Alle Beiträge, in denen das Wort "pflege+bekleidung" vorkommt:

sympatex

Pflegehinweise für Bekleidung mit Sympatex Membran

26. August 2015

Der Himmel ist grau, es regnet in Strömen? Nichts wie ab nach draußen! Bei solchem Sauwetter fühlt sich Outdoor Bekleidung mit Sympatex Membran richtig wohl. Aber was bei strömendem Regen und matschig-schlammigen Touren im Einsatz ist, das wird schmutzig.

Was also tun? Ab in die Waschmaschine damit! Aber was muss ich bei der Wäsche beachten? Kann eine falsche Behandlung der Membran schaden? Müssen die Kleidungsstücke nachbehandelt werden? Fragen über Fragen, die im Folgenden geklärt werden sollen. Also weiterlesen!

(mehr …)

laufen2

Was ist bei der Pflege von Laufbekleidung zu beachten?

30. März 2015

Ah, da ist sie endlich: Die ultraleichte und mindestens genauso ultrateure Läuferkluft, die Euch mit Kompression zu neuen Geschwindigkeitsrekorden bringt. Leider hat aber auch die hochwertigste Laufbekleidung noch immer keine eingebaute Selbstreinigungsfunktion und muss daher wohl oder übel irgendwann eine Waschmaschine von innen sehen.

Damit Ihr möglichst lange Spaß an Hosen, Shirts und Jacken habt, folgt Ihr am besten der Waschanleitung der Hersteller – und natürlich unseren praktischen Tipps!

 

 

(mehr …)

MTB Winter Pflege

Mountainbiken im Winter – Von der Pflege bis hin zur besseren Fahrtechnik

6. Februar 2018

Wer auch zwischen Spätherbst und Frühjahr nicht genug vom Mountainbike bekommen kann, und sich durch kältere Temperaturen, Eis, Schnee und Matsch nicht den Spaß am Radfahren verderben lässt, sondern bei den besonderen Bedingungen vielleicht sogar die spezielle Herausforderung sucht, muss sein Bike, seine Kleidung und seine Fahrweise den winterlichen Bedingungen anpassen. Alle anderen Radfahrer werden ihr Bike vor dem Winter noch einmal ordentlich putzen, etwas fetten und ölen und bis zum Frühjahr in den Winterschlaf schicken. (Ein paar Tipps um das MTB für die Winterpause vorzubereiten findest du im Artikel über die Mountainbike Pflege im Winter.)

Das Mountainbike für sportliche Touren im Winter präparieren

Auch für den Mountainbiker, der sich von der Kälte im Winter nicht abschrecken lässt, steht zunächst eine kleinere Wartung an. Dabei werden alle beweglichen Teile noch einmal gut geschmiert und alle Dichtungen und beweglichen Teile gefettet oder geölt. Durch die Kälte, Schmutz, Matsch und das Salz auf den Straßen ist das Bike höheren Belastungen ausgesetzt, als zur Sommerzeit. Deshalb ist es mit der einmaligen Vorbereitung auch nicht getan. Stattdessen muss das Mountainbike im Winter regelmäßig geputzt, geölt und gewartet werden. Ausführliche Tipps zur MTB Pflege im Winter findest du in unserem Blog-Artikel.

Je nach dem wie schneereich, eisig oder matschig der Winter sich entwickelt, kann auch die Auswahl der Winterreifen fürs Mountainbike variieren. Grundsätzlich gibt es drei sinnvolle Arten, um mit viel Grip durch den Winter zu fahren: Die Allround-Methode ist der grobstollige und breite Enduro- oder Downhillreifen. Ob „Magic Mary“ oder „Dirty Dan“ von Schwalbe oder vergleichbare Bereifung von Maxxis oder Continental – das Profil sollte ausgeprägt sein, damit der Reifen sich tief in Schnee oder Matsch eingraben kann und guten Halt findet.

Der Winterreifen am MTB sollte ein möglichst hohes Volumen haben, damit Mountainbiker ihn im Winter mit niedrigem Druck fahren können. So erhöht sich die Auflagefläche und Grip und Traktion verbessern sich. Natürlich muss der neue MTB Winterreifen auch zur Felge und zum gesamten Set-Up passen, damit der Reifen nirgends schleifen oder hängen bleibt. Noch mehr Tipps zum Thema MTB Winterreifen findest du im Artikel über Mountainbike Winterreifen.

Für kältere und eisigere Bedingungen kommen zweireihige Spikereifen in Betracht. Sie bieten ebenfalls guten Grip und können durch ihre außenliegenden Spikes die Kurvenlage beträchtlich verbessern. Zudem rollen sie auf Asphalt und schneefreien Passagen leicht wie jeder andere Mountainbikereifen. Gerade bei wechselhaften Bedingungen im Winter spart man sich so das ständige Wechseln zwischen Spikereifen und Reifen ohne Spikes.

Spikereifen mit vierreihigen Spikes garantieren beste Bodenhaftung und sehr gute Traktion und Kurvenlage. Vor allem auf hartem Schnee und auf Eis spielen sie ihre komplette Stärke aus. Im Matsch sind sie auch sehr gut zu fahren, während sie im tieferen Schnee keine nennenswerten Vorteile bieten. Auf schneefreiem Asphalt sind sie sehr laut und mit ihrem großen Rollwiderstand eher unangenehm zu fahren.

Die Vorbereitung des Mountainbikes auf den Winter hängt daher stark vom individuellen Einsatzgebiet und der eigenen Fahrweise ab. Für ein MTB-Rennen auf präpariertem Schnee-Track ist der Voll-Spike-Reifen genau die richtige Wahl, während der breite Schlammreifen für die Mischung aus Schnee und Matsch auf den Trails der Mittelgebirge eine super Alternative darstellt. Wer auch bei tieferem Schnee gerne Offroad mit dem Mountainbike unterwegs ist, hat mit einem Fatbike fast unerschöpfliche Möglichkeiten. Die Mischung aus enorm breitem Reifen und minimalem Luftdruck lässt Mountainbiker selbst tief verschneite Powderhänge regelrecht absurfen.

Tipps zur Fahrtechnik beim Mountainbiken im Winter

Den optimalen Körperschwerpunkt  auf dem Bike zu finden, zu halten und präzise zu verlagern, ist im Winter noch wichtiger, als im restlichen Jahr, denn Grip, Traktion und Kurvenlage sind auf Eis und Schnee stark reduziert. Beim bergauf Fahren geht das  eigene Gewicht daher voll auf den Sattel, beziehungsweise auf das Hinterrad. Auch beim lockeren bergab Fahren liegt das Hauptgewicht des Fahrers auf dem Hinterrad. Das Vorderrad ist fast unbelastet und sucht sich so seine Bahn durch die verschneite Abfahrt.

Bei Kurvenlage gilt es allerdings mit entsprechendem Druck das Vorderrad zu belasten. Andernfalls würde das Bike trotz Lenkbewegung entweder weiter geradeaus fahren oder über das Vorderrad ausbrechen und seitlich wegrutschen. Durch die Positionierung des Pedals auf der Kurveninnenseite oben und auf der Kurvenaußenseite unten lässt sich in Kurven ein stabiler Druck aufbauen. Gleichzeitig verhindern Mountainbiker so ein Einhaken mit dem Pedal am Boden auf der Innenseite.

Durch die geringere Traktion und die Tendenz der Räder seitlich auszubrechen, ist eine sehr körperbetonte Fahrweise ideal, die in Kurven den gesamten Körper auf dem Bike mitnimmt. Gleichzeitig gilt es auch die Manöver rechtzeitig einzuleiten und durch vorausschauendes Fahren mit vollem Flow durch die Kurven zu fahren. Rutschpartien gehören da einfach dazu und sorgen für zusätzlichen Nervenkitzel und Fahrspaß. Deshalb sollten Mountainbiker trotz vollem Körpereinsatz immer so locker bleiben und ihren Schwerpunkt so über dem Bike halten, dass sie ein Abrutschen der Räder kontrolliert ausgleichen können.

