Über die Alpen mal anders – der L1 von Garmisch zum Gardasee

22. Juni 2021

Die zentrale Gebirgskette in Europa einmal zu Fuß zu überqueren gehört für viele Bergwanderer und Outdoor-Enthusiasten zu den Dingen, die man einmal gemacht haben muss. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Möglichkeiten dies zu tun. Neben dem absoluten Klassiker, dem E5 von Oberstdorf nach Meran, kamen in den letzten Jahren einige sehr reizvolle Alpenüberquerungen hinzu, von Salzburg nach Triest, der Traumpfad von München nach Venedig, um nur zwei Beispiele zu nennen. Wir möchten Euch heute einmal eine in diesem Zusammenhang nur selten genannte Alternative vorstellen: den L1 von Garmisch-Partenkirchen bis zum Gardasee.

Und wenn ihr gerne wissen möchtet, wie es sich anfühlt den L1 zu erwandern, dann schaut euch gerne das Video von den Bergfreunden Marco & Sandra an.

Der L1 – ein kurzer Überblick

Der L1 ist nach seinem Erstbegeher Hans Losse benannt. Hans Losse und seinem 15jährigen Sohn Alexander sagten die ganzen etablierten Alpenüberquerungen nicht so recht zu und so beschlossen sie 1989 ihre eigene Route zu planen. Die Idee dahinter war, einen Weg über die Alpen zu finden, der vollständig ohne Busse, Seilbahnen oder sonstige Hilfsmittel auskommt. Diese Planung führte Hans Losse von Garmisch-Partenkirchen, durch das Kühtai, über den Alpenhauptkamm im Ötztal, hinein nach Südtirol, durch die Adamello-Gruppe bis nach Brescia. In den letzten Jahren hat sich eine populäre Alternative entwickelt, die statt nach Brescia zum landschaftlich reizvolleren Gardasee führt, nach wie vor sind aber natürlich beide Varianten möglich.

Bei 370km muss man zwischendurch auch einfach mal die Füße hochlegen.

Herausgekommen ist eine Route über die Alpen, die insgesamt rund 370 Kilometer lang ist, 60000 Höhenmeter umfasst und alles in allem rund drei-dreieinhalb Wochen Gehzeit benötigt. Der L1 ist im Unterschied zu den meisten anderen Alpenüberquerungen dementsprechend auch kein durchgängig ausgeschildeter Fernwanderweg, sondern besteht aus vielen zusammengewürfelten Abschnitten. Dies macht den L1 zu einem der am wenigsten begangenen und bekannten Wegen über die Alpen. Dennoch stellen Navigation und Logistik keine allzu große Herausforderung dar, Ziel- und Endpunkte der jeweiligen Etappen sind klar definiert und meistens einfach zu finden. Begehbar ist der L1 je nach Schneejahr von Ende Juni bis Mitte September, vereinzelte Schneefelder werdet Ihr aber in aller Regel auf jeden Fall vorfinden.

Der L1 ist eine anspruchsvolle Hochgebirgstour, die alpine Grunderfahrung, entsprechende Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt. Es gibt viele ausgesetzte, seilversicherte Kletterstellen und auch eine kurze Gletscherquerung des Fürkeleferner am Ende des Martelltals gehört dazu. Da der L1 so angelegt ist, dass der Wanderer immer wieder komplett in die jeweiligen Täler absteigt, sammelt man zahlreiche Höhenmeter, was eine entsprechende Grundkondition voraussetzt. Wenn Ihr diese Voraussetzungen mitbringt, erwartet Euch auf dem L1 eine wunderbare Alpenüberquerung, mit sehr schönen Übernachtungsmöglichkeiten, relativ wenigen Menschen und einer faszinierenden Bergwelt.

Die Etappen

Bergfreund Marco nutzte zwischendurch die Gelegenheit ein Biwak einzulegen.

Grob kann man den L1 in drei Abschnitte untergliedern, einen nördlichen von Garmisch bis ins Stubaital, einen zentralen von den Ötztaler Alpen bis zur Ortlergruppe, in dem der Alpenhauptkamm überschritten wird und einen südlichen durch die Adamello-Alpen zum Gardasee.

Der folgende Etappenplan ist eine Möglichkeit, jeder hat natürlich die Option Etappen anders zu gestalten, ab und an bietet sich auch die Möglichkeit ein Biwak einzulegen, statt auf einer Hütte zu übernachten.

