Back‘ dir ein Bergbrot!

30. März 2020

Sportart

Deutschland im März 2020. Der Corona-Virus hält die Welt in Atem und wie viele andere Menschen verbringst du gerade sehr viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Deine Bücher hast du schon alle durch und Netflix kennt deine Vorlieben inzwischen besser als dein Partner. Es ist dringend Zeit, für ein bisschen mehr Abwechslung! Wie wäre es zum Beispiel mit Brotbacken? Hier kommt das Rezept für unser leckeres Bergbrot!

Brot? Ihr seid ja witzig!

Unsere Bäckermeister Hannes und Robert.

Ja, wir wissen natürlich was dir jetzt im Kopf herumschwirrt: Hefe und Mehl – wo soll ich das denn jetzt her bekommen? Kleiner Tipp: Geh doch mal zu deinem Bäcker um die Ecke und frag dort nach. Meist haben die Bäcker von Beidem genug und freuen sich über zusätzlichen Umsatz. Aber immer gebührenden Abstand halten! Oder du machst die Hefe einfach selbst.

Unser Bergbrot „Dinkel Extrem“: Das Rezept!

Bevor du in der heimischen Backstube richtig loslegen kannst, braucht es natürlich erstmal ein paar Zutaten. Für das Bergbrot brauchst du:

Zutaten (für 1 Brot a 750 gr.)

Kochstück:

Wer sich Zeit für die Vorarbeit nimmt, wird mit solch einer schönen Krume belohnt.

90 gr. Dinkelmehl (Type 630)

Hauptteig:
350 gr. Dinkelmehl (Type 630)
90gr. Sonnenblumenkerne
13 gr. Salz
10 gr. Hefe

Vor- und Zubereitung

Für das Kochstück einfach 245 gr. Wasser zum Kochen bringen. Topf vom Herd nehmen. Das Dinkelmehl dazugeben und schnell mit einem Schneebesen unterrühren. Alles dann über Nacht zugedeckt abkühlen lassen.

Für den Hauptteig wird das Kochstück mit den anderen Zutaten mit 140 gr. kalten Wasser in eine Rührschüssel gegeben (am besten mit einer Küchenmaschine, sonst gibt es gleich ordentliches Oberarmtraining für die Kletterer unter uns :-)). Alles 10 Min ordentliche kneten lassen. Bei Handarbeit darf es durchaus etwas länger sein.

Das Brot ist etwas aufwändiger, aber es lohnt sich!

Den fertigen Teig für zwei Stunden bei Raumtemperatur zugedeckt ruhen lassen, dabei alle 30 Min. den Teig einmal zusammenfalten. Anschließend den Teig über Nacht abgedeckt im Kühlschrank reifen lassen.

Am nächsten Tag holst du den Teig aus dem Kühlschrank und lässt ihm zwei Stunden bei Raumtemperatur aufwärmen. Nach weitere eineinhalb Stunden schmeißt du den Backofen mit Ober-/Unterhitze auf 260 Grad zum Vorheizen an.

Wer einen Pizzastein hat, gerne auch rein damit. Ansonsten geht es auch auf dem normalen Backblech. Nach dem Aufwärmen des Teiges formst du mit nassen Händen (kaltes Wasser, da der Teig recht feucht ist) den Teig zu einer schönen Kugel.

Ab damit aufs Backpapier und den Teig noch zehn Minuten entspannen lassen.

Jetzt wird gebacken! Das Backblech aufs untere Einschubfach stellen und unten in den Ofen mit einer Schöpfkehle etwas Wasser rein kippen. Den Ofen danach direkt schließen! Das sogenannte „dampfen“ sorgt für eine tolle Kruste. Wecker auf 60-70 Min einstellen. Nach 10 Min reduzierst du die Temperatur auf 210 Grad.

Wenn alles klappt, dann sieht das Brot danach aus wie vom Bäcker!

So langsam duftet die ganze Wohnung nach frischem Brot. Alles richtig gemacht.

Nach der Backzeit holst du das Brot aus dem Ofen und prüfst, ob es gut durch gebacken ist. Die Kruste schmierst du zuletzt mit einem Backpinsel mit etwas Wasser ein.