Beim Bremsen auf Schnee müssen Mountainbiker in der Regel mit einer stark reduzierten Bremswirkung rechnen. Die Vorderbremse ist bei glattem Untergrund in den meisten Fällen schlicht unbrauchbar, denn das Vorderrad würde sofort zur Seite ausbrechen. Daher schieben Mountainbiker ihre gesamtes Gewicht auf das Hinterrad und arbeiten mit dosierten Bremsschüben. Ähnlich wie bei einem Antiblockiersystem am Auto behält der Mountainbiker so die Kontrolle auf rutschigem Boden. Durch die geringe Traktion sind spontane Vollbremsungen oft unmöglich. Die eigene Geschwindigkeit muss daher unbedingt auf die verringerte Bremsleistung angepasst werden. Je nach Untergrund und Temperatur sollten Biker sich am Anfang jeder Tour „einbremsen“, um sich mit ein paar kontrollierten Testbremsungen an die Verhältnisse anpassen zu können.

Besonders knifflig beim Fahren mit dem Mountainbike im Winter sind rutschige Querungen am Hang. Die Räder haben dabei ständig die Tendenz hangabwärts zu rutschen, da sie nicht mehr genug Grip mit den mittleren Stollen finden und nur noch auf dem Reifenrand fahren. Damit das nicht passiert, stehen Biker auf den Pedalen und drücken das MTB in den Hang. Sie verändern also den Winkel der Räder hangabwärts, so dass die Reifen eine größere Auflagefläche haben und das Profil im Untergrund greift. Gleichzeitig gleichen sie den schrägen Winkel des Fahrrads aus, indem sie ihr Gewicht auf die Hangseite verlagern. So ist die Fahrlage stabilisiert und die Räder haben genug Druck, um guten Grip aufzubauen.

Sportliche Winterbekleidung für Mountainbiker

Damit das Biken im Winter Spaß macht und nicht zur frostigen Zitterpartie wird müssen Mountainbiker sich dementsprechend kleiden. Angefangen von MTB Winterschuhen, über eine warme Mütze unterm Radhelm, bis hin zu wärmenden Fahrradhandschuhen.

Mountainbiker, die im Winter eher unregelmäßig auf Tour gehen, können mit ihren normalen MTB-Schuhen, warmen Socken und wasserdichten Überschuhen gut improvisieren. Winterfeste MTB-Schuhe mit isolierendem Futter und natürlich isolierender Sohle sind allerdings für regelmäßige Winter-Biker sehr empfehlenswert. Vor allem beim Einsatz von Klickpedalen entstehen an der Sohle empfindliche Kältebrücken, die sich auch durch wärmere Socken nicht ausgleichen lassen. Die speziellen Winterschuhe für Mountainbiker sind dafür besonders isoliert und garantieren angenehme Wärme.

Gefütterte MTB-Handschuhe mit gutem Grip und eventuell mit einer wasserdichten und windundurchlässigen Membran sorgen für warme Finger und ein gutes Handling des Bikes. Dünne Fleecemützen, Stirnbänder oder Multifunktiontücher passen super unter den Helm und schützen vor Fahrtwind und Kälte. Je nach Wetter fallen MTB-Hose und MTB-Jacke mehr oder weniger wasserdicht und atmungsaktiv aus. Angenehme Bewegungsfreiheit und Flexibilität sind dabei, neben komfortabler Wärmeleistung, die wichtigsten Kriterien.

Als MTB-Helm kann der normale Radhelm oder Fullfacehelm getragen werden, der auch sonst beim Mountainbiken verwendet wird. Eine Fahrradbrille beim Mountainbiken auf Eis und Schnee ist auf jeden Fall sehr gut, denn sowohl die kalte Luft, als auch aufgewirbelter Schnee und Dreck können die Sicht beeinträchtigen. Dabei verwenden Mountainbiker sowohl Sonnenbrillen, als auch klare Bikebrillen und Goggles. Für unerfahrene Mountainbiker, die vor ihren ersten Bike-Abenteuern im Schnee stehen und Bikeprofis, die auch vor Stürzen nicht zurückschrecken, können beim Mountainbiken im Winter Protektoren an den Knien, an den Ellenbogen und am Rücken so manchen schmerzhaften blauen Fleck ersparen.

Das kleine 1x1 der Wanderbekleidung

Das kleine 1×1 der Wanderbekleidung

19. Dezember 2017

Welche Socken zieh‘ ich heute zu meinen Wanderschuhen an? Die Gestreiften oder die mit den Blümchen? Nehm‘ ich die rote oder die blaue Jacke? Ich meine, die sollten ja schon zu den Schuhen und den Socken passen. Ach ja, und über die passende Sonnenbrille müssen wir ja gar nicht erst anfangen zu diskutieren, oder?

Ja, diese Dinge sind wirklich wichtig. Am Berg muss schließlich alles perfekt aufeinander abgestimmt sein. Aber mal Spaß beiseite. Die Wahl der richtigen Wanderbekleidung sollte gut überlegt sein. Während man sich gerade noch total nass und verschwitzt über die Bergkuppel schleppt, fängt man im nächsten Moment schon bitterlich an zu frieren. Schuld daran: die falsche Bekleidung.

Die verschiedenen Teile der Wanderbekleidung müssen perfekt zusammenspielen. Trägt man beispielsweise Unterwäsche aus Baumwolle, wird dadurch die gesamte Kette der Atmungsaktivität schon von Beginn an abgeschnitten – aber das kennt ihr sicher schon. Nein? Na, dann lasst uns euch helfen!

Also wie sieht die richtige Wanderbekleidung aus? Wie ist man von Kopf bis Fuß beim Wandern und Trekking funktionell gut ausgerüstet. Wir sind dem Ganzen mal auf den Grund gegangen.

Funktionell ausgerüstet von Kopf bis Fuß beim Wandern und Trekking

Als die Menschen in Europa im 18. und 19. Jahrhundert nach und nach ihre Begeisterung für Wanderungen durch Städte, Länder und Landschaften entdeckten, bestand die Ausrüstung dafür aus ganz gewöhnlicher Alltagsbekleidung. Hosen und Hemden aus Leinen oder Hanfgewebe, Umhänge aus Wolle und später auch Jacken und Mäntel aus Baumwolle waren die Bekleidung der ersten Wanderer. Teils zum Vergnügen und teils aus wissenschaftlichem Interesse begannen sie die Welt zu Fuß zu erkunden. Ihre Lederschuhe mögen komfortabel gewesen sein, aber es dauerte noch etliche Jahrzehnte bis zur Erfindung wasserdichter Membrane und rutschfester Sohlen.

Dementsprechend mühsam und aus heutiger Sicht strapaziös waren die Wanderungen, denn die Bekleidung war schon im trockenen Zustand sehr schwer – nach einem kräftigen Regenschauer umso schwerer. Winddicht und gleichzeitig gut belüftet? Fehlanzeige! Minimales Packmaß und trotzdem robust? Auf keinen Fall! Funktionelles Schichtsystem? Gibt es nicht!

Weitab von jeglichem Komfort, auf den moderne Wanderer nicht verzichten möchten, legten die Pioniere beachtliche Strecken über mehrere hundert Kilometer zurück, die auch mit heutiger Trekkingausrüstung eine anspruchsvolle Herausforderung darstellen. Damit bereiteten sie den Anfang für einen Breitensport, der etliche funktionelle Innovationen hervorgebracht hat und der im 21. Jahrhundert mit der Outdoorbranche und dem Wandertourismus einen regelrechten Boom erfährt.

