Alle Beiträge, in denen das Wort "kaufberatung ski" vorkommt:

Skihelm. Foto: Alpina

Kaufberatung Skihelm

27. Oktober 2014

In den letzten Jahren hat das Tragen eines Skihelmes enorm zugenommen. Während man vor fünf Jahren als Skihelmträger belächelt und als Außenseiter zählte, findet man heutzutage kaum noch jemanden ohne Helm auf der Piste. Dabei sind Skihelme nicht mehr nur ein Kopfschutz sondern zählen längst zum modischen Accessoire.

Das ist eine tolle Entwicklung, da sich 85% aller Kopfverletzungen mit einem Skihelm vermeiden lassen. Im Falle eines Sturzes oder einer Kollision mit einer anderen Person reduzieren Skihelme das Risiko von Schürf- und Stoßverletzungen und mindert die Stärke des Aufpralls. Worauf man jedoch beim Skihelmkauf achten musst sagen wir Dir hier.

 

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skihose

Was Warmes für Untenrum: Skihosen – eine Kaufberatung

4. Februar 2016

Heute möchte ich einmal eine Anekdote aus meinem Leben erzählen. Es ist schon ein paar Jahre her, da bin ich mit zwei Freunden in die Schweiz zum Skitourengehen gefahren. Die Stimmung war gut, und auch das Wetter zeigte sich bereits am frühen Morgen von seiner besten Seite. Alles lief vermeintlich perfekt, bis wir auf dem Parkplatz standen und uns für die Tour vorbereiteten. Da ich lange Autofahrten in Skiklamotten nicht mag, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch „Zivilkleidung“ an und suchte nun aus meiner Tasche im Kofferraum alle notwendigen Kleidungsstücke heraus. Auf einmal Panik, die Skihose ist nicht da. Nirgends. Weg. Liegt wohl zu Hause. Mist. Fluch. Zeter. Mordrio. Auch keiner von meinen Freunden hatte eine Ersatzskihose dabei und somit gab es für mich genau zwei Möglichkeiten: einen Tag in der Kneipe zu verbringen oder in Stoffhose auf Skitour zu gehen. Ich habe mich für Letzteres entschieden und nie wieder so gefroren wie an diesem einen Tag in den Alpen. Seither weiß ich, was eine gute Skihose leistet.

Aber was macht eigentlich eine gute Skihose aus und worauf sollte man beim Kauf achten?

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skijacke

Was Warmes für Obenrum: Skijacken – eine Kaufberatung

3. Februar 2016

Die Landschaft ist in ein zartes Weiß gehüllt und die Hänge und Pisten schreien förmlich nach Wintersport. Das alpine Skifahren ist dabei seit jeher hoch im Kurs und lockt immer wieder zahlreiche Wintersportler. Neben einer guten Skiausrüstung trägt auch warme und funktionelle Kleidung maßgeblich zum Gelingen eines Skitages bei.

Worauf sollte man aber beim Kauf achten? Wir haben hier einmal die wichtigsten Eigenschaften einer guten Skijacke zusammengetragen.

 

 

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Skitouren: Ohne Plan geht nix

Skitouren: Ohne Plan geht nix

17. November 2017

Skitouren sind ein erstaunlicher Trend, denn sie passen eigentlich gar nicht in den Zeitgeist. Sie sind in vielerlei Hinsicht mit gesteigertem Aufwand verbunden und lassen sich damit kaum als einer unter vielen Sidekicks im Erlebnis-Multitasking unterbringen. Okay, da wären noch die Pistenskitouren, bei denen man im Skigebiet oft direkt neben dem Lift aufsteigt und dann die Piste abfährt.

Das ist natürlich nicht ganz so aufwändig, dafür aber auch schon mal mit einem Betrieb wie Samstags in der Kletterhalle verbunden. Aber es gibt tatsächlich auch immer mehr Menschen, die abseits der Pisten nach ursprünglichen Erfahrungen von Stille und Abgeschiedenheit suchen – und zwar nicht erst im reifen Alter.

Wir leben eben in Zeiten der Kontraste. Insofern passt es, dass man sich in der tief verschneiten Landschaft manchmal schon nach wenigen Metern weg vom Trubel in eine andere Welt versetzt fühlt. Doch dann kommt man ohne Planung und Know-how nicht mehr sehr weit. Zumindest nicht auf verantwortbare Weise.

Da man sich mit Ahnungslosigkeit und Unbedarftheit selbst gefährden und umbringen kann – gilt ja auch in anderen Bergdisziplinen. Bei Skitouren allerdings spielt auch der Einfluss auf andere Tourengeher eine große Rolle: wenn jemand aus Unkenntnis und Leichtfertigkeit eine Lawine auslöst, dann kann das auch für andere böse Folgen haben.

Know-how: Nicht alle Theorie ist grau

In aller Kürze gesagt beruht die ganze Tourenplanung auf der Einschätzung der drei Faktoren Verhältnisse, Gelände und Mensch. Diese werden dann auf drei räumlichen Ebenen wiederholt, bis zuletzt der genaue Tourenverlauf gefunden ist. Mit dieser vom Schweizer Bergführer und „Lawinenpapst“ Werner Munter entwickelten 3 x 3 Reduktionsmethode lässt sich Ordnung in das Planungschaos bringen.

Falls dieser kurze Zusammenfassungsversuch jetzt unkompliziert klang: super! Doch leider bleibt es nicht so einfach. Denn für das selbstständige Skitourengehen kommt man um eine fundiertere Theoriebasis nicht herum, sieht man schon daran, dass die Kapitel über Schnee- und Lawinenkunde im Alpinlehrplan Skitouren des Deutschen Alpenvereins satte 30 textlastige Seiten einnehmen. Dann kommen nochmal rund 20 Seiten über das Risikomanagement.

Damit ist auch klar, dass ein Artikel wie dieser, eine fundierte Einführung weder ersetzen kann noch soll. Wir beziehen uns hier nur auf die Auswahl und Planung einer konkreten Tour, während das Wissen um die Benutzung der Ausrüstung und die Grundzüge der Lawinen- und Schneekunde vorausgesetzt werden muss, bzw. hier nur an einigen Stellen angerissen werden kann. Wenn hier noch keine Basis vorhanden ist, sollte man sich zunächst mit den Grundpfeilern der Skitouren-Theorie vertraut machen, über die wir hier im Blog schon das eine oder andere mal berichtet haben (Lawinengefahr und ihre Einflussfaktoren oder auch der richtige Umgang mit LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät), Sonde und Schaufel).

