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Kaufberatung Fahrradbremsen: Scheiben- oder Felgenbremsen?

18. Mai 2018

Scheibenbremsen oder Felgenbremsen? Das ist die Frage, die sich wohl jeder Fahrradfahrer zumindest einmal in seinem Leben stellt. Um euch diese Frage zu beantworten, nehmen wir uns heute mal beide Bremsen in einem Vergleich näher unter die Lupe.

Welches System eignet sich am Besten für Mountainbiker und Rennradfahrer?

Während bei Rennrädern die Frage Scheibenbremsen oder Felgenbremsen derzeit noch heiß diskutiert wird, hat sich die Scheibenbremse bei Mountainbikes bereits seit etlichen Jahren fest etabliert und ist beim Downhill, Enduro und Freeride gar nicht mehr weg zu denken.

Als das Mountainbike in den 1980er Jahren konstruiert wurde, waren die Bikes mit starren Gabeln und Cantileverbremsen ausgestattet, die per Seilzug und später vereinzelt per Hydraulik an der Felge bremsten. Neben der zunehmenden Ausbreitung von Federgabeln am Mountainbike und vollgefederten Bikes verdrängten Scheibenbremsen die Felgenbremsen weitestgehend. Beide Systeme wurden von Motocross-Motorrädern übernommen und an die Fahrraddimensionen adaptiert. Die Federungen erlaubten bessere Dämpfung, höhere Traktion und dadurch auch wesentlich höhere Geschwindigkeiten im Gelände. Daher war die Entwicklung der Scheibenbremsen für Mountainbikes der nächste logische Schritt, um die hohen Geschwindigkeiten und Belastungen optimal kontrollieren zu können.

Die Vorteile von Scheibenbremsen am MTB

Bei langen und steilen Abfahrten neigen Felgenbremsen dazu die Felgen stark zu erhitzen. Das kann zu verminderter Bremsleistung führen, oder sogar Felge, Reifen und Bremsbeläge beschädigen. Auch bei Nässe sind die Scheibenbremsen den Cantileverbremsen oder V-Brakes haushoch überlegen. Scheibenbremsen für Mountainbikes werden teilweise mit Seilzügen zur Kraftübertragung ausgerüstet. Hochwertige Bremsen sind jedoch in der Regel hydraulische Systeme, die mit spezieller Bremsflüssigkeit zur Kraftübertragung funktionieren. Welche positiven Effekte eine Bremsanlage mit Scheibenbremsen am MTB mit sich bringt, zeigt die folgende Übersicht:

  • Mountainbiker benötigen für die gleiche Bremswirkung weniger Fingerkraft. Die Bremshebel sind oft so konstruiert, dass sie sich mit einem oder maximal zwei Fingern bedienen lassen. Dadurch verbleiben die anderen Finger am Lenker und das Bike kann sicher gefahren werden.
  • Die Felgen werden nicht durch die Bremsen abgeschliffen und auch bei einer leichten Unwucht („Achter“) schleift die Bremse niemals an der Felge.
  • Bei Nässe erzielen die Beläge der Scheibenbremse mit ihrer höheren Flächenpressung wesentlich bessere Bremswerte.
  • Bei langen Abfahrten werden die Felgen nicht heiß und können nicht beschädigt werden. Die Hitzeentwicklung konzentriert sich auf die Bremsscheiben.
  • Meistens halten die Bremsbeläge an Scheibenbremsen länger. Der Wechsel der Beläge ist zudem sehr einfach. Auch die Bremsscheiben sind sehr langlebig.
  • Dickere Reifen sind für die Scheibenbremse im Vergleich zur Felgenbremse kein Problem.

Neben den immensen Vorteilen beim Mountainbiken, bringen die Scheibenbremsen aber auch einige kleine Nachteile mit sich:

  • Sie sind schwerer als Felgenbremsen und außerdem empfindlicher (z.B. beim Transport mit ausgebauten Laufrädern).
  • Die gesamte Bremsanlage ist technisch komplexer und benötigt mehr Know How, mehr Erfahrung und mehr Zeit zur Wartung und Pflege.
  • Die Bremsbeläge für Scheibenbremsen müssen eingefahren werden, um ihre volle Bremskraft zu entfalten. Das erfordert etwas Geduld, ist allerdings für jeden Mountainbiker problemlos durchzuführen.
  • Naben und Speichen werden durch die Scheibenbremsen stärker belastet, als bei Felgenbremsen.
  • Gute Scheibenbremsen sind teurer als Felgenbremsen.

Unterschiedliche Scheibenbremsen: Bremsscheiben, Bremsbeläge, Bremsflüssigkeit

Auch wenn die Systeme sich bei Mountainbikes auf den ersten Blick sehr ähnlich sehen, gibt es doch einige grundlegende Unterschiede, die vor allem beim Umrüsten und Verändern der Bremsanlage von Bedeutung sind.

Die meisten Bremsscheiben bestehen aus Edelstahl. Neben ihrem Design unterscheiden sie sich durch ihren Durchmesser. Der wiederum verändert die Bremsleistung der gesamten Anlage. Einfach ausgedrückt bedeutet das: größere Bremsscheibe heißt stärkere Bremsleistung. Allerdings wiegen größere Bremsscheiben auch mehr und lassen sich nicht mit jeder Federgabel an jedem Bike kombinieren. Der allgemeine Standard liegt bei 180 mm Scheiben oder 203 mm Scheiben. Für die Montage der Scheiben an den Naben gibt es zwei verschiedene Befestigungsarten, die als „IS2000“ und „Centerlock“ bekannt sind. Beim IS2000 System (6-Loch) wird die Bremsscheibe mit sechs M5 Torxschrauben an der Nabe befestigt. Das Centerlock System von Shimano setzt dagegen auf einen speziellen Verschlussring mit Vielzahnprofil. Mit dem Shimano Centerlock ist die Bremsscheibe im Handumdrehen montiert und demontiert. Die 6-Loch Aufnahme hat dagegen den Vorteil, dass ein M5-Torxschraubendreher oft schneller verfügbar ist, als das spezielle Werkzeug für Centerlock Systeme.

Je nach Bremsanlage stehen Montainbikern verschiedenste Bremsbeläge zur Auswahl. Grundsätzlich stehen meist gesinterte Beläge oder organische Bremsbeläge zur Auswahl. Die metallischen Beläge (Sinter Brake Pads) sind unempfindlich gegen Hitze und sehr lange haltbar. Sie benötigen allerdings mehr Zeit zum Einfahren und beanspruchen die Bremsscheiben stärker. Organische Bremsbeläge (Resin Brake Pads) bestehen aus organischen Fasern und Kunstharz. Sie sind besonders geräuscharm und lassen sich sehr schnell einfahren. Bei Nässe und Sand sind sie den gesinterten Belägen jedoch meist etwas unterlegen.

Als Bremsflüssigkeit in Scheibenbremsen für Mountainbikes dient entweder Mineralöl oder DOT. Die vom Department of Transportation (kurz DOT) festgelegten Richtlinien für Bremsflüssigkeiten beziehen sich eigentlich auf Autos und Motorräder, sind aber für Mountainbikes gleichermaßen gültig. Für hydraulische Scheibenbremsen werden unterschiedliche Bremsflüssigkeiten verwendet (z.B. DOT 4, DOT 5.1), die untereinander nicht immer kompatibel sind. Andere Hersteller, wie Shimano oder Magura, setzen dagegen voll auf Mineralöl. Diese Bremssysteme sind sehr wartungsarm und die Bremsen müssen oft über viele Jahre nicht entlüftet werden. Anders jedoch die Bremsen mit DOT Füllung: da die Flüssigkeit hygroskopisch ist (d.h. sie „zieht“ Feuchtigkeit aus der Luft), müssen die Bremssysteme in regelmäßigen Abständen gewartet werden.