Komfortable Wanderschuhe mit gutem Grip

Statt die Wanderbekleidung von „Kopf bis Fuß“ zu analysieren, fängt diese Beschreibung direkt bei den Füßen an und arbeitet sich dann langsam aufwärts am Wandersmann, beziehungsweise an der Wandersfrau. Ohne Zweifel sind Wanderschuhe das ausschlaggebende „Kleidungsstück“, das Wanderer von Spaziergängern und Menschen in Alltags- und Freizeitbekleidung unterscheidet. Wanderschuhe gibt es in zahlreichen Varianten und Ausprägungen, die über eine wichtige Gemeinsamkeit verfügen: eine griffige Outdoor-Sohle, die auf Wanderwegen und im Gelände einen sicheren Tritt und perfekten Grip garantiert.

Wandersohlen sind stark profiliert und bestehen aus Gummimischungen, die guten Grip auf matschigen Waldwegen ebenso gewährleisten, wie auf losem Geröll und rutschigen Wurzeln. Neben vielen verschiedenen hauseigenen Designs und Gummimischungen greifen viele Hersteller auf bewährte Sohlentechnologie von Vibram oder Michelin zurück. Einige Wanderschuhe lassen sich zudem wieder besohlen und haben dadurch eine noch höhere Lebensdauer.

Im Aufbau und Design der Wander- und Outdoorschuhe gibt es große Unterschiede. Vom leichten Multisportschuh mit luftdurchlässigem Mesh-Gewebe, über niedrig geschnittene Zustiegsschuhe mit ausgeprägtem Geröllschutz, bis zu Wander- und Trekkingstiefeln mit hohem Schaft und mehrzoniger Schnürung. Für schnelle Wanderungen in einfachem Gelände sind die leichten Wanderschuhe ideal. Bei anspruchsvollen Touren mit schwerem Wanderrucksack geben hohe Wanderschuhe den Knöcheln die nötige Stabilität und schützen vor Verletzungen.

Leichtwanderschuhe und strapazierfähige Trekkingstiefel gibt es meistens mit oder ohne wasserdichte Membran. Wanderschuhe ohne Membran sind in der Regel sehr gut belüftet. Schon bei der ersten nassen Wiese sind sie allerdings schnell durchnässt. Bei Wanderstiefeln mit wasserdichter Gore-Tex Membran oder anderen vergleichbaren Laminaten bleiben die Füße dagegen auch bei anhaltenden Regenschauern und bei Schneefeldern in den Bergen zuverlässig trocken. Trotzdem entweicht auch der Wasserdampf durch die mikroporöse Membran nach außen und sorgt dadurch für ein komfortables Tragegefühl. Da die atmungsaktiven Membrane ein gewisses Temperaturgefälle benötigen, um die Feuchtigkeit optimal nach außen zu transportieren, kann die Atmungsaktivität in heißen und tropischen Gebieten eingeschränkt sein. Die Wasserundurchlässigkeit ist davon allerdings nicht betroffen und jederzeit gegeben.

Je nach Hersteller und Schuhmodell kommen unterschiedliche Leisten in der Herstellung zum Einsatz. Das bedeutet, dass manche Wanderschuhe etwas breiter geformt sind, andere wiederum eher für schmale Füße perfekt passen. Auch Dämpfung und Fußbett werden auf ihr jeweiliges Haupteinsatzgebiet optimiert und so fühlen sich die Schuhe teils sehr gut sitzend und fest an, oder auch besonders weich und komfortabel. Bei der Auswahl der Wanderschuhe gilt es daher zu überlegen, in welchem Gelände die Schuhe in erster Linie zum Einsatz kommen. Beim Anprobieren sollten Wanderer die Schuhe am besten nachmittags oder abends (wegen der Passform, denn da sind die Füße oft etwas angeschwollen) für eine gewisse Zeit anziehen und in der Wohnung damit probelaufen. Nach etwa ein bis zwei Stunden merkt man so ziemlich schnell, ob der Wanderschuh gut und komfortabel sitzt. Beim Einlaufen im Gelände gilt es die ersten Kilometer in einfachem Terrain zurücklegen, bevor es auf die erste große Wanderung geht. Im Laufe der ersten Wanderungen passen sich die Schuhe dann immer besser an die Fußform an und werden in der Regel etwas weicher. Bei Wanderschuhen aus synthetischen Materialien geht dieser Prozess etwas schneller, als bei reinen Lederschuhen. Sind diese allerdings erst einmal perfekt an die eigenen Füße angepasst, sitzen die Wanderschuhe aus Leder besonders komfortabel. Um die Auswahl der Schuhe noch einfacher und anschaulicher zu machen gibt es hier noch eine ausführlichere Kaufberatung für Wanderschuhe.

Gut sitzende Wandersocken

Jeder gute Wanderschuh ist ohne die passenden Wandersocken nur halb so gut. Erst durch das Zusammenspiel von Schuh und Socke ergibt sich hoher Tragekomfort und ein angenehmes Mikroklima an den Füßen. Die Wahl der Wandersocken richtet sich nach der Auswahl der Wanderschuhe. Bei niedrigem Schaft und sportlichen Schuhen fallen auch die Socken niedriger und sportlicher aus. Für hohe Wanderstiefel eignen sich dagegen höhere Socken mit dämpfenden Verstärkungen am Schaft, an der Ferse und im Zehenbereich. In jedem Fall muss die Wandersocke über den Stiefelrand reichen um Druckstellen zu vermeiden.

Wandersocken bestehen entweder aus synthetischen Materialien, die eine besonders gute Passform ermöglichen, Merinowolle, oder Mischgewebe mit Merinowolle und Kunstfasern. Merinowolle sorgt für ein besonders angenehmes Fußklima und wärmt selbst im feuchten oder sogar nassen Zustand noch. Zudem ist Merinowolle von Natur aus geruchshemmend. Nach einer mehrtägigen Tour mit Merinosocken ist der Geruch im Vergleich zu Kunstfasersocken sehr intensiv „riechbar“. Socken aus Synthetikmaterial haben dafür den Vorteil, dass sie schneller trocknen, als Wandersocken aus Merinowolle. Wie auch immer Wanderer sich in der Materialfrage entscheiden – die Passform der Wandersocke muss perfekt sein, denn sonst können sich Druckstellen und Blasen bilden. Eine gute Wandersocke rutscht nicht, wirft keine Falten, zwickt nicht, drückt nicht und fühlt sich auch nach einer anstrengenden Tour im Gebirge noch toll an. Alle wichtigen Kriterien findest du auch in der Kaufberatung für Wandersocken nochmals genau erklärt.

Funktionsunterwäsche für ein komfortables Tragegefühl

Funktionelle Unterwäsche erfüllt beim Wandern verschiedene Zwecke. Bei kühlem Wetter wärmt sie angenehm, an heißen Tagen trocknet sie zügig und gibt die Feuchtigkeit schnell vom Körper nach außen ab. Dabei sitzt sie bequem, scheuert nicht und hinterlässt keine Druckstellen. Je nach Wetterbedingungen gibt es die Funktionsunterwäsche für Wanderer in langarmiger und langbeiniger Ausführung, als Boxershorts, Funktionsunterhosen, T-Shirts oder Tanktops.