Das ist auf den ersten Blick eine Menge Stoff, der sich zudem auch nicht so einfach in die Praxis übertragen lässt. Deshalb schließt man sich für die entsprechende Übung und Erfahrung am besten einem Kurs oder einer geführten Anfängertour an. Dafür gibt es bei den Alpenvereinssektionen, der Alpenvereinszentrale und bei kommerziellen Anbietern jede Menge Möglichkeiten. Die Initiative SAAC bietet hier mit ihren Basic Camps sogar eine kostenlose Möglichkeit: „SAAC Basic Camps – das sind 2-tägige Lawinencamps mit Backgroundinfo und Praxis für Off-piste Freaks. Bergführer und Snowboardpros informieren über alpine Gefahren abseits der gesicherten Pisten.

Der Tourenplanung erster Schritt: das grobe Raster

Die „Grobauswahl“ des Tourenziels wird von den Verhältnissen bestimmt, die man dem Wetterbericht und dem (richtig zu lesenden) Lawinenlagebericht (LLB) entnimmt. Dieser gibt anhand der Schneedeckenstabilität und der Auslösewahrscheinlichkeit von Lawinen eine Gefahrenstufe an.

Die entsprechende fünfstufige Gefahrenskala gilt einheitlich für alle Alpenländer. Zur vollständigen Risikoanalyse gehören außerdem die vergangene und zu erwartenden Schneefallmengen sowie Windsärke und -Richtungen und der Temperaturverlauf mitsamt all der Auswirkungen auf die Schneedecke. Auch Aussagen über besonders lawinengefährdete Höhenlagen, Hangexpositionen oder Geländeformen sind ausschlaggebend für die Wahl des Tourenziels.

Wie gesagt erfolgt die Risikoeinschätzung nicht Pi mal Daumen, sondern möglichst exakt mithilfe diverser Indikatoren in einem mehrstufigen Filtersystem. Dabei gibt es verschiedene, sich ergänzende Werkzeuge:

  • Das schon erwähnte 3 x 3 System ist mittlerweile die Grundlage fast aller Entscheidungs- und Auswahlstrategien. Die 3 Faktoren Verhältnisse (Wetter, Schnee, Lawinenlage), Gelände (Höhe, Steilheit, Hangform, etc.) und Mensch (Kondition, Technik, Kompetenz, Erfahrung) werden dabei in 3 Stufen (regional, lokal, zonal) analysiert, wobei jede Stufe die in Frage kommende Tour samt ihres Verlaufs näher eingrenzt. Munters Reduktionsmethode ist durch ihrem ganzheitlichen Einbezug des menschlichen Subjektivitätsfaktors zurecht State of the Art. Sie ermöglicht ein systematisches, gezieltes Vermeiden gefährlicher Hänge und bietet eine sinnvolle Grundstruktur für die Entscheidungsfindung vor und während der Tour.
  • Die Snowcard ist ein praktisches Werkzeug, dass sich sehr gut in das Munter‘sche 3 x 3 einbauen lässt. Sie ermöglicht auf allen 3 Stufen schnelle Erkenntnisse über die Faktoren Gelände und Verhältnisse und besticht in der Handhabung durch Einfachheit und Übersichtlichkeit. Vor allem kann man mit ihrer Hilfe sehr schön die Steilheit von Hängen direkt ablesen, indem man die entsprechende Skala auf die Stelle in der topographischen Karte hält (die, wie wir gleich noch sehen werden, auch im digitalen Zeitalter keineswegs ausgedient hat).
  • Der Lawinenlagebericht liefert mit seinen Gefahrenstufen in erster Linie Infos zum Faktor Verhältnisse, spielt aber auch bei der Geländebeurteilung eine wichtige Rolle. Denn auf Grundlage des LLB kann man eine Anstiegslinie der in Frage kommenden Tour in die Karte einzeichnen und dabei mit Hilfe der Snowcard die Steilheiten der Hänge messen. Bis Gefahrenstufe 2 bezieht man dabei nur Hänge ein, die man begeht, ab Stufe 3 werden auch die Hänge wichtig, unter denen man durchläuft.
  • Das Kartenstudium ist bei Skitouren also nach wie vor ein unverzichtbarer Bestandteil. Man ermittelt und markiert damit auch die „Schlüsselstellen“: steile Passagen und potentielle Gefahrenstellen wie Kammlagen, Rinnen, Mulden und steile Hänge oberhalb der Route. Zusätzlich sucht man nach  „Checkpunkten“, die während der Tour eine gute Übersicht über den weiteren Routenverlauf bieten sollen. Das erfordert allerdings eine gewisse „dreidimensionale Lesefähigkeit“ der Höhenliniendarstellung.

Tourenplanung zweiter Schritt: Einkreisen und Details checken

Wenn wir mit dem „Grobfilter“ soweit sind, haben wir die möglichen Zielgebiet eingekreist und suchen nun die konkrete Tour. Auch hier gilt die Devise „Safety First“. Vor allem Einsteiger-Skitouren werden von A bis Z an der Gefahrenvermeidung ausgerichtet. Das geht am besten, indem man das eigene Können (und das der Partner, die man idealerweise kennen sollte) sehr zurückhaltend einschätzt und die Tourenwahl bestmöglich an den ermittelten Wetter- und Schneeverhältnisse ausrichtet. Zudem sollte man von vornherein ein Ausweichziel einplanen und sich nicht zu sehr auf das unbedingte Erreichen des ersten Wunschziels fixieren.

Besonders im Frühjahr weichen die Schneeverhältnisse oft stark von dem ab, was man vom „normalen“ Skifahren im Hochwinter her kennt. Deshalb sollte man das Anforderungslevel als Anfänger wirklich sehr tief ansetzen. Auch bei Touren, denen man auf dem Papier locker gewachsen zu sein glaubt, können neben ständig wechselnden Schneearten mit viel Bruchharsch so manche Überraschungen lauern. Deshalb auch bei der Tourenlänge besondere Zurückhaltung üben.

Ideal ist ein realistischer Zeitplan, der nicht nur Start und Rückkehr, sondern auch Pausen beinhaltet und bestimmte Zwischenziele festlegt. Die Tage sind bekanntlich nicht so lang wie im Hochsommer und besonders in Gruppen mit mehreren, nicht aufeinander eingespielten Anfängern geht es in der Regel alles andere als schnell voran. Bei verschiedenen Könnensstufen kommen unter Umständen noch diverse Stimmungen und Dynamiken hinzu, die, sofern nicht erkannt und angesprochen, zu falschen/riskanten Entscheidungen führen können. Hier kann ein Ausweichziel sehr hilfreich sein um Frust zu vermeiden.