Scheibenbremsen am Rennrad

Während Scheibenbremsen sich bei hochwertigen Mountainbikes inzwischen längst durchgesetzt haben, sind Scheibenbremsen am Rennrad noch lange nicht in gleichem Maß etabliert. Das Interesse der Rennradfahrer an Scheibenbremsen wird allerdings immer größer und dementsprechend wächst auch das Angebot der Hersteller an ausgefeilten Bremssystemen.

Leichte und zuverlässige Felgenbremsen sind seit etlichen Jahrzehnten der Standard an Rennrädern für Amateure und Profis. An den Rennradfelgen befindet sich dafür eine spezielle Bremsfläche, auf die die Bremsbeläge drücken. Meist sind diese Flächen aus Aluminium gefertigt – teilweise aber auch aus individuellen Legierungen oder Carbon. Kohlefaser ist für seine hohe Festigkeit und sein geringes Gewicht bekannt. Bei Nässe ist jedoch die Bremsleistung einer Aluminium-Bremsfläche spürbar kräftiger. Ein Nachteil der Felgenbremse ist die Einschränkung bei der Reifenwahl, denn die Rennradreifen für Felgenbremsen dürfen nicht zu breit sein. Rennräder werden aus immer steiferen Materialien gefertigt, um so eine ideale Kraftübertragung zu gewährleisten. Der Komfort für den Radfahrer fällt dabei immer geringer aus. Breitere Reifen versprechen bessere Dämpfung und angepassten Fahrkomfort – können aber mit Felgenbremsen nicht aufgezogen werden.

Die Vorteile, die sich für Rennradfahrer mit Scheibenbremsen bieten sind daher:

  • Freiere Auswahlmöglichkeiten bei leichten Felgen und breiteren Reifen. Die Bremsfläche ist nicht mehr an der Felge angebracht. Dadurch sind die Laufräder langlebiger (keine Abnutzung an den Bremsflanken und keine Erhitzung durchs Bremsen).
  • Mehr Fahrkomfort durch breitere Reifen, ohne dabei mehr Rollwiderstand zu erzeugen.
  • Durch die Gewichtsverlagerung von den Bremsflanken (die wegfallen) zur Mitte der Laufräder, (Bremsscheiben) verschiebt sich die rotierende Masse in Richtung Laufradmitte. Vom Gesamtgewicht ergibt sich je nach Bremse nur ein geringer Unterschied. Die Laufräder lassen sich mit Scheibenbremsen aber leichter beschleunigen und mit weniger Kraftaufwand lenken.
  • Auch bei Nässe und schmutziger Fahrbahn ist die Bremsleistung sehr gut.

Hinzu kommen die Vor- und Nachteile, die es auch im Bereich der Scheibenbremsen für Mountainbikes gibt. Einer leichten Bedienbarkeit und sehr guten Bremsleistung stehen höhere Anschaffungskosten und ein größerer Wartungsaufwand gegenüber. Bei der Suche nach der leichtesten Kombination von Laufrädern und Bremsanlage haben Felgenbremsen noch immer die Nase vorn. Allerdings sinkt das Gewicht der Setups mit Scheibenbremsen von Jahr zu Jahr. Die Frage nach dem absoluten Gewicht wird sich deshalb in naher Zukunft erübrigt haben. Der Trend zur Verwendung von Scheibenbremsen am Rennrad ist unverkennbar und betrifft sowohl Amateure, Freizeit-Rennradler, wie auch Radprofis. Spätestens seit der deutsche Sprintspezialist Marcel Kittel bei der Tour de France 2017 und bei der Dubai-Tour 2017 mit Scheibenbremsen an seinem Rennrad für Aufsehen gesorgt hat, wird das Thema heißer diskutiert, als je zuvor.

Kaufberatung MTB-Schuhe: Wie du den richtigen Schuh findest

21. März 2018

Mountainbikeschuhe für Touren, Trails und Downhill

Die Wahl der optimalen Mountainbikeschuhe ist ganz einfach. Es gilt nur die Schuhgröße, das Design, den Einsatzbereich, das Pedalsystem, Wetter und die Jahreszeit zu beachten um den idealen Schuh zu finden. Einfach, oder? Spaß beiseite. Tatsächlich gibt es bei MTB-Schuhen viele verschiedene Modelle und sehr unterschiedliche Konstruktionsweisen und man kann sich in diesem Schuh-Dschungel relativ schnell verirren. Damit ihr euch also nicht verirrt nehmen wir nun jeden Faktor, der für die Auswahl der optimalen Bikerschuhe wichtig ist, mit euch einzeln unter die Lupe:

Die Pedale: Plattformpedale oder Klickpedale

Je nach Pedaltyp brauchen Mountainbiker Schuhe mit relativ flacher und griffiger Gummisohle, in denen sich die Pins der Flatpedals regelrecht „festbeißen“.

Bei Klickpedalsystemen, wie zum Beispiel bei dem weit verbreiteten SPD (Shimano Pedaling Dynamics) von Shimano, sind die MTB-Schuhe für optimalen Halt fest mit den Pedalen verbunden. Als Verbindung dienen sogenannte Cleats oder Pedalplatten, die an die Sohle der Mountainbikeschuhe angeschraubt werden. Für optimale Kraftübertragung klicken Mountainbiker ihre Schuhe in die Pedale und können die Verbindung durch eine leichte seitliche Drehung wieder lösen.

Manche Schuhe lassen sich sowohl mit Clickies, als auch mit Plattformpedalen gut fahren. Eher selten kommen sogar Hybridpedale zum Einsatz, die auf der einen Pedalseite mit Pins und auf der anderen mit einem Klicksystem ausgestattet sind. Meistens sind Mountainbiker jedoch auf gewisse Einsatzbereiche, wie Downhill, Race oder Freeride spezialisiert und wählen auf Basis dessen ihr Pedal-Schuh-System.

Der Einsatzbereich: Dirt, Race, Downhill oder Tour

Natürlich gibt es keine festen Regeln wer, wo, wann und welche Strecke mit welchen Schuhen fährt. Allerdings sind gewisse Vorlieben für bestimmte Arten von Schuhen und Pedalen in manchen Disziplinen stärker erkennbar, als bei anderen. Auf Dirtjumps und in Bikeparks sind die meisten Mountainbiker mit Flatpedals unterwegs. Das liegt daran, da es für bestimmte Jumps wichtig ist die Füße von den Pedalen zu nehmen und das Bike danach mit den Schuhen zu „catchen“. Bei kontrollierten Absprüngen vom Rad können Mountainbiker mit Flatpedals viel besser und schneller reagieren, als mit fest verbundenen Pedalen.

Bei Mountainbikerennen und Touren setzen viele Radfahrer dagegen auf die effiziente Kraftübertragung der Klickpedale. Im Downhill, Enduro und auf Trails fahren Mountainbiker gerne mit beiden Systemen. Während die einen in Mountainbikeschuhen mit Cleats eine bessere Bikekontrolle und perfekten Grip schätzen, schwören andere auf die komfortablen Bike-Sneaker mit ihrer vielseitigen Flexibilität.