Etappe 1 Garmisch-Partenkirchen-Knorrhütte

Aufstieg von Garmisch-Partenkirchen über das Kreuzeckhaus (es geht auch die Alternative über die Partnachklamm), durch das Reintal, bis zur Knorrhütte. Hier könnt ihr alternativ auch eine gute Stunde unterhalb der Knorrhütte biwakieren. Gute, nicht zu anstrengende Einstiegsetappe mit schönen Blicken auf das Zugspitzmassiv.

Etappe 2 Knorrhütte – Neue Alplhütte

Die erste Etappe bietet direkt eine tolle Aussicht auf die Zugspitze.

Von der Knorrhütte geht es durch das berühmte Gatterl hinein nach Österreich. Vom Gatterl dann über das Steinerne Hütterl hinab zur Tillfußalm und von hier ein recht langer Anstieg hinauf zur Neuen Alplhütte. Ab dem Gatterl viele Höhenmeter, aber keine technisch anspruchsvolle Etappe.

Etappe 3 Neue Alpl Hütte – Untermieming – Dortmunder Hütte

Diese Etappe sollte man auf zwei Tage verteilen und auf der Stamser Alm übernachten, wenn man auch das Inntal zu Fuß durchqueren will. Dieses ist landschaftlich leider wenig reizvoll, deshalb haben wir uns entschlossen, das Inntal nach dem Abstieg von der Neuen Alpl Hütte mit dem Bus zu durchfahren und direkt zur Dortmunder Hütte aufzusteigen. Sehr anstrengende Etappe mit vielen Höhenmetern.

Etappe 4 Dortmunder Hütte –Schweinfurter Hütte

Relativ unspektakuläre Etappe am Speichersee vorbei durch das Kühtai mit vielen Ski- und Sesselliften, bis zur Schweinfurter Hütte. Eine der weniger schönen Etappen auf dem L1, die man theoretisch aber auch über das Längental umgehen kann, was aus der Rückschau schöner erscheint.

Etappe 5 Schweinfurter Hütte – Amberger Hütte

Von der Schweinfurter Hütte über die wirklich schön am See gelegene Winnebachseehütte hinab nach Grieß, wo es auch Einkaufsmöglichkeiten gibt. Danach folgt ein langer Anstieg hinauf zur Amberger Hütte, auch hier ist eine gute Kondition nötig, technisch aber nichts Anspruchsvolles. 

Etappe 6 Amberger Hütte- Sölden/Vent

Auf dem L1 erwarten euch auch kleinere Gletscherpassagen.

Eine der schwierigsten Etappen auf dem L1. Von der Amberger Hütte geht es über eine seilversicherte Kletterpassage zum sehr ausgesetzten Attakarjoch, den kleinen Gletscher könnt ihr aber umlaufen. Hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwingend geboten. Es folgt ein langer, sehr steiler, auch technisch anspruchsvoller Abstieg nach Sölden. Hier kann man dann entweder an der Ache entlang der Straße bis Zwieselstein gehen. Wir haben uns aufgrund des Weges direkt an der Straße auch hier dazu entschlossen, von Sölden den Bus direkt nach Vent zu nehmen, dies würde ich auch empfehlen.

Etappe 7 Vent – Schöne Aussicht Hütte

Der offizielle L1 führt nun über die Martin Busch Hütte zum Saykogel, mit 3360 Metern auch höchster Punkt der Tour. Von hier geht es dann weiter zur Schöne Aussicht Hütte. Wir mussten witterungsbedingt leider die Alternative über die Similaunhütte wählen und von dort nach Vernagt absteigen. Die meisten Wanderer sparen sich dann den sehr langen Abstieg nach Schlanders, sondern fahren von Kurzras oder wie wir von Vernagt mit dem Bus nach Schlanders.

Etappe 8 Schöne Aussicht Hütte – Schlanders

Insbesondere wenn man die Variante mit dem Bus wählt, ist hier ein guter Zeitpunkt einen Ruhetag in Schlanders einzulegen, die Füße hochzulegen und Südtiroler Spezialitäten in dem Vinschgauer Städtchen zu genießen.

Etappe 9 Schlanders – Berggasthaus Stallwies

Von Schlanders geht es zunächst durch Weinberge, dann auf eher langweiligen Forstwegen über die Göflaner Alm hinauf zur Göflaner Scharte. Hier gilt es ein wenig auf die Gewitterneigung zu achten, von der Scharte hat man erste, beeindruckende Blicke auf die Ortlergruppe. Von der Scharte führt der Weg dann auf und ab, bis zum wunderbar gelegenen Stallwieshof, einem der schönsten Übernachtungsorte auf dem L1.