Neben der guten Passform mit bequemen Gummizügen und elastischen Materialien ist von allem eine hochwertige Verarbeitung mit flachen Nähten sehr empfehlenswert. Für die Herstellung von Funktionsshirts und Funktionsunterhosen kommen in erster Linie Merinowolle, Polyester und Mischgewebe mit anderen strapazierfähigen und elastischen Kunstfasern zum Einsatz. Merinowolle bietet als unterste Bekleidungsschicht ein super Gefühl auf der Haut und spendet bei Kälte angenehme Wärme, kühlt aber gleichzeitig bei warmen Außentemperaturen. Selbst im feuchten Zustand hält Merinowolle den Körper warm und dank ihrer natürlichen geruchshemmenden Eigenschaft, ist Funktionsunterwäsche aus Merinowolle auch nach einer mehrtägigen Wanderung immer noch verhältnismäßig frisch.

Die oft noch etwas leichteren synthetischen Funktionsshirts und Funktionsunterhosen können Feuchtigkeit noch schneller nach außen leiten. Das Tragegefühl auf der Haut fühlt sich dabei oft etwas kühler an. Manche Shirts und Hosen sind mit geruchshemmender Technologie ausgestattet, die den natürlichen Effekt der Merinowolle imitiert. Beide Materialien und diverse Mischformen sind bei Wanderern weit verbreitet und hängen nicht zuletzt davon ab, welches Material sich individuell besser anfühlt. Auf Unterwäsche aus reiner Baumwolle und T-Shirts aus Baumwolle sollten Wanderer allerdings besser verzichten. Die Baumwolle saugt sich schnell voll und braucht sehr lange um wieder zu trocknen. Dabei kühlt sie den Körper unangenehm aus und sorgt für ein unbehagliches Tragegefühl. Hinzu kommt, dass atmungsaktive Wanderjacken und Wanderhosen nur perfekt die Feuchtigkeit abtransportieren können, wenn auch die Baselayer am Körper den Dampf gut ableitet. Mit Unterwäsche aus Baumwolle würde die gesamte Kette der Atmungsaktivität schon von Beginn an abgeschnitten. Wenn du dir nicht sicher bist, ob Kunstfaser oder Merinowolle für dich besser geeignet ist, findest du im Blogartikel über Funktionsunterwäsche zusätzliche Informationen und Anregungen.

Wanderhosen, Zip-Off Hosen und Wandershorts

Gute Bewegungsfreiheit, bequeme Passform und strapazierfähige Materialien, die schnell trocknen und die Feuchtigkeit vom Körper zügig abtransportieren, machen eine gute funktionelle Wanderhose aus. Dabei kommen von Baumwolle, über verschiedene synthetische Fasern bis hin zu Tencel, Hanf und Elasthan, die verschiedensten Materialkombinationen zum Einsatz. Dadurch sind manche Wanderhosen besonders elastisch und andere dafür extra stabil. Tourenhosen mit schoeller Gewebe und das robuste G-1000 Material von Fjällräven sind dabei nur zwei Beispiele für bekannte hochwertige Materialmischungen. Teilweise werden Wanderhosen an den Knien und am Gesäß speziell verstärkt, damit die beanspruchten Stellen gut vor Abrieb und Beschädigung geschützt sind und die Hose trotzdem sehr atmungsaktiv und bewegungsfreundlich bleibt. Ergonomisch vorgeformte Kniepartien, elastische Zwickeleinsätze und individuell anpassbare Bundweiten ergänzen die funktionellen Wanderhosen. Um dir die Wahl der Wanderhose zu vereinfachen gibt es hier noch weitere Infos zu den verschiedenen Outdoorhosen.

Zip-Off Hosen, also Wanderhosen mit abnehmbaren Beinen, sind bei Wanderern sehr beliebt, da sie hohe Flexibilität erlauben. Wenn es morgens, beim Start der Wandertour, noch kühl ist, und die Temperaturen gegen Mittag hin immer weiter steigen, verwandelt sich die praktische Zip-Off Pant im Handumdrehen in ein kurze oder knielange Wandershort. In der Regel müssen dafür nicht einmal die Wanderschuhe ausgezogen werden. Auch für mehrtägige Touren bei wechselnden Temperaturen und Wetterbedingungen sind die flexiblen Hosen ideal und das Gepäck wird dabei auch etwas leichter, da auf ein zusätzliches Kleidungsstück verzichtet werden kann.

An warmen Sommertagen greifen Wanderer am liebsten gleich zu kurzen oder knielangen Wandershorts. Vom Material und vom Design ähneln sie in jeder Hinsicht den Wanderhosen mit langen Beinen. Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit sind auch bei den Shorts die wichtigsten Kriterien. Mit elastischen Konstruktionen und praktischen Zwickeleinsätzen im Schritt unterstützen sie sportliche Wanderer in jedem Terrain.

Wetterschutz ist ebenfalls ein wichtiger Faktor für Wanderer. Viele Wanderhosen schützen gut vor Wind und sind mit einer wasserabweisenden DWR Behandung (Durable Water Repellent) versehen. Dadurch perlen Wassertropfen an der Oberfläche einfach ab und werden nicht vom Stoff aufgesaugt. Bei einem kräftigen Regenschauer kommt allerdings auch die wasserabweisende Oberflächenbehandlung an ihre Grenzen. Deshalb ziehen Wanderer bei anhaltendem Regen wasserdichte Outdoorhosen vor. Hardshellhosen mit atmungsaktiver GORE-TEX® Membran, oder anderen wasserdichten Laminaten, sorgen auch bei starkem Regen für trockene Beine. Bei wechselhaften Wetterbedingungen ist eine leichte Hardshellhose besonders praktisch, da sie bei Bedarf über der normalen Wanderhose getragen werden kann. Regenhosen mit seitlichen Reißverschlüssen sind dabei ideal für unkompliziertes An- und Ausziehen. Die leichten Hardshellhosen lassen sich sehr kompakt verstauen und fallen mit ihrem geringen Gewicht kaum zur Last im Wanderrucksack.

Beim Wandern durch nasse Wiesen, oder durch Schnee sind wasserdichte Gamaschen eine super Alternative zu wasserdichten Wanderhosen. Sie schützen von der Wade abwärts und verhindern, dass Schnee oder Nässe von oben in die Wanderstiefel gelangt. Die praktischen Wandergamaschen wiegen nur ein paar Gramm und sind bei Bedarf schnell angelegt, ohne dass dafür die Wanderschuhe ausgezogen werden müssen. Wenn du noch zusätzliche Hilfe bei der Auswahl von Hardshellhose und Gamaschen brauchst, hilft dir die Kaufberatung für Gamaschen und die Kaufberatung für Regenhosen mit Sicherheit weiter.

Wanderhemden, Softshellwesten und Hardshelljacken

Karierte Hemden aus schnelltrocknendem Funktionsmaterial sind bei Wanderern im Sommer schon lange sehr beliebt. Die luftigen Hemden bieten an warmen Tagen ein super Tragegefühl, sind pflegeleicht und robust zugleich. Funktionelle T-Shirt aus synthetischen Materialien oder Merinowolle leisten ebenfalls beste Dienste. Bei kühlen und windigen Bedingungen greifen Wanderer sehr gerne zu Softshelljacken oder Softshellwesten. Besonders die funktionellen Wanderwesten sind sehr beliebt, denn sie bieten eine gute Mischung aus Windschutz am Hals und Oberkörper, sind aber über die Arme bestens belüftet und sorgen für angenehme Bewegungsfreiheit. Viele Softshelljacken und Outdoorwesten sind zusätzlich mit einer wasserabweisenden Behandlung geschützt und widerstehen damit auch leichtem Regen sehr gut.