Die Wetterbedingungen: zwischen Hitze, Regen und eisiger Kälte

Die meisten Bikeschuhe sind für mittlere Temperaturen und trockene Streckenverhältnisse ideal. So sind sie vom Frühjahr bis in den Herbst hinein an den meisten Tagen im Jahr prima zu fahren. Schwieriger wird es bei besonders nassen Wetterverhältnissen; vor allem bei Eis und Schnee im Winter. Normale MTB-Schuhe sind nicht isoliert und vor allem mit Klickpedalen bildet sich eine unangenehme Kältebrücke. Bei Regen und Schlamm können wasserdichte Mountainbikeschuhe zumindest die Füße ziemlich gut trocken halten.

Effektiver sind wasserdichte und atmungsaktive Überschuhe. Sie sorgen nicht nur dafür, dass die Füße trocken bleiben, sondern halten auch den ganzen Radschuh trocken. Da sie an der Sohle offen sind, funktioniert das Einklicken in die Pedale mit ihnen problemlos.

Bei sehr niedrigen Temperaturen können sich Mountainbiker also bis zu einem gewissen Grad mit warmen Socken und Überschuhen behelfen. Darüberhinaus gibt es spezielle Winterschuhe für Mountainbiker, die über speziell isolierte Sohlen verfügen. Diese können je nach Ausführung auch bei Temperaturen von -20°C komfortabel gefahren werden.

Je nach Pedalsystem, Einsatzbereich und Wetterverhältnissen sind Mountainbikeschuhe komplett anders aufgebaut. Nicht nur das Design reicht vom Urban-Style bis zum futuristischen High-Tech-Look sondern auch Aufbau und die Zusammensetzung von Sohle, Außenmaterial und Schnürung sind individuell auf die einzelnen Bereiche und Systeme angepasst.

Die Sohle: weich und griffig oder steif und dynamisch

Flat-Pedal-Schuhe von Five Ten, adidas oder Giro sind mit Sohlen aus speziellen Gummimischungen ausgestattet, die auf den kurzen Pins besten Grip bieten. Die Sohlenkonstruktion ist recht flach und erinnert an Skateschuhe oder Sneaker. Dadurch können Mountainbiker die große Fläche der Flatpedals optimal ausnutzen und ihre Fußstellung beim Fahren sehr gut anpassen ohne den Kontakt zum Pedal zu verlieren. Die Flat-Pedal-Schuhe sind komfortabel geschnitten und gewährleisten eine angenehme Dämpfung. Im Vergleich zu Skateschuhen, sind die Gummimischungen von Vibram oder Five Ten jedoch beim Mountainbiken deutlich strapazierfähiger.

MTB-Schuhe für Klickpedale sind mit einer komplett anderen Sohlenkonstruktion versehen. Die steifen Nylonsohlen sind für die Montage der Pedalplatten gefertigt und gewährleisten eine möglichst verlustfreie Kraftübertragung.

Je nachdem, ob Mountainbiker eher ausgedehnte Touren fahren oder im Wettkampf um jede Sekunde kämpfen, fallen die Sohlen mal etwas weicher oder härter aus. Weichere Sohlen bedeuten meistens höheren Komfort, während harte Sohlen in der Regel die Kräfte besser übertragen. Moderne Mountainbikeschuhe sind mit profilierten Sohlen ausgestattet, die sich für kurze Passagen auch gut zum Laufen eignen und auch auf rutschigen Waldböden guten Grip bieten. Die Cleats sind dabei so angebracht, dass sie nicht über das Profil ragen. Auf diese Weise stören sie nicht beim Laufen und sie ermöglichen einen angenehmen Gang. Für längere Wanderungen sind die steifen Nylonsohlen jedoch nicht geeignet.

Der Schuhaufbau: verschiedene Materialien und Schafthöhen

Mountainbikeschuhe werden aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt. Von Kunst-, Glatt- und Wildleder, bis hin zu synthetischen Fasern, oder Mesh-Geweben lassen die Hersteller hochwertiger Mountainbikeschuhe, wie Shimano, Mavic oder Vaude, kein Material ungenutzt.

Je nach Schuhmodell legen die Hersteller besonderen Wert auf gute Passform, Stabilität und gute Ventilation. Sportliche Mountainbikeschuhe sind oft mit Mesh-Einsätzen für angenehme Ventilation ausgestattet, während Allround- und Tourenschuhe den Schwerpunkt eher auf guten Wetterschutz legen. Im Bereich der Zehen und an der Ferse sind MTB-Schuhe extra verstärkt, um die Schuhe vor Beschädigungen zu schützen und dem Fuß die nötige Stabilität zu geben.

Die meisten Allround- und Raceschuhe verfügen über einen niedrig geschnittenen Schaft, der hohe Bewegungsfreiheit und angenehme Ventilation ermöglicht. Isolierte Winterschuhe fallen dagegen höher aus und ragen bis über die Knöchel. Auch Downhillschuhe sind teilweise knöchelhoch geschnitten, da sie den Füßen so zusätzliche Stabilität bieten und bei einem Sturz besser vor Verletzungen schützen können.

Die Schnürung: klassisch oder Schnellschnürsystem

Während Flat-Pedal Schuhe oft mit einer gewöhnlichen Schnürung und eventuell mit einem zusätzlichen Klettverschluss schon das richtige Maß an Stabilität und Komfort bieten, sind Klickpedal-Schuhe mit vielfältigen kreativen Verschlusssystemen versehen. Schnürungen, Schnellschnürsysteme mit Drehverschluss, Klettverschlüsse, Reißverschlüsse und Ratschenverschlüsse werden individuell kombiniert, um die ideale Mischung aus Komfort und Performance zu finden.

Die praktischen Ratschen- Klett- und Drehverschlüsse lassen sich einfach und schnell bedienen. Während der Fahrt können Ratschen- und Drehverschlüsse individuell nachjustiert werden, ohne den Fuß dafür von den Pedalen zu nehmen. Das An- und Ausziehen der Mountainbikeschuhe geht so besonders schnell und unkompliziert.

Neben sicherem und festem Sitz garantieren die Verschlusssysteme bestmögliche Performance beim Mountainbiken mit Klickpedalen. Über lose Schnürsenkel, die sich um die Pedalachse wickeln, müssen sich Mountainbiker mit Schnellschnürsystemen somit zum Glück keine Sorgen mehr machen.

Frag‘ die Bergfreunde!

Beim Kauf von MTB-Schuhen kann also einiges beachtet werden. Letzten Endes hängt die Wahl des MTB-Schuhes jedoch von deinem eigenen Einsatzbereich und der eigenen Einschätzung ab. Falls du allerdings noch Fragen hast, stehen wir dir hier, als auch unser Kundenservice gerne zur Verfügung. Unseren Kundenservice erreichst du Montags bis Freitags von 10 bis 17 Uhr unter der Nummer 07121/70120 oder per Mail.

 

Kaufberatung für Gamaschen

Nie mehr nasse Hosenbeine – eine kleine Kaufberatung für Gamaschen

12. Mai 2017

Stellt euch folgendes Szenario vor: die Sonne ist gerade aufgegangen und beginnt kräftig und golden zu strahlen. Ihr dreht, die Arme gen Himmel gestreckt, in einer dicht mit bunt blühenden Blumen und Kräutern bewachsenen Bergwiese eure Kreise. Diese Outdoor-Traumwelt, die direkt einem eskapistischen Heimatschinken der 1950er Jahre entsprungen sein könnte, würde in der harten Realität wohl ein unrühmliches Ende nehmen. Eure Hosenbeine sind vom Tauwasser, das sich über Nacht auf der Wiese gebildet hat, eklig durchnässt, euren Socken geht es keinen Deut besser und vermutlich hat sich auch noch eine Zecke irgendwie ins Hoseninnere geschlichen.

