlafsack ausreichend gut spülst, das richtige Waschmittel verwendest (ganz wichtig!), ihn richtig gut trocknest und Dich genau an die Hinweise des Herstellers Deines Schlafsackes hältst, sollte nichts passieren. Wenn Du natürlich absolut sicher gehen möchtest, kannst Du den Schlafsack auch zur Reinigung an Yeti schicken. Mit ca. 50€ (ohne Porto) bist Du da schon mit einer guten Wäsche dabei.

    Gruß, Wiebke

  8. Jens sagte am 22. Juli 2013 um 10:57 Uhr

    Hi Chris,

    ich habe bisher meine Daunenjacke zweimal selbst gereinigt. Hätte deine Tipps mal vorher lesen sollen, beim zweiten Mal war die Jacke danach leider für kühle Tage kaum mehr zu gebrauchen :( Aber nur halb so schlimm, da die Jacke eh durch eine neue ersetzt werden soll. Nun möchte ich beim ersten Mal noch zur Reinigung, bevor ich mich wieder selbst verusche. Hast du Tipps, wann die Reinigung von Daunenjacken in einer Reinigung am günstigsten ist? Doch jetzt im Sommer oder?

    Danke und viele Grüße aus dem Allgäu,
    Jens

  9. Wiebke sagte am 22. Juli 2013 um 14:16 Uhr

    Hallo Jens,
    mit den Preisen von Wäschereien kenn ich mich leider überhaupt nicht aus. Die sind sicher auch von Region zu Region unterschiedlich.
    Lieben Gruß

    Wiebke

  10. […] sind Kunstfaserschlafsäcke unproblematischer als Daunenschlafsäcke. Wie man letzte wäscht hat Wiebke in einem Blogartikel beschrieben. Wichtig auch: Schlafsäcke müssen vor dem Einmotten richtig trocken sein – sonst könnte es […]

  11. Klaus sagte am 29. Dezember 2013 um 12:15 Uhr

    Vielen Dank, das mit der Trockenanleitung hat meine Jacke wie neu gemacht.

  12. Matthias sagte am 16. Januar 2014 um 12:25 Uhr

    Hallo Daniel
    dass ist ja toll, dass Du mir eine gute Anleitung zur Daunenpflege zugesandt hast.
    Das mit der Daune – ist ja doch eine etwas zaghafte Sache. Und doch will sie gepflegt sein. Schön,dass Du Dir Gedanken machtst für meine Jacke – ein ganz edles Teil.
    Danke und bergige Grüße
    Matthias

  13. michael sagte am 3. Februar 2014 um 13:20 Uhr

    Hallo Wiebke,
    muss man (betagtere) Daunenjacken/Westen auch so oft trocknen oder geht das deutlich schneller weil der Trockner weniger Feuchtigkeit „entsorgen“ muss?
    (Woran) merkt man dass die Daune wirklich trocken ist?
    Herzlichen Dank und Gruß
    Michael

  14. Wiebke sagte am 11. Februar 2014 um 12:17 Uhr

    Hallo Michael, das ist eine gute Frage. Ich würde sagen, da die Menge der Daune geringer ist, könnte es sein, dass man etwas kürzer trocknen kann, würde aber an Deiner Stelle lieber auf nummersicher gehen. Lieber etwas länger trocknen als zu kurz.
    Lieben Gruß, Wiebke

  15. Hannes sagte am 13. Februar 2014 um 20:10 Uhr

    Danke für den tollen Artikel.
    Wir hatten mal ein Daunenschlafsack der Wasserdicht war. Bei einem Campingausflug ist er uns aber leider einem direkt in eine schlammige Pfütze gefallen und wir haben ihn, ohne groß drüber nach zu denken, in die Waschmaschine gesteckt. Da nach war er hinüber.
    Ich kann ihnen da also nur zustimmen, dass man lieber erstmal Nachlesen sollte, ob man etwas Waschen darf, bevor man überstürzt handelt.

  16. Hans sagte am 16. Februar 2014 um 00:24 Uhr

    Vielen Dank für die ausführliche Anleitung! Ich habe meine 800er Daunenjacke von North Face (Midlayer ohne Membran) damit perfekt gewaschen und getrocknet bekommen. Hier noch ein paar Praxiserfahrungen:

    Waschen: Bei mir hat das Wollprogramm nicht genügt: Durch die Daunen ist die Jacke so voluminös und dabei so leicht, daß sie trotz der Tennisbälle immer oben geschwommen ist. Das Wollprogramm hat ja, damit es besonders sanft ist, sehr wenige und nur sporadische Umdrehungen. Besser hat bei meiner Maschine das „Sportswear/Funktionstextilien“-Programm plus Extraspülen und Schleudern mit 1000 U/Min. geklappt. Danach war sie komplett durchfeuchtet und erst mal platt wie eine Flunder.