Bei anhaltenden und kräftigen Niederschlägen leistet eine wetterfeste Hardshelljacke mit gut sitzender Kapuze beste Dienste. Die wasserdichten Regenjacken und Outdoorjacken sind mit atmungsaktiven Membranen von GORE und anderen Herstellern ausgestattet und sorgen dafür, dass der Regen nicht in die Jacke eindringt, der Wasserdampf aber gleichzeitig entweichen kann. Viele Hardshelljacken verfügen dazu über extra Ventilationsöffnungen, zum Beispiel mit Reißverschlüssen unter den Armen, um bei anstrengenden Aufstiegen für zusätzliche Belüftung zu sorgen. Die Regenjacken für Wanderer sind unterschiedlich leicht und robust. Bei schweren Touren- und Trekkingrucksäcken sollte auch die Hardshelljacke dementsprechend robust sein. Als Ergänzung bei Tagestouren kommen dagegen oft leichte Modelle zum Einsatz, die sich sehr kompakt zusammenlegen und verstauen lassen. Neben klassischen Regenjacken verwenden manche Wanderer auch gerne Regenponchos oder Trekkingschirme, um sich vor Regen zu schützen. Beides hat den Vorteil, dass bei anhaltendem Regen die Rückenpartie und die Träger des Wanderrucksacks nicht nass werden. Deswegen verwenden einige Wanderer auch zusätzlich zu wasserdichter Rucksackhülle und Hardshelljacke einen handlichen Outdoorschirm, der verhindert, dass das Wasser zwischen Jacke und Rucksack durch läuft.

An besonders kühlen Tagen sind Fleecejacken oder isolierende Kunstfaserjacken die perfekte Ergänzung zur Wanderbekleidung. Sie lassen sich entweder „solo“ über der Basisschicht tragen, oder als praktische Zwischenschicht unter der Hardshelljacke oder Softshellweste. Fleecejacken trocknen schnell, sind weich, warm und pflegeleicht und erfreuen sich daher jederzeit größter Beliebtheit bei Wanderern. Die Kaufberatung für Fleecejacken hilft dabei, die Richtige aus der großen Auswahl zu finden.

Mützen, Sonnenbrillen und Handschuhe

Mit dieser grundlegenden Ausstattung sind Wanderer schon sehr gut ausgerüstet. Dazu noch der passende Wanderrucksack, eventuell ein Paar Trekkingstöcke, eine Trinkflasche oder ein Trinksystem und die Tour kann beginnen. Da die Auswahl von Rucksack und Stöcken allerdings ebenso vielfältig ist, wie die Auswahl an Wanderbekleidung, widmet sich diesen Themen eine eigene Kaufberatung für Rucksäcke und eine Kaufberatung für  Wanderstöcke und Trekkingstöcke. Ein paar kleine Helfer und Accessoires machen die Wanderbekleidung allerdings erst komplett. Sehr wichtig ist die richtige Auswahl der Kopfbedeckung. Eine warme Mütze oder ein weiches Stirnband aus Fleece sind bei Kälte und Wind optimal. An klaren sonnigen Tagen hilft ein Cap oder Sonnenhut vor Sonnenbrand und Sonnenstich. Viele Wanderer unterschätzen die Intensität der Sonne in den Bergen. Wenn dann noch die Luft etwas kühler ist, oder ein angenehm frischer Wind weht, ist Kopfweh und Übelkeit schon fast vorprogrammiert. Deswegen lieber den Kopf schützen, statt sich den ganzen Tag ungeschützt „braten“ zu lassen.

Vielleicht nicht direkt ein Kleidungsstück, aber beim Wandern am Wasser oder in den Bergen genauso unverzichtbar, wie gutes Schuhwerk und funktionelle Bekleidung, ist eine hochwertige Sonnenbrille, die die Augen vor schädlicher UV-Strahlung schützt. Für die meisten Wanderer ist eine komfortabel sitzende Sonnenbrille der Kategorie zwei oder drei die richtige Wahl. Wer viel in großer Höhe und auf Schnee und Eis wandert, sollte sogar zur Kategorie vier greifen. Noch mehr Informationen zu Sonnenbrillen und Gletscherbrillen kannst du in der ausführlichen Kaufberatung für Sonnenbrillen nachlesen.

Leichte Fleecehandschuhe oder winddichte Softshellhandschuhe sind an kalten Tagen eine prima Ergänzung. Die dünnen Handschuhe haben eine angenehme Wärmeleistung und garantieren gleichzeitig eine gute Feinfühligkeit bei der Verwendung von Trekkingstöcken. Viele Outdoorhandschuhe sind touchscreenfähig und müssen nicht zur Bedienung von GPS-Gerät oder Smartphone ausgezogen werden.

Ein Halstuch, Schal oder Schlauchtuch ist nicht unbedingt bei jeder Tagestour im Sommer mit dabei, aber immer wenn das Wetter umschlägt, spendet es angenehme Wärme und bietet guten Windschutz.

Perfekte Funktionalität durch optimales Zusammenspiel der Wanderbekleidung

Egal ob Wanderschuhe, Wandersocken, Trekkinghose oder Hardshelljacke – die Wanderbekleidung ist ein Team, das Hand in Hand arbeitet und beim funktionellen Zusammenspiel nur so gut ist, wie sein schwächstes Glied. Das bedeutet im Klartext, dass die Wanderausrüstung aufeinander abgestimmt sein muss und keine Schwachstellen haben darf. Die besten Schuhe sind nicht bequem, wenn die Socken nicht passen und die atmungsaktivste Regenjacke kann keinen Dampf abtransportieren, wenn die Funktionsunterwäsche die Feuchtigkeit darunter bindet. Gute Passform und ein angenehmes Tragegefühl entstehen aus der Summe aller (Bekleidungs-)Teile und machen dein Leben als Wanderer komfortabler, leichter und freundlicher.

Kunstfaser Daunen. Foto: Norröna

Winterbekleidung – was können Daune, Kunstfaser & Co?

25. Februar 2016

Ein zauberhaftes, weißes Glitzern zieht sich über Dörfer und Wiesen – er steht vor der Tür, der Winter. Im gleichen Moment steigt die Ungeduld auf den ersehnten Start der Wintersportsaison. Ob Skifahren, Schneeschuhwandern oder Eisklettern, eines ist klar: es wird saukalt! Als Gegenmittel bleibt einem so deshalb nur eine gut isolierte Winterjacke. Wir nehmen dies zum Anlass die verschiedenen Füllmaterialen von Winterbekleidung mal etwas genauer zu betrachten.

 

.

 

(mehr …)

Ausrüstung

Mufflon – Wollbekleidung aus deutscher Produktion

8. Januar 2016

Die Geschichte von Mufflon begann vor über 30 Jahren im beschaulichen Wahlstedt im Norden Deutschlands, genauer gesagt im schönen Schleswig-Holstein. Im dortigen Familienbetrieb „Die Masche“ wurden bis vor ungefähr 15 Jahren hochwertige Strickwaren gefertigt. Um mit der Zeit zu gehen und den Betrieb mit neuem Schwung ins neue Jahrtausend zu führen, begann der damalige Junior-Chef und heutige Geschäftsführer Frank Schürmeyer Produkte aus gewalkter Wolle zu fertigen – einer Technik, die schon seit tausenden Jahren zum Einsatz kommt und mit der man äußerst langlebige Kleidungsstücke produzieren kann. Die neue Kollektion stieß schnell auf reges Interesse und die Nachfrage stieg stetig, sodass man schließlich die Produktion komplett auf Produkte aus gewalkter Wolle umstellte und mit dem Mufflon im Namen und im Logo einen Neustart wagte, der sich bis zum heutigen Tage nachhaltig gelohnt hat.

(mehr …)

Merino Kleidung waschen und pflege. Foto: Ortovox

Merinowolle waschen – eine Pflegeanleitung

15. Dezember 2015

Immer mehr Outdoorer schwören bei Baselayern, aber auch anderen Bekleidungsschichten, auf Produkte aus Merinowolle – die Funktion ist einfach überzeugend. Unsicherheit kommt allerdings von Zeit zu Zeit auf, wenn die Teile in die Waschmaschine müssen.