Klar, ihr habt ja auch eure Gamaschen vergessen! Ob nun bei der Wanderung durchs Alpenpanorama, auf Hochtour oder Trekking, Outdoor-Gamaschen gehören dazu. Damit ihr für den Gamaschenkauf gewappnet seid und den Tanz über die Bergblumenwiese ohne durchnässte Hosen übersteht, hier eine kleine Kaufberatung.

Gamaschen? Nie gehört! Wie der wasserdichte Schutz funktioniert und seine Einsatzgebiete

Okay, das Wörtchen Gamasche hat jeder schon mal gehört, aber was haben wir uns darunter auf unser Lieblingshobby, das Outdooren, bezogen vorzustellen? Gamaschen sind einfach gesprochen eine wasserdichte Verlängerung der Schuhe, die – je nach Modell – den Unterschenkel umschließt und teilweise bis über den Kniebereich langt. Immer dann, wenn hohe Schuhe oder Stiefel zu warm oder zu unpraktisch sind oder die Regenhose nicht in Frage kommt, sind sie zur Stelle. Dabei wird eine reguläre Gamasche mit einem robusten Riemensystem unter den Schuh geschnallt und mit Haken für zusätzlichen Halt in die Schnürung eingehängt. Damit das Ganze auch problemfrei an- und wieder ausgezogen werden kann, ist die Seite mit einem durchgehenden Reiß- beziehungsweise Klettverschluss oder einer Schnürung samt wasserdichter Abdeckleiste versehen. Ein Kordelzug am oberen Abschluss macht den Beinschutz dicht und verhindert zudem, dass die Gamasche nach unten rutscht.

Ist alles fachgerecht verpackt, halten Gamaschen die Füße und die Hosenbeine effektiv trocken, sei es auf regnerischen, schlammigen Touren oder bei Tiefschnee. Gleichzeitig halten sie auf Wanderungen Schmutz und kleine Steinchen davon ab, sich in die Schuhe zu mogeln. Wer mag schon nervigen Kleinkram im Schuh? Des Weiteren schützt die zusätzliche Gamaschenschicht mit ihrem widerstandsfähigen Material das Hosengewebe und eure Beine vor hinterhältigen Dornen, Felskanten oder Ästchen. Ebenfalls wichtig ist der Schutz vor dem eingangs erwähnten Fiesling – der Zecke. Habt ihr ein paar Gamaschen an den Schuhen befestigt, bleibt den kleinen Biestern keine Eintrittsmöglichkeit unter die Klamotten. Gerade in FSME-Risikogebieten ist das eine nicht zu unterschätzende Vorsichtsmaßnahme. Also wirklich vielseitig, diese Schutzschläuche für die Beine!

Was muss die moderne Gamasche können?

Anno dazumal noch aus einfachem Filz oder Leder gefertigt, sind Gamaschen heute wahre Funktionalitätsmonster aus technisch leistungsfähigen und funktionellen Geweben. Auf was also achten beim Gamaschen-Kauf? Zunächst einmal das Wichtigste und Offensichtlichste, die Regengamaschen sollten wasserdicht sein. Das ist ja klar. Auf sportlich anspruchsvollen Touren darf sie gerne mit atmungsaktiven Einsätzen ausgestattet sein. Schließlich hilft der beste Feuchtigkeitsschutz von außen nur bedingt, wenn ihr euch von innen nass schwitzt. Wird es besonders anstrengend, etwa beim Hochtourengehen oder beim Wintersport im Allgemeinen, sorgen Belüftungsmöglichkeiten bei Bedarf für benötigte Kühlung. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind gute Isolationseigenschaften unabdingbar. Seid ihr oft in der Dämmerung oder bei Nebel unterwegs oder nutzt ihr die Gamaschen zum Radeln, sorgen reflektierende Elemente für eine bessere Sichtbarkeit.

Eine Gamasche ist im Outdooralltag zahlreichen Belastungen ausgesetzt. Ob Dornen, Äste, Fels oder Kontakt mit Steigeisen, das Material wird auf eine harte Probe gestellt.  Darum erhöhen widerstandsfähige Gewebe und zusätzliche Materialverstärkungen an den viel beanspruchten Stellen die Langlebigkeit und schützen die Wander- oder Regengamaschen vor allerlei Ungemach. Zu guter Letzt, aber mit am wichtigsten: eine sichere Befestigungsmöglichkeit. Eine gute Gamasche muss fest und sicher an Bein und Schuh sitzen, um den entsprechenden Feuchtigkeits- und Schmutzschutz bieten zu können. Moderne Gamaschen sind in ihrer Weite verstellbar und lassen sich per Neoprenstegen, Unterfußbändern oder Dornschnallen fest an den Schuhen fixieren.

Welche Gamaschen für welchen Zweck?

Jetzt wissen wir, was gute Gamaschen können müssen. Aber welche sind die richtigen für die nächste Tour? Keine Bange, das lässt sich schnell klären. Für lange Wegstrecken empfehlen sich, wie ihr sicherlich erahnen könnt, die Wandergamaschen. Das ist im Grunde genommen keine wirkliche Unterart, sondern eine Variante, die sich besonders gut zum Wandern eignet. Sie sollten möglichst leicht sein, um den Fuß auf langen Märschen nicht unnötig zu beschweren. Ein niedriger Schnitt sorgt für mehr Bewegungsfreiheit.

Für alpine Touren oder Winterwanderungen sollten die schützenden Beinschläuche möglichst hoch verarbeitet sein. Gerade wenn es in den Tiefschnee geht, zeigt sich eine Gamasche, die gerade mal bis kurz über den Knöchel langt, als wenig hilfreich. Atmungsaktive Einsätze und Belüftungsmöglichkeiten sollten ebenfalls mit von der Partie sein.

Expeditionsgamaschen sind die idealen Partner für extreme Bedingungen. Auf Hochtouren, Eistouren oder beim Expeditionsbergsteigen sind sie unverzichtbar. Sie sind meist mit einem isolierenden Schaum ausgestattet und speziell für den Einsatz mit steigeisenfesten Bergstiefeln ausgelegt.

Auf der Biketour sorgen spezielle Fahrradgamaschen für Trockenheit. Diese Outdoorgamaschen kommen oftmals als Überzug für den gesamten Schuh daher, die für einen umfassenden Nässeschutz sorgen. So kommt der prasselnde Regen und der spritzende Matsch weder in noch an die Schuhe. Reflektierende Details sorgen dafür, dass ihr von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden könnt.

Ihr seht, Gamaschen sind weder ein Relikt der Vergangenheit noch irgendein unnützes Accessoire, das im Equipment-Schrank fröhlich vor sich hin staubt. Ob nun Modelle zum Wandern, für den Ausflug auf dem Fahrrad oder im alpinen Einsatz, habt ihr euer Modell gefunden, bleiben eure Füße und Beine knochentrocken. Und ungebetene Gäste wie spitze Steinchen, Staub oder Insekten bleiben auch dort, wo sie hingehören, nämlich draußen. Also ab mit euren neuen wasserdichten Beinschutzkleidern auf die blumige Bergwiese und hinterher ab in Matsch und Tiefschnee!

Eine Kaufberatung für Fahrradpumpen

Pump it up – eine Kaufberatung für Fahrradpumpen

1. September 2016

Ganz klein und kompakt, mit CO2-Kartusche oder doch lieber schön großvolumig und mit Manometer – das Angebot an Fahrradpumpen ist nicht gerade klein und das richtige Modell für seine Zwecke zu finden keine leichte Aufgabe. Einen kurzen Überblick darüber, welche Pumpe man wann braucht, und vor allem auf was ihr beim Kauf achten solltet, gibt euch unsere Kaufberatung!