Unterwegs vor Ort wird das daheim erarbeitete Tourenprofil natürlich gegengecheckt und falls erforderlich nachgebessert. Letzte Unklarheiten können sowieso nur durch den echten Blick ins Gelände beseitigt werden, vor allem wenn während der Anreise Schnee gefallen ist oder die Sonne einige Stunden richtig geknallt hat. Dann haben sich die Tourenverhältnisse womöglich schon wieder geändert.

Das klingt alles recht umständlich und zeitaufwändig, je nach Vielfalt des Geländes, kann es das auch durchaus sein. Vor allem wenn an mehreren heiklen Stelle eine wohl durchdachte Entscheidung für oder gegen die Fortsetzung der Tour erforderlich ist.

Planungswerkzeuge On- und Offline

Unsere Vorfahren benutzten einst Bücher für die Tourenplanung. Diese schweren, viereckigen Objekte aus Papier schleppte man mühsam aus Geschäften oder der Alpenvereinsbibliothek nach Hause, um sie dann einzeln durchzuforsten. Im heutigen digitalen Zeitalter nutzt „man“ hingegen raffinierte Onlinetools, die die perfekte Tour binnen weniger Minuten ausspucken können. Aber: auch wenn man damit die Tourenauswahl mittlerweile komplett online angehen und sich die Beschreibungen abspeichern oder abfotografieren kann, sind die Bücher dennoch nicht verdrängt worden.

Vielleicht liegt das auch daran, dass bei all der digitalen Eleganz die Frage bleibt, ob das Smartphone bei Schneetreiben auf Tour zuverlässig seinen Dienst tut und ob das Touchscreen-Gewische mit kältesteifen Handschuhen bei gleißendem Licht und wirbelndem Schnee wirklich praktikabel ist. Da kann so ein Büchlein plötzlich wieder sehr zeitgemäß wirken. Gleiches gilt für die topographische Karte im Maßstab 1:50.000 oder besser 1:25.000, die man auf jeden Fall in Papierform mitnehmen sollte.

Die Bibliotheken der örtlichen Alpenvereinssektionen sind oft sehr gut mit AV-Karten bestückt (deren Mitnahme auf Tour offiziell nicht erlaubt ist …). Geliehene Karten sollten selbstverständlich nicht mit dem Verlauf der geplante(n) Route(n) und Markierungen potentiell gefährlicher Hänge bemalt werden. Genau diese Möglichkeit ist jedoch ein entscheidender Vorteil der Papierkarte – ebenso wie die im Vergleich zum kleinen Screen bessere Lesbarkeit, Übersicht und Detailfülle.

Hier drei Beispiele bekannter Tourenportale, die die Suche mit einer interaktiven Karte ermöglichen:

  • https://www.alpenvereinaktiv.com – viele Optionen und Filter zum Verfeinern der Suche, man kann auch Hütten suchen und die aktuellen Bedingungen, inklusive Wetter und Lawinenlage abfragen. Besonders praktisch und leicht wird das Handling nicht nur durch die interaktive Landkarte, sondern auch durch die vielen Möglichkeiten unter dem Button „Suche verfeinern“. Dort lassen sich Suchkriterien wie Anstieg, Höhenmeter, Strecken und Dauer der Tour festlegen.
  • https://www.outdooractive.com/de/ – sehr ähnlich aufgebaut wie alpenvereinaktiv, mit ähnlichem Funktionsumfang und vielen überschneidenden Tourenvorschlägen – allerdings mit wesentlich mehr Touren außerhalb des Alpenraums
  • http://www.hikr.org/ – oft gute und genaue Beschreibungen mit schönen Fotos, doch nur wenigen Filtermöglichkeiten der Suche

Tourenpartner finden

Da nicht jeder die passenden Skitourengeher schon fertig im Freundeskreis eingebaut hat, stellt sich oft die Frage, wie man solche findet. Am besten helfen hier natürlich Kurse und geführte Touren, wo man gleich einen echten und lebendigen Eindruck der möglichen künftigen Tourenbuddies gewinnt. Etwas weniger Aufwand macht die Internetrecherche. Der übliche Tipp ist hier natürlich Facebook, wo es bekanntlich keine Gruppe gibt, die es nicht gibt. Der Vorteil bei Facebook ist die Quantität, sprich, dass es an Interessenten selten mangelt. Zweifelhaft ist dann leider oft die Qualität, denn Stichworte wie „verlässlich“, „ernsthaft“ oder „langfristig“ gelten nicht gerade als Hauptmerkmale der schnellen Facebookwelt.

Dann gibt es natürlich den Alpenverein mit seiner DAV-Community samt Tourenpartnersuche und die Tourenforen vieler Sektionen. Dort liegt das Problem dann eher umgekehrt: es finden sich zwar leichter Partner, die nicht nur heiße Luft produzieren, doch die Auswahl für die passende Bergsportdisziplin zum passenden Zeitraum scheint manchmal etwas dünn.

Ein dritter Weg sind die Onlinebörsen von kommerziellen Anbietern wie Mountix.com. Bei Mountix kann man dank mobiler App auch kurzfristig vor Ort noch Touren „klarmachen“. Die Zahl der Gesuche im Bereich Skitouren ist im Moment zwar auch hier eher dünn, aber das könnte auch einfach daran liegen, dass zurzeit (Mitte November) noch nicht wirklich Saison ist. Außerdem kann man ja auch selbst das Heft in die Hand nehmen und ein aussagekräftiges Gesuch einstellen. Und etwas Glück gehört sowieso immer dazu …

Die Tour steht: letzte Schritte vor der Abfahrt

Oft wird es kurz vor der Tour hektisch, da sehr viele Kleinigkeiten in sehr kurzer Zeit erledigt werden wollen. Deshalb hier eine kurze Übersicht:

  1. Ausrüstung: Man kann natürlich am Abend vor der Tour anfangen, das Material zusammenzusuchen und zu packen. Doch wenn dann irgendetwas fehlt, was letztens noch ganz sicher da unten im Kellerregal lag, oder irgendetwas nicht funktioniert (klassischerweise die Stirnlampe mangels Batterieladung), werden die Besorgungen stressig. Also lieber rechtzeitig die Packliste Skitour durchgehen und abhaken.
  1. Notrufnummern speichern, am besten die lokale Nummer auf die Kurzwahltaste. Eine Übersicht über die Notrufnummern in den Alpenländern gibt es hier: https://www.alpenverein.de/dav-services/alpine-auskunft/alpine-telefonnummern_aid_10705.html
  1. Wenn die Tour steigt, Angehörige über den spät möglichsten Rückkehrzeitpunkt informieren. Warum nicht die Skitour nutzen, um endlich mal wieder Mama anzurufen? Im Notfall kommt es dann schneller zu einer Vermisstenmeldung.
  1. Unmittelbar vor Abmarsch: LVS-Geräte checken. Die Tourenteilnehmer müssen im Partnercheck prüfen, ob ihre LVS auch wirklich „auf Sendung“ sind. Hierfür stellt ein „Tester“ sein Gerät in den Sendemodus und alle Teilnehmer prüfen den Signalempfang. Anschließend stellt der „Tester“ sein Gerät in den Empfangsmodus und prüft nacheinander den Empfang des Signals der anderen Teilnehmer, die in den Sendemodus umgeschaltet haben. Zuletzt aktivieren alle den Sendemodus und die Tour startet.

Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat findet bei uns im Basislager noch ein paar tolle Artikel über Skitouren, die ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet. Hier geht´s zu unseren Favoriten im Allgäu und Mittelgebirge. Hautnah berichtet Bergfreundin Klara von ihrem Ausflug zur Wiesbadener Hütte (Silvretta) und der Saarbrücker Hütte (Silvretta).

Kaufberatung Hängematte5

Einfach lässig: Kaufberatung Hängematte

14. November 2017

Leben wie Gott in Frankreich! Leider weiß man bis heute nicht, wer diese berühmte Redewendung geprägt hat. Allerdings muss derjenige dabei gerade genüsslich in einer Hängematte rumgelegen sein. Und auch ihr werdet erfreut sein, wie angenehm dieses unverschämte Genießen sein kann. Vielleicht bleibt ihr ja gleich dauerhaft, nun ja, hängen, denn an die Matte kann man sich schon echt gewöhnen. Allein schon diese Entspannung durch das leichte Schaukeln und das Wohlgefühl durch diese massageartigen Berührungen. Herrlich. Doch so richtig entspannt und subversiv wird das Ganze erst, wenn ihr ein wenig über die verschiedenen Hängemattentypen, Materialien und Alternativen Bescheid wisst.

Hängematte statt Zelt u. Co.?

Fassen wir zuerst kurz zusammen, was wir unter dem Thema Alternativen zum Zelten bereits zu den praktischen bzw. unpraktischen Seiten der Hängematte geschrieben haben:

Praktisch:

  • sehr leicht und kompakt, vor allem wenn die Isomatte weggelassen werden kann

  • sehr leicht aufzuhängen, wenn Bäume vorhanden sind
  • vergleichsweise angenehm bei schlammigem, steinigem oder feuchtem Untergrund
  • mit der richtigen „Liegetechnik“ angenehmer Schlaf an der frischen Luft, ohne Beengtheit oder Zeltplanengeflattere

Unpraktisch:

  • erfordert Bäume, Pfähle oder eine ähnlich stabile Hängevorrichtung im richtigen Abstand
  • Schutz vor Insekten nur bei Spezialmodellen mit integriertem Moskitonetz
  • wenig Schutz vor dem Wetter (ein Tarp über der Hängematte schützt vor Regen, aber nicht vor Wind)

Outdoor- und Reisetauglichkeit der Hängematte

Das Problem der Kälte bzw. mangelnden Isolation wird oft angeführt, lässt sich jedoch durchaus elegant entschärfen. So kann eine möglichst passende, mumien- oder trapezförmige Isomatte (die man oft sowieso dabei hat) recht passabel vor Kälte von unten schützen. Eine weitere Möglichkeit ist ein sogenanntes Underquilt, das außen herum befestigt wird. Es kann zwar guten rundum-Kälteschutz bieten, egalisiert dann aber mit seinem Gewicht und Packmaß wiederum den besonderen Leichtigkeitsvorteil der Hängematte. Ein guter Kompromiss, wenn es nicht allzu viel Wärmeleistung sein muss, sind ungefütterte und damit sehr leichte Hängemattenwärmer, die nach dem Rettungsdeckenprinzip funktionieren.

Dennoch: wer sich auf Bergsteigen oder Trekking festgelegt hat, wird eher selten über die Mitnahme einer Hängematte nachdenken. Die Höhe, die Kälte und das Wetter erfordern meist schwerere Geschütze. Eine leichte Hängematte ist vor allem für „gemäßigte“ Rucksackreisende, Allround-Traveller und Festivalgänger eine echte Alternative zum (schwer)gängigen Übernachtungsmodell aus Zelt, Schlafsack und Isomatte. Denn diese Reisenden werden vor allem in urbanen und ländlichen Zonen unterwegs sein, während sie „richtige“ Wildnis oder hochalpine Zonen eher selten und nur am Rande streifen. In aller Regel wird man auch zu saisonal „passenden“ Reisezeiten mit gemäßigten Wetterbedingungen unterwegs sein. In diesem Falle hat man mit dem Set aus Tarp, Hängematte und Isomatte oder Underquilt schon ein ziemlich breites Spektrum an Möglichkeiten. Bleibt noch die Frage, welcher Typ Matte wofür geeignet ist …

Welche Hängematten-Typen gibt es?

In der großen Vielfalt kann man 5 Grundtypen aufgrund verschiedener Kriterien wie Material und Form unterschieden:

  1. Reisehängematte: der Bergfreunde-Normalfall

Dieser Typus ist der für unsere Zwecke Interessanteste, denn nur hier steht neben Gemütlichkeit, Verarbeitung und schöner Optik auch die Funktionalität im Vordergrund. So zeichnen sich Reisehängematten vor allem durch ihr vergleichsweise geringes Packmaß, weniger Gewicht und oft auch einen moderaten Preis aus. Außerdem sind sie pflegeleichter und weniger empfindlich gegen Nässe, dafür aber auch meist nicht ganz so robust und langlebig wie Hängematten aus Baumwolle. Sie bestehen meist aus „Fallschirmseide“, die heutzutage nur noch dem Namen nach eine Seide ist und stattdessen ein sehr dicht gewebtes Polyamid, besser bekannt als Nylon, bezeichnet.

Die Funktionalität hat mit ihrer Entscheidung für Synthetik aber auch einen Preis: wenn es wirklich warm ist, kann das Liegen im Kunststoff durchaus schweißtreibend und unangenehm werden. Nur wirklich gute und entsprechend teurere Fallschirmseide verbindet eine passable Ventilation mit einem angenehmen Griff. Bei vielen Modellen der klassischen Outdoor-Marken ist besonders reißfestes Ripstop-Nylon verarbeitet.