Bei Merinowolle handelt es sich, ebenso wie bei Daune, um ein Naturprodukt. Und eben diese sind dafür bekannt, manchmal etwas „schwierig“ in der Pflege zu sein. Deswegen fragt sich so mancher, was man bei der Merinowäsche darf und was nicht.

Ich habe mich schlau gemacht und ein paar Infos zusammengetragen. So viel vorweg, die Pflege ist vollkommen unkompliziert.

(mehr …)

Gore tex Schuhe. Foto: Gore Running

GORE-TEX® Schuhe richtig pflegen

15. Dezember 2015

Manchmal sind die besten Touren die bei widrigem Wetter. Der eroberte Gipfel zählt gefühlt doppelt, wenn man den Berg bei Wind und Wetter hinauf ist. Moderne Bekleidung macht schlechtes Wetter erträglicher. Gerne greift man auch zu wasserdichten GORE-TEX® Schuhen, denn nasse Füße, das geht mal gar nicht.

Doch jetzt sind wir zurück, die Schuhe verdreckt und die ersten Fragezeichen im Anmarsch. Wie soll ich denn jetzt meine Schuhe behandeln? Imprägnieren oder kräftig einfetten? In der letzten GORE-TEX® Schulung für das Team von Bergfreunde.de habe ich die Infos mitgeschrieben. Denn eigentlich ist es ja ganz einfach…

Funktionsweise der GORE-TEX® Schuhe

Für das bessere Verständnis ist es gut, sich über den Aufbau eines GTX-Schuhes im Klaren zu sein. Wer versteht, wie die einzelnen Lagen zusammenspielen, dem erscheinen viele Dinge gleich viel logischer. Der grundlegende Aufbau der drei GORE-Materialgruppen für Schuhe (GORE-TEX® Extended Comfort, GORE-TEX® Performance Comfort und GORE-TEX® Insulated Comfort) ist gleich. Erläutern möchte ich diesem am Beispiel von GORE-TEX® Performance Comfort Schuhen.

Zunächst ein Hinweis: GORE-TEX® stellt selbst keine Schuhe her – das übernehmen Hersteller wie etwa Garmont, La Sportiva, Salewa, The North Face oder Salomon uvm.. GORE verfügt „nur“ über das Wissen zur richtigen Entwicklung und Verarbeitung der Membran.

Die GORE-TEX® Membran ist dabei von außen gesehen die dritte Schicht nach einem Obermaterial (z.B. Leder) und einem sog. Schutzgewirke. Unter der Membran ist sodann die Isolationsschicht sowie ein Innenfutter eingebracht.

Aufgabe der Membran ist es, Wasser von außen zu blocken – der Schuh wird dauerhaft wasserdicht. Gleichzeitig kann aber Schweiß in Form von Wasserdampf nach außen gelangen. Grund: die Größe von „Dampf-Tropfen“ sind viel kleiner als Wassertropfen und passen somit durch die gitterartige Struktur der Membran hindurch. Wie genau das funktioniert, erläutern wir mal in einem eigenen Artikel. Die beiden äußeren Schichten dienen v.a. zum Schutz der Membran. Natürlich trägt das Obermaterial sehr zur Charakteristik des Schuhs sowie dessen Grad an Atmungsaktivität bei.

GORE-TEX® Schuhe reinigen und pflegen

Bei der Pflege gilt es also, sowohl an das Obermaterial als auch die Membran zu denken. Die Membran jedoch funktioniert aufgrund ihrer physikalischen Struktur und ist außerdem, gut eingeklemmt zwischen den anderen Schichten, nicht für den Besitzer erreichbar. Sie benötigt folglich keine spezielle Pflege. Mehr noch: laut GORE-TEX® schadet kein Pflegemittel der Membran. Hier also schon mal Entwarnung: alles ganz einfach!

Geht es um das Außenmaterial, verweist GORE-TEX® stets auf die Pflegehinweise des Schuhherstellers. Dieser gibt in der Pflegeanleitung Hinweise, wie das verwendete Material für eine möglichst lange Lebensdauer zu behandeln ist. Es leuchtet ein, dass Leder hier andere Anforderungen als textiles Gewebe stellt – obwohl beides mal zwei Schichten darunter eine GORE-TEX® Membran liegen kann. Nie falsch liegt man jedoch, wenn man mit einem Tuch oder einer Bürste sowie lauwarmem Wasser die Schuhe von Schmutz befreit. Will man später die Imprägnierung der Schuhe erneuern, ist dies sogar absolut notwendig.

Einen Hinweis gibt GORE-TEX® jedoch noch: stark fett- oder ölhaltige Produkte wie Fettcreme oder Lederöl sollten vermieden werden. Zwar schaden diese der Membran nicht (man müsste ohnehin schon extrem viel Öl extrem fest reinreiben, dass dieses bis zur Membran gelangt), verändern aber die Atmungsaktivität des Obermaterials negativ. Denn die Poren des Leders werden durch eine solche Behandlung zunehmend verstopft. Was bei Lederschuhen ohne Membran hilft, die Schuhe wasserdicht zu machen, würde bei Membran-versehenen Schuhen dazu führen, dass auch von innen nach außen kein Feuchtigkeitsaustausch mehr möglich ist, da sich das Wasser dann quasi zwischen Membran und Außenmaterial staut und nicht abtransportiert werden kann.

Wie aber sieht es aus, wenn die Schuhe irgendwann einmal nach Käserei riechen, mit Matsch vollgelaufen sind oder einfach so auch von innen her nicht mehr so ganz salonfähig daherkommen? Eine Innenreinigung von Schuhen (egal ob mit oder ohne GORE-TEX®) ist immer so eine Sache für sich. Das grundsätzliche Problem ist hierbei die Trocknung, die auf jeden Fall sichergestellt werden muss. Aber fangen wir vorne an. Ein absolutes No-Go ist es Schuhe in der Waschmaschine zu waschen. Das schadet nicht nur den Materialien, sondern auch der Struktur und Form der Schuhe. Je nach Verschmutzung gibt es daher verschiedene Möglichkeiten das Problem in den Griff zu bekommen.

  • Verdreckte Schuhe
    Ist man draußen unterwegs, kann es schon mal vorkommen, dass man förmlich den halben Wald in den Schuhen einsammelt, aus Versehen in eine tiefe Schlammlache tritt oder sonst irgendwie Dreck ins Innere der Schuhe gelangt. Verschmutzungen dieser Art kann man vergleichsweise leicht entgegenwirken. Sofern möglich, sollte man hierzu zunächsteinmal die Innensohle herausnehmen. Ist diese stark verdreckt, kann sie problemlos mit einer Bürste oder lauwarmem Seifenwasser gereinigt werden. Haben sich Sand, Erde und Laub bzw. Tannennadeln in den Schuhen gesammelt ist es wichtig, dass die Schuhe gut ausgeschüttelt werden. Ist das Innere der Schuhe schlimmer verschmutzt, kann man auch hier mit einer kleinen Bürste oder einem feuchten Lappen gegen den Dreck vorgehen. Je weniger Wasser dabei zum Einsatz kommt, desto besser ist das für die Schuhe. Aus diesem Grund sollte man die Schuhe auch nicht mit Wasser volllaufen lassen oder im Wasser einweichen. Hat man die Schuhe gereinigt ist es wichtig, dass sie vor dem nächsten Gebrauch wieder gut getrocknet werden. Am einfachsten geht das, indem man die Schuhe möglichst weit geöffnet an einen warmen Ort stellt. Die Innensohle wird außerhalb des Schuhs getrocknet. Direkte Hitze, wie beispielsweise durch einen Ofen oder eine Heizung, kann den Schuhen allerdings schaden und sollte daher vermieden werden.
  • Stinkende Schuhe
    Spätestens wenn es nach dem Ausziehen der Schuhe so riecht, als hätte man einen überreifen Romadur ausgepackt, ist es ratsam, eine umfassende Reinigung der Schuhe vorzunehmen. Dabei ist es aber wichtig zu verstehen, wie es zur Geruchsbildung in Schuhen kommt. Der Gestank bei Schuhen oder auch bei Käsefüßen kommt nicht vom Schweiß selbst, sondern von den Bakterien, die den Schweiß und abgestorbene Hautpartikel zersetzen. Aus diesem Grund muss man primär versuchen, die Bakterien wieder loszuwerden. Mit antibakteriellen Pflegemitteln bekommt man dieses Problem jedoch recht schnell in den Griff und schadet obendrein der GORE-TEX Membran nicht. In der Regel handelt es sich bei Pflegemitteln dieser Art um ein Spray, das einfach ins Innere der Schuhe gesprüht wird. Die Geruchsbildung von Schuhen kann außerdem vermieden werden, indem man Socken trägt, die einen guten Feuchtigkeitstransport zulassen. Darüber hinaus empfiehlt es sich Schuhe nach dem Gebrauch immer zu trocknen und an einem gut durchlüfteten Ort zu lagern.