In der Kürze liegt die Würze

Die kleinsten Fahrradpumpen sind die sogenannten Minipumpen. Sie sind immer dann ideal, wenn man zwischendurch eine Panne hat und schnell wieder Luft auf den Reifen bringen muss. Sie werden in aller Regel direkt am Rahmen befestigt, in der Trikot- oder in der Satteltasche transportiert. Es gibt Modelle, wie z.B. die Velocity Apogee MG MTB, die einen ausfahrbaren Schlauch haben. Dadurch wird das Ventil geschont und kann nicht abbrechen, wenn man die Pumpe beim Pumpvorgang zu heftig hin und her bewegt.

Andere Minipumpen kommen mit einem Gaskartuschen-Anschluss daher. Diese Variante ist vor allem für Radfahrer interessant, die an Rennen teilnehmen und bei denen eine Panne einen zeitkritischen Faktor darstellt. Denn durch die mitgelieferten CO2-Kartuschen kann der Reifen bzw. der Schlauch komplett ohne Pumpen wieder prall gemacht werden. Das geht sehr schnell und ist im Handling zudem noch richtig einfach. Wer es ganz minimalistisch mag, der kann sich entsprechende Kartuschen-Adapter, wie den Bora Bora zulegen, der lediglich für eine einzige Verwendung mit einer Kartusche ausgelegt ist.

Für Zuhause: Die Standpumpe

Will man vor der nächsten Tour noch schnell Luft auf die Reifen bringen, dann ist meist eine Standpumpe, wie z.B. die PFP 8 Kompressor von Park Tool, die erste Wahl. Sie fristet ein eher trostloses Leben im Fahrradkeller, ist aber keinesfalls nutzlos – ganz im Gegenteil. Der Pumpvorgang ist dank eines großen Griffes deutlich angenehmer und natürlich kann man durch den großen Zylinder schnell wieder viel Luft in den Schlauch bringen.

Der Pumpenkopf wird über einen langen Schlauch mit dem Ventil verbunden, was – genau wie bei den Minipumpen – sehr schonend für das Ventil ist. Den größten Vorteil stellt aber wohl das vorhandene Manometer dar. Über dieses lässt sich der Luftdruck nämlich sehr genau dosieren, was gerade ambitionierteren Bikern wichtig ist, um das Rad bestmöglich auf die Streckenbedingungen einzustellen. (Verlinkung zu den Luftdruck-Rechnern).

Eine Kaufberatung für FahrradpumpenAuf das Ventil kommt es an

Bevor man sich jedoch für eine Pumpe entscheidet, sollte man zunächst wissen, welches Ventil man fährt. Relativ gängig sind heute Sklaverand-Ventile – vor allem im MTB- und Rennradbereich (auch bekannt als französische Ventile). Aber auch Dunlop- und Shrader-Ventile kommen weiterhin zum Einsatz.  Während Standpumpen meist einen umrüstbaren Pumpenkopf haben, unterstützen manche Minipumpen nur eine einzige Ventilart. Welche das sind, ist in aller Regel aber aus der Produktbeschreibung herauszulesen.

Wie viel Luftdruck darfs denn sein?

Wie hoch der Reifendruck sein sollte ist nicht ganz trivial und vor allem eine Frage des Fahrradtyps. Um Dir bei der Annäherung an den optimalen Luftdruck zu helfen haben wir jeweils einen Rechner für Rennräder und einen Rechner für Touren- & Citybikes gebaut. Auch Mountainbiker bekommen eine ausführliche Anleitung – allerdings ist die Vielfalt an Bikes und Einsatzzwecken hier zu hoch, um sich der Antwort rechnerisch zu nähern.

helm

Kaufberatung Fahrradhelme – Sicherheit für den Kopf

22. Oktober 2015

In meinen Kindertagen galt das Tragen von Fahrradhelmen unter uns Jungs als uncool. Unbeschwert und vor allem „unbehelmt“  brausten wir mit unseren Rädern über die Feldwege und durch die Wälder meiner oberfränkischen Heimat. Rückblickend empfinde ich die Unbeschwertheit von damals eher als puren Leichtsinn. Und zum Glück hat sich das Bild des Fahrradhelmes in den letzten Jahren gerade unter Outdoorern stark gewandelt. Mittlerweile ist es weithin bekannt, dass ein Fahrradhelm den Träger vor schweren Kopfverletzungen bewahren kann und im Extremfall Leben rettet. Im Straßenverkehr schaut es zwar leider noch etwas anders aus, aber auch hier ist ein Helm eine wichtige Schutzmaßname, auf die nicht verzichtet werden sollte! Besonders nicht aus Stylegründen. Denn mal ehrlich: viele Helme auf dem Markt sehen richtig cool aus. Damit Ihr wisst, welchen Helm Ihr Euch für welche Bikedisziplin am besten zulegt, folgt eine kurze Einführung in die bunte Welt der Fahrradhelmkunde.

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licht

Kaufberatung Fahrradbeleuchtung – Wir bringen Licht ins Dunkel!

10. September 2015

Am schönsten radelt es sich bei strahlendem Sonnenschein, so viel steht fest. Bei Nebel, Regen oder Dunkelheit bleibt man lieber zu Hause oder nimmt den Bus.

Also braucht man auch keine Lampe oder?

Wir erklären Dir, auf welche Eigenschaften und Gesetzesvorgaben Du beim Kauf von Fahrradbeleuchtung achten solltest!

StVZO

Das Bundesverkehrsministerium macht uns hier einen Strich durch die Rechnung. Laut Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) gilt: Jedes Fahrrad muss über einen weißen Frontscheinwerfer inklusive weißem Reflektor und einen roten Rückstrahler inklusive rotem Reflektor verfügen. Hinzu kommen zwei gelbe Streifenreflektoren pro Rad, um die Sichtbarkeit von der Seite zu gewährleisten. Denn bei der Fahrradbeleuchtung geht es nicht nur darum, die Straße zu sehen, sondern auch darum, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden.

Die Beleuchtung bei Fahrradanhängern ist dann nochmal etwas komplizierter. Seit 2018 gelten hier strengere Vorschriften für alle Anhänger, die breiter als 60 cm sind:

  • Zwei weiße Reflektoren an der Vorderseite.
  • Zwei rote Reflektoren an der Rückseite (Z-Reflektor).
  • Eine rote Rückleuchte, sofern der Anhänger das Rücklicht des Rads bis zur Hälfte verdeckt.
  • Eine Frontleuchte an der linken Ecke, sofern der Anhänger breiter als ein Meter ist.

Also muss doch Licht ans Rad. Aber welches? Hier stellt sich zunächst die Frage, was für ein Fahrrad man fährt. City- und Trekkingräder werden mittlerweile meist mit Nabendynamo gefertigt und besitzen schon eine komplette Lichtanlage. Bei Rennrädern und Mountainbikes hingegen muss man in der Regel das Licht nachrüsten.

 

Die erste Frage, die man sich also stellen sollte ist: Wie versorge ich meine Lampe mit Strom?

Nabendynamo oder Batterielicht?

In der Regel klärt sich diese Frage von ganz allein. Wer ein Fahrrad mit Dynamo besitzt, sollte seine Lampe auch damit betreiben. Ein guter Nabendynamo ist wartungsarm und leichtgängig. Wenn man die Lampe mal braucht, schaltet man sie einfach ein. Braucht man sie nicht, stört sie den Fahrer nicht weiter. Nabendynamos sind mittlerweile am weitesten verbreitet, Seitenläufer- und Speichendynamos können natürlich auch eingesetzt werden.