Etappe 10 Berggasthaus Stallwies – Marteller Hütte

Der Weg führt durch das Martellertal zunächst recht eben bis zum Stausee unterhalb der Marteller Hütte. Von dort gibt es dann unterschiedliche Aufstiegsmöglichkeiten zur Hütte, die Variante vom Stausee nach links ist steiler und anspruchsvoller, aber auch schöner, sonst bietet die Etappe keine großen Schwierigkeiten.

Etappe 11 Marteller Hütte – Peio

Eine weitere sehr anspruchsvolle Etappe steht heute auf dem Programm. Von der Marteller Hütte steigt der Weg über den spaltenfreien Fürkeleferner hinauf zur Fürkelescharte auf 3032 Metern. Die kurze Gletscherquerung erfordert unbedingte Trittsicherheit, auch die letzten Aufstiegsmeter zur Scharte sind auf technisch anspruchsvollem, rutschigem Geröll zu absolvieren. Von der Scharte, mit der man auch die deutsch-italienische Sprachgrenze überquert, folgt ein langer, ermüdender Abstieg nach Peio.

Etappe 12 Peio – Rifugio Bozzi

Diese eher kurze Etappe führt zunächst eben bis zum Stausee am Ende des Tals. Von dort geht es dann zwar lange, aber nicht extrem steil hinauf zum Rifugio Bozzi. Hier gibt es noch einige Bunker und sonstigen Überbleibsel aus dem hier heftig umkämpften Ersten Weltkrieg zu sehen, ansonsten ist es nicht sonderlich spektakulär.

Etappe 13 Rifugio Bozzi – Temú

Theoretisch und bei sehr guter Kondition könnte man auch direkt vom Rifugio Bozzi zum Rifugio Garibaldi gehen. Um noch etwas einzukaufen und zu entspannen, ist es aber netter vom Rifugio Bozzi den längeren Abstieg nach Ponte di Legno zu nehmen und von dort das Tal entlang nach Temú zu wandern und dort zu übernachten. Alternativ könnt ihr auch im größeren Ponte di Legno übernachten und dann mit dem Bus nach Temú fahren. 

Etappe 14 Temú – Rifugio Garibaldi

Was ist bloß die bessere Belohnung? Der wunderschöne Rifugio Garibaldi oder der Blick auf den Monte Adamello.

Ab hier folgt der L1 dem Höhenweg Sentiero No.1, der mit der weißroten Beschilderung gut zu finden ist. Von Temú geht es über eher langweilige Forstwege zunächst moderat, dann aber stetig steiler werdend zu den Stauseen und dann weiter zum Rifugio Garibaldi. Der Weg ist technisch nicht anspruchsvoll, kann aber bei hohen Temperaturen sehr anstrengend sein, weil es kaum Schatten gibt. Belohnt wird man mit dem wunderschön gelegenen Rifugio Garibaldi und dem Blick auf den Monte Adamello.

Etappe 15 Rifugio Garibaldi – Rifugio Gnutti

Vom Rifugio Garibaldi führt der Weg zunächst hinab zum oberen Stausee, ehe es dann zunehmend steil und wegen der größeren Granitfelsen auch anstrengend zum Passo di Premassone geht. Hier ist am Ende auch eine kurze seilversicherte Kletterpassage zu überwinden. Von der Passhöhe mit wunderschönem Ausblick auf die umliegende Bergwelt, geht es zunächst weiter über große Granitblöcke, die die Orientierung erschweren, hinab und dann über den Passo del Gatto zum Rifugio Gnutti. 

Etappe 16 Rifugio Gnutti – Rifugio Citta di Lissone

Die 16. Etappe startet mit einem Aufstieg über Granitblöcke.

Vom Rifugio Gnutti geht es zunächst steil und wieder über die hier obligatorischen Granitblöcke hinauf zum Passo Miller, sehr steil hinab über das Rifugio Prudenzini wieder hinauf zum Passo di Paio. Hier sind die Wege stark mit Gras überwachsen und man muss oft aufpassen nicht umzuknicken, weil Löcher unter dem hohen Gras verborgen sind, es ist also Vorsicht geboten. Es folgt ein steiler Abstieg ins Tal des Paio, dem man bis zum Rifugio Citta di Lissone folgt, hier gäbe es aber auch Möglichkeiten zu Biwakieren. Eine lange schwierige Etappe, die man theoretisch auch auf zwei Tage verteilen könnte.