Also auch hier: Entwarnung, denn es ist alles ganz einfach. Egal ob GORE-TEX® drin ist oder nicht – es gelten für das Obermaterial die Hinweise der Schuhhersteller. Einzige Ausnahme: mit Fett oder Öl schmieren wir die Poren des Außenmaterials zu und vermindern so die Atmungsaktivität des Gesamtwerkes.

Imprägnierung von GORE-TEX® Schuhen

Eine häufige Frage ist aber noch offen: was ist mit einer Imprägnierung der Schuhe? Wer aufgepasst hat weiß bereits: egal ob die Schuhe imprägniert sind oder nicht – GORE-TEX® Schuhe sind absolut wasserdicht. Die Membran nutzt sich auch bei regelmäßigem Gebrauch nicht ab.

Dennoch sind i.d.R. alle Schuhe zusätzlich mit einer DWR-Imprägnierung (Durable Water Repellent) ausgestattet. Diese wird auf dem Obermaterial aufgebracht und dringt in die Fasern ein. Durch die Behandlung reduziert man die Oberflächenspannung des Oberstoffes, was dazu führt, dass Wasser von der Oberfläche abperlt. Zwar stoppt die Membran alles, was durch die Außenhaut des Schuhs eindringt, dennoch hat eine Imprägnierung einige Vorteile:

  • Große Wassertropfen werden bereits durch die Imprägnierung abgehalten.
  • Nicht nur Wasser, auch darin gelöster oder feuchter Schmutz wird vom Obermaterial besser abgewiesen.
  • Perlt der Großteil des Wassers außen ab, saugen sich die beiden äußeren Schichten nicht voll Wasser – so vermeidet man u.a. eine Gewichtszunahme der Schuhe.
  • Das Außenmaterial ist i.d.R. Teil des Isolationskonzeptes und leistungsfähiger, wenn es weitgehend trocken bleibt.
  • Eine Imprägnierung vermeidet, dass Materialien sich voll Wasser saugen und so ggf. Feuchtigkeit bis in den Schuh transportiert wird. Typisches Beispiel sind etwa Futterstoffe, die über den Schaftrand hinaus ragen.

Auch wenn der Name es nahelegt: eine DWR-Imprägnierung hält nicht ewig. Regelmäßiges Tragen, Abnutzung, Schmutz, Waschmittel uvm. reduzieren die Leistungsfähigkeit der Imprägnierung. Zwar sind GORE-TEX® Schuhe dann weiterhin wasserdicht – die Obermaterialien jedoch saugen sich verstärkt voll.

Die Reaktivierung einer Imprägnierung ist jedoch sehr einfach. Es gibt eine große Auswahl an Imprägniermitteln, die einfach aufgetragen werden können. GORE-TEX® gibt hierbei auch auf Nachfrage keine Empfehlung für einen bestimmten Hersteller. Alle seien sehr ähnlich und vergleichbar – die Technologie jeweils ähnlich leistungsstark. Man weißt auch darauf hin, dass die Hinweise „…empfohlen für GORE-TEX®….“ nur aussagen, dass der Hersteller des Mittels die Verwendung vorschlägt – nicht aber GORE-TEX® eine Empfehlung ausgesprochen hat.

Nur eine einzige Empfehlung war zu bekommen: auch GORE sieht mehr Vorteile bei aufgesprühten Imprägniermitteln. Im Gegensatz zu Imprägniermitteln, in denen das Kleidungsstück eingelegt werden soll, können diese auf der Außenhaut beschränkt eingesetzt werden. Somit wird weniger vom Mittel eingesetzt und die Innenseite nicht unnötiger Weise auch behandelt.

Aber sonst auch hier: alles einfach und ohne spezielle Hinweise. Spray kaufen, Schuh sauber machen, aufsprühen und es kann wieder los gehen! Auf dass die Füße immer trocken bleiben…

Lederpflege bei GORE-TEX® Schuhen

Abgesehen von der Imprägnierung ist es gerade bei Lederschuhen wichtig, das Obermaterial richtig zu pflegen. Leder, das stark beansprucht, aber nie entsprechend behandelt wird, kann schnell brüchig oder rissig werden. Wie bereits erwähnt, sollte man im Fall einer GORE-TEX® Membran jedoch nicht zu Fetten oder Ölen greifen um das Leder wieder geschmeidig zu machen. Besser ist da schon Lederwachs, da dieses zwar das Leder immer schön geschmeidig hält, aber die Poren im Gegensatz zum Fett nicht verstopft. Hier noch ein kleiner Tipp: Lederwachs lässt sich am besten mit nackten Händen auftragen (Einweghandschuhe gehen auch). Der Grund hierfür liegt in der Körperwärme. Diese sorgt nämlich dafür, dass das Wachs ein wenig weicher wird und somit sparsam und gleichmäßig aufgetragen werden kann.

Wenn Du noch Fragen hast, hilft Dir unser Kundenservice gerne weiter. Johannes ist hier unser Fachmann in Sachen Outdoor-Schuhe. Du erreichst ihn unter der Woche täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail.

Im Bereich Klettern und Outdoor tut sich viel. Neue Produkte werden erfunden, bestehende überarbeitet oder verbessert und auch wir lernen täglich viel dazu. Und natürlich wollen wir unser Wissen an unsere Kunden weitergeben. Daher überarbeiten wir regelmäßig unsere Artikel im Basislager. Wunder Dich also nicht, wenn nach ein paar Monaten ein paar Dinge anders sind. Dieser Artikel wurde zuletzt am 17.10.2017 überarbeitet.

Pflegeanleitung Softshell. Foto: Peak Performance

Pflegeanleitung Softshell

15. Dezember 2015

Mittlerweile haben Softshell-Textilien einen festen Platz in fast jedem Outdoor-Kleiderschrank gefunden. Egal ob auf dem Bike, beim Skifahren oder im Gebirge beim Klettern – aufgrund ihrer tollen Eigenschaften sind sie nicht mehr wegzudenken.

Bequem und stretchig sorgen sie für viel Bewegungsfreiheit und sind darüber hinaus größtenteils nahezu winddicht und wasserabweisend. Somit wären wir auch schon beim großen Unterschied gegenüber Hardshell-Bekleidung, die immer wasserdicht ist.