Hat man keinen Dynamo und will keinen nachrüsten, dann bleibt nur das Akku- oder Batterielicht übrig. Der große Vorteil ist, dass es relativ günstig und sehr leicht zu montieren ist. Nachteil ist sicherlich, dass man immer dafür sorgen muss, dass die Batterien bzw. die Akkus noch genug Strom liefern können, um sicher ans Ziel zu gelangen. Eine Ersatzbatterie oder Ersatzakku mitzuführen, ist hier sinnvoll.

Um jetzt eine geeignete Lampe zu finden, stellen wir euch die wichtigsten Features vor, welche die Lampen voneinander unterscheiden.

Leuchtkraft – je mehr desto besser!?

Die fundamentalste Eigenschaft einer Lampe ist sicherlich, wie hell sie ist.

Die meisten Hersteller geben für die Leuchtstärke einen Wert von 40 bis 80 Lux an. Es gibt natürlich auch Scheinwerfer mit weniger oder bedeutend mehr Lux (z.B. die Betty R von Lupine mit 4500 Lumen, was in 5 Metern Entfernung bei einem Abstrahlwinkel von 35° 495 Lux entspricht).

Hier ist zu beachten, dass nicht jede Lampe eine Straßenverkehrszulassung besitzt (die Betty R zum Beispiel nicht), da sie den Gegenverkehr zu sehr blendet. Für rasante Downhills bei Nacht sind sie dagegen absolut zu empfehlen, wenn nicht gar notwendig.

Die hellste Lampe nutzt jedoch nichts, wenn das Licht nicht entsprechend der Fahrweise verteilt wird. Es gibt Lampen, die den Bereich direkt vor dem Fahrrad (das sogenannte Nahfeld) sehr breit ausleuchten und Lampen, die eher weiter entfernte Objekte (Fernfeld) beleuchten. Hierzu wird man jedoch keine Angaben bei den Herstellern finden, da dieser Punkt sehr schwer zu messen ist. Im Internet gibt es jedoch sehr viele Beiträge, bei denen die unterschiedlichsten Lampen miteinander verglichen werden. Dazu jede Menge Fotos und Videos von Lichtkegeln, sodass man sich selbst ein gutes Bild von fast jeder Lampe machen kann.

Bevor ihr jetzt alle auf dem Markt verfügbaren Lampen miteinander vergleicht, wollen wir euch noch ein paar weitere Features vorstellen, die eure Suche vereinfachen können!

Standlicht

Akku- und Batterielicht leuchten solange, bis man sie ausschaltet oder die Batterie leer ist. Betreibt man seine Lampe mit einem Dynamo, geht diese meist aus, wenn der Dynamo sich nicht mehr bewegt. Das kann zu Problemen im Straßenverkehr führen, wenn man zum Beispiel an der Ampel anhalten muss. Dann wird man von anderen Verkehrsteilnehmern nicht mehr gesehen. Die Hersteller haben darauf reagiert und sogenannte Standlichter entwickelt. Dazu verwenden sie Kondensatoren in den Lampen, welche die Lampe für eine kurze Zeit versorgen können, wenn der Dynamo keinen Strom mehr liefert. Somit bleibt die Lampe auch im Stehen an. Dabei wird jedoch nicht die komplette Lampe versorgt, sondern meist nur eine LED, was jedoch ausreicht, um gesehen zu werden.

Man sollte beim Kauf einer Lampe also darauf achten, dass sie über ein Standlicht verfügt.

Halterung

Batterielichter werden mit einer Halterung am Fahrrad befestigt. Diese sollte möglichst stabil sein, um ein Verrutschen oder sogar Verlieren der Lampe zu verhindern. Es ist einfach nervig, nach jeder Bordsteinkante anhalten zu müssen, um die Lampe wieder auszurichten. Das Rücklicht ist hier besonders gefährdet, da es meist an der Sattelstütze montiert wird und die Hebelwirkung aufgrund der Bauweise am Größten ist. Die Firma Busch & Müller ist bekannt dafür, sehr stabile und langlebige Lampen und Halterungen zu bauen.

USB-Anschluss

Ein Nabendynamo produziert Strom, sobald er sich bewegt. Tagsüber ist die Beleuchtung meist abgeschaltet, der Strom bleibt also ungenutzt. Es gibt jedoch Hersteller, die Geräte in ihre Lampen integrieren, die diesen Strom nutzbar machen. So bietet z. B Busch & Müller mit dem Lumotech IQ2 Luxos einen USB-Anschluss, an dem sich elektronische Geräte (Mobiltelefone, GPS-Geräte, MP3-Player etc.) anschließen lassen. Die Ladeleistung ist nicht zu vergleichen mit einem Anschluss am Stromnetz, aber immerhin bleibt der Strom nicht gänzlich ungenutzt.

Hinweis: Möchte man seinen Dynamo hauptsätzlich zur Stromgewinnung nutzen, empfiehlt es sich, speziell dafür gemachte Geräte, zum Beispiel das Busch & Müller E-Werk, in Verbindung mit einem Pufferakku zu verwenden.

Die wichtigste Eigenschaft einer Fahrradlampe

Die Straßenverkehrszulassungsverordnung schreibt bestimmte Bedingungen vor, welche von den Lampen erfüllt werden müssen. Nicht jede Lampe, welche am Fahrrad montiert werden könnte, erfüllt diese. In den Produktbeschreibungen findet man aber immer den Hinweis, dass die jeweilige Lampe nach StVZO zugelassen ist oder nicht.

Fazit

Es gibt die unterschiedlichsten Lampen für Fahrräder. Je nach Verwendungszweck sind sie mal mehr, mal weniger geeignet. Alle Räder die im Straßenverkehr genutzt werden, müssen mit Lampen ausgerüstet sein, welche der StVZO entsprechen. Helligkeitsangaben sind zwar gut vergleichbar, aber nur bedingt aussagekräftig, da es mehr auf die Verteilung als auf die absolute der Helligkeit ankommt. Ausführliche Tests und Informationen findet man zum Beispiel auf www.fahrradbeleuchtung-info.de.

Wie immer könnt Ihr Euch bei Fragen auch gerne an unsere Experten aus dem Kundenservice wenden. Hannes, unser Fachmann für Fahrradbeleuchtungen, steht Euch unter der Woche täglich von 9.00 – 18.00 Uhr telefonisch unter +49 (0)7121/70 12 0 oder per E-Mail zur Verfügung.

Wetterschutz. Foto: Arc'teryx

Kaufberatung Softshelljacken – Der atmungsaktive Wetterschutz

2. Juli 2015

Softshells werden in der Outdoorbranche gerne als eine Art eierlegende Wollmilchsau angepriesen: Stark wasserabweisend (zum Teil sogar wasserdicht), winddicht, hoch atmungsaktiv, sehr beweglich und oft sehr leicht sind sie die perfekten Begleiter für nahezu jede Gelegenheit. Aber können Softshelljacken wirklich alles? Wo liegen die Unterschiede und worauf muss man beim Kauf achten?

Wir haben alle wichtigen Fakten gesammelt und geben Euch einen Leitfaden zum Softshell-Kauf!

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radhose

Die richtige Radhose für jede Situation und jeden Typ – eine kurze Kaufberatung

22. Mai 2015

Mit der richtigen Radhose geht es hoch motiviert ab auf die Tour! Doch welche ist die richtige? Und was muss sie drauf und vor allem auch drin haben? Die Saison, die Variante des Bikes und auch der Fahrer selbst geben hierbei die besten Lösungen für die Kaufentscheidung.