Etappe 17 Rifugio Citta di Lissone – Rifugio Maria e Franco

Es geht zunächst eben, dann schnell steiler werdend über einige seilversicherte Passagen über kleinere Pässe, dann eher eben entlang des Tals weiter. Hier ist der Weg gegen Erosion mit Eisenbahnbohlen unterlegt, was im trockenen Zustand das Gehen erleichtert. Über den Passo Ignaga, mit dem Ihr auch von Südtirol in die Lombardei gelangt, geht es sehr steil und teilweise seilversichert hinab zum Rifugio Maria e Franco

Etappe 18 Rifugio Maria e Franco – Rifugio Tita Secchi

Eine der kürzesten Etappen auf dem L1 führt zunächst über den Passo Dernal, dann recht steil bergab ins Tal mit vielen Schafen. Es folgen zwei weitere, kleinere Pässe mit einigen Granitfelsen, ehe es zum sehr schön gelegenen Rifugio Tita Secchi geht.  

Etappe 19 Rifugio Tita Secchi – Bagolino

Ab dieser Etappe weicht der Plan nun vom offiziellen L1 ab und biegt nach links in Richtung Gardasee ab, statt weiter nach Brescia zu gehen. Es folgt ein langer, auch eher langweiliger Abstieg in Richtung des kleinen Dörfchens Bagolino

Etappe 20 Bagolino – Idro

Von Bagolino geht es an der Ostküste des Idrosees entlang in Richtung Idro. Leider gibt es hier immer wieder längere Abschnitte entlang der Straße, deshalb kann man auch Teile der Etappe mit dem Bus umfahren.

Etappe 21 Idro – Saló 

Und endlich zeigt er sich – der Gardasee.

Die letzte Etappe führt zunächst noch einmal steil bergauf aus Idro hinaus, es folgt ein langer, eher flacher Abstieg zum Gardasee bei Manerba, auch oft entlang von Teerstraßen. Ihr könnt entweder in Manerba bleiben, wir haben uns entschlossen noch mit dem Bus in das benachbarte, größere Saló zu fahren. Auf jeden Fall habt Ihr Euch jetzt einen Sprung ins kühle Nass des Gardasees verdient.

Ein paar Bemerkungen zur Ausrüstung

Die folgenden Zeilen betreffen nicht nur den L1, sondern können so oder so ähnlich auch für andere Alpenüberquerungen genutzt werden. Grundsätzlich gilt, was letztlich für jede Bergwanderung oder Trekkingtour richtig ist: je leichter desto besser. Achtet darauf Euer Rucksackgewicht so gering wie möglich zu halten und beschränkt Euch auf das Wesentliche. Ihr werdet unterwegs immer mal wieder die Möglichkeit haben, Kleidung zu waschen, deshalb könnt Ihr getrost auf zu viele Wechselschichten verzichten. Es genügt eine Wanderschicht, ein Baselayer aus Merinowolle, eine Isolationsschicht und eine Hardshelljacke als Toplayer für den Wetterschutz. Eine Überziehregenhose hatten wir zwar dabei, ist aber nicht zwingend nötig.

Eine gesonderte Bemerkung gilt dem Thema Schuhe. Wir benutzen auch im alpinen Bereich stabile Trailrunningschuhe, auch ein Approachschuh ist eine deutlich leichtere Alternative zu einem klassischen, knöchelhohen Bergwanderschuh. Dies ist aber nicht für jedermann und erfordert entsprechende Erfahrung im alpinen Gelände mit solchen Schuhen unterwegs zu sein. Es bleibt eine individuelle Entscheidung mit welchem Schuhwerk eine solche alpine Tour gegangen wird. Grödel können für die kurzen Gletscher- und auch immer mal wieder vorkommenden Schneefeldquerungen hilfreich sein, sind aber nicht zwingend erforderlich.

Was andere Ausrüstung angeht, hängt es davon ab, ob Ihr plant ausschließlich auf Hütten zu übernachten, oder ob Ihr auch das eine oder andere Mal biwakieren möchtet. Im ersten Fall gilt unter Coronabedingungen, dass Ihr auch auf den Hütten einen vollwertigen Schlafsack mit einer Komforttemperatur von um die acht Grad benötigt. Plant Ihr auch Biwaks einzustreuen, braucht Ihr natürlich eine Isomatte mit einem R-Wert von grob drei, eine Unterlage, sowie ein Tarp oder einen Biwaksack als Wetterschutz. Auch der Schlafsack sollte dann eine Komforttemperatur von rund um den Gefrierpunkt haben. Die weiter unten folgende Packliste geht vom zweiten Fall aus. Ansonsten komplettieren die Ausrüstungsliste gute Trekkingstöcke, ein paar wenige Hygieneartikel, eine Stirnlampe und ein Erste Hilfe Set.

