Wir präsentieren: Die Bergfreunde Nachhaltigkeits-Taskforce!

7. August 2020

“Fünf Bergfreunde sollt ihr sein!” so steht es geschrieben! Wo genau? Keine Ahnung, aber ich brauchte eine Einleitung für den Artikel und da kam mir dieses abgewandelte Fußballzitat irgendwie gerade recht ;)

Aber hier soll es nicht weiter um das runde Leder gehen. Wir wollen heute mal wieder das Thema Nachhaltigkeit bei den Bergfreunden auf den Plan bringen und euch erzählen, wie es bei uns nach unserer großen Ankündigung Ende letzten Jahres weiterging…

Wo fangen wir an?

Die Entscheidung für mehr Nachhaltigkeit bei den Bergfreunden fiel einstimmig und ohne zögern, wohlwissend, dass ihr ein konsequenter Wandel nachfolgen musste. Als erstes mutiges Statement einigten wir uns darauf, als gesamtes Unternehmen klimaneutral zu werden, was dank der Möglichkeit der Klimakompensation schnell erreicht wurde. 

Doch wie sollte es weitergehen? Mit dieser Frage darf sich Bergfreundin Johanna seit dem Frühjahr des Jahres 2020 beschäftigen. Sie kümmert sich hauptamtlich um das Thema Nachhaltigkeit.

Nach den ersten Meetings und Gesprächen war aber relativ schnell klar: Bei der großen Anzahl an Ideen und den zahlreichen Möglichkeiten, reicht ein Kopf nicht aus. Ein runder Tisch muss her, es muss priorisiert und diskutiert werden: Unsere Taskforce war geboren.

Wohin geht die Reise?

Das erste Meeting unserer Taskforce fand Anfang Juli statt. Mit dabei: Lisa von Vaude, die uns ein paar Einsichten in das Nachhaltigkeitsmanagement von Vaude gewährte und uns dabei half, erste Anknüpfungspunkte an die sogenannten SDGs (Sustainable Development Goals) zu finden. Bei den SDGs handelt es sich um 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung, die von der UN definiert wurden. Für uns ebenfalls wichtig: Die Science Based Targets, also vor allem Klimaziele, die auf Basis wissenschaftlicher Daten vom WWF und weiteren Organisationen definiert wurden.

Daraus resultierend wollen wir uns die folgenden Grundsätze auf die Fahne schreiben:

  1. Wir wollen den negativen Einfluss unseres Unternehmens auf die Umwelt verringern.
  2. Für viele Bergfreunde-Kollegen ist Nachhaltigkeit wichtig – das soll auch im Arbeitsleben spürbar werden.
  3. Wir wollen unsere Kunden motivieren, nachhaltiger zu handeln.
  4. Wir wollen unsere Geschäftspartner zu Diskussionen anregen und inspirieren, ebenfalls nachhaltiger zu werden.

In Bezug auf die Sustainable Development Goals, wollen wir uns zunächst auf zwei Ziele näher fokussieren:

SDG Nr. 12: Maßnahmen zum Klimaschutz 

In Teilen haben wir hier schon vorgearbeitet und haben eine Klimabilanz erstellen lassen (die stellen wir euch in einem zukünftigen Beitrag vor), wir vermeiden Emissionen und kompensieren, wo das nicht geht. Was aktuell noch fehlt sind ganz konkrete Zahlen, z.B. inwieweit wir unseren CO2-Verbrauch oder den CO2-Fußabdruck pro Paket senken wollen. Die haben wir zwar schon im Hinterkopf, müssen sie aber noch mit der Klimabilanz abgleichen.

SDG Nr. 13: Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster

Hier gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte, die von einem geringeren Plastikeinsatz im Versand, über Recyclingprozesse bis zum Umgang mit Produktreklamationen reichen, die aber zum Beispiel auch eine Prüfung der Lebensmittel und Büromaterialien die wir im Office verwenden umfassen. Als Beispiel: Wir verzichten schon lange auf PET- und Einwegflaschen im Büro und sind seit einigen Monaten Teil der Dopper Wave.

Klingt gut, oder?