Aus diesem Grund braucht beispielsweise ein Rennradfahrer eine andere Hose als ein Mountainbiker und eine Frau verständlicher Weise eine andere als ein Mann. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, hier eine kleine Kaufberatung für die richtige Radhose.

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MTB Winter Pflege

Mit warmen Füssen durch den Winter – MTB Winterschuhe für Freerider und Tourenfahrer

4. Januar 2018

Schnee, Eis und Kälte sind für viele Mountainbiker die Garantie für besonderen Spaß und spezielle Herausforderung mit erhöhtem Rollwiderstand und endlosen Drifts und Slides. Dabei muss nicht nur das Mountainbike auf die winterlichen Bedingungen mit spezieller Pflege und entsprechenden Winterreifen vorbereitet werden, sondern auch der Rider selbst tut gut daran, sich mit warmer und wetterfester Bikebekleidung, wärmenden Handschuhen und einer dünnen isolierenden Mütze unter dem Bikehelm auszurüsten. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Füßen, denn bei winterlichen Touren mit leichten und gut belüfteten MTB-Schuhen für den Sommer, fangen die Füße schon nach kurzer Zeit an zu frieren. Selbst mit dickeren Socken ist das Problem nicht lösbar, denn da die sommerlichen MTB-Schuhe in der Regel niedrig geschnitten und meist nicht wasserdicht sind, wären die warmen Socken schnell durchnässt. Außerdem sind MTB-Schuhe so passgenau geschnitten, dass sie mit dickeren Socken eher unbequem zu fahren sind.

Was macht gute Winterschuhe für Mountainbiker aus?

Neben den üblichen Kriterien für Radschuhe, wie sicherer Grip, gute Kraftübertragung auf die Pedale, komfortable Passform und robuste Verarbeitung, entscheiden bei MTB Schuhen für den Winter die Faktoren „warme Füße“ und „trockene Füße“, ob ein MTB Schuh für den Einsatz im Winter geeignet ist. Beim Biken im Winter spritzen Wasser, Matsch und Schnee ständig von vorne auf die Bikeschuhe. Eine wasserdichte Membran von GORE und anderen Herstellern sorgt dafür, dass die Nässe nicht in die Schuhe eindringt. Gleichzeitig lässt die funktionelle Membran die Feuchtigkeit, die beim Radfahren an den Füßen entsteht, durch die winzigen Poren entweichen. Damit auch von oben kein Spritzwasser in den MTB-Schuh läuft, sind MTB Winterschuhe meistens hoch geschnitten und reichen bis über den Knöchel. Manche Modelle setzen dabei auf einen stabilisierenden Klettverschluss am Knöchel, andere auf leichte elastische Stulpen, die besonders leicht und bewegungsfreundlich sind. Ein durchnässter MTB Schuh führt nicht nur zu frierenden Füßen, sondern wird auch sehr schwer und braucht unter Umständen mehrere Tage, um wieder komplett zu trocknen. Viele winterfeste Radschuhe sind zwar mit einer wasserdichten Membran ausgerüstet und verfügen über stark wasserabweisendes Obermaterial, doch bei richtig matschigen Verhältnissen saugen selbst diese sich irgendwann mit Wasser voll. Zwar sind sie so immer noch wasserdicht, aber leider auch um ein Vielfaches schwerer.

Wasserdichte Überschuhe für Mountainbiker

Effektive Abhilfe verschaffen wasserfeste und windundurchlässige Radüberschuhe für Mountainbiker. Die elastischen Überschuhe lassen sich bequem über den Fahrradschuhen tragen und mit Klettverschlüssen rutschfest fixieren. Im Sohlenbereich sind die MTB-Überschuhe offen, so dass der Kontakt mit den Pedalen einwandfrei gewährleistet ist und die Sohle beim Laufen guten Grip hat. Viele Bike Überschuhe für den Winter sind an der Innenseite zusätzlich gefüttert. An der Außenseite lassen sie Matsch und Spritzwasser einfach abperlen. Zu viel im Matsch laufen, sollten Biker jedoch nicht, denn bei tieferen Pfützen könnte sich das Wasser seinen Weg durch die offene Sohle nach oben suchen. Beim Fahren bieten die Überschuhe jedoch den entscheidenden Vorteil, dass die Schuhe nach der Tour nicht aufwändig getrocknet werden müssen. Daher sind sie auch für mehrtägige Touren im Winter oder beim täglichen Einsatz absolut empfehlenswert.

Warme MTB Schuhe für Touren im Winter

Die meisten MTB Winterschuhe sind mit einem isolierenden Futter ausgestattet und für Temperaturen um den Gefrierpunkt optimiert. Wenige Modelle sind für extreme Bedingungen und Temperaturen bis etwa -20° C vorbereitet. Sie sind sehr hoch geschnitten und besonders dick mit Primaloft oder anderen Isolationsmaterialien gefüttert und zusätzlich mit einer isolierenden Sohle ausgestattet. Bei sehr niedrigen Temperaturen und einer trockenen Kälte rückt zunehmend die Isolation in den Vordergrund, während der Schutz vor Matsch und Spritzwasser nicht mehr so ausschlaggebend sind, wie bei Bikeschuhen für „normale“ winterliche Temperaturen.

Je nachdem mit welchen Socken Mountainbiker im Winter am liebsten auf Tour gehen möchten, sollten die Winterschuhe auch mit den entsprechenden Socken anprobiert werden. Sie sollten nicht zu dick sein, damit die Radschuhe sicher sitzen, dürfen aber ruhig wärmer und höher geschnitten sein, als die Radsocken im Sommer. Bikesocken aus Merinowolle oder Merino Mischgewebe haben den Vorteil, dass sie nicht nur im trockenen Zustand gut wärmen, sondern sogar, wenn sie feucht oder gar nass sind. Dass die Merinosocken außerdem sehr geruchshemmend sind, ist ein weiterer klarer Pluspunkt.

Sohlen und Pedaplatten für Wintereinsätze

MTB-Winterschuhe sind mit griffigen Sohlen ausgestattet, die auch auf rutschigem Untergrund für sicheren Stand sorgen. Klar ist aber auch: Winterschuhe für Mountainbiker sind keine Wanderschuhe oder Winterstiefel, sondern Radschuhe. Die Sohlen der unterschiedlichen Modelle und Hersteller können daher variieren. Von gering ausgeprägter Profilierung bis zur speziellen Vibram Gummimischung für guten Grip bei eisiger Kälte reicht das Angebot. Mountainbiker haben dabei die Qual der Wahl und dürfen sich die Sohle ganz nach ihren Wünschen und ihrem bevorzugten Einsatzbereich aussuchen.

Bei der Auswahl der Pedale und Pedalsysteme richtet sich der Fokus bei den MTB Winterschuhen auf SPD Klickpedale und Flat Pedale. Viele Schuhe eignen sich gleichermaßen für beide Systeme und sind mit ihrer Sohlenkonstruktion für flache Pedale und für das Anbringen von Cleats ausgerüstet. In den griffigen Sohlen sind die Pedalplatten so in die Sohle integriert, dass sie nicht über das Sohlenprofil hinaus ragen. Dadurch können Mountainbiker auch mit Cleats gut laufen. Ein Vereisen oder Verschmutzen der Cleats oder der Klickpedale ist in der Praxis unwahrscheinlich. Das SPD System arbeitet auch bei Schnee und Kälte zuverlässig, wie bei Matsch, Regen und jedem anderen Wetter. Da die Cleats mit der festen Verbindung zu den Pedalen eine empfindliche Kältebrücke darstellt, sind MTB Winterschuhe so konstruiert und isoliert, dass sie diese Kältebrücke unterbrechen und die Kälte nicht an die Füße weiterleiten.