Packliste Alpenüberquerung

  • Rucksack (30-35 Liter)
  • Schlafsack (Komforttemperatur 0 bis -3 Grad, auf Hütten ca. 8 Grad)
  • Isomatte (R-Wert ca. 3)
  • Biwaksack und/oder Tarp
  • Robuste Trekkinghose
  • Funktionsshirt
  • Eine Merinoschicht (lange Unterhose und Longsleeve)
  • Leichte Kunstfaser-oder Daunenjacke
  • Eine dreilagige Hardshelljacke
  • Ggf. eine Überziehregenhose
  • 2-3 Paar Wandersocken
  • 2-3 Unterhosen
  • Approach-Trailrunning oder Bergschuhe
  • Hüttenschuhe
  • Dünne Handschuhe und Mütze
  • Ein Buff
  • Stirnlampe
  • Trekkingstöcke
  • Erste Hilfe Set & Reiseapotheke
  • Zahnpasta, Zahnbürste & Sonnencreme
  • Smartphone und eine Powerbank
Kommentare zu diesem Artikel

  1. Felix sagte am 4. Juli 2021 um 21:01 Uhr

    Guten Tag,

    einen ausführlichen Bericht mit vielen Bildern und auch alternativen Etappen zum L1 findet ihr auf meinem Blog alpenquerungl1.blogspot.com.

    Ich würde unbedingt empfehlen, den L1 bis zum Ende zu laufen! Die Brescianer Vorberge sind super schön und wenn ich hier von dem Weg an den Gardasee lese mit viele Strecken entlang der Straße klingt das nicht sehr verlockend. Und wirklich kürzer ist es ja auch nicht.
    Auch die Busfahrten durch das Inntal oder nach Vent braucht es nicht. Die Originalroute geht ehh über das Ramoljoch (ihr habt wohl alpenquerung.info als Referenz) eine der schönsten Etappen mit einer Übernachtung im Ramolhaus auf über 3000 Meter mit bei schönem Wetter genialer Aussicht. Auch der Weg von Sölden nach Zwieselstein durch eine tolle Schlucht ist super zu laufen. Den Bus nach Schlanders kann man umgehen, wenn man unsere Alternative über die Oberetteshütte und Prad am Stilfserjoch läuft. Ich finde bei Fair Means fühlt sich der Erfolg am Ende einfach noch besser an!
    Außerdem empfehle ich noch den Monte Vioz von Peio aus zu besteigen. Es ist der höchste wanderbare Berg der Alpen mit 3645 Metern und eigentlich nicht schwerer als T3. Man kann sogar auf 3500 auf dem Rifugio Mantova al Vioz übernachten!
    Ansonsten kann ich jedem versierten Bergwanderer diese Überquerung ans Herz legen. Viele ruhige Strecken und gerade der Weg durchs Adamello einfach wunderschön und die Gastfreundlichkeit auf den italienischen Hütten einmalig.

  2. Bergfreund Marco sagte am 5. Juli 2021 um 10:46 Uhr

    Hallo Felix,

    vielen Dank für diese Eindrücke und Ideen. Mein Plan war wie gesagt nur eine Idee, für den L1 gibt es ja wie Du selbst schreibst immer auch Alternativen. Was den Abschluss angeht: hier ging es mir eher um den Gardasee als möglicherweise reizvolleren Zielpunkt, aber natürlich glaube ich sofort, dass auch der Normalweg nach Brescia sehr schön ist, werde mir überlegen, einfach diese Etappen einmal noch zusätzlich zu erwandern.

    In diesem Sinne Happy Trails,

    Marco

  3. Felix sagte am 5. Juli 2021 um 21:05 Uhr

    Hallo Marco,

    dann könntest du evtl. auch den ganzen Sentiero Tre Valli laufen (https://www.bresciatourism.it/de/entdecken/trekking-sentiero-3v/) dessen Ostast enstpricht genau dem Verlauf des ursprünglichen L1.

    Grüße

    Felix

  4. Bergfreund Marco sagte am 6. Juli 2021 um 07:18 Uhr

    Hi Felix,

    das hört sich sehr gut an, kommt direkt auf die Merkliste, Danke dir für den Tipp.

    Viele Grüße,

    Marco

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