  1. Tuchhängematte

Die Tuch- oder auch Stoffhängematte hat eine Liegefläche aus festem Kunststoff- oder Baumwollgewebe. Der Komfort resultiert hier aus dem im Vergleich zu anderen Typen hohen Geborgenheitsgefühl. Das wiederum ist umso größer, je größer bzw. breiter die Liegefläche ist, denn hier kann die rückengerechte Diagonallage (genaue Beschreibung am Ende des Artikels) ohne Schwierigkeiten eingenommen werden.

  1. Netzhängematte

Hier besteht die Liegefläche aus einem Netz aus Baumwolle oder synthetischem Material. Der Vorteil ist die Möglichkeit der Luftzirkulation, die Hitzestau und Schwitzorgien im Hochsommer vermeidet. Das Netz kann grob- oder feinmaschig sein, wobei Letzteres komfortabler, allerdings auch aufwändiger und teurer ist. Topmodelle sind häufig die sehr feinmaschigen mexikanischen Netzhängematten aus Baumwolle, die sich dem Körper und jeder Bewegung anpassen. Sie vermitteln ein Liegegefühl, das dem schwerelosen Schweben nahe kommt.

  1. Stabhängematte

Hier haben wir eine spezielle Bauform: am Kopf- und Fußende sind feste Querstäbe eingearbeitet, welche die Liegefläche zu einem Viereck auseinanderspreizen. Stabhängematten sind damit für die Längslage konzipiert (im Gegensatz zur Diagonal- oder Querlage). Die Nachteile des größeren Gewichts und der Sperrigkeit sind hier sofort offensichtlich. Auch sonst ist dieser Typus eher etwas für kurze Aufenthalte oder spezielle Vorlieben, denn als weitere Nachteile wären die meist wenig komfortable, straffe Spannung mit in die Haut kneifendem Netz oder Gewebe sowie die wackelige Instabilität zu nennen.

  1. Gathered-End-Hängematte

Im Grunde kann man alle Nicht-Stabhängematten als Gathered-End-Hängematten oder auch „Schlauchhängematten“ klassifizieren. Die beiden Enden der Liegefläche werden bei dieser klassischen Bauweise zusammengerafft (gathered). Dazu werden sie umgefaltet und die Falte dann schlauchförmig zugenäht. Durch die zwei „Schläuche“ wird dann eine Schnur oder ein Ring gezogen, der als Aufhängung dient. Es gibt auch andere Konstruktionsweisen, das Grundprinzip ist jedoch immer das Zusammenlaufen von Kopf- und Fußende zu einer Schlauchform. Aus dieser entstehen die charakteristischen Falten, die sich beim Platz nehmen in der Hängematte auseinanderziehen. Reise- und outdoortaugliche Hängematten sind so gut wie immer „Schlauchhängematten“.

All die genannten Typen gibt es auch in Baby- und Kinderversionen. Diese weisen aber abgesehen von geringerem Gewicht und Packmaß keine funktionellen Unterschiede oder Vorteile auf. Spezielle Typen wie Hängesessel oder Hängesitze sind eher nicht für den Gebrauch auf Reisen gedacht und werden deshalb an dieser Stelle nicht näher behandelt.

Wetterfeste Hängematten

Hier kann es eventuell zu Missverständnissen kommen: während das Outdoorvolk eher den Wetterschutz für die Hängematten-Insassen im Sinn hat, beziehen sich die Hersteller damit meist auf die Matten selbst und meinen deren Sonnen-, Wind- und Wetterbeständigkeit, wenn sie dauerhaft im Garten aufgehängt werden. Die meisten Reisehängematten aus Kunstfaser sind in letzterer Hinsicht auf jeden Fall „wetterfest“, müssen aber für den umfassenden Wetterschutz der Insassen noch ordentlich „gepimpt“ werden (siehe Beschreibung oben).

Zusammenfassend erkennt man, dass die Unterscheidungen nicht immer trennscharf sind und eine bestimmte Matte auch mehreren Typen zugehörig sein kann. Wenn man weiß, welche Kombination an Kriterien für den eigenen Bedarf am passendsten ist, wird man ohne große Schwierigkeiten eine gute Wahl aus dem riesigen Angebot treffen.

Was sonst noch zu beachten ist: Länge und Breite vs. Gewicht und Packmaß

Manche Spitzenreiter unter den ultraleichten Hängematten haben heutzutage auf Fliegengewichte zwischen 100 und 200 Gramm abgespeckt. Da macht sich die Übernachtungsmöglichkeit im Rucksack kaum noch bemerkbar. Ob man sie allerdings als groß und komfortabel genug für eine ganze Nacht oder womöglich gar viele Nächte erachtet, ist eine sehr subjektive Angelegenheit mit großer Schwankungsbreite an Meinungen. Man kann deshalb im Hinblick auf die „richtige“ Länge der Liegefläche nur grobe Richtwerte angeben: je nach Komfortbedürfnis liegt sie zwischen 1 1/2-facher Körperlänge (knapp bemessen) und 2-facher Körperlänge (großzügig bemessen). Hier gilt es zu bedenken, dass es für das Einnehmen der optimalen diagonalen Schlaflage (siehe unten) eine ausreichende Platzreserve braucht.

Die optimale Breite hängt ebenfalls vom subjektiven Empfinden sowie von der individuellen Körperfülle ab. Die Standardbreiten der Hersteller sind jedenfalls mit ihren etwa 120 – 140 cm für 1-Personen-Hängematten allemal ausreichend für das figurtechnische „Normalspektrum“.

Last but not least: Knoten und „Technik“

Wegen der Knoten braucht man sich nicht allzu viele Gedanken machen. Meist ist das Hängemattenset schon „vorgeknotet“ und oft liegt auch eine Anleitung bei. Zudem ist beim Aufbau meist genug Platz vorhanden, um alles entspannt und ohne irgendwelche ausgefeilten Tricks zu bewältigen. Falls einmal nur die Matte mit ihren Aufhängelaschen sowie die Schnüre vorhanden sind, werden diese einfach mit einer gegenläufig geknüpften Sackstich- oder Achterschlinge verbunden.

Viele Autoren empfehlen den extra zu lernenden Hängemattenknoten, der bei mehrtägig aufgehängten Matten etwas fester halten dürfte. Schnur und Baum werden dann am einfachsten mit dem leicht zu lernenden und vielseitigen Mastwurf verbunden (sofern nicht Anderes in der eventuell vorhandenen Anleitung beschrieben ist). Der Mastwurf zieht sich bekanntlich unter Belastung zusammen, während das Eigengewicht und die entsprechende Eigenspannung der Hängematte dafür sorgen, dass er sich nicht ungewollt öffnet (eine unbelegte Superleicht-Matte kann man mit einem dicken Reiseführer oder Politiklehrbuch beschweren).