    Im Trockner mit 4 Tennisbällen hat dann die 1. Stunde schon gereicht, um die Flunder zurück in ein Michelin-Männchen zu verwandeln. Habe dann sicherheitshalber doch noch 2x je 1h nach Eurer Anleitung weitergetrocknet und beim letzten Mal gleich die Imprägnierung mit „eingetrocknet“. Die Jacke ist jetzt wieder tip top und fast wie neu.

    Danke!
    Hans

  17. Robert sagte am 17. März 2014 um 17:43 Uhr

    Hallo,

    ich hab meinen Schlafsack vor kurzem gewaschen und im Trocken-Raum im Keller so um die 10 Tage hängen lassen. Der Geruch ist jetzt nicht besonders frisch, aber jetzt auch nich penetrant unangenehm, verwendet habe ich das Waschmittel von Sonett aus dem Bioladen.

    Das letzte mal als ich den Schlafsack in den Trockner hatte ist die Daune verrutscht da beim macpack die kammeröffnungen so riesig sind, dass ist bei denen wohl eine Fehlkonstruktion.
    Ist das jetzt allgemein so dass der Schlafsack beim trocken ohne Trockner aber ausreichend Luft etwas modrig riechen kann?

    Liebe grüße,

    Robert

  18. Wiebke sagte am 18. März 2014 um 09:32 Uhr

    Hallo Robert,

    hm, das ist jetzt von meiner Seite etwas schwer einzuschätzen, was die Ursache für den Geruch ist, da ich den Trockenraum in Deinem Keller nicht kenne. Hast Du den Schlafsack beim Trocknen regelmäßig aufgeschüttelt, oder hat er zehn Tage in der selben Stellung auf dem Trockner gelegen? Eine Hauptursache für modrigen Geruch ist ja, dass die Feuchtigkeit zu lange zwischen den Daunen liegt und nicht genug frische Luft dran kommt. Du könntest auch noch versuchen ein anderes Waschmittel zu versuchen. Hast Du bei Deinem Versuch im Trockner Tennisbälle verwendet?
    Gruß,
    Wiebke

  19. Ursel sagte am 8. April 2014 um 23:55 Uhr

    Hallo,
    ich habe einen Wärmepumpentrockner, dessen Programme ausschließlich nach Restfeuchte beendet werden, leider habe ich keine Programme, die über die Zeit gesteuert werden und auch kein besonderes Daunenprogramm.
    Der Feuchtesensor beendet den Trockenvorgang immer dann, wenn der Oberstoff trocken ist, die Daunenfüllung ist dann aber immer noch sehr feucht (ich gebe immer Tennisbälle mit in den Trockner).

    Gibt es irgendwelche Tricks, mit denen ich meine Daunensachen dennoch trocken und voluminös bekommen kann?

  20. Wiebke sagte am 11. April 2014 um 08:02 Uhr

    Hallo Ursel,

    puh, da bin ich jetzt ehrlich gesagt überfragt, da ich mich mit den technischen Details von Trocknern nicht so gut auskenne. Keine Ahnung, wie man den Feuchtigkeitssensor austricksen kann. Einzige Lösung, die mir dazu einfällt wäre die Daunensachen im Waschsalon zu trocknen.

    Lieben Gruß, Wiebke

  21. Mesut sagte am 6. Oktober 2014 um 16:43 Uhr

    Hallo,
    mir stellt sich noch eine Frage, kann ich den Daunenschlafsack nach dem Waschen und Trocknen im Trockner (wenn er Restfeuchte haben sollte) im Garten über die Wäscheleine hängen? Da ich keinen Keller habe, wäre das die einzige Option, die Frage bezieht sich eigentlich auf direkte Sonneneinstrahlung?
    Danke und Gruß!

  22. Wiebke sagte am 10. Oktober 2014 um 10:57 Uhr

    Hallo Mesut,

    den Schlafsack im Trockner zu trocknen wäre sicher besser. Hast Du vielleicht einen Waschsalon in der Nähe wo du das machen kannst? Ansonsten würde ich sagen, ist der Schatten natürlich für das Obermaterial besser geeignet aber die Prio sollte darauf liegen den Schlafsack komplett trocken zu bekommen. Und regelmäßig aufschütteln und drehen, damit die Daunen nicht verkleben. Gruß, wiebke

  23. Petra sagte am 2. Januar 2015 um 16:40 Uhr

    Hallo,
    Habe meine Daunenjacke – weil ich es nicht anders wusste – 2 Jahre im Packsack gelagert. Natürlich war sie jetzt ziemlich platt. Der Trockner hat schon etwas gebracht, aber so voluminös wie vorher ist sie nicht mehr.
    Meinst Du, dass waschen und erneutes Trocknen etwas bringt? Oder soll ich mit der nun etwas platteren Jacke leben? Ist von Salewa, eine Alpinextrem.