(mehr …)

Fleece Pflegeanleitung. Foto: La Sportiva

Fleece – eine Pflegeanleitung

15. Dezember 2015

Das neue Fleece ist einfach traumhaft: es trägt sich total kuschelig, hält am Abend vor dem Zelt super warm und dann erst diese coolen Stretch-Einsätze!

So geht es vielen, wenn sie ihr neues Lieblings-Fleece auf Tour ausführen. Deswegen kommt Fleece mittlerweile bei fast allen Outdoor-Spielarten zum Einsatz – und das völlig zu recht!

Aber wie kann man Fleece eigentlich waschen, worauf sollte man bei der Pflege achten und gibt es etwas, das man grundlegend falsch machen kann? Hier die wichtigsten Infos zur Fleece-Pflege.

(mehr …)

badehose2

Pack die Badehose ein – Pflegetipps für Bademode

14. Oktober 2015

Sommer, Sonne, Badezeit! Was gibt es Schöneres, als sich den lieben langen Tag faul an den Strand zu fläzen und ab und an ins kühle Nass zu hüpfen? Warum die Gedanken an langweilige Pflegetipps verschwenden? Bademode ist – wie andere Funktionstextilien auch – nicht ganz unkompliziert in der Pflege. Eine nicht fachgerechte Reinigung kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Gewebe ausleiert oder Gummizüge brüchig werden. Gleichzeitig haben äußere Faktoren ebenfalls Einfluss auf die Langlebigkeit der geliebten Badesachen.

Aber keine Angst, das Ganze ist auch kein Buch mit sieben Siegeln. Wenn Ihr also noch lange Freude an Euren Badesachen haben möchtet und nicht wollt, dass die zu weit gewordene Badehose beim beherzten Sprung ins Wasser von der Hüfte rutscht, dann lest weiter! (mehr …)

gore-tex2

Hochwertige GORE-TEX® Produkte richtig reinigen und pflegen – nur wie?

21. Juli 2015

GORE-TEX® Produkte überzeugen durch ihre besonders robuste und langlebige Eigenschaft. Um die Vorteile dieser Eigenschaft auch so lange wie möglich nutzen zu können, ist eine regelmäßige Pflege der einzelnen Kleidungsstücke einfach unerlässlich.

Nur so wird gewährleistet, dass die Imprägnierung auch immer zuverlässig ihre Dienste leistet und den ambitionierten Wanderer, Bergsteiger und Outdoorfan optimal vor widrigen Umwelteinflüssen schützen kann. Dieser Artikel widmet sich der Reinigung und Pflege von GORE-TEX Bekleidung. Einen Artikel zur richtigen Pflege von Schuhen findet ihr in einer separaten Pflegeanleitung.

Die richtige Pflege von GORE-TEX® Oberbekleidung

Um den Stoff in der Waschmaschine nicht unnötig zu belasten oder gar zu beschädigen, ist es wichtig, alle Reißverschlüsse zu schließen. Dies gilt sowohl für den Frontreißverschluss wie auch für alle Taschen, die mit Reißverschlüssen versehen sind, und die Belüftungsreißverschlüsse. Danach können die Kleidungsstücke ohne Bedenken in die Maschine gegeben werden. Bei einer Temperatur von 40° C mit ein wenig Flüssigwaschmittel wird das optimale Ergebnis erreicht. Trotzdem sollten vor dem Waschgang unbedingt die jeweiligen Pflegehinweise des Herstellers beachtet werden. Nach dem Waschen sollte ausreichend klar nachgespült werden, um auch alle Waschmittelreste zu beseitigen. Pulverwaschmittel, Weichspüler, Fleckentferner und Bleiche sollten auf keinen Fall verwendet werden, da diese die Membran verstopfen und angreifen können.

Um die Kleidung nicht zu sehr zu verknittern, am besten die Schleuderumdrehung so gering wie nur möglich halten. Auch von einem gemeinsamen Waschgang mit stark verschmutzter Kleidung wird im Idealfall abgesehen. Ist wider Erwarten einmal eine chemische Reinigung nötig, ist es wichtig, dass diese mit einer destillierten Kohlenwasserstoff-Lösung vonstattengeht. Darüber hinaus sollte vor dem Trocknen in der Reinigung eine wasserabweisende Imprägnierung aufgesprüht werden.

Trocknen und Bügeln der Bekleidung

Am besten wird GORE-TEX® an der Luft getrocknet. Da das natürlich nicht immer so einfach funktioniert und besonders in Stadtwohnungen auf Grund von Platzmangel ein Problem darstellen kann, ist auch die Verwendung eines Wäschetrockners möglich. Bei warmer Temperatur wird die Kleidung getrocknet. Nachdem sie trocken ist, kommt sie nochmals bei niedriger Temperatur für ca. 20 Minuten im Schongang in den Trockner. Dadurch wird die wasserabweisende Imprägnierung des Stoffes reaktiviert und kann somit wieder ihren vollen Schutz entfalten.

Durch die Verwendung des Wäschetrockners ist ein zusätzliches Bügeln in der Regel nicht mehr nötig. Ist jedoch kein Trockner verwendet worden, empfiehlt es sich, das Kleidungsstück bei niedriger Temperatur und ohne Dampf zu bügeln. Um den Stoff dabei ausreichend zu schützen, wird ein Tuch zwischen Kleidung und Bügeleisen gelegt. Durch die Wärme, die beim Bügeln entsteht, wird übrigens ebenfalls die dauerhafte Imprägnierung (DWR) reaktiviert.

Die wasserabweisende Imprägnierung der Bekleidung

Wenn die wasserabweisende Imprägnierung der einzelnen Kleidungsstücke nicht mehr reaktiviert werden kann, besteht die Möglichkeit, den Oberstoff mit einer zusätzlichen Imprägnierung zu versehen. Diese ist in der Regel bei Shops und Händlern erhältlich, die GORE-TEX® Artikel anbieten.

GORE-TEX® Handschuhe – so werden sie richtig gepflegt

In der Regel können GORE-TEX® Handschuhe mit warmem Wasser bei Handwäsche gereinigt werden. Für nähere Informationen empfiehlt sich jedoch hier auch ein Blick in die Pflegehinweise des Herstellers. Befindet sich auf dem Obermaterial Leder, dann unbedingt diese Bereiche von Seife freihalten. Nach dem Waschen wird das Wasser von den Fingerspitzen zum Handgelenk ausgedrückt. Auf keinen Fall wringen, da sonst das Material beschädigt werden kann!

Um die Handschuhe zu trocken, werden sie mit den Fingerspitzen nach oben aufgestellt oder aufgehängt. Darüber hinaus können die Handschuhe auch im Wäschetrockner bei niedriger Temperatur getrocknet und warm dampfgebügelt werden. Wie auch bei der Oberbekleidung empfiehlt es sich jedoch, hierfür ein Handtuch zwischen den Oberstoff und das Bügeleisen zu legen.

Die richtige Pflege und Reinigung sorgt für ein langes Leben der GORE-TEX® Produkte

Egal ob Bekleidung, Schuhe, Handschuhe. Durch die richtige und regelmäßige Pflege der einzelnen GORE-TEX® Produkte wird die Lebensdauer der Imprägnierung verlängert und bei Bedarf auch reaktiviert. Dies hat wiederum mehr Spaß im Gelände zur Folge und bietet einen ausreichenden Schutz vor Nässe und Kälte auf den unterschiedlichsten Touren. Also nach der Tour noch ein paar Minuten in die Reinigung investieren und schon ist die Ausrüstung wieder fit für den nächsten Ausflug!

€ 5 sofort
Für deine nächste Bestellung
Nein, danke.

Bitte beachte, dass wir Cookies verwenden, um die Nutzung dieser Website zu verbessern. Wenn Du auf der Seite weitersurfst, stimmst Du der Cookie-Nutzung zu.