Warum unter Gear-Nerds gern erwähnt wird, dass die Knoten auch unter Belastung verschiebbar oder zu öffnen sein sollten? Keine Ahnung. Oder … in welchem plausiblen Szenario könnte es unmöglich werden, sich zum Entlasten der Knoten aus der Hängematte zu erheben? Na klar, bei Lähmungserscheinungen nach Hexenschuss, Schlangenbiss oder diesem selbstgepanschten Fusel letztens in Rumänien. Kommt ja alles mal vor auf Reisen. Aber dann helfen (zumindest wenn grad keine Retter in der Nähe sind) auch die besonders pfiffigen Knoten nicht weiter …

Auch die richtige Art zu liegen kann sicher dazu beitragen, Lähmungserscheinungen zu vermeiden. Diese wäre bei allen Hängemattentypen außer den Stabhängematten die Diagonallage, die je nach Breite der Liegefläche bis zur Querlage variieren kann. Am besten legt man sich zuerst mittig gerade in die Hängematte, wo man feststellen wird, dass der Unterleib ziemlich tief durchhängt. Um jetzt in die „richtige“ Position zu kommen, schiebt man den Oberkörper langsam nach rechts und den Unterkörper/die Beine langsam nach links (oder umgekehrt). Dreh- und Angelpunkt dieser Bewegung ist die Körpermitte, die sich je nach Körperbau mehr oder weniger unterhalb des Bauchnabels befindet. Auf diese Weise hängt der Rücken nicht durch, so dass auch das Schlafen in Seitenlage möglich ist.

Damit sollte alles Wichtige beisammen sein, was es für den angenehmen Aufenthalt in der passenden Hängematte braucht. Und wer weiß: vielleicht steigst ihr jetzt mit eurer leichten, überall platzierbaren Reisehängematte komplett aus dem Hamsterrad aus und zieht als postmoderne Vagabunden durch die Welt …

Kaufberatung Skitourenstiefel

Fuß sucht… Von der schwiergen Wahl des passenden Skitourenstiefels?

21. Februar 2017

Gerade beim Skitourengehen ist mir persönlich das Gewicht der Ausrüstung wichtig. Deshalb habe ich letztes Jahr eine sehr effektive Gewichtseinsparung an meinem Skitourenskistiefel vorgenommen: ich habe eine Schnalle entfernt. Zugegeben, nicht freiwillig. Es war eher ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass ich meine alte Ausrüstung gegen neue tauschen sollte. Der Kauf neuer Skitourenstiefel zählt für mich allerdings nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Als sich mitten in einer wunderschönen Tiefschnee-Abfahrt mein Fangriemen mit einem Baumstumpf grüß Gott sagte und mich aus voller Fahrt aus den Ski katapultierte, dachte ich kurz, meine Skitourensaison ist sowieso gelaufen. Dabei habe ich noch einmal Glück gehabt. Und ich bin ohnehin der Meinung, dass ein guter Skifahrer sowieso auf allem herunter kommt, aber ich will in Zukunft einfacher und auch ein Stück weit sicherer abfahren.

Die Frage lautet also: werde ich für meinen breiten Spreiz-Hohlfuß überhaupt einen passenden Schuh finden? Wahrscheinlich bin ich aber auch nicht die Einzige, die keinen perfekten Fuß hat und kann so durch die gesammelten Erfahrungen auf meiner Odyssee auch anderen bei ihrer Suche behilflich sein.

Die Nadel im Heuhaufen

Was für eine riesige Auswahl an Tourenstiefeln es gibt, es wird eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Also erst einmal die gängigen Kaufberater im Internet wälzen. Ich möchte einen Schuh, der genau zu meinen Bedürfnissen passt, stehe nach einigem Lesen aber nur vor noch mehr Fragezeichen. Wahnsinn, was Schuhe heutzutage alles können, nur selbständig aufsteigen können sie wohl noch nicht. Beeindruckt durch die vielen Features starte ich gleich in die erste Anprobe und falle gewaltig auf die Schnauze.

In die meisten Modelle passe ich gar nicht hinein, ich kann meinen viel zu hohen Rist nicht um die Ecke drücken! Was hilft mir da die „tolle Handhabung“ und die „super Abfahrtsperformance“? Genauso wurscht ist mir in diesem Moment, ob die Innenschuhe zum Schnüren sind oder nicht, mit diesen Stiefeln komme ich ohnehin auf keine Hütte, um sie dort als Hausschuhe zu verwenden.

Alles bis dahin gelesene war somit für die Katz. Die tollsten Modelle fallen für mich flach, sie sind, so scheint es, für schmale Plattfüße gemacht. Stramme „Wadeln“ passen auch nicht so recht ins moderne Konzept. „Carbon statt Kondition“ kann ich mir also abschminken. Am besten gleich die Füße abschneiden… Ich versuche den ersten Fehlschlag mit Humor zu nehmen, meine Füße sind speziell und haben eben „Charakter“. Wollen wir doch mal sehen, wie weit ich mit einer auf mich zugeschnittenen Internet- Recherche komme und wie gut meine Favoriten am Ende passen.

Trockene Zahlen

Die erste wichtige Erkenntnis: Skitourenstiefel müssen vor allem passen! Alles andere ist zweitrangig. Dabei helfen leider nur trockene Zahlen weiter: Länge, Breite und Co. Aufgrund meiner Fußfehlstellung sind mir die meisten Schuhe zu eng, daher neige ich dazu, Schuhe zu groß zu kaufen. Bei einer guten Passform darf aber ruhig die echte Schuhgröße her, heißt es! Als erstes messe ich also meinen Fuß aus, altmodisch aber effektiv mit einem Blatt Papier und Stift.

Papier am Boden festkleben, den Stift gerade halten (also im 90 Grad- Winkel zum Boden) und los. Die Länge zwischen den äußersten Punkten ist eure gesuchte Skischuhgröße (Mondopoint-Größe), ggf. noch einen Zentimeter dazu rechnen: in meinem Fall 23,5cm + 1 cm= 24,5. Die Länge in Millimetern ist allerdings auch sehr hilfreich, da auch dieses Maß manchmal in den Informationen der jeweiligen Modelle steht. Man muss wissen, dass Schuhgrößen der verschiedenen Hersteller unterschiedlich ausfallen. Die Schuhgrößen sind nicht genormt!