    Danke,
    Petra

  24. Wiebke sagte am 12. Januar 2015 um 15:14 Uhr

    Hallo Petra, hm das ist jetzt echt schwer zu sagen. Man müssten in die Jacke schauen können um zu wissen, ob die Daunen nur geknautscht sind oder gebrochen. Wenn sie gebrochen sind, dann wirst Du die alt Bauschkraft nicht mehr hinbekommen. Aber wenn Du selber einen Trockner hast und Waschen für Dich kein Problem darstellt, dann versuch es doch einfach mal. Waschen, sehr gründlich spülen und dann sehr gründlich im Trockner trocknen. Und falls es nicht hilft, musst Du einfach schauen, ob die Jacke für Deine Verwendungszwecken noch warm genug ist oder nicht. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg. Vielleicht berichtest Du mal, wie es gelaufen ist? Würde mich interessieren. Lieben Gruß, Wiebke

  25. Anke sagte am 16. Januar 2015 um 04:54 Uhr

    Hallo!
    Habe gerade woanders gelesen: Um den Feuchtigkeitssensor des Trockners auszutricksen, könne man einen feuchten Waschlappen mit hinein geben. Vielleicht funktioniert’s ja.
    VG Anke

  26. Thomas sagte am 23. Januar 2015 um 18:00 Uhr

    Hey, vielen Dank für die tollen Tips, das nenne ich ‚mal echt guten Service! Nun fehlt nur noch das entsprechende Wetter, um die neue Jacke auch nutzen zu können ;-)

  27. Micky sagte am 11. Februar 2015 um 16:48 Uhr

    Das man sich auch immer erst dann mit solchen Themen beschäftigen muss, wenn es zu spät ist. :-(
    Das kann man wohl als Lehrgeld abheften…

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht… Danke für die Tipps, die Tennisbälle gehören nun zur Basisausstattung in meinem Waschkeller. Ich habe mich übrigens für die Handwäsche entschieden und dabei festgestellt, dass man dadurch zum Teil sorgsamer mit seinen Sachen umgeht. Das mache ich nun auch bei teuren Schuhen so :-)

    LG, Michael.

  28. Heinrich sagte am 24. August 2015 um 10:18 Uhr

    Hallo,

    bei einigen Wärmepumpentrocknern gibt es ein Programm “ Lüften warm “ (z.B. Miele). Hier kann der Schlaftsack oder die Daunenkleidung beliebig lange nachgetrocknet werden.

    Ansonsten vielen Dank für die gute Anleitung.

    LG, Heinrich

  29. Erik Nurdan sagte am 10. November 2015 um 11:35 Uhr

    Hi ich habe die Nummer angerufen die sie oben angegen haben die existiert leider nicht. Meine frage ist wissen sie vieleicht ob die auch Daunendecken 135×200 reinigen, wenn ja wieviel würde es kosten

  30. Wiebke sagte am 10. November 2015 um 11:42 Uhr

    Hallo Erik,
    die Nummer sollte aber eigentlich funktionieren, habe sie gerade versucht. Wegen der Decke habe ich leider keine Information. Das Beste wird sein, wenn Du Dich direkt an Yeti wendest. Du erreichst sie unter +49 (0) 3581/7656-0.

    Lieben Gruß, wiebke

  31. Joel sagte am 18. November 2015 um 01:54 Uhr

    Toller Artikel danke! Wusste garnicht dass es extra Daunenwaschmittel gibt… Habe meinen Schlafsack in die Sonne gelegt und nach zwei Tagen hat er sich zumindest kompleet trocken angefühlt… Aber wer weiß, sicherer ist wahrscheinlich ihn 5-6 Tage auszulegen und regelmäßig zu wenden, man wäscht ihn ja eh nicht allzu oft.

