Bergfreunde

Das Bergfreunde-Team bei der Kirschblütentour 2015

22. Mai 2015

Sportart

Anni, Jörn, Hannes und Robert beim Kirschblütenrennen 2015

Anni, Jörn, Hannes und Robert bei der Kirschblütentour 2015

Spätestens, wenn die Temperaturen im Frühling über die 10 Grad Marke steigen, holt auch der letzte Radler aus dem Bergfreunde-Team sein Rennrad aus dem Keller und macht sich emsig daran, den Staub der Winterruhe vom Rahmen zu putzen und die Kette zu ölen. Schließlich stehen im April meistens schon die ersten längeren Radausfahrten an, wie unter anderem die Kirschblütentour, die von einem Tübinger Radsportverein organisiert wird.

Eine vierköpfige Delegation der Bergfreunde war mit dabei. Während sich Anni an die 72 km lange Strecke traute, nahmen Robert, Hannes und Jörn 120 km unter die Räder.

Malerische Weinberge bei malerischem Wetter!

Malerische Weinberge bei malerischem Wetter!

Da ist er also endlich – nach etwa einer Stunde, in der wir durch malerische Weinberge gefahren sind und bereits einen schönen Ausblick auf die Schwäbische Alb genießen durften – wartet der erste lange Albaufstieg auf uns. „Freie Fahrt“ verkündet unser Führungsfahrer und jeder versucht, in einem für sich angenehmen Tempo die fünf Kilometer lange Steigung hinter sich zu bringen. Während Hannes mit ordentlichem Zunder davon saust – er ist mit Abstand der Fitteste von uns – versuchen Robert und ich unseren Laktatspiegel im Zaum zu halten, was mehr oder weniger gut gelingt. Wir wollen ja nicht gleich am ersten schwierigen Stück unser ganzes Pulver verschießen.

Oben auf der Alb ist jetzt erstmal Nahrungsaufnahme angesagt. Ein breites Verpflegungsangebot aus Kuchen, belegten Brötchen und Obst liegt bereit, um unsere Mägen zu füllen. Und wir nutzen die gut fünfzehnminütige Pause, um uns reichlich zu versorgen. Mit etwas Wehmut verlassen wir das Buffet gute fünfzehn Minuten später und rollen einige Kilometer gemütlich über die Alb, bis wir eine lange Abfahrt erreichen.

Ein Ausblick, für den sich die Anstrengung lohnt

Ein Ausblick, für den sich die Anstrengung lohnt

Robert und Hannes brausen mit Karacho davon. Ich persönlich bin kein Freund von allzu hohen Geschwindigkeiten und hänge daher verbissen an der Bremse. Mit leicht verkrampften Fingern und einer leichten Verspätung erreiche ich als einer der Letzten die Talsohle. Eigentlich wäre ich jetzt über ein paar flache Kilometer ganz froh, aber unser Anführer signalisiert erneut freie Fahrt. Es folgt der zweite Albanstieg, der unsere Schenkel zum Glühen bringt. Dieses Mal werden wir zwar nicht mit einem reichhaltigen Buffet belohnt, der Ausblick vom Breitenstein lässt die Mühe allerdings genauso schnell vergessen. Aufgrund des guten Wetters haben wir einen tollen Fernblick, der im Norden bis nach Stuttgart reicht.

Wo es bergauf geht, geht es erfahrungsgemäß auch wieder bergab – also heißt es für mich erneut: Hände an die Bremsen und ab dafür. Nach der Abfahrt dauert es noch einmal eine halbe Stunde, bis wir wieder Nahrung in die Finger bekommen. Für mich wird es höchste Zeit, denn das Loch im Magen wird langsam aber sicher immer größer. Wie schon an der ersten Station gibt es auch hier alles, was das hungernde Radlerherz begehrt. Das Essen ist doch immer noch das Beste an diesen Veranstaltungen.

Erschöpfte, aber zufriedene Gesichter

Erschöpfte, aber zufriedene Gesichter

Den größten Teil der Höhenmeter haben wir zu diesem Zeitpunkt hinter uns. Dennoch sind es noch rund 40 km bis zu unserem Ziel, die uns in stetem Auf und Ab zurück nach Tübingen führen. Wer allerdings denkt, dass das der leichte Teil der Route ist, hat weit gefehlt. Denn die kurzen Steigungen saugen ordentlich Kraft und der vorhandene Gegenwind tut sein Übriges. Die Beine werden langsam schwerer und als das Angebot kommt, durch das Neckartal abzukürzen, spiele ich tatsächlich mit dem Gedanken, den leichten Weg zu gehen. Robert und Hannes überzeugen mich aber schließlich vom Gegenteil und nehmen mich im Windschatten mit.

Wir rollen unserem Ziel entgegen, wo eine freudenstrahlende Anni schon auf uns wartet, die die 72-km-Tour sichtlich genossen hat. Die Kirschblütentour war ein toller Einstand in die Radsaison 2015 und übrigens das erste Mal, dass wir unsere Bergfreunde-Bike-Outfits ausführen konnten. Wenn ihr euch auch in der schicken Kluft kleiden wollt, könnt ihr das Trikot hier und die Hose hier kaufen!

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