Eine weitere wichtige Zahl ist die Breite des Fußes – sie sollte zum Stiefel passen. Es gibt Modelle mit schmalen, mittleren und breiten Leisten. Meist steht diese Information beim Kleingedruckten des jeweiligen Modells. Am wichtigsten wäre für mich die Risthöhe, aber leider gibt es hierzu keine Zahlen. In diesem Punkt muss ich darauf achten, dass sich der Stiefel ordentlich öffnen lässt, sodass man selbst mit hohem Rist gut hinein schlüpfen kann. Aussagen darüber finde ich oft in der Beschreibung. All das zusammen genommen sitze ich nach geraumer Zeit vor einer Liste von etwa 20 Skitourenstiefeln verschiedener Marken. Soweit so gut.

Aufstieg oder Abfahrt

Jetzt gilt es, diese Liste weiter einzuschränken. Dafür muss ich entscheiden, ob ich eher aufstiegs- oder abfahrtsorientiert bin… sowohl als auch, aber ich bevorzuge eher bequeme Stiefel. Für den Aufstieg sind leichte und bewegliche Modelle besser, für die Abfahrt dafür stabilere. Wobei sich Beweglichkeit und Stabilität lang nicht mehr ausschließen müssen.

Anhand der Flexibilitätswerte und dem Rotationswinkel kann man die Beweglichkeit ein wenig abschätzen. Danach geht es darum, welche Bindungen ich mit dem Schuh fahren möchte. „Bindungskompatibilität“ ist hier das Stichwort. Für meinen leichten, teuren Tourenski mit Pin-Bindung (den ich zwar noch nicht habe) möchte ich einen schönen leichten Schuh. Aber wenn schneearme Verhältnisse herrschen, wie das bei uns leider oft der Fall ist, möchte ich lieber die alten Bretter mit konventioneller Bindung verkratzen.

Und damit sind wir auch schon beim Gewicht der Skistiefel, denn meist sind die Modelle für reine Pin-Bindungen viel leichter als die klobigeren Allrounder. Auch beim Gewicht sollte man sich gut überlegen, für was der Skitourenstiefel wirklich verwendet werden soll. Will ich mit den Skitourenstiefeln auch im Fels klettern? Ein leichter Schuh ist hier natürlich klar im Vorteil, aber wie oft mache ich das tatsächlich? Sollen ab und zu auch Steigeisen angebracht werden, sollte zusätzlich geprüft werden, ob bei dem Modell nicht spezielle Steigeisen nötig sind. Am Ende wird es doch ein Kompromiss, denn die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.

Frauen und Schuhe

Jetzt werdet ihr euch wahrscheinlich auch langsam fragen, welche Skitourenstiefel ich mir nun überhaupt angeschaut habe und welche sich für einen breiten Spreiz-Hohlfuß im Endeffekt eignen. Die Dynafit Radical und Neo sind eine gute Option, ebenso wie der Fischer Transalp TS Light. Skitourengeher mit schmalen Füßen können hingegen den Dynafit TLT6 sowie den Atomic Backland probieren.

Ich stehe hier also mit meinem Top-Kandidaten und der Moment der Wahrheit ist gekommen: ich schlüpfe in den Dynafit Neo CR WS und er passt (wie könnte es anders sein!). Ob es Druckstellen gibt, wird sich natürlich erst auf Tour zeigen. Aber selbst dafür gibt es noch eine Lösung: die äußere Plastikhülle könnte an speziellen Punkten vom Spezialisten (!) notfalls mittels Hitze noch etwas geweitet werden. Wenn ich jetzt allerdings zufrieden wäre, dann wäre ich keine Frau.

Inzwischen war ich nämlich auf der ISPO und ich kann berichten, dass für die nächste Saison sehr interessante Modelle von Dynafit, Atomic als auch Fischer Sports kommen werden, die ich mir definitiv anschauen möchte. Schließlich muss ich mich ja gar nicht auf ein Paar Skitourenstiefel beschränken – wir Frauen sind doch dafür bekannt, viele Schuhe zu besitzen. Und wer sagt, dass es Manolo Blahnik oder Gucci sein müssen…?

Kaufberatung Rennradreifen

Kaufberatung Rennradreifen

11. Oktober 2016

Leicht, schnell und rutschfest – so sieht der ideale Rennradreifen aus. Zumindest in der Theorie. Und wenn er dann noch pannensicher ist, dann ist die Wunschliste abgehakt. Leider entspricht das jedoch nicht unbedingt immer dem, was der Markt so hergibt. Von „Ultraleicht“ bis „Super-Pannensicher“ ist alles am Start und man fragt sich – vor allem als Rennrad-Rookie – unweigerlich, was genau man in welcher Situation braucht. Wir versuchen mit unserer Kaufberatung, etwas Licht ins Gummidickicht zu bringen.

Eine Frage des Einsatzzwecks

Was für den Hobbyfahrer vielleicht trivial erscheint, ist für den ambitionierten Amateurfahrer oder gar Profi eine rennentscheidende Wahl. Soll es schnell und leicht sein, dann sind reduzierte Reifen wie der Grand Prix Super Sonic definitiv eine gute Wahl. Sie sind so konstruiert, dass sie auch mit hohem Druck bis über 10 Bar gefahren werden können. Nachteil solcher Modelle: Sie sind pannenanfälliger und unkomfortabel, wenn man nicht gerade auf butterzartem Asphalt unterwegs ist.
Bei unebener Fahrbahn oder gar auf Kopfsteinpflaster, wäre hingegen ein Reifen wie der Grand Prix GT Skin angebracht. Derlei Rennradreifen kommen oft mit einer Panneneinlage, sind deutlich robuster und dadurch besser vor Beschädigungen geschützt, allerdings auch schwerer.

Eine Frage des Wetters

Bei Regen macht radeln keinen Spaß. Dennoch kommen ambitionierte Rennradler meist nicht drum herum, auch bei schlechtem Wetter auszufahren – schließlich will man ja nicht als Schönwetterradler abgestempelt werden. Auch hier ist die richtige Wahl des Reifens kein triviales Thema, denn sobald es etwas stärker regnet und die Fahrbahn besonders nass ist, kann es mit dem falschen Unterbau schnell zum Crash kommen. Wer komplett auf Nummer Sicher gehen möchte, der greift am besten zu Allwetterreifen, wie dem Grand Prix 4-Season. Dieser hat ein wasserverdrängendes Profil, wodurch er besser am Boden haftet – vor allem in der Kurvenlage. Auch niedrige Temperaturen, die die Eigenschaften des Gummis negativ beeinflussen können, machen ihm weniger aus. Hinzu kommt ein umfassender Pannenschutz, der den Reifen richtig robust macht. Das schlägt sich allerdings negativ im Gewicht nieder, wodurch solcherlei Modelle eher weniger häufig im Rennen anzutreffen sind.