  32. Wiebke sagte am 19. November 2015 um 10:19 Uhr

    Hallo Joel,

    ja, lieber etwas zu lange Trocknen, nicht, dass er anfängt zu Müffeln. Ausserdem reicht Umdrehen nicht aus. Denk daran, ihn beim Drehen auch ordentlich durchzuschütteln, damit die Daunen sich lösen und schön luftig bleiben.
    Lieben Gruß, wiebke

  33. Janjan sagte am 23. Dezember 2015 um 12:38 Uhr

    Alle schreiben davon, wie man Sachen mit Daunenfüllung waschen soll. Aber nirgendwo finde ich Info, wie man Flecken / gelbe Verfärbungen wegbekommt.
    Man darf ja keine aggressive Mitteln verwenden.
    Vielleicht kann mir jemand helfen.
    Der DaunenSchlafsack meines Kindes ist am Kragen und rundherum gelb geworden (Schweiß?).
    Durch einfaches waschen geht leider nicht weg. Wie ich diese Verfärbung wegbekomme, finde ich nirgendwo.
    Hilfe

  34. Wiebke sagte am 4. Januar 2016 um 14:56 Uhr

    Hallo Janjan,

    da weiß ich jetzt leider auch keinen Rat. Im Zweifelsfall würde ich sagen, geht die Daune vor und man musst mit dem Rand leben. Oder den Schlafsack dann doch mal zu den Profis in der Reinigung anvertrauen.

  35. Beate sagte am 7. Februar 2016 um 17:45 Uhr

    Hallo,
    nachdem ich mir letztes Jahr eine Daunenjacke durch das Waschen ruiniert habe, traue ich mich an meine neue Jacke fast nicht dran. Ich hatte Tennisbällen während des Waschvorgangs und des Trockenens in den Maschinen und trotzdem waren die Daunen danach wohl verklebt. Ich hatte Flüssigwaschmittel (nicht speziell für Daunen) verwendet (hatte es extra gut gemeint und kein Pulver genommen). Ich habe danach „gehört“, dass man Daunen nicht mit Flüssigwaschmittel waschen soll, aber die Daunenwaschmittel, die ich bis jetzt gefunden habe, sind alles Flüssigwaschmittel und daher meine Skepsis. Kann mir jemand ein Daunenwaschmittel empfehlen?
    Jetzt schon vielen Dank für die Hilfe.

  36. Badoka sagte am 6. März 2016 um 10:43 Uhr

    Hallo,
    ich habe gestern meine Daunenjacke nach der Anleitung gewaschen und getrocknet und es hat toll geklappt, daher ganz vielen lieben Dank!
    Bei mir sind ein paar Besonderheiten aufgetreten, die vielleicht als Tipps weiterhelfen können.
    @Beate: Als Waschmittel habe ich Coral Black Velvet, also ein Flüssigwaschmittel genommen.

    1) Schlechtes Drehen in der Waschmaschine
    Die Daunenjacke hatte ich als einziges Wäschestück in der Maschine, das hat nicht immer gut funktioniert! Gerade im Woll-Programm mit viel Wasser hat sich ein Teil der Jacke aufgeblasen und schwamm immer oben, so dass sich häufig die Trommel um die Jacke gedreht hat, ohne diese zu drehen. Ich hab mich aber nicht getraut noch etwas anderes mit hinein zu stecken.

    2) Übergeschäumt – ordentlich gespült
    Ich habe 100 ml Waschmittel genommen, das war offensichtlich zu viel. Zwischendurch kam sogar etwas Schaum aus dem Pulverfach raus :]
    Deswegen habe ich nach dem „Pflegeleicht ohne Vorwäsche“ Waschgang mit Waschmittel noch einen kompletten „Pflegeleicht mit Vorwäsche“ Waschgang ohne Waschmittel hinterher gemacht um die Jacke 3-fach zu spülen.

    3) Trocknen im Trockner – nicht die Nerven verlieren
    Meine Jacke ist außen aus Nylon, vielleicht hat das mit den Effekten beim Trocknen zu tun.
    Nach dem letzten Waschgang kommt bei mir im Pflegeleicht Programm nur ein nur sehr kurzes Schleudern und meine Waschmaschine kann auch nur 800 1/min. Die Jacke war also tropfnass, als ich sie als einziges Kleidungstück mit 3 Tennisbällen in den Trockner getan habe. Nach 3 Durchläufen a 50 min im „Schon“ Niedrigtemperaturmodus war die Jacke immer noch fast tropfnass und roch etwas komisch. Allerdings war sie auch nicht richtig warm beim Rausnehmen. Darum habe ich meterweise Küchenrolle genommen und die Jacke damit erst einmal abgetupft / ausgedrückt, bis eine ganze Rolle verbraucht war und dann hab ich die Jacke mit 2 großen sauberen Handtüchern und ohne Tennisbälle wider einen „Schon“ Durchgang mit 50 min lang in den Trockner gesteckt. Danach kam die Jacke warm raus, war aber noch fühlbar feucht/klamm, und die Daunen waren als fühlbar feuchte Klumpen in den einzelnen Kammern und sowohl die Jacke als auch die Handtücher hatten nun diesen seltsamen Geruch.
    Von da an habe ich die Handtücher herausgenommen und die Jacke wieder alleine mit den 3 Tennisbällen reingetan. Alle 30 min habe ich die Jacke ausgeschüttelt und von rechts auf links gedreht. Bei jedem Durchgang haben sich mehr Daunenklumpen aufgelöst und sind wieder super fluffig geworden. Die Schulterregion hat am längsten gedauert. Nach ca. 3-4 Stunden mit den Bällen war dann die Jacke wieder wie neu und nach einmal Lüften ist auch der Geruch vollständig weg.