Klingt vor allem ziemlich allgemein und unspezifisch – gibt uns aber einen konkreten Rahmen, in dem wir uns bewegen. Erster konkrete Ableitungen sehen dann wie folgt aus:

  • Wir wollen uns anschauen, wie wir noch besser mit Reklamationen umgehen können – zwar vermeiden wir jetzt schon wo es geht, reklamierte Produkte zu entsorgen, aber wir glauben, dass wir hier noch einen Hebel haben. Was können wir reparieren, was können wir einer weiteren Verwendung, z.B. in Form von Kleiderspenden zuführen?
  • Energienutzung am Arbeitsplatz: Wir beziehen schon zu 100% Ökostrom und haben eine Solaranlage auf dem Dach unserer Verwaltung, sehen aber beim Thema Wärme noch deutlich Luft nach oben.
  • Nachhaltiges Bergfreunde-Office: Wie können wir Büro-Ausstattung nachhaltiger gestalten? 
  • Wie sieht unser Carpool in Zukunft aus?
  • Muss jede Geschäftsreise zwangsläufig stattfinden und können wir dafür nicht eher mal den Zug, als das Auto nehmen?

Den Fokus wollen wir zunächst bewusst auf interne Firmenaspekte legen, denn wir denken, dass wir nur dann glaubhaft über Nachhaltigkeit reden können, wenn wir das Thema auch nach innen mit noch mehr Nachdruck verfolgen.

Unser Versprechen: Wir lassen von uns hören!

Und damit ihr auch immer genau wisst, was bei uns in Sachen Nachhaltigkeit so abgeht, wollen wir euch regelmäßig davon berichten. Ihr findet hier im Blog und in den sozialen Medien in Zukunft immer wieder Updates und Neuigkeiten. Wir wollen uns zudem volle Transparenz auf die Fahne schreiben und euch auch von Rückschlägen und Problemen berichten – denn eines dürfte klar sein: den einen oder anderen Konflikt werden wir austragen müssen. 

Wir hoffen, ihr geht diesen Weg mit uns und lasst euch vielleicht auch von der einen oder anderen Maßnahme inspirieren. Und auch wir wollen uns gerne inspirieren lassen, daher zum Schluss die Frage an euch: 

Welche Maßnahmen würdet ihr gerne umgesetzt haben? Wo können wir eurer Meinung nach besser werden!?

Wir freuen uns über Input!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Dina sagte am 1. September 2020 um 19:25 Uhr

    Tolle Entscheidung! Ich trage sie als Kunde gerne mit.

  2. Jörn sagte am 4. September 2020 um 10:06 Uhr

    Hi Dina,

    da freuen wir uns natürlich sehr! :)

    LG, Jörn

  3. Corinna sagte am 1. September 2020 um 21:22 Uhr

    Hallo Ihr Lieben,

    wahrscheinlich habt Ihr schon darüber nachgedacht, aber dennoch: Von anderen Online-Versendern kenne ich es, dass man die Option hat auszuwählen, ob man bereit ist, die Ware in einem gebrauchten Karton zu erhalten.
    (Was natürlich einerseits schade wäre, denn Eure Kartons sind richtig super / praktisch, aber für die Umwelt natürlich andererseits besser….)

  4. Jörn sagte am 4. September 2020 um 10:05 Uhr

    Hi Corinna,

    danke für dein Feedback. Ja, mit dem Thema haben wir uns auch schon auseinander gesetzt. Ein sehr spannender Ansatz, der aber bei uns leider auf ein paar Hindernisse stößt. Unsere Logistikprozesse sind sehr automatisiert. Vorteil: Die Zeit von Bestellung bis zum Paketversand ist sehr kurz. Nachteil: Genau solche Individuallösungen sind dann schwieriger umzusetzen. Zumal wir bei unseren Kartons konkret das Problem haben, dass wir immer einen neuen Deckel drauf machen müssten.

    Immerhin führen wir den anfallenden Anfall direkt dem Recycling zu. Wir haben deinen Vorschlag aber in jedem Fall aufgenommen und weiß – vielleicht geht ja was! :)

    LG, Jörn

Andere Bergfreunde freuen sich auf deinen Kommentar

€ 5 sofort
Für deine nächste Bestellung
Nein, danke.