Eine Frage der Häufigkeit

Klar – wer viel und ambitioniert fährt, der braucht eventuell auch mehr als nur einen Reifen. Der hat aber auch in der Regel mehr als ein Rad bzw. ein zweites Paar Laufräder. Einen Rennradreifen zu wechseln ist schließlich nicht gerade mal eben so nebenbei gemacht… Daher macht es wenig Sinn, dass Gelegenheits- und Fitnessfahrer sich bei jedem Einsatz gleich einen anderen Schlappen draufziehen. Zum Glück haben die Hersteller aber mitgedacht und bieten natürlich auch den klassischen Allround-Rennradreifen an. Hier wären zum Beispiel der Grand Prix Skin und der Ultra Sport 2 zu nennen, ersterer mit Pannenschutz, letzterer ohne.

Eine Frage des Reifendrucks

Abschließend sollte das Thema Reifendruck noch kurz betrachtet werden, denn auch hier hat man einigen Spielraum, der jedoch häufig genug ungenutzt bleibt. Beim Spiel mit dem Luftdruck kommt es letztlich genau auf die bisher genannten Punkte an. So sollte man bei schlechtem Wetter und besonders nasser Fahrbahn etwas weniger Druck auf den Reifen geben – so haftet er noch besser. Die gleiche Lösung kann man bei unebenem Untergrund wählen. Durch die „weicheren“ Reifen wird das Fahren deutlich komfortabler und tatsächlich auch schneller, da man kleinere Wölbungen besser überrollt. Noch mehr Tipps zur Wahl des passenden Reifendrucks gibt’s last but not least hier!

Kaufberatung Schneeschuhe

Ab geht’s auf Schneeschuhtour – eine kleine Kaufberatung für Schneeschuhe

14. März 2016

Das Schneeschuhwandern – das heißt die Ruhe genießen, durch den unberührten Neuschnee stapfen, vorbei an malerischen Winterlandschaften. Ob alleine, mit Freunden oder mit Tourenführer, das Gleiten über den glitzernden Schnee ist einfach entspannend und macht mächtig Laune. Über die letzten Jahre hat sich das Schneeschuhtourengehen von der Nische ins wintersportliche Rampenlicht bewegt. Die Schneeschuhtour wird immer beliebter. Und das nicht zuletzt wegen des leichten Einstiegs ins Schneeschuh-Business. Ohne großes Vorwissen ist es jedem Wintersportfan möglich, den Sport kennen und lieben zu lernen. Aber auch Profis lockt die Schneeschuhtour mit anspruchsvollen Herausforderungen hinter dem warmen Ofen vor. (mehr …)

Kaufberatung Skifelle

Skifelle – unerlässlich auf jeder Skitour

14. März 2016

Jeder Tourengeher kennt sie, jeder Tourengeher braucht sie: die Skifelle. Diese praktischen Helfer sorgen dafür, dass jeder Aufstieg während einer Skitour zum vollen Erfolg wird. Sie sind so gefertigt, dass sie ein Zurückrutschen verhindern, gleichzeitig jedoch ein Gleiten nach vorne ermöglichen. Auf diese Weise können Aufstiege auf verschneite Hänge bewältigt werden, ohne den Halt auf den Tourenskiern zu verlieren.

Früher wurden für die Fertigung von Skifellen meist natürliche Felle von Tieren verwendet. Da besonders in arktischen Gefilden Tourenski zur Bewältigung langer Strecken erforderlich waren, griff man dort auf Seehundfelle zurück. Diese wurden dann so auf die Ski montiert, dass die glatte Seite nach vorne zeigte und die einzelnen Haare des Fells ein Zurückrutschen verhinderten, indem sie sich in den Schnee gruben.

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Ski Protektoren Kaufberatung

Ski-Protektoren – treue Begleiter für mehr Sicherheit

8. März 2016

Nicht nur im professionellen Bereich und bei Highspeed Disziplinen sollten sie niemals fehlen – die Ski-Protektoren. Immer, wenn es ein wenig riskanter zur Sache geht, sprich bei waghalsigen Freeride-Abfahrten, aufregenden Schwüngen durch den Pulverschnee abseits der Piste oder im Snowpark in der Halfpipe und auf der Schanze – Ski-Protektoren sorgen für den nötigen Schutz des Skifahrers und können auf diese Weise das Fahrverhalten auch noch positiv beeinflussen. Denn wer sich so richtig sicher fühlt, kann auf den Skiern auch viel mehr riskieren und schwierige oder auch neue Tricks auspacken.

 

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Materialinfo Lawinenschaufel

Lawinenschaufeln eine Kaufberatung

3. März 2016

Wer in den Bergen mit einer Lawinenverschüttung zu kämpfen hat, jagt immer auch der Zeit hinterher. Ist der Verschüttete erst einmal mittels LVS-Gerät und Sonde lokalisiert, ist er noch lange nicht gerettet. Denn gerade das Ausgraben des Opfers nimmt in der Regel einen Großteil der Zeit in Anspruch.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass man bei Ski- und Schneeschuhtouren sowie dem Freeriden immer auch eine gute Lawinenschaufel im Gepäck hat.

 

 

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Kaufberatung LVS-Gerät

Bei dir Piepsts wohl!?! – Kaufberatung LVS-Geräte

2. März 2016

Alle Jahre wieder probe ich mit Freunden und Bekannten den Ernstfall beim Skitourengehen: einen Lawinenabgang mit Personenverschüttung. Zumeist vergraben wir diesbezüglich ein oder mehrere LVS-Geräte im Schnee und lassen dann den jeweiligen Kandidaten danach suchen. Entweder mit seinem eigenen oder aber auch mal mit einem fremden Gerät. Dabei zeigt sich zumeist eines: Wer systematisch vorgeht, ein gutes LVS-Gerät besitzt und auch damit umgehen kann, findet den „Verschütteten“ deutlich schneller, als untrainierte Personen. Auch LVS-Geräte, die mit neuester Technik und aktueller Software ausgestattet sind, liegen oft klar vorne.

Aber worauf sollte man achten, wenn man sich ein neues LVS-Gerät zulegen will? Schauen wir uns doch einmal an, worauf es wirklich ankommt.

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