Für Mountainbiker, die trotz warmen Socken und isolierten Winterradschuhen regelmäßig an frierenden Zehen und Füßen leiden, können wärmende Einlegesohlen Abhilfe schaffen. Die Einlegesohle in den MTB Winterschuhen lassen sich durch wärmere „passiv wärmende“ Sohlen mit Wolle, Daunen oder Kunstfaser ersetzen. Auch „aktiv wärmende“ Einlegesohle lassen sich in die MTB Schuhe integrieren. Sie sind entweder mit elektrisch betriebenen Heizdrähten ausgestattet oder funktionieren auf chemischer Basis mit Aktivkohle. Beide Systeme liefern für einen begrenzten Zeitraum angenehme Wärme an den Zehen oder Fußsohlen. Wer wirklich ständig mit kalten Füßen beim Mountainbiken kämpft, ist mit der Akku-betriebenen Bauart am besten bedient. Die Temperatur kann dabei besser reguliert werden und die Batterien sind schnell wieder für die nächste Tour aufgeladen. Dagegen ist die günstigere Variante auf Aktivkohlebasis nur für einmalige Verwendung und muss nach jeder Tour gewechselt werden.

Kaufberatung MTB-Reifen

MTB-Reifen: Immer der richtige Grip

14. September 2016

Trocken, matschig, steinig, schneereich, voll mit Laub – die Trails dieser Welt kommen schon manchmal sehr unterschiedlich daher. Da ist es relativ schnell klar, dass die Wahl der passenden Mountainbike-Reifen kein triviales Thema ist. Das geht sogar so weit, dass sich Profis im Vorfeld eines Rennens die Reifen mit Schleife und Schere anpassen. Soweit wollen an dieser Stelle nicht gehen. Stattdessen geben wir euch einen Überblick darüber, welche Reifen für welche Situation geeignet sind und was es bei den einzelnen Modellen zu beachten gibt. Viel Spaß!

MTB-Reifen: Falt oder Schlauch?

Wie bei jeder anderen Raddisziplin stellt sich auch beim Mountainbiken zunächst die Frage, ob die Wahl auf Falt- oder Schlauchreifen fällt. Faltreifen haben den Vorteil, dass man sie nicht austauschen muss, wenn man einen Platten hat, denn sie sind nicht direkt mit dem Schlauch verbunden. Faltreifen sind eine Form der Drahtreifen, bei denen ein Bündel aus Aramidfäden eingearbeitet ist, das eine Wulst bildet, die sich in die Felge setzte. Dem gegenüber stehen Schlauchreifen. Bei dieser Bauart ist der Mantel direkt mit dem Schlauch verbunden. Der Reifen wird dann mit Reifenkitt oder Felgenklebeband auf die Felge geklebt. Der Vorteil: Sie sind leichter und haben einen geringeren Rollwiderstand. Die Reparaturen sind allerdings aufwendiger. Kleinere Löcher können mit Pannenmilch gedichtet werden, bei größeren Beschädigungen muss der Reifen aber komplett ersetzt werden.

Griffige Schulter, leichtrollende Basis

Die Wahl des passenden Profils ist eine kleine Wissenschaft für sich. Ähnlich wie bei Schuhen gibt es auch bei MTB-Reifen große Unterschiede, die sich natürlich am zu befahrenden Untergrund festmachen lassen. Neben Allroundern, wie zum Beispiel dem Hans Dampf von Schwalbe, der ein sehr gleichmäßiges Stollenprofil aufweist, gibt es auch Spezialisten, wie den Rock Razor. Er hat feinere Stollen an der Lauffläche und gröbere Stollen an der Schulter, so dass er sich prima bei eher trockenen Bedingungen fährt und vor allem einen geringen Rollwiderstand mitbringt.

Gib Gummi

Der heilige Gral aller Reifenhersteller ist natürlich ihre Gummimischung. Die ist je nach Einsatzbereich ebenfalls unterschiedlich und hört auf so fulminante Namen wie Black-Chili oder TrailStar. Wie bei allen anderen Reifen gilt auch hier: Je weicher der Gummi, desto griffiger ist er. Allerdings nutzt der Reifen sich dadurch auch schneller ab. Je härter die Gummimischung ist, umso weniger Rollwiderstand hat man, was allerdings zu Lasten des Grips geht. Auch ist ein Allrounder für den Hobbyfahrer die passende Lösung. Für Profis kann die richtige Wahl mitunter rennentscheidend sein.

Robust oder doch eher leicht?

Wer gerne technische Trails unter die Räder nimmt, der weiß um den Wert eines robusten Reifens. So haben z.B. Modelle wie der Trail King von Continental einen Rund-um-Pannenschutz, damit er besser vor Beschädigungen vor Steinen geschützt ist. Das geht natürlich zu Lasten des Gewichts und könnte daher für sportlichere Crosscountry- oder Marathon-Fahrer unattraktiv sein. Sie bevorzugen eher leichtere Reifen, die dafür etwas pannenanfälliger sind. Dazwischen gibt es aber auch Modelle die nur verstärkte Seiten oder eine verstärkte Lauffläche haben und so einen guten Kompromiss zwischen Schutz und geringem Gewicht bieten.

Last but not least: Der richtige Luftdruck

Jetzt wird es richtig kompliziert – denn die Wahl des passenden Luftdrucks im MTB-Reifen ist unter Mountainbikern immer wieder ein heiß diskutiertes Thema. Klar ist: Je weniger Druck im Reifen, desto besser der Grip. Allerdings muss man natürlich genau aufpassen, dass man nicht so wenig Luft hat, denn sonst wird die Felge durch Durchschläge malträtiert. Daher bewegen sich vor allem abfahrtsorientierte Biker eher am unteren Rand des empfohlenen Luftdrucks, während sportlichere Fahrer eher mehr Luft auf den Reifen geben, damit der Rollwiderstand verringert wird. Weitere Tipps zur richtigen Wahl des Luftdrucks beim Mountainbike gibt’s hier.

Kaufberatung Jacken-Typen nach Sportarten

Die wichtigsten Jacken-Typen nach Sportart

23. März 2016

Outdoorjacken gibt es wie Sand am Meer. Doch ist nicht jedes Modell auch für jede Sportart geeignet. Freilich mag es hier und da einige Überschneidungen geben, wir wollen Euch aber trotzdem einmal einen kleinen Leitfaden an die Hand geben, worauf es bei welcher Sportart in puncto Jackenwahl besonders ankommt.

Erfahrt in der folgenden Kaufberatung, welche Jacken beim Alpinklettern, Bergtouren, Radfahren und Trailrunning am besten geeignet sind.

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Ski Protektoren Kaufberatung

Ski-Protektoren – treue Begleiter für mehr Sicherheit

8. März 2016

Nicht nur im professionellen Bereich und bei Highspeed Disziplinen sollten sie niemals fehlen – die Ski-Protektoren. Immer, wenn es ein wenig riskanter zur Sache geht, sprich bei waghalsigen Freeride-Abfahrten, aufregenden Schwüngen durch den Pulverschnee abseits der Piste oder im Snowpark in der Halfpipe und auf der Schanze – Ski-Protektoren sorgen für den nötigen Schutz des Skifahrers und können auf diese Weise das Fahrverhalten auch noch positiv beeinflussen. Denn wer sich so richtig sicher fühlt, kann auf den Skiern auch viel mehr riskieren und schwierige oder auch neue Tricks auspacken.

 

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