    So, das waren meine Erfahrungen. Am wichtigsten war wohl, nicht mit dem Trocknen aufzuhören, solange noch Daunenklumpen mit Restfeuchte da sind.
    Ob die Vor-Runde im Trockner mit den Handtüchern immer gut ist, kann ich nicht einschätzen, die Daunenklumpen sind mir danach erstmalig aufgefallen. Bei mir hat es jedenfalls geholfen, da die Jacke vorher kaum trockener wurde.
    Ach und eins noch, die Bälle im Trockner sind wirklich laut, und da der Prozess stundenlag dauert, sollte man aus Rücksicht auf die Nachbarn lieber nicht erst abends anfangen :]
    Viel Erfolg und habt Spaß – Badoka

  37. Wiebke sagte am 8. März 2016 um 12:09 Uhr

    Hallo Badoka,

    wow, vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen hier aufgeschrieben hast. Das wird sicher einigen weiterhelfen. Allerdings frage ich mich jetzt ob es bei 2h Waschmaschine und 3-4h Trockner nicht fast günstiger ist, die Jacke in die Reinigung zu geben. Lieben Gruß, Wiebke

  38. Gerald Eschenbach sagte am 24. April 2016 um 22:45 Uhr

    Danke für die Tipps! Habe bisher nicht gewusst, wie wichtig das Trocknen bei Daune ist.

  39. Jochen sagte am 27. August 2016 um 16:41 Uhr

    Hallo Bergfreunde,

    leider habe ich euren Artikel zu spät gelesen und vor 2 Tagen meine Daunenweste gewaschen. Von Hand…in der Badewanne…mit normalem Waschmittel…intuitiv 2x klar gespült…ohne Schleudern (=tropfnass!) auf den Wäscheständer gelegt und raus an die Luft.

    Dachte, dass das bei den jetzigen Temperaturen >30°C dann eigentlich rel. „schnell“ geht, mit dem Trocknen, aber nach nun 2 Tagen, ist das Teil noch immer fast tropfnass :o(.

    Ich hoffe nicht, dass ich mir das Teil ruiniert habe(?), aber ich glaube nochmal mache ich das nicht.

    Schöne Grüße
    Jochen

  40. Jörn sagte am 29. August 2016 um 11:28 Uhr

    Hi Jochen,

    wenn Du einen Trockner in der Nähe hast, würde ich empfehlen sie da rein zu packen und wie hier beschrieben zu trocknen.

    Dann dürfte es hoffentlich wieder gut sein.

    Liebe Grüße,

    Jörn

  41. Udo sagte am 9. Oktober 2016 um 19:02 Uhr

    Ich habe Daunenanoraks auch schon mit Haarshampoo gewaschen. Am besten solches für trockenes Haar, das andere entfettet zu sehr. Ergebnis genauso wie mit Spezial-Daunenwaschmittel mit dem Unterschied, daß die 300ml Flasche nur 1-2€ kostet.
    Mach ich aber „aus Angst“ nicht bei meinen teuersten Jacken. Wäre mal interessant, was die Experten dazu menen ;-)

    Viele liebe Grüße und auch von mir danke für die klasse Anleitung!
    Udo

  42. Jörn sagte am 10. Oktober 2016 um 11:43 Uhr

    Hi Udo,

    ja, das mit dem Shampoo kann durchaus funktionieren! :) Wie du aber schon richtig sagst, würde ich bei meinen teuren Schätzchen auch auf Nummer Sicher gehen.

    Liebe Grüße,

    Jörn

  43. Georg sagte am 14. Oktober 2016 um 08:57 Uhr

    Hallo,
    der Link zu Yeti funktioniert nicht.
    GG

  44. Jörn sagte am 14. Oktober 2016 um 10:24 Uhr

    Hi Georg,

    super, vielen Dank. Sowas geht uns manchmal durch die Lappen, mea culpa! Link ist aktualisiert.

    Liebe Grüße,

    Jörn

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