Fertig ist ein sauleckeres Brot. Dauert mit Zubereitung zwar etwas länger, aber es lohnt sich. Zeit haben wir ja aktuell genug :-)! Wer auf Vorrat backen will, kann auch gerne mehrere Laibe backen und diese dann in einem Gefrierbeutel einfrieren.

Verzehrtipp: Nach dem Abkühlen direkt anschneiden und schon mit Butter alleine ist es ein Gedicht! Und unser Brot macht sich natürlich prima als Gipfelvesper – sobald wir wieder in die Berge dürfen.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sandra Saarland sagte am 7. April 2020 um 09:42 Uhr

    Das werde ich am Wochenende ausprobieren, im Holzbackofen!
    Bleibt gesund

  2. Moni sagte am 19. April 2020 um 17:11 Uhr

    Ich habe das Brot dieses Wochenende gebacken – wirklich das ganze Wochenende, da ich mich bzgl. der Zeiten genau ans Rezept gehalten habe.

    Es schmeckt sehr lecker! Außen eine tolle Kruste, innen sehr fluffing. Ich genieße es gerade noch warm und nur mit Butter, Käse oder Wurst würde wohl den tollen Geschmack verfälschen.

    Ich hätte ehrlich gesagt gedacht, dass es größer wird. Hier war ich ein wenig enttäuscht.

    Ich backe öfters mein eigenes Brot und auch diese schmecken mir sehr gut.
    Dieses hier ist schon sehr aufwändig! Ich bin mir noch nicht sicher, ob sich der ganze Aufwand wirklich lohnt…

  3. Hannes sagte am 21. April 2020 um 16:22 Uhr

    Hi Moni!

    Schön zu hören, dass Dir das Brot geschmeckt hat.

    In Sachen Größe ist es bei uns immer super. Je nachdem was man als groß und klein definiert :-).
    Ja, das Brot ist echtes Slowfood und man braucht etwas mehr Zeit. Für uns ist es aber ein echtes
    Highlight. Es lässt sich super einfrieren und schmeckt nach dem Auftauen noch genau so gut.
    Durch das Kochstück bleibt das Brot auch lange schön saftig und vertrocknet nicht so schnell
    wie die Discounterbrote :-).

    Wir backen immer in der Gemeinschaft und haben einen großen Ofen. Da kann man gleich mal 30 Brote
    auf einmal einschießen. Such Dir bei Interesse Gleichgesinnte (nach Corona), die auch Freude am Backen haben.
    Dann macht es gleich doppelt so viel Spaß :-).
    Vielleicht hat ja jmd. einen großen Ofen oder fragt beim Bäcker vor Ort nach, ob ihr dort auch mal die
    Gerätschaften nutzen dürft. Gegen einen Kleinbetrag für die Nutzung, ist das bestimmt möglich.

    Es grüßen die Bergfreunde Jungs,
    Hannes & Robert

    P.S. Vor Corona hätte ich nie gedacht, dass ich als Gearhead aus dem Kundenservice mal einen Beitrag zum
    Brot backen kommentiere :-)

  4. GiPFELKiND Fotografie sagte am 20. April 2020 um 21:07 Uhr

    Heute gleich ausprobiert 😍 traumhaft das Brot! DANKE für diese Bereicherung 👍👍👍👍

  5. GiPFELKiND Fotografie sagte am 20. April 2020 um 21:08 Uhr

    TOP! lieben Dank für dieses tolle Rezept! 😄😍👍

  6. Hannes sagte am 21. April 2020 um 15:56 Uhr

    Hallo Gipfelkind!

    Das freut uns zu hören, dass die Zeit zum Brot backen sich gelohnt hat.

    Mit bäckerischen Grüßen
    Hannes & Robert

  7. Tim sagte am 25. Mai 2020 um 20:39 Uhr

    Klingt super, aber 245 gr. Wasser? Oder meint ihr Milliliter?

    VG

    Tim

  8. Jörn sagte am 26. Mai 2020 um 07:55 Uhr

    Hi Tim,

    genau. Gramm lassen sich 1:1 in Milliliter umrechnen.

    Liebe Grüße, Jörn

  9. erika sagte am 28. Mai 2020 um 08:38 Uhr

    so und nun noch einen teil vom 630er durch vollkornmehl austauschen und deine bergbrotzeit lässt dich noch länger durchhalten :))

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